DE634331C - Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Benzylphenysulfonoxycarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Benzylphenysulfonoxycarbonsaeuren

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DE634331C
DE634331C DEI51792D DEI0051792D DE634331C DE 634331 C DE634331 C DE 634331C DE I51792 D DEI51792 D DE I51792D DE I0051792 D DEI0051792 D DE I0051792D DE 634331 C DE634331 C DE 634331C
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chlorobenzyl
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Dr August Modersohn
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C315/00Preparation of sulfones; Preparation of sulfoxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren znr Herstellung ,von Abkömmlingen von Benzylphenylsulfonoxycarbonsäuren Das vorliegende Verfahren- besteht darin, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel R,-CH.-SO2-R? nitriert und die so erhaltenen Nitroverbindungen gegebenenfalls reduziert. In dieser Formel bedeutet R1 einen Benzolkern, in dem wenigstens ein Wasserstoffatom durch einen o- oder p-dirigierenden Substituenten, wie Halogen oder die Alkylgruppe, ersetzt ist. In diesen Kern tritt die Nitrogruppe ein. R2 steht an Stelle eines Benzolkerns, der eine Hydroxyl- und eine Carboxylgruppe in o-Stellung. zueinander enthält und noch weiter substituiert sein kann.
  • Bei der Leichtigkeit, mit der die Nitrogruppe in o-Stellung zu einer Hy@iroxylgruppe eintritt und bei besetzten o-Stellungen diesen Eintritt häufig unter Verdrängung eines anderen Substituenten erzwingt (vgl. Annalen 330 (190q.1,- S.93), war der -oben angegebene Verlauf der Nitrierung nicht vorauszusehen.
  • Die so erhaltenen Nitroverbindungen lassen sich in mannigfaltiger Weise in neue, andersartige Zwischenprodukte überführen. Durch Reduktion erhält man z. B. die entsprechenden Amine. Enthalten die Nitroverbindungen in o- oder p-Stellung zur Nitrogruppe reaktionsfähige Substituenten, z. B. Halogen, so kann man diese Halogene durch andere Reste, z. B. die Hydroxyl-, Alkoxy-, Amino- oder substituierte Aminogruppe,ersetzen und erhält so neue Zwischenprodukte, die als solche oder nach der Reduktion zur Herstellung von Farbstoffen geeignet sind. Beispiel 23g g 4 - Chlorbenzyl - 4- oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure (hergestellt durch Kondensation von p-ChlorbenzyIchlorid mit Salicylsulfinsäure) werden in i 50o g Schwefelsäuremonohydrat gelöst. In die Lösung läßt man bei o° i 15 9 394%ige Nitriersäure Beintropfen und rührt dann noch einige Stunden bei etwa 2o°. Die Nitroverbindung wird durch Ausgießen des Reaktionsgemisches auf Eis abgeschieden, abgesaugt, ausgewaschen und getrocknet. Aus Eisessig umkristallisiert, erhält man die neue Verbindung, vermutlich die 3-Nitro-4-chlorbenzyl-4'-oxyphenylsülfon-5'-carbonsäure, in weißen Kristallen, .die bei 252 bis 253° unter Zersetzung schmelzen. In Natriumcarbonatlösung und verdünnter Natronlauge ist die Verbindung mit gelblicher und nicht mit der für o-Nitrosalicylsäure charakteristischen kräftig orangeroten .Farbe löslich. Reduziert man diese Nitrochlorverbindung in der üblichen Weise, so erhält man die 'entsprechende Aminoverbindung. In der Nitrochlorverbindung ist das Halogen beweglich und läßt sich gegen andere Gruppen austauschen; so erhält man z. B,. beim Erhitzen mit Methylalkohol und Na!', triummethylat eine neue, chlorfreie Verl@#hz,, dung von wahrscheinlich folgender Konst tution: ` "-z= Ersetzt man die 4-Chlorbenzyl#4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure durch die entsprechende Menge 2-Chlorbenzyl-4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure (hergestellt durch Kondensation von o-Chlorbenzylchlorid mit Salicylsulfinsäure), so erhält man eine Nitroverbindung von ähnlichen Eigenschaften, die bei etwa 27o° schmilzt und bei der Reduktion eine Aminoverbindung vom Schmelzpunkt 238° liefert.
  • Ersetzt man _ die 4.-Chlörbenzyl-4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure durch die entsprechende Menge 4.-Methylbenzyl-4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure,(erhältlich durch Kondensation von p-Methylbenzylchlorid mit Balicylsulfinsäure), so erhält man eine Nitroverbindung, die bei 265° unter Zersetzung schmilzt. -r Beispiel 2 3309 2-Chlorbenzyl-3'-methyl-4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure (hergestellt durch Kondensation von o-Chlörbenzylchlorid mit o-Kresotinsulfinsäure) werden in 2ooo g Schwefelsäuremonahydrat gelöst. Bei o° läßt man r65 g einer 394%igen Nitriersäure zutropfen, dann läßt man die Temperatur langsam auf etwa 2o° steigen, rührt noch einige Stunden bei dieser Temperatur und gießt auf Eis. Das Nitroprodukt scheidet sich als weißer Niederschlag ab; es wird-ubgesaugt, ausgewaschen und getrocknet. Aus Eisessig-Pyridin-Lösung, mit Salzsäure ausgefällt, schmilzt die neue Verbindung, vermutlich die 2-Chlor-5-nitrobenzyl-3'-xnethyl-4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure, bei 275 bis 276°. Sie löst sich in verdünnter Natronlauge und in Natriumcarbonatlösung mit gelber Farbe. Durch Reduktion mit Eisen erhält man eine Aminoverbindung, die bei 251 bis 252° schmilzt.
  • Erhitzt man die farblose Nitro-2-chlorbenzyl-3'-methyl-4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäüre mit konz. Ammoniak unter Druck, sö erhält man eine gelbe Nitroaminoverbindung, die sich oberhalb 26o° langsam zersetzt. Diese Bildung einer Nitroaminoverbindung läßt sich nur so erklären, daß die Nitrogruppe bei der Nitrierung in die p-Stellung zum Chloratom eingetreten ist, da ein Eintritt in die o-Stellung wenig wahrscheinlich ist, so daß der Verbindung wahrscheinlich die Formel zukommt. Ersetzt man in obigem Beispiel die 2-Chlorbenzyl-3'-methyl-q.'-oxyphenylsulfon-5'-carbon-. säure durch die entsprechende Menge 4-Chlorbenzyl-3'-methyl-4'-oxyphenylsulfon-5'-carbonsäure und verfährt im übrigen, wie oben angegeben ist, so erhält man eine Nitroverbindung von ähnlichen Eigenschaften, die nach der Reduktion eine Aminoverbindung vom Schmelzpunkt 242° liefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen von Benzylphenylsulfonoxycarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel Rt.- CH2- SO2-R2 worin R1 einen $enzolkern bedeutet, in dem wenigstens ein Wasserstoffatom durch einen o- oder p-dirigierenden Substituenten, wie Halogen oder die Alkylgruppe, ersetzt ist, und R2 an Stelle eines Benzolkerns steht, der eine Hydroxyl- und Carboxylgruppe in o-Stellun@ zueinänder enthält und noch weiter substituiert, sein kann, nitriert und die - so erhaltenen Nitroverbindungen gegebenenfalls zu den entsprechenden Aminoverbindungen reduziert.
DEI51792D 1935-02-28 1935-02-28 Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Benzylphenysulfonoxycarbonsaeuren Expired DE634331C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2053026A1 (de) * 1969-06-25 1971-04-16 Merck & Co Inc

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