DE646174C - Verfahren und Vorrichtung zum Fersenzwicken von Schuhwerk - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Fersenzwicken von Schuhwerk

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DE646174C
DE646174C DEH136654D DEH0136654D DE646174C DE 646174 C DE646174 C DE 646174C DE H136654 D DEH136654 D DE H136654D DE H0136654 D DEH0136654 D DE H0136654D DE 646174 C DE646174 C DE 646174C
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EG Henkel Maschinenfabrik
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/12Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Fersenzwicken von Schuhwerk Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fersenzwicken von vorzugsweise im Gelenk und im Vorderteil bereits vorgezwicktem Schuhwerk mittels einer Anzahl von radial zur Fersenmitte angeordneten Überschiebern. Derartige Maschinen sind bekannt, doch werden bei ihnen die Überschieber gemeinsam gesteuert rund wirken gleichzeitig auf den Schuh ein, wobei sich in der Praxis der Nachbeil -ergeben hat, daß am Übergang von der Ferse zum Gelenk Falben im Oberleder entstehen.
  • Erfindungsgemäß wird dieser Mangel dadurch beseitigt, daß zunächst die das Gelenk bearbeitenden Überschieber betätigt werden und dann in schneller Aufeinanderfolge die andern Überschieber, beginnend von der Fersenmitte aus. Es ist bereits eine Maschine vorgeschlagen worden, bei der während des Zwickens der Fersenpartie das Oberleder in der -Nähe des Gelenkes festgehalten wird. Bei dieser bekannten Maschine wird hierzu eine besondere verwickelte Einrichtung benutzt, die überdies auch noch einen Mehraufwand an Arbeitszeit bedingt. Demgegenüber bietet die Erfindung den Vorteil, daß die Faltenbildung am Gelenk ohne besondere Einrichtung, bloß durch eine Regelung von Zeit rund Ort der Überschieberangriftspunkte beim Fersenzwicken erreicht wird.
  • Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Betätigung der überschieber in der erfindungsgemäß geregelten Weise kennzeichnet sich dadurch, daß die mit Nagelvorrichtungen versehenen Überschieber gruppenweise in Tragkörpern angeordnet sind und sowohl einzeln gegen den Schuh als auch mit ihren Tragkörpiern in der Umfangsrichtung der Ferse verstellt werden können. Es sind zwar schon Zwickmaschinen bekannt, bei welchen die Überschieber in gesonderten Schrägschlitzen des Tragkörpers geführt werden, doch haben dort die überschiebereine gemeinsame Steuerung rund sind nicht ieinzeln gegen den Schuh einstellbar. Auch können die Tragkörper nicht in der Umfangsrichtung der Ferse verstellt werden. Dementsprechend sind diese bekannten Maschinen für die Ausführung des erfindungsmäßigen Verfahrens ungeeignet, weil jeder Wechsel der Schuhform und Schuhgröße iunvermeidlich feine unerwünschte Änderung in der Einwirkungsweise der überschieber zur Folge hätte.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform wiedergegeben. Es sind nur die auf die Schuhferse einwirkenden Werkzeuge dargestellt, während der Antrieb hierzu der Einfachheit halbier weggelassen wurde.
  • Abb. i zeigt den Schuh und die überschie-,ber in reiner Draufsicht.
  • Abb. 2 stellt seinen Schnitt a-b senkrecht zur Bildebene der Abb. i dar.
  • Der zu bearbeitende Schuh ist bis auf die Ferse auf anderen Maschinen fertiggezwickt. Jedoch kann bei Anwendung der neuen Maschine die Ferse unmittelbar nach dem überholen gezwickt werden, was wegen des Hochziehens des Oberleders bei den bekannten Fersenzwickmaschinen nicht möglich ist. Der Schuh wird auf den Leistenständer aufge-r steckt und wird durch den Niederhalter i . iti' seiner Lage gehalten. Links und rechts rQ der Schuhlängsachse sind die überschieber?-träger 2 angeordnet. Diese sind mittels der Führungsnuten 3 in dem feststehenden Führungskranz -1 gelagert. Der Drehpunkt der Führungsnuten 3 liegt in der Fersenmitte des Schuhes, so daß die beiden überschieberträger 2 um diese Fersenmitte bewegt werden können, was notwendig ist, um der Veränderlichkeit der Fersengröße gerecht zu werden. Die Vorrichtung zum Bewegen der überschieberträger 2 in gegenseitiger Abhängigkeit ist nicht dargestellt, sie kann in bekannter Weise aus einem Handrad und Zwischenrädern bestehen. Auch die Anordnung und Bewegung des Niederhalters i sowie des Leistenträgers und des Fersenbandes 5 erfolgen in bekannter Weise. Jeder der einzelnen im Überschieberträger 2 gelagerten überschieber 6 hat ein besonderes Antriebsgestänge, das durch eine besondere, in der Zeichnung ebenfalls nicht angegebene Kurvenscheibe gesteuert wird.
  • Abb.2 zeigt einen solchen Überschieber 6 nach Beendigung seiner überschieberbewegung. Der Überschieber 6 ist mittels einer Lasche 7 mit einem Winkelhebel 8 verbunden, an dem die Antriebsstange 9 angelenkt ist. Die Muttern io dienen zur Begrenzung der Vorwärtsbewegung der Überschieber. Außerdem erfolgt durch diese Muttern io die Einstellung sämtlicher Überschieber 6 zueinander (s. Abb. i). Der Winkelhebel 8 ist um den Zapfen 11 im Arm 12 drehbar gelagert. Durch die bereits erwähnte und nicht gezeichnete Kurvenscheibe wird die Antriebsstange 9 angehoben. Die Muttern i o heben sich von ihrer Begrenzungsplatte 13 ab, die Druckfeder 14. wird gespannt. Gleichzeitig erfolgt eine Drehbewegung des Winkelhebels 8, der durch die Lasche 7 den Überschieber 6 zurückzieht. Der Überschieber 6 befindet sich so in seiner äußersten rechten Lage in seiner Anfangsstellung außerhalb der Schuhferse. Aus Abb.2 ist nun ohne weiteres zu ersehen, daß nach plötzlichem Freigeben der Schaltstange 9 durch den Federdruck 14 ein schnelles Vorgehen des Überschiebers erfolgt, womit auch das Umlegen des Oberleders über die Brandsohlenkante erreicht wird. Durch das schnelle Vorgehen der Überschieber 6 .ergibt sich ein faltenloser Zwickeinschlag und . eine scharf ausgeprägte Fersenkante, so daß ,hiermit das äußerst gesundheitsschädliche An-,.kl,opfen der Fersenpartie ganz in Fortfall kommt. Durch die Mutter io (Abb. 2) lassen - sich. wie aus Abb. i ersichtlich, die Endlagen der Überschieber 6 genau entsprechend der Fersenpartie einstellen.
  • Bei Verarbeitung von verschiedenen Fersengrößen werden die äußersten Überschieber jeweils durch die die Antriebsstange 9 betätigenden Kurven ausgeschaltet. Abb. i zeigt eine mittelgroße Fersenpartie. Die links-und rechts angeordneten Überschieber 6"" bleiben in ihrer zurückgezogenen Lage. Die Bearbeitung der Ferse beginnt mit den beiden überschiebern 6"', worauf die Überschieber 6 folgen und dann die 6' und zuletzt die überschieber 6". Die Reihenfolge der einzelnen Cberschieberbewegungen kann so schnell erfolgen, daß letztere fast als gleichzeitig erscheinen. Sollen Kinderschuhe zur Verarbeitung kommen, so werden außer den überschiebern 6"" noch die Überschieber 6"' in ihrer zurückgezogenen Lage gesperrt. Nur bei Verarbeitung von Herrenschuhen arbeiten sämtliche Überschieber.
  • In der vorbeschriebenen Art lassen sich auch lohne Abweichung vom Erfindungsgegenstand vorteilhaft Schuhspitzen bearbeiten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Fersenzwicken von vorzugsweise im Gelenk und am Vorderteil bereits vorgezwicktem Schuhwerk mittels einer Anzahl von radial zur Fersenmitte angeordneten Überschiebern, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die das Gelenk bearbeitenden Überschieber (6"" bzw. 6"') betätigt werden und dann in schnell-er Aufeinanderfolge die andern Überschieber (6 bis 6"' bzw. 6 bis 6"), beginnend von der Fersenmitte aus.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Nagelvorrichtungen versehenen Überschieber (6 bis 6"") gruppenweise in Tragkörpern (2) angeordnet sind und sowohl einzeln gegen den Schuh (Anschläge io) als auch mit ihren Tragkörpern (2) in der Umfangsrichtung der Ferse einstellbar sind.
DEH136654D 1933-06-27 1933-06-27 Verfahren und Vorrichtung zum Fersenzwicken von Schuhwerk Expired DE646174C (de)

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DE646174C true DE646174C (de) 1937-06-09

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