AT118744B - Verfahren zur Herstellung von spezifisch wirksamen Heilmitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von spezifisch wirksamen Heilmitteln.

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AT118744B
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  Verfahren zur Herstellung von spezifisch wirksamen Heilmitteln. 



   Es wurde gefunden, dass man zu neuen Heilmitteln gelangen kann, die in vorzüglicher Weise gegen Blutparasiten wirksam sind, wenn man Aminoderivate der Xanthenreihe, ihre Abkömmlinge und Substitutionsprodukte in solche stärker basischen Polyaminderivate überführt, welche die neu eingeführten Stiekstoffatome mit Hilfe aliphatischer Reste an den aromatischen Aminogruppen gebunden enthalten. 



   Zur Herstellung dieser Körper kann man in der Art verfahren, dass man die Aminoderivate der oben genannten Körper mit Salzen von Halogenalkylaminen verschmilzt oder nach den üblichen Methoden den Aminoalkylrest anfügt, beispielsweise durch Umsetzung mit Halogenalkylaminen oder ihren Substitutionsprodukten, wie Halogenalkylphtalimid, unter nachherige Abspaltung der Phtalsäure. Man kann natürlich auch in der Weise verfahren, dass man diese Aminoalkylreste sukzessive an die Aminoderivate anfügt, beispielsweise so, dass man diese Aminoderivate zunächst mit Äthylenoxyd oder halogenierten Alkoholen in Reaktion bringt und die auf diese Weise entstehenden Oxyalkylaminoderivate in üblicher Weise über die Halogenide hinweg in Polyaminderivate umwandelt, oder auch derart, dass man reaktionsfähige   Abkömmlinge   der genannten Körper, z.

   B.   das Fluoresceinchlorid   mit aliphatischen Diaminen umsetzt. Selbstverständlich kann man auch so vorgehen, dass man geeignete Zwischenprodukte zur Herstellung der genannten Körper nach einer der eben skizzierten oder nach sonstigen üblichen Methoden in Polyaminderivate überführt und die so erhaltenen Zwischenprodukte dann in die Polyaminderivate umwandelt. Der Umwandlung in Polyaminderivate können sowohl primäre oder sekundäre Aminoderivate unterworfen werden. Ebenso ist es   möglich,   Amine zur Anwendung zu bringen, die die Aminogruppe nicht nur einmal, sondern mehrfach enthalten ; die an die aromatischen Aminogruppen gebundenen Aminoalkylreste können gerade oder verzweigte Kohlenstoffketten enthalten und die aliphatischen Aminogruppen in ss-oder in y-Stellung oder noch weiter entfernt von den aromatischen Aminogruppen tragen.

   Die aromatischen Aminogruppen können einmal oder zweimal durch die Aminoalkylreste substituiert sein, ebenso können die Aminoalkylreste eine oder mehrere aliphatische Aminogruppen enthalten. 
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   150 cm3   Benzol auf dem Wasserbad gelöst, 100 g Diäthylaminothylchlorid in 150   cm3   Benzol zugegeben und einen Tag zum Sieden erhitzt. Man löst nach Abgiessen des Benzols mit Wasser, macht mit 
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 Stehen zur weissen Kristallmasse erstarrt. 



   Zur Farbstoffbildung werden 40 g davon mit 50 g Phtalsäureanhydrid 3-4 Stunden auf höchstens   1750 Ölbadtemperatur   unter Rühren erhitzt. Die in der Kälte springharte Schmelze wird gepulvert und zweckmässig in Nitrobenzol bei   70-80'gelöst.   Die noch   40-50  warme   Lösung wird zur Entziehung der Phtalsäure und Freimachen der Farbbase mit Sodalösung mehrfach geschüttelt. Die nitrobenzolische Lösung wird getrocknet, mit Äther verdünnt und daraus mit ätherischer Salzsäure der Farbstoff als rotbraunes, hygroskopisches Pulver gefällt, das sich in Wasser spielend leicht mit klarem Rhodaminton löst. 



   Zur Esterifizierung der Karboxylgruppe werden 10   g dieses   salzsauren Salzes in   50 g   absolutem Alkohol gelöst und einen Tag unter Eiskühlung und einen Tag unter Kochen gasförmige HCI eingeleitet. Das im Vakuum zur Trockne gebrachte Farbsalz unterscheidet sich in Wasser gelöst nur durch einen gering gelberen Ton vom Ausgangsprodukt. Dagegen ist die spielende   Leichtlöslichkeit   der Farbbase in Nitrobenzol sowie ihre auffallend viel violettere   Lösungsfarbe   in Nitrobenzol der nicht esterifizierten 
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 folgendermassen herstellt : 123 m-Oxy-N-methylanilin werden mit 140 g Diäthylaminoäthylchlorid und 150   CH   Benzol 8 Stunden zum Sieden unter Rühren im Wasserbad erhitzt, sodann mit Wasser und Äther versetzt.

   Man trennt die wässrige Lösung ab, äthert sie noch mehrfach aus, macht sie mit Pottasche stark alkalisch und gewinnt durch erneutes Ausäthern die Base vom Siedepunkt   151  C   unter 1 mm Druck. 2 Moleküle dieser Base werden mit 1 Molekül Formaldehyd und 1 Molekül   50%iger Oxal-   säure in alkoholischer Lösung unter Erwärmen zum Diphenylmethanderivat kondensiert. Nach Abdestillieren des Alkohols im Vakuum, Lösen des   Rückstandes   in Wasser, Fällen mit   Pottasche,   Aufnehmen in Benzol und Abdestillieren des Benzols erhält man die Verbindung als zähflüssiges Öl, das 
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 darin bei zirka 30  belassen wird.

   Sodann'verdünnt man mit 60gradiger Säure auf einem Gesamtgehalt von 90%   BLiSCund   oxydiert mit trockenem Natriumnitrit bei zirka 30  unter Rühren zum Farbstoff. Dieser, als Zinkdoppelsalz isoliert, wird durch konzentrierte kalte NaOH von Zink getrennt, die abfiltrierte Farbbase in Nitrobenzol aufgenommen und wie oben in das Chlorhydrat übergeführt. 



   Beispiel 3 :   36-sag     Fiuoreseeinclorid (vgl. Baeyer,   Ann. 183, S. 18). 
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   werden mit 57'6 g Tjiäthyl-äthy] endiamill   
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 in 150 g Phenol 10 Stunden im Ölbad von 200  C unter Rühren und   Rückflusskühlung   erhitzt. Man entfernt sodann durch Wasserdampfdestillation Phenol und überschüssiges Diamin, macht mit verdünnter Salzsäure kongosauer, kocht die saure Lösung, filtriert und äthert aus. Die so behandelte Lösung wird im Vakuum eingeengt und mit Chlorzink das Chlorzinkdoppelsalz der neuen Base 
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 ausgefällt, das durch erneutes Lösen in Wasser und abermalige Fällung mit Chlorzinklösung gereinigt wird. Es löst sich leicht mit klarer, blaustichig roter Farbe. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von spezifisch wirksamen Heilmitteln, dadurch gekennzeichnet dass man Aminoderivate der Xanthenreihe, ihre Abkömmlinge, Substitutionsprodukte in solche stärker basischen   Polyaminderivate überführt,   die die neueingeführten Stickstoffatome mit Hilfe aliphatischer Reste an den aromatischen Aminogruppen gebunden enthalten, indem man beispielsweise entweder primäre oder sekundäre Amine dieser Reihe oder solche Amine, die als Zwischenprodukte für dieXanthensynthese zu dienen vermögen, mit den Salzen halogenierter Alkylamine oder ihren Derivaten zusammenschmilzt oder dass man sie nach   üblichen   Methoden durch Behandeln mit den entsprechenden freien Basen alkyliert, worauf man die erhaltenen Produkte gegebenenfalls in an sich bekannter Weise in Verbindungen der Xanthenreihe überführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Einführung des Aminoalkylrestes die zu alkylierenden Verbindungen in üblicher Weise mit solchen Alkylhalogeniden oder ihren Derivaten, z. B. Äthylenoxyd, behandelt, die an Stelle einer Aminogruppe einen durch eine solche ersetzbaren Substituenten enthalten oder im Verlauf der Reaktion bilden und diesen Substituenten sodann durch eine Aminogruppe ersetzt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man mit reaktionsfähigem Halogen oder Oxygruppen substituierte Xanthene oder Halogenderivat oder Oxyderivate solcher Verbindungen, die als Zwischenprodukte für die Xanthensynthese zu dienen vermögen, mit aliphatischen Diaminen zur Umsetzung bringt und die erhaltenen Produkte gegebenenfalls in. an sich bekannter Weise in Verbindungen der Xanthenreihe überführt.
AT118744D 1924-09-11 1925-09-11 Verfahren zur Herstellung von spezifisch wirksamen Heilmitteln. AT118744B (de)

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