DE330382C - Vorrichtung zur Herstellung von geflochtenen Stuhlsitzen - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von geflochtenen Stuhlsitzen

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DE330382C
DE330382C DE1919330382D DE330382DD DE330382C DE 330382 C DE330382 C DE 330382C DE 1919330382 D DE1919330382 D DE 1919330382D DE 330382D D DE330382D D DE 330382DD DE 330382 C DE330382 C DE 330382C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27JMECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
    • B27J1/00Mechanical working of cane or the like
    • B27J1/02Braiding, e.g. basket-making

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von geflochtenen Stuhlsitzen. Gegenstand der Erfindung ist eine Stuhlflechtmaschine, deren wesentliches Erfindungsmerkmal darin besteht, daß, nachdem die ersten drei Lagen Rohrfäden gemäß Fig.- 6 und 7 im Stuhlrahmen gezogen sind, die weiteren Durchflechtungen, z. B. des vierten Fadens, derart vor sich gehen, daß weqhselweise, wie aus Fig. 8 ersichtlich, je einer der nebeneinande_rliegenden Rohrfäden von dem neben ihm liegenden Rohrfaden durch an Fingern sitzende Drahtschlaufen getrennt und durch genannte Finger nach unten gedrücktwird, während die nicht erfaßten Rohrfäden auf ähnlichen Fingern in ihrer ursprünglichen Lage ruhen, so daß eine wechselweise Tief-und Hochlage der Fäden zueinander an der Durchflechtungsstelle zum freien Durchführen des Flechtfadens mittels einer Nadel herbeigeführt wird. Die Finger stehen wechselweise gegenüber und unter Federwirkung, um ein Ausschalten einzelner Finger entsprechend den verschiedenen Stuhlrahmenbreiten zu ermöglichen. jeder Satz Finger ist gemeinschaftlich auswechselbar, z. B. bei Verwendung von besonders geformten Fingern zur Einflechtung der Diagonalfäden im Stuhlsitz.
  • Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes; es zeigt: Fig. i eine Vorderansicht desselben, .
  • Fig. 2 eine Seitenansicht von Fig. i von A aus, . Fig. 3 ein teilweiser@-Grundriß von Fig. i, Fig, q. eine -Ansicht der Finger in Arbeitsstellung, Fig. 5 eine Ansicht von zwei besonders geformten Fingern in Arbeitsstellung beim Einflechten eines Diagonalfadens, und Fig. 6 bis -g. zeigen -die einzelnen Phasen des Flechtens.
  • Im Maschinenrahmen i ruht auswechselbar der Schlitten 2. In letzterem sind in gleichen Abständen Einschnitte 3 vorgesehen, in welchen die Finger q. um den Bolzen 5 drehbar gela-_ gert sind, und zwar derart, daß dieselben infolge der Federn 6 wohl pach vorn, aber nicht rückwärts gelegt werden.können. Die oberhalb zu den Fingern 4. wechselweise angeordneten Finger 7 ruhen gleichfalls wie die Finger q. in Einschnitten und um den Bolzen 8 drehbar im Schlitten g ; sie werden durch die Federn ro in ihrer Lage gehalten und sind nur nach vorn auslegbar. - An den Fingern 7 sind an der Vorderseite die Drahtschlaufen ii angebracht. Sowohl die oberen wie die unteren Finger weisen die horizontalen Ausnehmungen 12 auf. Der Schlitten g sitzt im Querträger 13 der Arme 1q., welch letztere bei 15 im Maschinenrahmen i drehbar sind. ., Die Arme 1q. mit Träger-i3 stehen unter Wirkung der Federn 16, welche sie mit dem Maschinenrahmen i verbinden. Im oberen Teil des Maschinenrahmens i ist die Achse i7 . drehbar gelagert und durch die Schenkel 18 mit den Bogen ig verbunden. Letztere ruhen auf dem Träger 13, dessen Lage sich unter dem Einfluß der Federn 16 nach der jeweiligen Stellung der-Bogen ig richtet. Vor der unteren Fingerreihe befindet sich der Tisch zo.
  • Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Im Stuhlrahmen 30 werden in bekannter Weise gemäß Fig. 6 erst die Fäden 22 gezogen, hierauf kreuzweise die Fäden 28 und über diese parallel zu den Fäden 22 die Fäden 21 (Fig. 7). Soll nun die Einflechtung des vierten Fadens 27 (Fig. 8) in den vorerwähnten Fäden 21, 22 und 28 . erfolgen, so wird der Rahmen 30 auf den Tisch 2o gelegt, wobei die Rohrfäden auf den Fingern 4 zu liegen kommen, und zwar derart, daß wechselweise je ein Faden 21 (Fig. 4) auf einem Finger 4 aufliegt, während die Fäden 22 freiliegen. Hierauf werden die Bogen i9 nach unten bewegt, wobei diese infolge ihrer Form den Träger 13 und mithin die an diesen angeschlossenen Finger 7 nach unten bewegen. Letztere legen sich hierbei zwischen die Finger 4, erfassen mit ihren Drahtschlaufen ii die Rohrfäden 22 und drücken letztere durch, so daß sie an diesen Stellen in eine tiefere Lage als ihre Nebenfäden 21 zu liegen kommen. Bei dieser Stellung der Finger 4 und 7 zueinander bilden die Ausnehmungen 12 eine .sich oben bzw. unten ergänzende Rinne. Wird nun seitlich die Nadel 23 (Fig. 4 und 8) in diese Rinne ein- und ganz durchgeführt, so führt sie auch gleichzeitig zwischen den in ihren Lagen verschieden ruhenden Rohrfäden 21 und 22 hindurch, so daß ein Durchführen eines mit der Nadel 23 verbundenen Rohrfadens 27 herbe#geführt wird bzw. die Fäden 21 und 22 vom Faden 27 durchflochten werden. Dieser Vorgang wiederholt sich fortlaufend über den ganzen Stuhlsitz. . -Nachdem der Sitz, wie beschrieben, geflochten ist, erfolgt das Einflechten der Diagonalfäden 272 und 34. Zu diesem Zwecke kann der Stuhlrahmen 30 nicht, wie bisher, rechteckig im Maschinenrahmen i liegen, sondern muß um 9o° verdreht gelagert werden, (Fig. 3 und 9), wobei die Durchflechtungsreihe zwecks Auflage auf der unteren Fingerreihe jeweils um eine entsprechende Distanz nach rechts bzw. links ihre Lage verändert. Diese Distanz entspricht den turchflechtungen in Fig. 9, deren Kreuzungsmaschen nur wechselweise übereinanderliegen. Zur besseren Führung des Stuhlrahmens 3o ist im Maschinenrahmen i eine geschlitzte Lagerplatte 31 vorgesehen; diese trägt den Zapfen 32, welcher zwischen seiner Form angepaßten Zähnen 33 wandern kann. Diese seitliche Hin- und Herwanderung entspricht den einzelnen Diagonalreihenlagen im Stuhlsitz.
  • Zum Einflechten der Diagonalfäden 27a und 34 werden die in Fig. 5 dargestellten. und in Fig.9 im Grundriß eingezeichneten Finger 24 und 25 mit Drahtschlaufen 26 an den Fingen 25 verwendet, welche statt der Finger 4 und 7 im Maschinenrahmen i bzw. Träger 13 eingeschoben werden. Genannte Finger 24 und 25 sind, um nur die in Betracht kommenden Rohrfäden zu erfassen (Fig. 5 und 9), an ihren freien Enden, und zwar deren gegenüberliegenden Ecken abgekantet. Werden nun die Finger 25 nach unten geführt, so trennen die Schlaufen 26 der Finger 25 den Faden 27. von dem Nebenfaden, so daß wechselweise je ein Faden durch den Finger 25 nach unten gedrückt wird, während der Nebenfaden auf den Fingern 24 aufliegen bleibt, so daß zwischen den erst- und letztgenannten Fäden wiederum eine Hoch- und Tieflage zum Durchflechten des Fadens 27a mittels der Nadel 29 geschaffen wird. Sobald nun die Durchflechtungen mit dem Faden 27a im Stuhlrahmen 3o durchgeführt sind, erfolgt die Durchflechtung des Fadens 34, zu welchem Zwecke die Fäden 27 und 28 mit den Diagoiialfäden 27a von den Fingern 25 in bekannter Weise nach unten gedrückt werden, während die Fäden 21 und 22 mit den Diagonalfäden 27a auf den Fingern 24 ruhen, wodurch wiederum ein Durchgang zwischen den genannten Fadengruppen für die Nadel 29 mit Diagonalfaden 34 geschaffen wird, so daß die letzte Diagonaldurchflechtung erfolgen kann.
  • Die federnd auslegbaren Finger 4 und 7 bzw. 24 und 25 ermöglichen ein Ein- und Ausschalten einzelner Finger, um jede Breite eines Stuhlsitzes flechten zu können.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE : i. Vorrichtung zur Herstellung von geflochtenen Stuhlsitzen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels zweier Reihen von Fingern, von denen die Finger der oberen Reihe versetzt zu den Fingern der unteren Reihe angeordnet sind und in der Richtung der Finger der unteren Reihe bewegt werden können, eine Trennung zweier nebeneinanderliegender Rohrfäden durch Schlaufen der oberen Fingerreihe bewirkt wird und dadurch die Rohrfäden derart wechselweise zueinander eingestellt werden, daß eine Durchflechtung derselben mit Hilfe einer Nadel, welche durch Rinnen in den Fingern geführt wird, möglich ist:
  2. 2. Vorrichtung zur Herstellung von geflochtenen Stuhlsitzen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger unabhängig voneinander in Rücksicht auf die Breite des zu flechtenden Sitzes ausgeschaltet werden können.
  3. 3. Vorrichtung zur Herstellung von Stuhlsitzen nach Anspruch i 'und 2, da- durch .gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Querdurchschlägen im Rohrgeflecht und zur Verwendung besonders hierfür geeigneter Finger die Sätze der Finger in der Maschine ausgewechselt werden können. q.. Vorrichtung zur Herstellung von Stuhlsitzen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daB bei Herstellung von Querdurchschlägen der Stuhlsitz in einem Lager ruht, welches die jeweilige Lagenveränderung des Stuhlsitzes entsprechend der Lage der Kreuzungsfäden ermöglicht.
DE1919330382D 1919-10-07 1919-10-07 Vorrichtung zur Herstellung von geflochtenen Stuhlsitzen Expired DE330382C (de)

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DE1919330382D Expired DE330382C (de) 1919-10-07 1919-10-07 Vorrichtung zur Herstellung von geflochtenen Stuhlsitzen

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DE (1) DE330382C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2708454A (en) * 1953-10-09 1955-05-17 Marshall J Crouch Wire spreader for use in weaving a diamond mesh wire panel
FR2880578A1 (fr) * 2005-01-11 2006-07-14 Guillaume Pierre Pa Larquemain Article de vannerie, procede de fabrication et utilisations

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2708454A (en) * 1953-10-09 1955-05-17 Marshall J Crouch Wire spreader for use in weaving a diamond mesh wire panel
FR2880578A1 (fr) * 2005-01-11 2006-07-14 Guillaume Pierre Pa Larquemain Article de vannerie, procede de fabrication et utilisations

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