DE644588C - Verfahren zur Aufbereitung keratinhaltiger Eiweissstoffe - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung keratinhaltiger Eiweissstoffe

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DE644588C
DE644588C DEA64894D DEA0064894D DE644588C DE 644588 C DE644588 C DE 644588C DE A64894 D DEA64894 D DE A64894D DE A0064894 D DEA0064894 D DE A0064894D DE 644588 C DE644588 C DE 644588C
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Germany
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keratin
proteins
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alkali
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DEA64894D
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English (en)
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Dr-Ing Paul Nowak
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AEG AG
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AEG AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F4/00Monocomponent artificial filaments or the like of proteins; Manufacture thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

Die Bedingungen, unter denen Eiweißstoffe, wie z. B. Albumin, Glutin und Seidenfibroin, in Lösung gebracht und zur Herstellung von Kunstmassen sowie Fäden, Filmen, Lacken u.dgl. verwendet werden können, sind seit Jahren Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. So wurden derartige Eiweißkörper mit organischen Säuren, wie z. B. Essigsäure und Ameisensäure, und mit anorganischen Säuren, wie z. B. Phosphorsäure, sowie mit Neutralsalzlösungen in Lösung gebracht.
Auch ist man zur Herstellung künstlicher Massen, aus keratinhaltigen Materialien in der Weise vorgegangen, daß man sie zunächst in Alkali oder Schwefelalkali gelöst und dann nach Zusatz von Füllkörpern usw. durch Säuren ausgefällt hat. Dabei treten tiefgreifende Spaltungsreaktionen auf, so daß Endprodukte erhalten werden, die nur einen unbeachtlichen Anteil Stickstoff aufweisen.
Ferner ist vorgeschlagen worden, Phenol und Anilin als Lösungsmittel für Eiweißstoffe zu verwenden, doch hat dieses Verfahren keine Bedeutung erlangt, da die Gegenwart des Phenols usw. und die gegebenenfalls erforderlichen Bindemittel wie Harz u.dgl. das Endprodukt in seiner Eigenart ungünstig beeinflussen. Ebensowenig eignen sich zur Aufbereitung der widerstandsfähigen Gerüsteiweiße Metallaminlösungen, wie ammoniakalische K'upferlösungen, deren Alkalität durch Zugabe von Ätznatron erhöht wird, zur Erzielung beachtlicher Mengen Stickstoff enthaltender Kunstprodukte, da auch hier tiefgreifende Spaltlingsreaktionen eintreten und auch der Metallgehalt der Keratinlösungen die Weiter verarbeitbarkeit des aufbereiteten Stoffes beschränkt.
Das vorliegende Verfahren bezweckt die Umwandlung von keratinhaltigen Eiweißstoffen in einen Zustand, der sie ebenfalls für eine Verarbeitung auf Kunstmassen sowie zur Herstellung von Filmen, Fäden, Lacken . u.dgl. zugänglich macht. Voraussetzung für diese Aufbereitung ist eine möglichst schonende Lockerung der bestehenden festen chemischen Bindungen ohne tiefgreifende Spaltungsreaktionen.
Es wurde gefunden, daß dieses Ziel erreicht wird, wenn man keratinhaltige Eiweißstoffe, wie Haare, Wolle, Horn u. dgl. mit Alkalien, die in flüchtigen organischen Lösungsmitteln gelöst sind, unter Ausschluß von Wasser schonend erwärmt. Die Menge des Alkalis schwankt 'dabei je nach dem verwendeten Gerüsteiweiß und beträgt bei Wolle beispielsweise zwischen 12 und 15% des Eiweißes. Die Einwirkung des Alkalis erfolgt z. B. in Methanol, das durch Verdampfen unverändert wiedergewonnen wird. Der Prozeß wird so geleitet, daß nach dem Ab-
") Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Paul Nozvak in Berlin-Charlottenburg.
destillieren des Lösungsmittels ein pulverisierbares Eiweißprodukt erhalten wird, das trotz des Gehaltes an Alkali in trockenem Zustande beständig ist.' Nach Entfernung d
ist das Produkt wasserunlösliche
Ein so vorbehandeltes Produkt.·
nach bekannten Verfahren acetyli'
in Ameisensäure oder Essigsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von Anhydrid zu Filmen,
ίο Fäden u.dgl. verarbeiten.
Für gewisse Verwendungszwecke (z. B. als weichmachender Zusatz für Cellulose) kann es erforderlich sein, nach dem Verdampfen des Lösungsmittels das Alkali durch Waschen mit verdünnten Säuren zu entfernen.
Beispiel
ι oog lufttrockene Wolle werden mit ioo/oiger methylalkoholischer Natronlauge ao getränkt und auf 250g abgepreßt. Die getränkte Wolle wird im Wasserbad im Verlaufe von Y2 Stunde auf 6o° C erwärmt und anschließend 3/4 Stunden bei dieser Temperatur belassen. Darauf wird der Alkohol im Vakuum abdestilliert. Nach vollständiger as Entfernung des Alkohols verbleibt ein leicht ^ulverisierbares Produkt, das keine Faserstruktur mehr besitzt. Die Ausbeute an WoIl- ■ substanz ist nahezu quantitativ. Der Stickstoffgehalt des Produktes beträgt 150/0 (be- 3« zogen auf aschefreie Substanz).

Claims (2)

Pa tentansprüche:
1. Verfahren zur Aufbereitung keratinhaltiger Eiweißstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man die Eiweißstoffe mit Alkalien, die in flüchtigen organischen Lösungsmitteln gelöst sind, unter Ausschluß von Wasser erwärmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man niedrigsiedende Alkohole als Lösungsmittel verwendet.
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