DE647693C - Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln

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DE647693C
DE647693C DES96987D DES0096987D DE647693C DE 647693 C DE647693 C DE 647693C DE S96987 D DES96987 D DE S96987D DE S0096987 D DES0096987 D DE S0096987D DE 647693 C DE647693 C DE 647693C
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magnesium
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B7/00Fertilisers based essentially on alkali or ammonium orthophosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Magnesiumphosphat oder :,mmoniummagnesiumphosphat enthaltenden festen, streufähigen Düngemitteln.
  • Der Erfindung gemäß wird bei der Herstellung solcher Düngemittel von Magnesit ausgegangen und Magnesit mit Phosphorsäure bei Säurekonzentrationen von 5o bis So'/" insbesondere zwischen 6o und 70'/o, ohne nachherige Filtration und Trocknung behandelt. Sofern es sich um die Herstellung eines sofort trockenen Ammoniummagnesiumphosphatdüngemittels handelt, wird, gegebenenfalls im Verlauf der Umsetzung des Magnesits mit der Phosphorsäure, konzentriertes Ammonium oder ein Ammoniumsalz, insbesondere Ammoniumphosphat, zugefügt.
  • Magnesit wird fein pulvrisiert, gegebenenfalls calciniert, in einen Mischer eingebracht und mit der genügenden Menge Phosphorsäure zur Bildung eines Magnesiumphosphates behandelt, das praktisch aus einer Mischung von Di- und Trimagnesiumphosphaten besteht. Die Konzentration der Phosphorsäure kann j e nach dem verwendeten Magnesit zwischen 5o und 8o °1o schwanken. Es empfiehlt sich aber, die Konzentration so zu wählen, daß das zur Verdünnung benutzte Wasser vollkommen in den Zustand des Kristallisationswassers des Endproduktes übergeht, so daß das fertige Produkt trocken und, gegebenenfalls nach Mahlung, streufähig ist.
  • . Magnesit ist in der Natur reichlich vorhanden, und zwar im allgemeinen kristallisiert, hart und wenig reaktionsfähig. Es ist infolgedessen zweckmäßig, ihn vorher nach bekannten Verfahren bei ungefähr iooo° zu calcinieren. Einige Magnesitvorkommen gestatten es aber, auf eine solche vorherige Calcinierung zu verzichten.
  • Die ertragssteigernden Eigenschaften des Magnesiums und seiner industriellen Salze sind seit langem bekannt. Die meisten. Magnesiumsalze lassen sich auch aus den natürlichen Mineralien, wie Dolomit, Magnesit, den Magnesiumchloriden der Salzseen und den Kaliummineralien in umständlichen Verfahren herstellen. . Bekannt ist es weiter, durch verschiedene Verfahren Magnesiumdüngesalze, wie das Phosphat, das Nitrat und Ammoniummagnesiumphosphat, herzustellen. Dabei wurde entw jeder Magnesium und Magnesiumcarbonat dazu benutzt, um die Feuchtigkeit aus rückständigen Lösungen zu absorbieren oder Säurerückstände zu neutralisieren. Man hat auch die genannten Magnesiumverbindungen den Säuredüngesalzen bei der Herstellung zugesetzt.
    Schließlich wurde auch schon gasförmti, es
    Ammoniak (NH3) verwendet, um in @
    wart von Alkaliphospliaten und 1lagli"
    in freier Form oder in Form von gelösten
    SalzenAinmoniuminagnesiutnpliospliat niederzuschlagen und alsdann zu dekantieren, filtrieren und zu trocknen zu dein Zweck, ein pulverförmiges Düngemittel zu scharfen.
  • Ein konzentriertes Magnesiumphosphatdüngemittel kann durch Behandlung von pulverisiertem, ungebranntem oder calciniertem Magnesit in einem Superphosphatmischer erzeugt werden, indem in den 3lischer Phosphorsäure gegeben wird, um eine Mischung von Mono- und Diinagnesiuniphosphaten mit, je nach dein Einzelfall, einer gewissen Menge Trimagnesiumphosphat zu erhalten. Die Zeit der Einwirkung, die Geschwindigkeit der Bearbeitung und die Konzentration der Säuren wird so geregelt, daß ein trockenes, pulverisierbares und unmittelbar streufähiges Produkt entsteht. Die Neutralisation der Phosphorsäure kann allmählich erfolgen, indem der Säurecharge zuerst ein Teil der Ilagnesiacharge als gebrannter Magnesit und dann gegen Ende der Behandlung der Rest der Charge als calcinierter Magnesit oder als ungebrannter sehr fein pulverisierter Magnesit zugesetzt wird. Die Reaktion auf den ungebrannten Magnesit macht CO. frei, durch das die Masse aufgelockert und der Abgang eines Teiles des von der Säure mitgeführten Wassers begünstigt wird. Die Reaktionsmasse wird - aus dem :Mischer entfernt und zur Beendigung der Reaktion umgefüllt. Die Masse kann ohne Wiederholung der Behandlung alsbald zerkleinert (zerrieben) werden.
  • Bei Bereitung von Ammoniummagnesiumphosphat kann das Mono- und Diammoniumphosphat vor dem Magnesit oder nach Zuführung der ersten Hälfte der Magnesitcharge eingebracht werden. Das Ammoniak des Phosphates wirkt schnell in der durch die Phosphorsäure verursachten Reaktion mit dem Magnesit mit. Die Masse erwärmt sich, und das Ammoniak wird alsbald als Ammoniummagnesiumphosphat gebunden. Das Festwerden der hasse durch Bindung des mit der Säure als Kristallwasser mitgeführten Wassers erfolgt dann noch viel schneller. Fast unmittelbar nach dem Austritt aus dem Mischer kann die Masse schon zerrieben «-erden.
  • Beispiel i . Auf iiokg gebrannten, fein gepulverten triid ausreichend reaktionsfälligen Nsagnesit finit einem Gehalt von 15 bis 2o'/, Verunreinigungen läßt man in einem Superphosphatkneter Phosphorsäure mit einem Gehalt von ungefähr 65 kg P, 05 und einer Konzentration von 6o bis 7001» einwirken, so daß wiederum das gesamte Wasser als Kristallwasser gebunden wird. Die Masse wallt auf und läßt Wasserdampf entweichen. Nach genügender Mischung ergibt sich eine Älagnesiumphosphatmischung, die trocken, pulverisierbar und unmittelbar streufähig ist. Be,ispiel a Auf 5o kg gebrannten und fein pulverisierten Magnesit, der io bis 15'/" Verunreinigungen enthält, läßt man in einem Superphosphatkneter eine Mischung aus Phosphorsäure (niit einer Konzentration von 55 bis ;0 01.11o) und Diainmoniumphosphat einwirken, die ungefähr 65 kg P,05 und 16 kg Ammoniak (NH3) enthält. Die Konzentration der Phosphorsäure wird also derart berechnet, (laß das darin enthaltene Wasser (als Kristallwasser) im Endprodukt gebunden wird. Nach einer dem Material entsprechenden Knetung, bei der das Material mehr und mehr erhärtet, erhält man nach einfacher Pulverung ein unmittelbar zur Düngung benutzbares Ammoniummagnesiumphosphatdüngemittel.

Claims (1)

  1. PATLNTANSl'RUCÜ: Verfahren zur Herstellung von iNlagnesiumphosphat oder Ammoniummagnesiumphosphat enthaltenden festen, streufähigen Düngemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß Magnesit mit Phosphorsäure bei Säurekonzentrationen von 5o bis $o °/o ohne nachherige Filtration und Trocknung behandelt wird, wobei im Falle der Herstellung eines sofort trockenen Ammoniummagnesiumphosphatdüngemittels, gegebenenfalls im Verlauf der Umsetzung des Magnesits mit der Phosphorsäure, konzentriertes Ammoniak oder ein Ammoniumsalz, insbesondere Ammoniumphosphat, zugefügt wird.
DES96987D 1930-02-28 1931-02-25 Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln Expired DE647693C (de)

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DE (1) DE647693C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE863948C (de) * 1949-12-22 1953-01-22 Alexander Thurau Verfahren zur Herstellung von als Duengemittel verwendbaren Kalkmagnesiumphosphaten
DE1101454B (de) * 1957-05-18 1961-03-09 A P E Applic Processi Elettroc Verfahren zur Herstellung hochkonzentrierter Stickstoff, Phosphate, Kalium und Magnesium enthaltender Mehrnaehrstoff-Duengemittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE863948C (de) * 1949-12-22 1953-01-22 Alexander Thurau Verfahren zur Herstellung von als Duengemittel verwendbaren Kalkmagnesiumphosphaten
DE1101454B (de) * 1957-05-18 1961-03-09 A P E Applic Processi Elettroc Verfahren zur Herstellung hochkonzentrierter Stickstoff, Phosphate, Kalium und Magnesium enthaltender Mehrnaehrstoff-Duengemittel

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