DE64398C - Verfahren zur Darstellung von Trisazofarbstoffen unter Anwendung von j'-Amidonaphtolsulfosäure. (3 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Trisazofarbstoffen unter Anwendung von j'-Amidonaphtolsulfosäure. (3

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DE64398C
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DENDAT64398D
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leopold cassella & co. in Frankfurt a. M
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/36Trisazo dyes of the type

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
ICLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
säure.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. November 1890 ab. Längste Dauer: la. October 1904.
Im ersten Zusatz ist beschrieben, dafs Benzidin und analoge ρ-Diamine sich mit einem Aequivalent y-Amidonaphtolsulfosäure in alkalischer Lösung zu einem Zwischenkörper verbinden. Die Combination jener Säure in alkalischer Lösung führt, wie im Haupt-Patent gezeigt wurde, zu solchen Azokörpern, welche noch eine freie Amidogruppe enthalten. Behandelt man daher einen derartigen Zwischenkörper mit salpetriger Säure, so erhält man neue Tetrazoazoverbindungen der allgemeinen Constitution:
-N=N—C10H,-SO3H .
Werden diese Körper mit Phenolen oder Aminen combinirt, so entstehen neue Farbstoffe, welche sich von den normalen Benzidin- etc. Farben durch die Zwischenschiebung der y-Amidonaphtolsulfosäure unterscheiden. Hierdurch werden Nuance und Eigenschaften beträchtlich beeinflufst.
Z. B. 22,8 kg Diamidoäthoxydiphenyl werden tetrazotirt. Die Tetrazoverbindung wird in kalte verdünnte Sodalösung eingetragen und rasch 27 kg y-Amidonaphtolsulfosäure hinzugegeben. Der Zwischenkörper ist sofort gebildet. Man säuert an und setzt 7 kg Nitrit hinzu. Hierbei entsteht die violette, in Wasser ziemlich lösliche Tetrazoazoverbindung.
Läfst man diese Tetrazoverbindung auf zwei Aequivalente a-Naphtol-a-sulfosäure einwirken, so entsteht ein Farbstoff, der wesentlich blauer und bedeutend echter färbt als das Diaminblau 3 R, welches aus Tetrazoäthoxydiphenyl und a-Naphtol-a-sulfosäure hergestellt wird.
Der a-Naphtolsulfosäure analog verhalten sich andere Naphtolsulfosäuren. Auch bei Verwendung anderer Diamine, wie Benzidin, ToIidin, Diamidodiphenoläther, ist der Verlauf ein analoger.
Z. B. 18,4 kg Benzidin werden diazotirt; man läfst die Tetrazoverbindung in eine kalte verdünnte Sodalösung einfliefsen, setzt sofort 27 kg Amidonaphtolsulfosäure hinzu, säuert an und giebt 7 kg Nitrit hinzu. Man läfst kurze Zeit stehen und bringt die neue Tetrazoverbindung in eine alkalische oder schwach saure Lösung von 50 kg naphtionsaurem Natron. Nach 24 Stunden wird auf 8oc C. angewärmt. Der Farbstoff fällt aus und wird abfiltrirt. Er färbt ein intensives Schwarzviolett.
Wird statt der Naphtionsäure, ß-Naphtylamin - β - sulfosäure oder ß-Naphtylaminsulfosäure F verwendet, so erhält man ebenfalls trübviolette Farbstoffe, welche ungeheizte Baumwolle sehr echt färben.

Claims (1)

  1. PATENT-1AnSPRUCH:
    Neuerung in dem Verfahren des Patentes No. 57857 (I. Zusatz zum Patent No. 55648) zur Darstellung von Farbstoffen aus y-Amidonaphtolsulfosäure, darin bestehend, dafs man statt die aus einem Aequivalent der Tetrazoverbindüngen von Benzidin, Methylbenzidin, Tolidin, Diamidoäthoxydiphenyl, Diamidodiphenoläther und einem Aequivalent y-Amidonaphtolsulfosäure in alkalischer Lösung entstehenden Zwischenkörper direct mit einem Aequivalent α - Naphtolsulfosäure etc. zu verbinden, hier zuerst ein Aequivalent salpetrige Säure auf dieselben einwirken läfst und dann > mit zwei Aequivalenten a-Naphtol-a-sulfosäure, β - Naphtol - α - disulfosäure , Naphtionsäure, β - Naphtylamin - β - sulfosä'ure, β - Naphtylaminsulfosäure F combinirt.
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