DE644642C - Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Alkohol durch Destillation - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Alkohol durch Destillation

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DE644642C
DE644642C DEB174371D DEB0174371D DE644642C DE 644642 C DE644642 C DE 644642C DE B174371 D DEB174371 D DE B174371D DE B0174371 D DEB0174371 D DE B0174371D DE 644642 C DE644642 C DE 644642C
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/74Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C29/76Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment
    • C07C29/80Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by distillation
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Description

Die bisher in der Technik bekannten Verfahren zur Zerlegung- des Gemisches Wasser-Äthylalkohol, das einen Minimumsiedepunkt hat, benutzen entweder einen dritten Stoff als Entziehungskörper eines der Gemischteile, die sog. aziBOtnopen Destillationsverfahren, oder sie wenden zwei Druckstufen an, und zwar Atmosphärendruck und Vakuum oder Vakuum und Atmosphärendriuck oder Atmiosphärendruck und Überdruck oder Vakuum und Überdruck. Die Verfahren mit Entziehungskörpern erfordern eine komplizierte Apparatur. Die Verfahren mit zwei verschiedenen Druckstufen erreichen das erstrebte Ziel infolge der im nachstehenden erläuterten Gründe nur unvollkommen.
Die Anwendung von Vakuum hat den Fehler, daß das Vakuum in einer Höhe angewendet wird, die Schwierigkeiten in der Dichthaltung und wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt. Umgekehrt wird bei der Verwendung von Druck derselbe in so gnoßer Höhe verwendet, daß auch hier Schwierigkeiten in der Dichthaltung der Apparate auf- treten und außerdem noch Explosions- und Feuergefahr vorliegt.
Für die vorliegende Erfindung wird die Aufgabe, mit einer nicht komplizierten Apparatur und mit geringerem Wärmeverbratich auf sicherem Wege das Gemisch zu zerlegen, wie folgt gelöst:
Es werden keine Entziehungskörper benutzt, sondern es wird zur Erreichung des Zieles in drei Druckstufen gearbeitet. In der ersten wird unter Atmosphärendruck das Gemisch bis nahe an den Minimumsiedepunkt destilliert.
In der zweiten Stufe wird mit mäßigem Unterdruck dieser Punkt überschritten.
In der dritten Stufe wird mit mäßigem Überdruck die Zerlegung der beiden Stoffe in reinem oder praktisch reinem Zustande zu Ende geführt.
Aus der amerikanischen Patentschrift ι 676 700 ist ein Verfahren bekannt, welches die beiden zuletzt genannten Stufen anwendet. Doch hat dieses Verfahren den Fehler, daß in der Unterdruckstufe das Vakuum zu weit getrieben wird, wie auch in der Druckstufe der Druck zu hoch getrieben wird. Daher haften auch diesem Verfahren die vorstehend erwähnten Mängel an. Das Vakuum wird dort ausdrücklich begrenzt mit nicht mehr als 152,4 mm. Das Vakuum, welches bei der vorliegenden Erfindung Verwendung finden soll, geht über diese Grenze hinaus und wird beispielsweise mit 190 mm Quecksilber angewendet. Der Druck wird nach der genannten amerikanischen Patentschrift mit. 7,3 Atm. bzw. 8,3 Atm. absolutem Druck begrenzt. Das Verfahren der vorstehenden Erfindung bleibt weit unter dieser Mindestdruckhöhe. Es wird nur mit beispielsweise 3 Atm. Überdruck gearbeitet.
Im nachstehenden ist die Zerlegung des Gemisches Wasser-Äthylalkohol erläutert.
Der Minimumsiedepunkt liegt bekanntlich bei 95,56 Gewichtsprozent; es wird daher in
der ersten Stufe unter dem normalen Druck von etwa ι Atm. abs. das Anfangsgemisch von beispielsweise ι ο o/o Alkoholgehalt bis auf etwa 94,2 Gewichtsprozent destilliert, ^''i In der zweiten Stufe wird unter ei
mäßigen Unterdruck von etwa °>
abs. = 190 mm Quecksilber, bei de
Minimumsiedepunkt bei etwa 98 Gewichtsprozent liegt, das Gemisch auf etwa 96,2 Gewichtsprozent gebracht.
In der dritten Stufe wird nun unter einem. Druck von etwa 4 Atm. abs. = etwa 3 Atm. Überdruck, bei welchem der Minimumsiedepunkt bei 95,075 liegt, die Zerlegung in der Weise vollendet, daß das Wasser nach oben abdestilliert wird, während der wasserfreie Alkohol am Fuß der Kolonne entnommen wird.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung sind, daß die Apparatur in der Konstruktion einfach und billig wird, daß, da kein höheres Vakuum erforderlich ist, die bekannten Dichtungsschwierigkeiten entfallen und die Ar
bcitsweise eine sichere wird. Ferner werden keine' besonders starken Konstruktionen ge- ι braucht, da kein höherer Druck erforderlich und außerdem besteht bei dem nicht, Druck auch keine Gefahr des Undicht- und damit keine Feuersgefahr.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Alkohol durch Destillation unter Verwendung von drei verschiedenen $5 Druckstufen, bei dem zunächst bei normalem Atmosphärendruck destilliert wird, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend in einer Unterdruckstufe bei einem absoluten Druck von mehr als 152,4 mm ^0 bis 760 mm, vorzugsweise 190 mm Quecksilber, weiterdestilliert und darauf kf einer Überdruckstufe bei einem absoluten Druck von weniger als 8,3 bis 1 Atm., vorzugsweise bei 4 Atm. abs., die Entwäsaerung zu Ende geführt wird.
DEB174371D 1935-06-15 1935-06-15 Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Alkohol durch Destillation Expired DE644642C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1052344B (de) * 1956-02-20 1959-03-12 Chematur Ab Verfahren zur Herstellung von sehr reinem AEthanol aus vergorenen Maischen

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