DE64043C - Dampfgeräth zur Bodenbearbeitung - Google Patents

Dampfgeräth zur Bodenbearbeitung

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DE64043C
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DE
Germany
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frame
steam
boiler
hydraulic cylinders
prongs
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT64043D
Other languages
English (en)
Original Assignee
TH. CH. DARBY in Chelmsford, County of Essex, und J. E. STEEVENSON in Kings Lynn, County of Norfolk, England
Publication of DE64043C publication Critical patent/DE64043C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B11/00Ploughs with oscillating, digging or piercing tools driven or not

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Dampfgeräth zur Bodenbearbeitung.
Das durch eine Dampfmaschine betriebene Geräth soll in einer gröfseren Breite das Land auflockern und zur weiteren Bestellung geeignet machen. Es besteht aus einem auf Rädern gelagerten Dampfkessel und damit verbundenen Dampfmaschinen, welche nicht nur eine Anzahl von zinkenförmigen schmalen Spaten durch den Boden treiben, sondern auch das ganze Geräth vorwärts bewegen, so dafs es hinter sich den Acker fertig bearbeitet läfst.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Hinteransicht und Fig. 2 eine Seitenansicht des ganzen Geräthes. Fig. 3 ist die Seitenansicht der Grabevorrichtung mit ihrem Antriebe. Fig. 4 und 5 sind Seiten- und Hinteransicht der Vorrichtung zum Heben und Senken des die Zinken tragenden Rahmens.
An dem Dampfkessel d, der vorn auf der breiten Steuerwalze d1 und hinten auf den getheilten, im Rahmen b gelagerten Hinterwalzen c ruht, sind zwei hydraulische Cylinder g um ihre Vorderenden schwingend befestigt, deren Kolbenstangen g1 an die Zapfen g1 der oberen Enden des Rahmens b fassen, der sich um ein kräftiges Scharnier d"1 am unteren hinteren Ende des Kessels d drehen kann. Dieser Rahmen b trägt sowohl die beiden Dampfcylinder η als auch die Kurbelwelle mx, welche die Grabezinken α bewegt, sowie auch die übrigen untergeordneten Vorrichtungen. Mittelst der hydraulischen Cylinder kann der Rahmen b mit allem, was an ihm befestigt ist, nach Erfordernifs gehoben und gesenkt werden, wodurch in erster Linie die Tiefe des Eindringens der Grabezinken α in den Boden eingestellt werden kann. Durch den "Hebel h kann der Maschinist die hydraulischen Cylinder g nach Belieben wirken lassen. Aufserdem aber wird die Einstellung auch selbstthätig von einer Schlittenstange h1 regulirt, wie weiterhin erklärt werden wird, deren Stellung von den Unebenheiten des Bodens abhängt.
- Es sei hier gleich bemerkt, dafs die Steuerung der Vorderwalze dl ebenfalls durch einen oder auch zwei hydraulische Cylinder I, die am Kessel d befestigt sind, bewirkt wird, obschon dazu auch ein besonderer Dampfcylinder verwendet werden kann. Die Zu- und Abflufsrohre Z1 dieses hydraulischen Cylinders / gehen an den Vertheilungshahn Z2, dessen Hebel /3 durch die Stange Z4 mit einem durch Federn Z6 in seiner normalen Lage gehaltenen Fufstritt Z5 verbunden ist, so dafs der Maschinist im Stande ist, mit dem Fufs das Steuern der ganzen Maschine zu besorgen, ohne seine Plattform zu verlassen.
Die Werkzeuge zur Bearbeitung des Bodens sind die Grabezinken a oder schmale gebogene Spaten, die in den Boden ziemlich geradlinig, aber nach vorn geneigt, eindringen und dann in einer Bogenlinie wieder aufsteigen und so die Erde lockern und mischen. Diese Zinken a sind reihenweise an Zinkenbalken α2, die dazu passende Löcher besitzen, befestigt. Die Zinkenbalken hängen durch ihre Stiele aB an den versetzten Kurbeln m der Kurbelachse mx. Die zwei äufseren Kurbeln können von der Achse my mit den beiden äufseren Zinken-
balken α2 abgenommen, werden, wenn die Maschine auf schmalen Wegen fährt oder in geringerer Breite arbeiten soll. Jeder Zinkenbalken ist durch einen gegabelten Lenker m1 geführt, der mit dem Vorderlager um die vom Rahmen b getragene Stange ρ schwingt und mit den Hinterlagern sich um Lagerstellen des Zinkenbalkens a2 dreht. Das obere Ende des Stieles α3 beschreibt einen Kreis, der Balken α2 selbst einen auf- und absteigenden Bogen und die Spitzen der Zinken α eine eigenthümliche, in sich geschlossene, in Fig. 2 punktirt angegebene Linie, sobald die Dampfcylinder die Kurbelwelle mx mittelst der Pleuelstangen n1 in rotirende Bewegung setzen. Die Zinken a werden so gekrümmt und so an ihren Balken a2 befestigt, dafs während des Stiches die convexe Vorderseite der Zinken sich gegen das stehende feste Land stützt, so dafs die Maschine gegen das Nachvorwärtslaufen geschützt ist. Am vortheilhaftesten ist die Stellung der Zinken a, derart, dafs die Richtung der Zinkenlöcher in den Balken α2 bei der halben Tiefe des Stiches senkrecht zur Stichrichtung steht. Um bei tieferem oder flacherem Stich diese Stellung zu erreichen, sind die oberen Enden der Zinken a in den Löchern der Balken verstellbar mittelst Befestigungskeile gehalten.
Um eine gleichförmige Tiefe der Bodenbearbeitung stets aufrecht zu erhalten, ist eine Anordnung getroffen, durch welche der Rahmen b, also auch die Zinken a, gehoben oder gesenkt werden, sobald die Zinken α zu tief oder zu flach in den Boden dringen. Die aufrechten Schlittenstangen Z?1, die mit ihren flachen gebogenen Füfsen /?2 vor den Angriffspunkten der Zinken α auf dem festen Boden schleifen (anstatt der Füfse h2 können auch Rollen verwendet werden), sind mit ihren oberen Enden an die sich um i1 drehenden Winkelhebel i einstellbar angelenkt. Die kürzeren Arme der letzteren sind1 an der horizontalen Schiene i- befestigt. In Fig. 4 und 5 sind die Theile dieser Anordnung besonders herausgezeichnet. An der Schiene ι2 ist der gekrümmte federnde Hebel i3 festgeschraubt, dessen anderes Ende an das untere Ende des früher erwähnten Hebels h angelenkt ist, durch welchen der Vertheilungshahn j oder das Ventil der hydraulischen Cylinder g gedreht wird, wodurch wiederum das Heben und Senken des Rahmens b hervorgerufen wird. Diese Drehung erfolgt durch Vermittelung eines Zahnsegments k des Hahnes j, welches in ein gezahntes Stück des Hebels h eingreift. Es ist ersichtlich, dafs durch das Steigen oder Sinken der Schlittenstangen h1 mittelst dieser Einrichtung der Rah-.men b durch die hydraulischen Cylinder g gehoben oder gesenkt wird. Um beim-Wenden der Maschine die Zinken ganz aus dem Boden zu heben, stellt der Maschinist den Steuerhahn j mit der Hand, indem er den Hebel h hochhebt und ihn durch einen Stift h3 feststellt.
Hinter den Zinken α können, wenn nöthig, noch eine Anzahl von kräftigen Koltern e angebracht werden. Diese können in die Zwischenräume der Zinken α gesetzt und im Kolterbalken el der Höhe nach verstellbar befestigt werden. Die Kolterbalken e1 werden durch die an Augen e3 an den Lagern der Kurbelwelle angehängten Arme e2 und die am Rahmen b durch Ohren e6 befestigten Stangen e4 in ihrer Lage gehalten, nachdem mittelst der Muttern e5 die genaue Einstellung stattgefunden hat. Die Kolter zerkrümeln den durch die Zinken α aufgeworfenen Boden, während sie wenig bewegende Kraft beanspruchen, da sie bei jedem Stich der Zinken beinahe ganz blofsgelegt werden, um dann im gelockerten Boden nach vorn vorzurücken und in den festen einzugreifen. Sie können mit kleinen Streichbrettern e7, wie in Fig. 2. punktirt angegeben ist, versehen werden. Der aufgewühlte Boden kann auch durch an den Kolterbalken e1 mittelst Scharniere befestigte Bretter/ oder Bleche niedergehalten werden. -. Auch kann man hinter den Koltern eine Säemaschine q und durch Ketten e9 mit ihr verbundene Eggen e8 anbringen. Die Säemaschine wird von Ständern e5 getragen, die an den Armen e'2 befestigt sind. Die Bewegung der Säewellen q2 mittelst der Schrauben φ geht durch die rotirende Stange q* und Zwischenrad vom Rad o6 aus.
Die Bewegung der Maschine erfolgt durch Drehen der Walzen c, die zusammen eine Breite von etwa 6 bis 7 m haben, von der Hauptwelle wx aus mittelst der konischen Räder Wi3O1 und O^ o3. Die Räder o1 und o2 sitzen auf der Zwischenwelle o. Das Rad o3 ist an einer Kapsel oi fest, in welcher ein Differentialgetriebe eingeschlossen ist, das die Walzen c bewegt. Das konische Rad o1 ist auf der Welle 0 lose, wogegen ein Zahntrieb o5 fest auf ihr ist. Soll das Rad o1 die Welle 0 mitnehmen, so wird o1 mit o5 mittelst eines durchgesteckten Querstiftes gekuppelt, der auch durch ein anderes auf der Welle 0 befestigtes Rad o6 hindurchgeht. Sollen die Walzen c langsamer bewegt werden, so wird der Stift herausgenommen, so dafs vom Trieb o5 mittelst Zwischengetriebes o7 seine Bewegung auf das Rad o6 bezw. die Welle 0 übertragen wird. Die Geschwindigkeit der Walzen c kann also geändert werden, ohne die der Grabezinken zu ändern.
In Fig. ι ist die Maschine als in ihrer vollen Breite arbeitend dargestellt. Soll sie schmaler gebraucht werden oder auf engen Wegen fahren, so werden die äufseren Kurbeln m, die äufseren Lenker ml nebst den äufseren Zinkenbalken α2
abgenommen, die äufseren Walzen c von den mit ihnen' verbundenen Scheiben und Flantschen losgeschraubt und dann die Wellen ρ nach innen geschoben, bis sie in der Mitte der Maschine zusammentreffen. . Letztere wird auf diese Weise bis auf die Breite des Rahmens b verschmälert.
r ist der Anlafshebel, s der Umschalter und i1 sind Hebel, durch welche- die Feuerungsthüren t geöffnet und geschlossen werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Dampfgeräth zur Bodenbearbeitung, gekennzeichnet^ durch einen die Bewegungsorgane (Dampfcylinder n) und die Arbeitsorgane (verstellbare zinkenförmige Spaten a und andere Werkzeuge) tragenden Rahmen fb), welcher um die am hinteren Theil des Kessels festen Drehpunkte (d2) horizontal schwingt und von der Achse der Hinterräder oder Walzen unterstützt wird, so dafs die Arbeitsorgane nach Bedarf eingestellt werden können, indem der Rahmen (b) mittelst am Kessel drehbar befestigter hydraulischer Cylinder (g), deren Kolbenstangen am oberen Ende des Rahmens (b) angreifen, um die Drehpunkte (d2) gedreht wird.
  2. 2. An einem durch Anspruch i. gekennzeichneten Dampfgeräth zur Bodenbearbeitung eine Vorrichtung zum selbstthätigen Einstellen des Rahmens (bj, entsprechend den Unebenheiten des Bodens, bestehend aus den aufrechten Schlittenstangen (h1), die mit ihren Füfsen auf dem ungebrochenen Acker schleifen und durch Zwischenhebel die hydraulischen Cylinder (g) in Thätigkeit setzen.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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