DE646579C - Verfahren zur Herstellung einer fuer die Gewinnung von Baeckereihefe geeigneten Naehrloesung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer fuer die Gewinnung von Baeckereihefe geeigneten Naehrloesung

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DE646579C
DE646579C DEC42854D DEC0042854D DE646579C DE 646579 C DE646579 C DE 646579C DE C42854 D DEC42854 D DE C42854D DE C0042854 D DEC0042854 D DE C0042854D DE 646579 C DE646579 C DE 646579C
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Germany
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production
yeast
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baker
molasses
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Expired
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DEC42854D
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Dr Hermann Claassen
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Pfeifer and Langen GmbH and Co KG
Original Assignee
Pfeifer and Langen GmbH and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/14Fungi; Culture media therefor
    • C12N1/16Yeasts; Culture media therefor
    • C12N1/18Baker's yeast; Brewer's yeast

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer für die Gewinnung von Bäckereihefe _ geeigneten Nährlösung Nach dem durch Patent 641 742 geschützten Verfahren werden die eiweißreichen Futtermittel mit verdünnter Schwefelsäure aufgeschlossen, der so erhaltene heiße Brei der auf 2o° Bg verdünnten und auf 8o bis 85' erwärmten Melasse zugesetzt und der etwas zu hohe Gehalt an Säure auf die jeweilig günstigste Wasserstofionenkonzentration abgestumpft, worauf die Maische nach längerem Stehen bei 8o bis 85° abgefiltert wird.
  • Zum Abstumpfen oder Absättigen der Säure ist in dem Hauptpatent besonders Ammoniak empfohlen, weil bei Zusatz von stärker alkalischen Stoffen, wie Ätzkalk oder Sodalösung, leicht eine Bräunung und Verschlechterung der Nährlösung eintritt.
  • Für Hefen, die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellt werden und einen gleichmäßigen Eiweißgehalt sowie eine gute Triebkraft und Haltbarkeit haben sollen, ist die Verwendung von Ammoniak zum Absättigen der Säure vielfach nicht vorteilhaft. Der Gehalt an freier Säure in einer Nährlösung, die unter Zusatz von aufgeschlossenen eiweißreichen Futtermitteln zur Melasselösung erhalten wird, wechselt je nach der Menge des zugesetzten Futtermittelbreies sehr stark; infolgedessen sind auch sehr wechselnde Mengen Ammoniak zur Absättigung nötig. Ammoniak ist aber nicht nur ein Mittel zur Absättigung, sondern gleichzeitig auch ein stickstoffhaltiger Nährstoff für die Hefe, der ihren Eiweißgehalt je nach der zugesetzten Menge mehr oder weniger stark erhöht. Die Verwendung von Ammoniak zur Absättigung wechselnder Mengen von Säuren verträgt sich daher nicht mit.einer richtigen Ernährung der Hefe, bei der Ammoniak nur in begrenzten und gleichmäßigen Mengen zugesetzt werden darf.
  • Andererseits wirken Kalk und Soda bei höheren Temperaturen schädlich auf die mit dem stark sauren Futtermittelbrei vermischte Melasselösung ein, weil der. Zucker der Melasse durch die beim Aufschließen des Breies nicht verbrauchte Schwefelsäure invertiert und der gebildete Invertzucker durch die alkalischen Stoffe bei den Temperaturen von 8o bis 85° mehr oder weniger zersetzt wird. Dadurch wird die Menge des wertvollen Zuckers vermindert, und es werden aus den Zersetzungsprodukten zusammen mit den Aminosäuren des Futtermittelbreies dunkelbraune Farbstoffe erzeugt: die auch die Hefe dunkel färben.
  • Um diese Übelstände zu vermeiden, werdext nach dem vorliegenden Verfahren die stärker' alkalisch wirkenden Stoffe, wie Kalk oder-, Soda, vor dem Zusatz des eiweißreichen' Futtermittelbreies zu der auf 8o bis 85° erwärmten Melasselösung zugesetzt, und zwar in einer solchen Menge, daß die Wasserstoffionenkonzentration nach derdarauffolgenden Zugabe des sauren Futtermittelbreies die für das Hefewachstum günstigste ist. Da die Menge der freien Schwefelsäure in dem Brei bekannt ist oder berechnet werden kann und ebenso die Alkalität der Melasselösung leicht zu ermitteln ist, so kann auch ohne weiteres die Menge Kalk berechnet werden, die zur Absättigung der Säure im Futtermittelbrei bis zur richtigen Wasserstoffionenkonzentration nötig ist. Bei dieser Arbeitsweise erhöht der Zusatz der stark alkalischen Stoffe zunächst nur die Alkalität der invertzuckerfreien Melasse. Der saure Futtermittelbrei sättigt diese Alkalität dann ab und erzeugt eine schwach saure Reaktion in der Maische. Bei der Arbeitsweise des Haupt-
    ,r#'t ts dagegen wird zunächst aus der Me-
    und dem sauren Futtermittelbrei eine
    s Invertzucker enthaltende saure Maische
    gestellt, deren zu hoher Säuregehalt erst hträglich auf die richtige Wasserstoff ionenönzentration abgesättigt wird, wobei dann die erwähnten Übelstände auftreten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer für die Gewinnung von Bäckereihefe geeigneten Nährlösung aus Melasse und eiweißreichen Futtermitteln nach Patent 6,417q.2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf 2o° Bg verdünnte und auf 8o bis 85° angewärmte Melasse vor dem Zusatz des aufgeschlossenen Futtermittelbreies mit stark alkalischen Stoffen, wie Kalk oder Soda, in solcher Menge versetzt wird, daß sich in der Maische, die nach Zugabe des aufgeschlossenen sauren Futtermittelbreies' erhalten wird, die für das Wachstum der Hefe jeweilig günstigste Wasserstoff ionenkonzentration einstellt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE928282C (de) * 1942-03-22 1955-05-31 Phrix Werke Akt Ges Verfahren zur Reinigung von technischen Vorhydrolysaten cellulosehaltiger Rohstoffe fuer die Verhefung oder Vergaerung

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DE928282C (de) * 1942-03-22 1955-05-31 Phrix Werke Akt Ges Verfahren zur Reinigung von technischen Vorhydrolysaten cellulosehaltiger Rohstoffe fuer die Verhefung oder Vergaerung

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