DE892756C - Verfahren zur Gewinnung von Heizoel und Phenolen aus Steinkohlenschwelteeren - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Heizoel und Phenolen aus SteinkohlenschwelteerenInfo
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- DE892756C DE892756C DEB5355D DEB0005355D DE892756C DE 892756 C DE892756 C DE 892756C DE B5355 D DEB5355 D DE B5355D DE B0005355 D DEB0005355 D DE B0005355D DE 892756 C DE892756 C DE 892756C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
- C10C1/00—Working-up tar
- C10C1/18—Working-up tar by extraction with selective solvents
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- Organic Chemistry (AREA)
- Working-Up Tar And Pitch (AREA)
Description
- Verfahren zur Gewinnung von Heizöl und Phenolen aus Steinkohlenschwelteeren Das Patent 882 995 betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Heizöl und Pbenolen aus Steinkohlenschwelteeren oder Mitteltemperaturteeren, bei dem der Teer unter Zusatz von indifferenten, mit dem Teer mischbaren, niedrigsiedenden Lösungsmitteln, wie z. B. Leichtölen, mit verdünnten wässerigen Alkalilösungen behandelt wird.
- Hierbei entsteht ummittelbar ein hochwertiges Heizöl sowie eine Phenolatlösung, aus welchen wertvolle Phenole und Teerpech gewonnen werden können. Es ist weiterhin möglich, das Verfahren auf die Gewinnung von Dieselöl, und zwar durch Destillation des Heizöles auszudehnen. Auch hierbei fällt eine gewisse Menge Teerp6ch an.
- Sämtliche zur Bearbeitung gelangenden Teere enthalten gewisse Mengen von festen Bestandteilen in Gestalt von Kohlenstaub, die bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent teilweise in das Heizöl, teilweise aber auch in das Pech übergehen.
- In manchen Fällen sind die auftretenden Mengen gering und nicht störend. In sehr vielen. Fällen aber, und das gilt insbesondere für diejenigen Schwelverfahren oder Mitteltemperaturverfahren, die nach dem Spülgasverfahren arbeiten oder kontinuierlich betriebene Öfen benutzen, ist der Staubgehalt so groß, daß das Verfahren nicht oder nur mit größten Schwierigkeiten durchführbar ist. Auf jeden Fall ist der- Staubgehalt, insbesondere des anfallenden Pechs, so, groß, daß beispielsweise bei seiner Verarbeitung auf Elektrodenkoks, insbesondere für die Aluminiumherstellung, ein unzulässig hoher Aschegehalt entsteht.
- Die genannten Nachteile werden beseitigt, indem gemäß der Erfindung der mit denn indifferenten Lösungsmittel vermischte Teer von seinen festen Bestandteilen, insbesondere Kohlenstaubmengen, mechanisch, z. B, durch Schleudern oder Filtrieren, befreit wird.
- Während die mechanische Entfernung der störenden festen Bestandteile unmittelbar aus dem Teer praktisch nicht durchführbar ist, bietet die erste Verfahrensstufe des Verfahrens: nach dem Hauptpatent ohne weiteres hierzu die Möglichkeit, da die aus dem Teer und lern indifferenten Lösungsmittel bestehende Mischung von genügender Dünnflüssigkeit ist, um die festen Bestandteile mechanisch, z. B. durch Schleudern oder Filtrieren, zu beseitigen. Hierdurch wird ohne nennenswerte Mehrkosten die Möglichkeit einer glatten und reibungslosen Aufarbeitung des Teeres nach dem Verfahren des Hauptpatentes gewonnen und darüber hinaus der Gewinnung eines vollkommenen staub- und damit aschefreien Heizöles und Pechs.
- Infolge der Dünnflüssigkeit der Mischung verläuft derVorgang der Filtration oder Schleuderung schnell und einfach. Nach dem Filtrieren oder Schleudern ist der mit dem Lösungsmittel verdünnte Teer vollkommen aschefrei. Demzufolge fallen: auch das Heizöl und das Pech ohne merkliche Mengen von Asche an. Die Güte des Heizödes wird hierdurch weiter verbessert, und das aus dem Verfahren, gewonnene Pech kann: zu Elektrodenkoks verarbeitet werden, wodurch erstmals eine einsfache und wirtschaftliche Möglichkeit der Gewinnung von aschefreiem Elektrodenkoks,_ insbesondere für die Aluminiumherstellung, geschaffen wurde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ausbildung des Verfahrens -nach Patent 882,995 zur Gewinnung von Heizöl und Phenolen aus Steinkohlenschweilteeren, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Lösungsmittel vermischte Teer vor ider Behandlung mit verdünnten wässerigen Alkalilösungen in an sich bekannter Weise von seinen feisten Bestandteilen, insbesondere Kohlenstaub, mechanisch, z. B. durch Schleudern oder Filtrieren, befreit wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB5355D DE892756C (de) | 1941-02-13 | 1941-02-26 | Verfahren zur Gewinnung von Heizoel und Phenolen aus Steinkohlenschwelteeren |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB5346D DE882995C (de) | 1941-02-13 | 1941-02-13 | Verfahren zur Herstellung von Heizoel und Phenolen aus Steinkohlenschwelteeren |
| DEB5355D DE892756C (de) | 1941-02-13 | 1941-02-26 | Verfahren zur Gewinnung von Heizoel und Phenolen aus Steinkohlenschwelteeren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE892756C true DE892756C (de) | 1953-10-08 |
Family
ID=33491328
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB5355D Expired DE892756C (de) | 1941-02-13 | 1941-02-26 | Verfahren zur Gewinnung von Heizoel und Phenolen aus Steinkohlenschwelteeren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE892756C (de) |
-
1941
- 1941-02-26 DE DEB5355D patent/DE892756C/de not_active Expired
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