DE74060C - Verfahren zur Darstellung von Baumwolle direct färbenden secundären Disazofarbstoffen. (2 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Baumwolle direct färbenden secundären Disazofarbstoffen. (2

Info

Publication number
DE74060C
DE74060C DENDAT74060D DE74060DA DE74060C DE 74060 C DE74060 C DE 74060C DE NDAT74060 D DENDAT74060 D DE NDAT74060D DE 74060D A DE74060D A DE 74060DA DE 74060 C DE74060 C DE 74060C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
dehydrothio
naphthol
dioxynaphthalene
amido
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74060D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Publication of DE74060C publication Critical patent/DE74060C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/06Disazo dyes from a coupling component "C" containing a directive hydroxyl group
    • C09B31/068Naphthols
    • C09B31/072Naphthols containing acid groups, e.g. —CO2H, —SO3H, —PO3H2, —OSO3H, —OPO2H2; Salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Längste Dauer: 19. December 1906.
Nach den Angaben des Haupt-Patentes Nr. 69265 und des ersten Zusatzes (Patent Nr. 74059) gelangt man zu werthvollen secundären Disazofarbstoffen, welche Baumwolle direct anfärben, wenn man die geschwefelten Condensationsproducte des p-Toluidins und m-Xylidins oder deren Sulfosäuren nach erfolgter Diazotiruhg mit a-Naphtylamin, den sogenannten Cleve'schen a-Naphtylamin - ß- monosulfosäuren bezw. mit gewissen Amidonaphtoläthersulfosäuren combinirt und die so erhaltenen Amidoazoverbindungen nach dem Weiterdiazotiren mit Ci1 a4 - Dioxynaphtalinsulfosäuren kuppelt.
Analoge, gleichfalls werthvolle, secundäre, Baumwolle direct färbende, Disazofarbstoffe lassen sich gewinnen, wenn man die in den genannten Patentschriften als mittlere Componenten verwendeten Verbindungen durch Amidonaphtole oder Amidonaphtoläther ersetzt. .
Nach den bisherigen Untersuchungen eignen sich für derartige Farbstoffcombinationen aus der Gruppe der Amidonaphtole:
Ct1 a3-Amidonaphtol (Patent Nr. 49448),
K1 a4-Amidonaphtol (Patent Nr. 55404),
A1 - Amido - ß3 - naphtol (durch Verschmelzen der Ct1-Naphtylamin-ßg -monosulfosäure mit Alkalien),
U1- Amido -ß4-naphtol (Patent Nr. 69458),
ßj-Amido-ß4-naphtol (Patent Nr. 47816)
und aus der Reihe der Amidonaphtoläther diejenigen Producte, welche aus den ß-Naphtoläthern durch auf einander folgendes Nitriren und Reduciren erhalten werden, d. h. die Aether (Methyl-, Aethyl-, Amyl-,. Benzyläther) des Ct1 - Amid ο - ß: - Naphtols.
Von den auf diese Weise entstehenden Farbstoffen eignen sich indefs zur praktischen Verwendung nur diejenigen, welche mit Hülfe der Sulfosäuren der Thiobasen dargestellt sind, da die entsprechenden von den unsulfirten Basen derivirenden Farbstoffe nahezu vollständig unlöslich sind.
Die bei Verwendung von Dehydrothio-ptoluidinsulfosäure , Dehydrothio - m - xylidinsulfosäure bezw. Primulin entstehenden Producte ziehen auf ungeheizte Baumwolle und erzeugen auf derselben vorzugsweise violette, grüne bis braune Nuancen.
Das Verfahren zur Darstellung dieser neuen Farbstoffe ist dem im Haupt-Patent und dessen i. Zusatz beschriebenen im allgemeinen analog.
Zur Erläuterung mögen noch folgende Beispiele dienen:
Beispiel I.
Farbstoff aus Dehydrothio-p-toluidinsulfosäure -f- 1 Mol. ttj-Amido-ß,-naphtol -f- 1 Mol. O1 a4-Dioxynaphtalin-
a-monosulfosäure.
34,2 kg dehydrothio-p-toluidinsulfosaures Natron werden in 3001 Wasser gelöst, mit einer cone. Lösung von 6,9 kg Nitrit versetzt und
hierzu Salzsäure bis zur stark sauren Reaction zugefügt. Nach 12 Stunden wird die Diazoverbindung abfiltrirt und in eine Lösung von 21,4 kg salzsaurem Ct1 -Amido-ß3-naphtol (erhältlich durch Verschmelzung von ctj-Naphtylamin-ßg-monosulfosäure [Cleve's ß-Säure] mit Alkalien) eingetragen. Man lä'fst unter gutem Umrühren 12 Stunden stehen, erwärmt dann auf 60 bis 700 und filtrirt die gebildete Amidoazoverbindung ab. Man schlämmt die letztere hierauf mit wenig Natronlauge an, versetzt mit einer cone. Lösung von 6,9 kg Nitrit und fügt wieder so lange (unter Kühlung) Salzsäure zu, bis die Reaction stark sauer geworden ist. Nach 12 Stunden ist die Bildung der Diazoverbindung beendigt. Dieselbe wird isolirt und zu einer mit essigsaurem Natron versetzten Lösung von 26,3 kg Ct1 ct4-dioxynaphtalin-ct-monosulfosaurem Natron zugegeben. Nach 12 stündigem Stehen wird die Farbstoff lösung auf 60 ° erwärmt und mit Soda alkalisch gemacht. Man salzt aus, filtrirt, preist und trocknet.
Der so erhaltene Disazofarbstoffe färbt ungeheizte Baumwolle in grauvioletten Tönen. Ganz ähnliche Nuancen erhält man, wenn man das Ct1 ß3-Amidonaphtol, statt sauer, in sodaalkalischer Lösung kuppelt.
Beispiel II.
Farbstoff aus dehydrothio-m-xylidinsulfosaurem Natron + Ct1-Amido-P1-naphtoläthyläther -f- a, ct4-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure.
Die aus 37 kg dehydrothio-m-xylidinsulfosaurem Natron in üblicher Weise mittelst 7 kg Nitrit erhaltene Diazoverbindung wird nach dem Abfiltriren in eine salzsaure Lösung von 18,7 kg Ct1- Amido - β, - naphtoläthyläther eingetragen. Unter öfterem Umrühren läfst man so lange stehen, bis die Amidoazoverbindung fertig gebildet ist. Man macht hierauf alkalisch, suspendirt die abfiltrirte Amidoazoverbindung in wenig Wasser, setzt eine cone, wässerige Auflösung von 7 kg Nitrit hinzu und diazotirt durch vorsichtiges Ansäuren mit Salzsäure. Nach ca. 24 Stunden filtrirt man die Diazoverbindung ab und trägt sie in eine mit ca. 50 kg essigsaurem Natron versetzte wässerige Auflösung von 26,2 kg et, ctj-dioxynaphtalin-ct-monosulfosaurem Natron ein. Zur Beendigung der Farbstoffbildung erhitzt man schliefslich kurze Zeit bei 60 bis 700 und isolirt nach dem Uebersättigen mit Alkali den Farbstoff durch Aussalzen, Abfiltriren, Pressen und Trocknen.
Der so erhaltene Farbstoff färbt ungeheizte Baumwolle im alkalischen Seifenbade rein grün.
In analoger Weise werden die übrigen Farbstoffe dargestellt, welche als mittlere Componente einen der anderen oben genannten Amidonaphtoläther oder eines der aufgeführten Amidonaphtole enthalten. Desgleichen können auch die in den obigen Beispielen benutzten Thiosulfosäuren durch Primulin ersetzt werden.
Verwendet man als dritte Componente die α, α^-Dioxynaphtalin-ct-disulfosäure bew. Ci1 a4-Dioxynaphtalin - β - disulfosäure, so wird die Kupplung gleichfalls in schwach essigsaurer Lösung, wie in den vorstehenden Beispielen, vollzogen. 1
Die mittelst dieser Farbstoffe auf ungeheizter Baumwolle erhaltenen Nuancen sind die folgenden :
Farbstoff aus +
B1 a4-Dioxy-
naphtalin-a-mono-
sulfosäure
+
K1 a4 - Dioxy-
naphtalindisulfo-
säure S
+
Ct1 a4 - Dioxy-
naphtalin-ß-disulfo-
, säure
Dehydrothio -p- toluidin-
sulfosäure
+
ι Molecül
Amidonaphtol
grauviolett rothviolett braun
Dehydrothio - m - xylidin-
sulfosäure
+
ι Molecül
Amidonaphtol
äther
grün grün rothbraun
Primulin grau grau rothbraun
Dehydrothio - ρ -toluidin-
sulfosäure
grün grün braun
Dehydrothio - m - xylidin-
sulfosäure
grün grün braun
Primulin blaugrün grün braun.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung in dem Verfahren des Patentes Nr. 69265 zur Darstellung neuer, Baumwolle direct färbender secundärer Disazofarbstoffe, darin bestehend, dafs man an Stelle der dort als mittlere Componenten benutzten Producte (α - Naphtylamin bezw. CIe ve's a-Naphtylamin-ß-monosulfosäuren) hier die nachstehenden Amidonaphtole:
    Ct1 cig-Amidonaphtol (Patent Nr. 49448),
    Ct1 a4-Amidonaphtol (Patent Nr. 55404),
    /A1 -Amido-ß3-naphtol (erhältlich durch Verschmelzen der Ct1 - Naphtylamin-ß3-m onosulfo-. säure mit Alkalien),
    A1 - Amido -ß4- naphtol (Patent Nr. 69458),
    ß, - Amido -ß4- naphtol (Patent Nr. 47816)
    bezw. die aL - Ämido-β,-naphtolä'ther, wie Methyl-, Aethyl-, Amyl-, Benzyläther verwendet und demgemäfs Ct1 c^-Dioxynaphtalinctmonosulfosäure S (aus Naphtoldisulfosäure S des Patentes Nr. 40571 durch Verschmelzen mit Alkalien), ■
    Ct1 ct4-Dioxynaphtalin - et-disulfosäure S (aus der beim Weitersulfiren von et-Naphtoldisulfosäure S entstehenden ct-Naphtoltrisulfosäure durch Verschmelzen mit Alkalien) bezw.
    Ct1 ci4-Dioxynaphtalin- β -disulfosäure (aus der in der Patentschrift Nr. 56058 beschriebenen α-Naphtoltrisulfosäure durch Verschmelzen mit Alkalien) mit den Diazoverbindungen derjenigen Amidoazoproducte combinirt, welche bei der Einwirkung der genannten Amidonaphtole bezw. Amidonaphtoläther auf die Diazoverbindungen der folgenden schwefelhaltigen Componenten entstehen: Dehydrothio -p-toluidinsulfosäure (Ber. XXII, 971), Dehydrothio - m - xylidinsulfosäure (Ber. XXII, 585) bezw. Primulin (Sulfosäuren des beim Behandeln von p-Toluidin mit Schwefel entstehenden Gemenges von Dehydrothio-p-toluidin und Primulin).
DENDAT74060D Verfahren zur Darstellung von Baumwolle direct färbenden secundären Disazofarbstoffen. (2 Expired - Lifetime DE74060C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE74060C true DE74060C (de)

Family

ID=347137

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT74060D Expired - Lifetime DE74060C (de) Verfahren zur Darstellung von Baumwolle direct färbenden secundären Disazofarbstoffen. (2

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE74060C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE74060C (de) Verfahren zur Darstellung von Baumwolle direct färbenden secundären Disazofarbstoffen. (2
DE707225C (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Chromverbindungen von Polyazofarbstoffen
DE2355279A1 (de) Auf der faser diazotierbare direktfarbstoffe
DE2139148C3 (de) Telrakisazofarbstoffe, Verfahren zu deren Herstellung und ihre Verwendung zum Färben vonpflanzlichen und tierischen Fasermaterialien, sowie von Leder
DE675558C (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallverbindungen von Polyazofarbstoffen
DE852879C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE2034591B2 (de) Wasserlösliche Monoazofarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben und Bedrucken von Leder oder Fasermaterialien aus Wolle, Seide, Polyamiden und Polyurethanen und/oder nativer oder regenerierter Zellulose
DE636358C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen
DE598057C (de) Verfahren zur Herstellung von Stilbenazofarbstoffen
DE86314C (de)
DE617999C (de) Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen
DE589527C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE74059C (de) Verfahren zur Darstellung von Baumwolle direct färbenden secundären Disazofarbstoffen. (1
DE122149C (de)
DE731320C (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen
DE677664C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE67261C (de) Verfahren zur Darstellung blauschwarzer bis grünschwarzer beizenfärbender secundärer Disazofarbstoffe aus an a4-Dioxynaphtalinsulfosäuren. (6
DE130475C (de)
DE97105C (de)
DE116639C (de)
DE737626C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE652725C (de)
DE866704C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen der Stilbenreihe
DE85389C (de)
DE65480C (de) Verfahren zur Darstellung von Trisazofarbstoffen. (3