DE65077C - Verfahren zur Darstellung von secundären Disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von secundären Disazofarbstoffen

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DE65077C
DE65077C DENDAT65077D DE65077DA DE65077C DE 65077 C DE65077 C DE 65077C DE NDAT65077 D DENDAT65077 D DE NDAT65077D DE 65077D A DE65077D A DE 65077DA DE 65077 C DE65077 C DE 65077C
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Germany
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ether
naphthol
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dioxynaphthalene
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Expired - Lifetime
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DENDAT65077D
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leopold cassella & co. in Frankfurt a. M
Publication of DE65077C publication Critical patent/DE65077C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/06Disazo dyes from a coupling component "C" containing a directive hydroxyl group
    • C09B31/068Naphthols
    • C09B31/072Naphthols containing acid groups, e.g. —CO2H, —SO3H, —PO3H2, —OSO3H, —OPO2H2; Salts thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im Haupt-Patent ist eine Gruppe neuer Farbstoffe beschrieben, welche dem allgemeinen Typus entsprechen:
OAIk.
R' -N=N-
C10 Hx
N=N-R' (SO, Na)x .
Die Herstellung verläuft in zwei Stadien. Das erste besteht in der Einwirkung von Diazosulfosäuren auf α-Amidonaphtoläther bezw. deren Sulfosäuren, oder von unsulfirten Diazokörpern auf letztere.
In. diesem ersten Stadium kann man die Sulfogruppe ganz ausschliefsen und unsulfirte Diazokörper auf a-Amidonaphtoläther einwirken lassen. Die so erhaltenen Amidoazokörper lassen sich entweder als solche verwenden oder durch Sulfiren in Sulfosäuren überführen.
Das zweite Stadium des Verfahrens' besteht allgemein darin, die Amidoazokörper zu diazotiren und auf Phenole oder Amine einwirken zu lassen.
Die Diazoazoverbindung von
Hier wird als Neuerung die Verwendung von Dioxynaphtalinsulfosäure an Stelle des Dioxynaphtalins eingeführt.
Die Ausführung der verschiedenen Operationen ist aus folgenden Beispielen ersichtlich:
9,3 kg Anilin Werden diazotirt und zu einer Lösung von 23 kg salzsaurem Amidonaphtoläther hinzugegeben. Nach mehrstündigem Stehen ist die entstandene Amidoazoverbindung in Form ihres violettblauen Chlorhydrats ab-, geschieden.
Bei Anwendung von 14,3 kg a- oder ß-Naphtylamin ist der Verlauf ein gang analoger.
Läfst man bei nicht zu niederer Temperatur (20 bis 300 C.) salpetrige Säure längere Zeit unter gutem Rühren einwirken, so verwandelt sich die violette Farbe in eine braune und man erhält die zum Theil wasserlöslichen Tetrazoverbindungen.
Diese reagiren in der gleichen Weise wie diejenigen des Haupt-Patentes mit den Naphtolen, Dioxynaphtalinen und deren Sulfosäuren, indem blaue Farbstoffe entstehen.
combinirt mit
färbt Wolle
Anilin und Amidonaphtoläther
a-Naphtylamin und Amidonaphtoläther
β - Naphtylamin und Amidonaphtoläther
Anilin und Amidonaphtoläther
a-Naphtylamin und Amidonaphtoläther
β - Naphtylamin und Amidonaphtoläther
3-Naphtol-a-disulfosäure
ß-Naphtol- ö-disulfosäure
dunkelblau
blau grün
dunkelblau
blaugrün
Die Combinationen mit α- und ß-Naphtol sind wasserunlöslich.
Trägt man die Amidoazokörper oder fertigen Farbstoffe ohne Sulfogruppe in rauchende Schwefelsäure bei einer nicht zu hohen Temperatur (400 C.) ein, so werden sie leicht in Sulfosäuren übergeführt, welche in ihrem ganzen Verhalten mit den sulfirten Amidoazokörpern bezw. Farbstoffen der Haupt-Patentes übereinstimmen.
Die im Haupt-Patent beschriebenen Diazo-. azoverbindungen reagiren leicht mit den Dioxynaphtalinsulfosäuren und man erhält Farbstoffe, welche den Naphtolsulfosäurefarbstoffen im wesentlichen gleichen.
Z. B. 35 kg ß-Naphtylamindisulfosäure werden diazotirt und mit 19 kg Aethoxy-a-naphtylamin verbunden. Dieser Körper wird durch salpetrige Säure in die leicht lösliche Tetrazoverbindung verwandelt und diese mit 30 kg derjenigen Dioxynaphtalinmonosulfosäure in alkalischer Lösung zusammengebracht, welche durch Erhitzen von ß-Naphtol-y-disulfosäure mit Alkalien gebildet wird. Der Farbstoff färbt ein tiefes Blaugrün.
Die analogen Combinationen färben:
ο r Toluidinsulfosäure + Amidonaphtoläther + y-Dioxynaphtalinsulfosäure schwarzblau,
ß-Naphtylamin-y-disulfosäure -f- Amidosulfonaphtoläther -j- y-Dioxynaphtalinsulfosäure grünblau,
ο - Toluidinsulfosäure -f- Amidonaphtoläther -f- y-Dioxynaphtalinsulfosäure schwarzblau.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Neuerung in dem Verfahren des Patentes No. 58306, indem man:
a) statt Diazosulfosäuren hier Diazoverbindungen der unsulfirten Basen: Anilin, α- oder ß-Naphtylamin auf a-Amidoß-naphtoläther einwirken läfst;
b) diese Körper diazotirt und mit ß-Naphtol-a-disulfosäure, ß-Naphtol-i-disulfosäure verbindet.
2. Neuerung in dem Verfahren des Patentes No. 58306, indem an Stelle von Dioxynaphtalin hier Dioxynaphtalin-y-sulfosäure mit den Diazoazosulfosäuren combinirt wird, welche durch Diazotiren derjenigen Amidoazosulfosäuren entstehen, die aus o-Toluidinp-sulfosäure, ß-Naphtylamin - y - disulfosäure und a-Amido-ß-naphtoläther und a-Amidoß-sulfonaphtoläther gebildet werden.
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