DE641790C - Mit Fuellhoehenbegrenzer versehener Fuellkopf zum Fuellen von Behaeltern, Tanks u. dgl. mit Fluessigkeiten - Google Patents
Mit Fuellhoehenbegrenzer versehener Fuellkopf zum Fuellen von Behaeltern, Tanks u. dgl. mit FluessigkeitenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
In der Technik tritt öfter das Bedürfnis hervor, beim Füllen von Behältern oder Gefäßen
mit Flüssigkeiten, z. B. Benzin, Wasser ■und andere, unter Zuhilfenahme von Rohrleitungen,
eine Begrenzung der Füllhöhe selbsttätig zu erreichen. Die gebräuchlichste Maßnahme zur Erreichung 'dieses Zieles ist
die Verwendung eines Schwimmers, als»! eines
Hohlkörpers·, der durch seinen Auftrieb entweder die Erreichung der gewünschten Füllhöhe
anzeigt oder den Zufluß absperrt. Die Anwendung von Schwimmern hat jedoch mancherlei Nachteile. Zum einen fallen infolge
der Verschiedenheit der spezifischen Gewichte bei den verschiedenen Flüssigkeiten
die !erzielten Auftriebskräfte entsprechend verschieden aus, zum andern kann die
Wirkung 'des Schwimmers durch eintretende Undichtheiten, aber auch durch Verbeulung
der Oberfläche stark beeinträchtigt werden. Auch der große Raum, den Schwimmer benötigen,
erschwert in vielen Fällen deren Anwendung. Oft wird der Schwimmer noch einen umfangreichen Mechanismus benötigen,
25' um seine Bewegungen auf die von ihm zu steuernden Arbeitsmittel zu übertragen.
Gegenstand der Erfindung ist .ein Füllhöhenbegrenzer,
der den vorerwähnten Übelständen abhilft. Dieser einen überlegenen Ersatz _ für Schwimmer bildende Füllhöhenbegrenzer
ist für Flüssigkeiten aller Arten verwendbar, und die unterschiedlichen spezifischen
Gewichte spielen bei ihm keinerlei Rolle. Mit seiner Hilfe ist es möglich, eine genaue Begrenzung der Füllhöhe zu erzielen,
und wenn es sich um geschlossene dünnwandige Gefäße handelt, werden diese gegen Eintritt von Überdrücken und dadurch deren
dünne Wandungen vor Zerstörungen geschützt. Wegen der Einfachheit seiner Bauweise
und der geringen Anzahl seiner beweglichen Teile ist der neue FüHhöhenbegtrenzer
in betrieblicher Hinsicht von höchster Zuverlässigkeit.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes im
Höhenschnitt.
Im Gehäuse 1 des Füllhöhenbegrenzers befindet sich .ein zylindrischer Hohlraum 13,
dessen Mantel 15 mit dem Mantel des Gehäuses ι durch Rippen 16 verbunden ist.
Oben ist das Gehäuse 1 mit einer ringförmigen, seitlich ausmündenden Austritteöffnung
17 versehen, während es unten passende Mittel, z. B. Gewinde, zur Herstellung einer
lösbaren Verbindung mit dem Anschlussstück 2 aufweist. Das untere Ende des zylindrischen
Hohlraumes 13 ist gegen außen dicht verschließbar. Als Verschluß hierfür
dient bei der durch die Zeichnung veranschaulichten Bauform ein schraubbarer Verschlußstopfen
3. Zum Abdichten der Verbindung zwischen dem Gehäuse 1 und dem Anschlußstück 2 dient der Dichtungsring 9, 'und
zum Abdichten der Verbindung zwischen dem Mantel ι S und dem Verschlußstopfen 3 die
Dichtung 1 o. In dem Gehäuse 1 ist eine Ventilstange
5 vertikal beweglich angeordnet. Wie 5' aus der Zeichnung ersichtlich, trägt die Ventilstange
5 ungefähr in der Mitte einen Ventilkegel 14. Dieser Ventilkegel 14 ruht für gewöhnlich
auf der Decke des zylindrischen Hohlraumes 13 in einer seiner Form angepaßten
Vertiefung 18.. Das untere Ende der . Ventilstange 5 ist abgesetzt. Auf diesen abgesetzten
Teil 19 ist ein Kolben 4 verschiebbar aufgeschoben und lösbar ein Bundring
8 aufgesteckt, durch den die Gleitbewegungen dieses Kolbens 4 begrenzt werden.
Durch die obere Kante des Verschlußstopfens 3 wird der Kolben 4 in einer bestimmten
Höhenlage gehalten. Das obere Ende der Ventilstange 5 ist ebenfalls abgesetzt.
Das abgesetzte Band trägt einen Strömungsteller 6, der durch eine aufgeschraubte Mutter
7 gehalten wird. Der zylindrische Hohlraum 13 ist durch öffnungen a, b und c mit
der Außenseite des Gehäuses 1 verbunden. Die Querschnittsweite der Öffnungen 6 und c
beträgt ein Vielfaches der Querschnittsweite der Öffnung a, was auch aus der Zeichnung
erkennbar ist. Die stark ausgezogenen Pfeillinien deuten die Strömungsrichtung der Flüssigkeit
nach dem zu füllenden Behälter hin an, die dünnen mit d bezeichneten die Austrittsrichtung
und die dünnen mit e bezeichneten die Rückprallbewegung der Flüssigkeit, die erst einsetzt, wenn die Füllhöhenlinie
g erreicht ist. / ist die Oberkante des Behälters.
Die Wirkungsweise ist folgende: Die durch das Anschlußstück 2 zugeführte
Flüssigkeit durchfließt mit ihrer Eigengeschwindigkeit das Gehäuse 1 und tritt, wie
durch die stark gezeichneten Pfeillinien angedeutet, seitlich frei in den zu füllenden Behälter
B ein, und zwar so, wie die dünn gezeichneten Pfeilliniend es veranschaulichen.
Durch diesen Vorgang wird der Behälter B gefüllt, wobei der Anstieg des Flüssigkeitsspiegels
nach Maßgabe der Größe des Behälters, der Menge der zulaufenden Flüssigkeit
und der Strömungsgeschwindigkeit statitfindet. Sobald der steigende Flüssigkeitsspiegel
die Höhe der Öffnungen c und b erreicht hat, füllt sich der zylindrische Hohlraum
13 mit Flüssigkeit, wobei die vorhandene Luft durch die Öffnung a in den Behälter entweicht.
Das weitere Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels verändert die mit den dünnen Pfeillinien d angedeutete Austrittsrichtung der
Flüssigkeit allmählich so, daß bei Erreichung der Linie g die auf den Flüssigkeitsspiegel
aufschlagende Flüssigkeit im Sinne der dünnen Pfeilliniene zurückprallt. Die aufwärts
gerichteten Strahlen treffen hierbei den Strömungsteller 6 und bewegen diesen aufwärts
y*nach der Behälterbegrenzungslinie/ hin. Da ?ton der Strömungsteller 6 mit der Ventil-..stange
5 fest verbunden ist, wird diese mitgeniömmen und dadurch der mitgehende Ventilkegel
14 in die durch die dicken Pfeillinien angedeutete Strömung gezogen, so daß
er vollständig aus der seinen Sitz bildenden Eindrehung 18 heraustritt. Gleichzeitig wird
der Bundring 8 an die untere Fläche des Kolbens 4 gebracht, und da die durch den Strömungsteller
6 eingeleitete Bewegung der Ventilstange 5 den Ventilkegel 14 in die Strömung
brachte, so wird durch den Andruck der Strömung an die untere Fläche dieses
Ventilkegels 14 jene Bewegung der Stange 5 in der eingeschlagenen Richtung nach der
Linie/ hin fortgesetzt, und zwar so lange, bis die obere Fläche des Ventilkegels 14 sich
an die ringförmige Austrittsöffnung 17 des Gehäuses 1 anlegt und damit die Flüssigkeit
am weiteren Austritt hemmt. Dieser Schließvorgang würde sich nun mit der Geschwindigkeit
abspielen, die der einlaufenden Flüssigkeit eigen ist, wenn nicht besondere Vorkehrungen
zur Abhilfe getroffen wären. Zwar dürften bei niedrigen Geschwindigkeiten nachteilige
Erscheinungen, hervorgerufen durch plötzlich auftretende Staudrücke, wohl kaum
auftreten. Indes würden hohe Flüssigkeitsgeschwindigkeiten durch den schnellen Abfluß
plötzlich auftretende Staudrücke in der Leitung verursachen und dadurch diese hohen
Gefahren aussetzen. Um nun den Erfindungsgegenstand auch für" höhere - Flüssigkeitsgeschwindigkeiten
gefahrlos verwendbar zu machen, ist der im Hohlraum 13 laufende Kolben 4 vorgesehen worden, der als Dämpfung
dient. Während dieser Kolben 4 die Einleitung der Schließbewegung durch die Art seiner Aufhängung in keiner Weise behindert,
bremst er die durch die volle Einwirkung des Strömungsdruckes auf den Ventilkegel
14 erzeugte Schließgeschwindigkeit ab. Wie vorerwähnt, füllt sich beim Steigen
des Flüssigkeitsspiegels der Hohlraum 13 mit Flüssigkeit. Bei der zwangsläufigen Aufwärtsbewegung
des Kolbens 4, die durch den Strömungsandruck auf die untere Fläche des Ventilkegels 14 bewirkt wird, muß daher der
Kolben 4 den Inhalt des Hohlraumes 13 durch die kleine Öffnung« herausdrücken. Durch
diesen Vorgang wird die Schließbewegung verlangsamt, d. h. gedämpft, wodurch die
plötzliche Entstehung von Staudrücken in der Zuleitung verhindert wird. Die in der beschriebenen
Weise stoßfrei erreichte Abstellung der Auffüllung bleibt so lange bestehen, wie der Strömungsdruck an der unteren
Fläche des Ventilkegels 14 anhält. Sobald
der Strönrangsandruck beseitigt wird, entfällt
auch die Ursache, die den' Ventilkegel in seiner SchJießlage hält. Der Ventilkegel
14, 'die Ventilstange 5, der Kolben 4 und der Strömungsteiler 6 kehren dann in
ihre ursprüngliche Lage zurück, und der Füllhöhenbegrenzer befindet sich nunmehr wieder
in Arbeitsbereitschaft.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Mit Füllhöhenbegrenzer versehener Füllkopf zum Füllen von Behältern, Tanks u. dgl. mit Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß im FüUkopfgehäuse (1) ein zum Absperren des Flüssigkeitszuflusses dienender, während des normalen Füllvorganges von der Flüssigkeitsströmung ■unbeeinflußt bleibender, auf leiner oben aus dem FiUlkopfgehäuse (1) herausragenden Spindel (5) ätzender-Ventilkegel· (14) angeordnet ist, und das obere Ende dieser Ventilspindel (5) 'einen Strömungsteiler (6) trägt, der in dem Augenblick, in welchem der Flüssigkeitsspiegel im Behälter seinen Höchststand erreicht, durch den aufwärts gerichteten Rückprall des seitlichen Öffnungen (17) des Füllkopfgehäuses (1) entströmenden, auf den Flüssigkeitsspiegel aufschlagenden Flüssigkeitsstrahles aufwärts bewegt wird und dadurch die Schließbewegung des Ventilkegels (14) einleitet, welcher, sobald er durch diese Bewegung in die Flüssigkedtsströmung gezogen worden ist, von dem Strömungsandruck bis in die Schließstellung weiterbewegt wird.
- 2. Mit Füllhöhenbegrenzer versehener Füllkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (5) des Ventilfcegels (14.) 'einen in einem vom Behälter aus sich füllenden Flüssigkeitszylinder (13) verschieblichen Kolben (4) trägt, der nach Einleitung der Schließbewegung des VentCkegels (14) von der Ventilspindel (5) mitgenommen und dabei gezwungen wird, den Flüssigkeitsinlialt des Zylinders (13) durch eine kleine obere Öffnung (a) herauszudrücken, wodurch die Schließbewegung des Ventilkegels (14) verlangsamt wird. ^0Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA79072D DE641790C (de) | 1936-04-12 | 1936-04-12 | Mit Fuellhoehenbegrenzer versehener Fuellkopf zum Fuellen von Behaeltern, Tanks u. dgl. mit Fluessigkeiten |
| DEA82086D DE685185C (de) | 1936-04-12 | 1937-02-24 | Fuellkopf |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA79072D DE641790C (de) | 1936-04-12 | 1936-04-12 | Mit Fuellhoehenbegrenzer versehener Fuellkopf zum Fuellen von Behaeltern, Tanks u. dgl. mit Fluessigkeiten |
| DEA82086D DE685185C (de) | 1936-04-12 | 1937-02-24 | Fuellkopf |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE641790C true DE641790C (de) | 1937-02-12 |
Family
ID=32772770
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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| DEA82086D Expired DE685185C (de) | 1936-04-12 | 1937-02-24 | Fuellkopf |
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| DEA82086D Expired DE685185C (de) | 1936-04-12 | 1937-02-24 | Fuellkopf |
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| DE (2) | DE641790C (de) |
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1936
- 1936-04-12 DE DEA79072D patent/DE641790C/de not_active Expired
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1937
- 1937-02-24 DE DEA82086D patent/DE685185C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE685185C (de) | 1939-12-13 |
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