DE618657C - Verfahren zur Herstellung von Leim-Kautschuk-Mischungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Leim-Kautschuk-MischungenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Leim-Kautschuk-Mischungen Die sachgemäße Verarbeitung von Leim in Kautschukmischungen erfordert eine Summe von Erfahrungen. Insbesondere bietet das Einbringen des Leims-in den Kautschuk bzw. die Kautschukmischungen sowie die Herstellung von Vormischungen aus Kautschuk und Leim allerlei Schwierigkeiten. Das Einmischen macht vor allem längere Walzarbeit erforderlich, als an wind für sich wünschenswert ist. Auch muß das Einbringen auf verhältnismäßig heißen Walzen vorgenommen werden, wodurch der Kautschuk leidet. Die Gefahr, daß der Kautschuk totgewalzt wird, ist groß, auch wenn das Einmischen bei zu niederer Temperatur geschieht.
- Es wurde nun gefunden, daß man diese Schwierigkeiten weitgehend beheben und das Einbringen des Leims in den Kautschuk bzw. die Kautschukmischungen erheblich erleichtern kann, wenn man nach dem vorliegenden Verfahren Mischungen aus Leim und hochmolekularen Fettalkoholen. herstellt und diese Mischungen in den Kautschuk einmischt.
- Die Durchführung des Verfahrens kann in der Weise erfolgen, daß man bereits den Leimbrühen die gewünschte Menge -höhermolekularer Fettalkohole @einverleibf, so daß man bei Fertigstellung -unmittelbar Leim-Fettalkohol-Gemische erhält, die als neue gebrauchsfertige Werkstoffe mit besonderem Vorteil zur Herstellung von Leim-Kautschuk-Mischungen Verwendung finden können, sei es, daß sie als Leim-Kautschuk-Vormischungen dienen., sei es, daß sie als fertige Mischungen verarbeitet werden sollen.
- Zur Biehebung der beim Einbringen von Leim in Kautschuk auftretenden Schwierigkeiten sind schon die mannigfachsten Vorschläge gemacht worden. Vor allem wird empfohlen, den Leim zwecks besserer Verteilung in ,gequollener Form zu verwenden. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, solchem in Wasser gequollenen Leim beim Einmischen Benzol oder ;andere flüchtige Stoffe beizufügen. Ebenso ist bereits der Vorschlag gemacht worden, den Leim in Lösung zu bringen und ihn vor dem Einmischen mit nicht flüchtigen Stoffen, - wie Fichtenöl, Asphaltöl, Terpentinöl oderanderen nicht flüchtigen Ölen, zu dispergieren. Auch ist die Verwendung höhermolekularer Fettalkohole als Zusatzstoffe für die Zwecke der Kautschukverarbeitung bereits bekannt.
- Neu ist ,aber der dem vorliegenden Verfahren zugrunde liegende, zunächst etwas abwegig erscheinende Gedanke, die bei der Leimverarbeitung auftretenden bekannten Schwierigkeiten dadurch zu beheben, daß man gebrauchsfertige Mischungen aus Leim und höhermolekulaxen Fettalkoholen herstellt, die der Kautschukindustrie als neue handliche Werkstoffe dienen können zur bequemen` Herstellung von Kautschuk-Leim-Mischungen bzw. von entsprechenden gebrauchsfertigen Vormischungen aus Kautschuk und Leim. Diese neuen Werkstoffe bieten überdies nicht nur die Möglichkeit leichteren Einmischens, man ist vielmehr mit ihrer Hilfe auch in der Lage, die Leime in ihren Eigenschaften für die Kautschulan.dustrie etwas abzuwandeln und sie damit erforderlichenfalls besonderen Wünschen der Verbraucher anzupassen.
- Menge und Art der zu verwendenden höhermolekularen Fettalkohole lassen sich nämlich in .weitem Umfange variieren, sie können sich ganz nach den jeweiligen Verhältnissen richten. Durch Zugabe der Fettalkohole wird das Einbringen des Leims in den Kautschuk beschleunigt, die Walzarbeit erleichtert und der Kautschuk geschont. So wurde z. B. bei Verarbeitung solcher Gemische aus höhermolekularen Fettalkoholen und Leim die Einmischeit arm i/3 verkürzt. Das Verfahren bietet außerdem noch den Vorzug, däß die Abnahme der Vormischungen bzw. der Mischlungen von den Walzen, die. bei Leimverarbeitung häufig mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist, erleichtert wird.
- Ganz besondere Vorteile bietet das Verfahren bei der Einarbeitung von Faserstoffen in die Mischung. Die Faserstoffe werden im allgemeinen nicht nur leichter aufgenommen, sondern auch rascher gleichmäßig verteilt.
- Beispiel i , i o kg Perlleiim werden nach 1/2= -bis i_stündigem Quellen in 8 bis i o. kg Wasser nach Zugabe von i/2 kg Stearinalkohol in der Wärme gelöst.- Diese Mischnmg wird auf heißen Walzen in i o kg vormastizierten I@autschuk. eingebracht. Der Kautschuk läuft rasch um beide Walzen, und nach etwa 3/4stündiger Walzarbeit können die Felle leicht von den Walzen. abgenommen werden. Man erhält auf diese Weise eine Vormischung im Verhältnis i : i, mit deren Hilfe man in der Lage ist, Kautschukmischungen mit beliebig hohem Leimgehalt auf einfache und bequeme Weise herzustellen.
- Beispiel 2 Zu xoo kg fertiger Leimbrühe, wie sie bei der Herstellung von Leim durch Spaltung leimgebender Stoffe anfällt, gibt man 5 kg Dodecylalkohol Lund mischt gut durch, worauf man dieses. Gemisch aus Leim und Fettalkohol in bekannter Weise in Trockenform überführt. Die erhaltene gebrauchsfertige Mischung stellt einen.neuen Werkstoff für die Kautschukverarbeitung dar, der sich ohne weitere Vorbebandlung in den Kautschuk einarbeiten läßt. Mischt man z. B. 5 kg des eben bezeichneten Werkstoffes unmittelbar in 2o kg vormastizierten Kautschuk ein, gibt Zinkweiß, Schwefel sowie Beschleuniger (beispielsweise 5 % Zinkweiß, g % Schwefel, i % Diphenylgüanidin) sowie gegebenenfalls Ruß und aridere Füllstoffie in üblicher Menge zu -und vulkanisiert etwa 3o bis 35 Minuten bei atü, so erhält man auf diesem Wege der Trockeneinmischung in einfachster Weise eine Kautschukmischung, die 2o % Lehn auf den Kautschuk enthält.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Leim-Kautschuk-Mischungen, dadurch gelennzeichnet, daß man Mischungen aus Leim und höhermolekularen Fettalkoholen herstellt und diese Mischungen in den Kautschuk einmischt.
Priority Applications (1)
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| DEG86140D DE618657C (de) | 1933-08-08 | 1933-08-09 | Verfahren zur Herstellung von Leim-Kautschuk-Mischungen |
Applications Claiming Priority (2)
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| DE776898X | 1933-08-08 | ||
| DEG86140D DE618657C (de) | 1933-08-08 | 1933-08-09 | Verfahren zur Herstellung von Leim-Kautschuk-Mischungen |
Publications (1)
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| DE618657C true DE618657C (de) | 1935-09-13 |
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1933
- 1933-08-09 DE DEG86140D patent/DE618657C/de not_active Expired
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