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Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Abteilen von Papierbogenlagen
und Zuführen der abgeteilten Lage zu Schreibmaschinen o. dgl. Bekanntlich wird bei
dem Herstellen von Schriftsätzen mittels der Schreibmaschine meistens eine größere
Anzahl von Durchschlägen mit hergestellt. Zu diesem Zweck muß jedesmal ein Bogenstapel
hergestellt werden, bei dem je ein Schreibpapierbogen mit einem Kohlepapierbogen
abwechselt. Der so zusammengestellte Stapel, in dem unter Umständen 16 bis 2o Papierbogen
vereinigt sind, wird nun gleichgestoßen und in die Maschine eingeführt. Diese Arbeit
erfordert erhebliche Geschicklichkeit und ist außerdem zeitraubend und aufreibend.
Auch gelingt es bei eiliger Arbeit sehr häufig nicht, die Bogen miteinander zur
Deckung zu bringen, wodurch in den verschiedenen Durchschlägen Wörter verstümmelt
werden können. Noch störender machen sich diese Mißstände geltend, wenn der Schriftsatz
auf der Schreibmaschine unmittelbar nach Diktat angefertigt wird. Das Zusammenstellen
der Papierstapel nach dein jedesmaligen Herunterschreiben einer Seite nimmt hierbei
nicht nur die Zeit und die Geduld der Stenotypistin, sondern auch die sehr viel
kostspieligere Zeit des Diktierenden in lästiger Weise in Anspruch. Es hat deshalb
auch nicht an Versuchen gefehlt, diesen Vorgang abzukürzen, zu vereinfachen und
zu mechanisieren, jedoch sind die bisherigen Versuche dieser Art in den Anfängen
steckengeblieben und konnten zu einem Erfolg nicht führen.
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So sollten bei einer früher vorgeschlagenen mechanischen Bogenzuführung
in über der Schreibmaschine angeordneten Behältern die einzelnen übereinanderzulegenden
Bogen getrennt bereit gehalten werden, um mittels pneumatischer Werkzeuge jeweils
entnommen und der Stapelbildungsstelle auf rutschenartigenFührungsblechen zugeleitet
zu werden. Die erzielte Erleichterung und Beschleunigung des Anlegevorgangs stand
hier offenbar in keinem Verhältnis zu dem verwickelten Aufbau, dem Raumbedarf und
der Kostspieligkeit der Vorrichtung.
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Der Erfinder geht deshalb zur Lösung der gestellten Aufgabe grundsätzlich
neue Wege, indem. er davon ausgeht, große Bogenstapel bereit zu halten, in denen
unter Abwechslung von Durchschlag- und Kohlepapierbogen der voraussichtliche Papierbedarf
eines Tages vereinigt ist. Von diesem Vorratsstapel, der natürlich fabrikmäßig hergestellt
und in den Handel gebracht werden kann, soll bei jeweiligem Bedarf die gewünschte
Bogenzahl mechanisch abgeteilt und als abgeteilte Lage ebenfalls mechanisch der
Einspannvorrichtung der Schreibmaschine o. dgl. zugeführt werden.
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Es ist an sich bekannt, sogenannte Abreißblöcke zu Durchschreibzwecken
dadurch herzustellen, daß Schreibbögen und Durchschreibbogen abwechselnd gestapelt
und der Stapel an der einen Kante geheftet wird. Diese Stapel sind natürlich für
die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht brauchbar, viehmehr müssen
die einzelnen Bogen des in die Zuführvo.rrichtung eingeführten
Stapels
lose und ungeheftet aufeinanderliegen.
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Zu diesem Zweck soll nach der Erfindung derart vorgegangen -werden,
daß man .die staffelförmig angeordneten Bogenkanten eines Vorratsstapels bis zum
Freilegen der gewünschten Bogenzahl unter einem federnd angedrückten Abteilwerkzeug
hindurchführt (Abteilhub) und dann die abgeteilte Bogenlage durch rückläufiges Bewegen
über . das Abteilwerkzeug hinweg ablaufen. läßt (Abgabehub), um sie in üblicher
Weise der Papierwalze der Schreibmaschine zuzuführen. Besonders zweckmäßig ist es,
die beiden zum Durchführjen des Verfahrens erforderlichen Bewegungen als Drehbewegungen
auszubilden, indem das Abteilen der Bogen durch Vorwärtsdrehen, die Abgabe der abgeteilten
Bogen durch Rückwärtsdrehen des spiralig aufgerollten Vorratsstapels bewirkt wird.
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Es ist an sich bei Papierzuführungen für Druckpressen bekannt, denn
zu bearbeitenden Bogenstapel eine staffelförmige Anordnung zu geben, derart, daß
die Angriffkanten der Bogen voreinander vorstehen. Bei jener Bogenabhebevorrichtung
handelte es sich aber darum, nur jeweils einen Bogen mittels eines 'Merkzeuges abzuheben,
das sich relativ zum Bogenstapel -nur in einer Richtung bewegte. Mit dieser Einrichtung
war aber die von dem Erfinder gestellte Aufgabe nicht zu lösen; hierzu bedarf .es-
vielmehr einer hin und her gehenden R,elativbewegwig zwischen dem Bogenstapel und
dem Abteilwerkzeug, durch -die eine bestimmte Anzahl Yon Bogen auf dein Hinhub abgeteilt
und auf dein Rückhub von dem Bogenstapel getrennt werden kann.
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Eine einfache, billige und leicht zu handhabende Vorrichtung zur Durchführung
des neuen Verfahrens, die geringes Gewicht mit bescheidenem Raumbedarf verbindet,
erhält man, wenn man als beweglichen Bogenstapelträger .eine drehbare Walze benutzt,
um deren Mantelfläche der Vorratsstapel zurrt selbsttätigen Staffeln der Bogenkanten
spiralig gelegt wird und deren Drehung das Hinundherbewegen des Stapels bewirkt.
Diese Stapelwalze soll über ihre -ganze Breite eine abgefederte ausrückbare Klemmvorrichtung
aufweisen, um das innere Ende des spiralig aufgewickelten Stapels auf der Walze
mit Reibung einzuspannen. Damit der aufgerollte Stapel möglichst wenig von der erwünschten
Zylinderform abweicht, kann man die Stapelwalze an der Einspannstelle.abflachen.
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Noch zweckmäßiger ist es, als 'Einspannvorrichtung eine. an die Walze
artgelenkte Klappe zu verwenden, die federnd -auf das innere Ende des Stapels niedergedrückt
wird. Um eine genaue seitliche Führung des Bogenstapels auch bei wechselnden Formaten
zu erreichen, wird die Stapelwalze mit nach der Bogenbreite einstellbaren Randscheiben
ausgerüstet. Diese Randscheiben verwendet man zweckmäßig auch als Träger ausrückbarer
Hilfsklemmen, die in Arbeitsstellung federnd auf dem Bogenstapel ruhen, um die oberen
Spirallagen über dem eingespannten Ende niederzuhalten. Diese Hilfsklemmen sind
vorzugsweise unmittelbar vor der Einspannvorrichtung angeordnet und halten nur die
Seitenränder der Stapelbogen federnd nieder, so daß die abgeteilten Bogen beim Ablaufen
leicht darunter weggezogen werden können, ohne indessen die übrigen Bogen mitzunehmen.
Zweckmäßig wird die Stapelwalze in einem fest gelagerten hohlzylindrischen Gehäuse
drehbar angeordnet, das an der Abgabestelle einen Durchtrittsschlitz aufweist. Eine
vor der Abgabestelle im Gehäuse befestigte federnde Spange hält die gestaffelten
Bogenenden auf der Walze nieder.
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Das Bogenabte.ilwerkzeug, das den wichtigsten Teil des neuen Gerätes
darstellt, ist an der Abgabestelle an einem festen Gehäuseteil befestigt oder angelehlet
und weist eine Schneide auf, die federnd so auf dem aufgerollten Bogenstapel schleift,
daß sie die unter ihr vorbeigeführten gestaffelten Bögenränder einzeln nacheinander
freigibt. Dieses Abteilwerkzeug soll in Richtung des Abteilhubes der Walze tangential
auf die Walze niedergedrückt werden.
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Ferner weist das Gerät einen Bogenablenker auf, der, vorzugsweise
von der Schneide des Abteilwerkzeuges ausgehend, so nach außen vorsteht, daß die
abgeteilte Bogenlage beim Abgabehub der Stapelwalze über ihn abläuft. Wenn man die
Federspange und das Abteilwerkzeug in einem Stück herstellt, das an dem Gehäuse
schwenkbar aasgelenkt ist, so drückt die Federkraft der Spange das Abteilwerkzeug
:mit einem federnden Druck gegen die gestaffelten Bogenenden, der sich nach der
veränderlichen Stapeldicke selbsttätig regelt.
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Zum Regeln der Umlaufgeschwindigkeit der .Stapelwalze ist zweckmäßig
zwischen die Walze und ihren Drehgriff ein vorzugsweise zweistufiges Geschwindigkeitswechselgetriebe
eingebaut, durch das die Walze mit von der Bogenabteilgeschwindigkeitverschiedener,
vorzugsweise erheblich höherer Bogenablaufgeschwindigkeit beim Abgabehub angetrieben
wird. Auch kann man ein die Ablaufbewegung steuerndes Federwerk einbauen, das durch
die Bogenabteilbewegung aufgezogen werden kann. Mit der Einrichtung zum Abteilen
der jeweils abzugebenden Bogen kann auch ein mechanisches Zählwerk zusammenarbeiten.
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Wichtig ist das sachgemäße Verbinden der Abteilvorrichtung mit
der Schreibmaschine. Man verwendet hierzu ein an der Schreibmaschine oder ihrer
Unterlage zu befestigendes Traggestell und rüstet es mit Mitteln aus, um die von
ihm getragene Bogenabteil-und -abgabevorrichtung zu der von ihr bedienten Schreibvorrichtung
in waagerechter und senkrechter Richtung einzustellen. Beispielsweise kann das Traggestell
aus miteinander versteiften Kniehebeln bestehen, in deren freiem Ende die Walzenachse
gelagert ist. Ferner kann das Traggestell eine die Abgabestelle des Walzengehäuses
mit Bogeneinführstelle an der Schreibmaschine verbindende Rutsche tragen, auf die
der Bogenablenker die abgeteilten Bogen abwirft.
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-Werden beim Schreiben Vordruck- oder Kopfbogen mitv erwendet, so
bringt man zweckmäßig an dem Traggestell unterhalb der Stapelwalze eine mechanisch
oder von Hand bediente Abgabestelle für diese Bogen an.
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Das neue Gerät kann außer in Verbindung mit Schreibmaschinen auch
in Verbindung mit anderen Vorrichtungen und überall da verwendet werden, wo es sich
darum handelt, von einem Papierbogenstapel jeweils eine willkürlich zu wählende
Anzahl von Bogen abzuteilen oder abzuzählen und die so gebildete Bogenlage als Ganzes
irgendeiner Arbeitsstelle zuzuführen.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung
dargestellt; es zeigen Fig. i die Gesamtanordnung der neuen Papierbogenabteil- und
-abgabevorrichtung in Verbindung mit einer Schreibmaschine in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das die Stapelwalze aufnehmende Gehäuse, Fig.3und3a
einen Querschnitt nach III-III der Fig. 7, vor und während des Abteilen. einer Papierbogenlage
durch das Abteilwerkzeug, Fig. 4. einen axialen Schnitt durch den einen Kopfteil
der Walze, um die Anordnung der Hilfsklemmen zu zeigen, Fig. 5 eine besondere Ausführungsform
des Stapelträgers im Querschnitt durch die Stapelwalze, Fig. 6 in schematischer
Darstellung eine besondere Ausführungsform mit zusätzlicher Abgabevorrichtung für
Kopfbogen.
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Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Walze i von etwas größerer
Länge, als die größte zu verarbeitende Papierbreite beträgt, in einem hohlzylindrischen
Gehäuse .2 gelagert, das an der Abgabestelle einen über seine ganze Breite reichenden
Durchtrittsschlitz 2' aufweist. Dieses Walzengehäuse ist fest in einem Gestell gelagert,
das aus zwei Kniehebelpaaren 1,4 und 3', 4.' besteht, deren eines Ende je eine Lagerstelle
für das Walzengehäuse 2 aufweist, während das andere Ende, in senkrechter Richtung
verstellbar, zweckmäßig an der unter der Schreibmaschine liegenden üblichen schalldämpfenden
Platte 5 befestigt ist. Das Gestell könnte auch an irgendeinem Teil der Schreibmaschine
selbst .angeordnet sein, was jedoch insofern weniger zweckmäßig ist, als hierdurch
Kippmomente auftxeten können, die die ruhige Lage der Schreibmaschine beeinträchtigen.
Die beiden Kniehebel sind zweckmäßig durch Querstanstangen 8, 8' verspannt, die
durch die Hebelgelenke 6, 6' hindurchgehen. Durch Lösen der Klemmschrauben 7, 7'
kann man mittels der Kniehebel die Bogenabgabevorrichtung gegenüber der Schreibstelle
der Maschine in senkrechter und waagerechter Richtung genau einstellen, um ein genaues
Einführen der Bogenlagen in die Schreibmaschine zu erzielen. Dies kann noch unterstützt
werden durch eine Rutsche io, die die Abgabestelle des Abteilgeräts mit der Bogeneinführstelle
der Maschine derart verbindet, daß die abgeteilten Bogen in richtiger Schreiblage
darauf abgeworfen werden. Das Gestell kann auch eine beliebige andere Ausbildung
finden, soweit sie diese senkrechte und waagerechte Einstellung ermöglicht. Eine
solche abweichende Ausführung ist strichpunktiert in Fig. z dargestellt.
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Die Vorratswalze- ist mittels Achsstümpfe i$, 18' in dem Gehäuse drehbar
gelagert. Auf ihr sind verschiebbar Randscheiben ii, i i' angeordnet, die von beiden
Seiten gegen die Walzenmitte vorgeschoben werden können, um Papierstapel von verschiedener
Bogenbreite beiderseits genau zu begrenzen.
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Der Papierstapel z2 wird für Schreibmaschinenzwecke so vorbereitet,
daß immer ein Durchschlagbogen mit einem Kohlepapierbogen abwechselt. In einem solchen
Stapel wird zweckmäßig der voraussichtliche Tagesbedarf zusammengefaßt. Diesen Stapel
12 rollt man in der in Fig. 3, 3 a gezeigten Weise spiralig um die Stapelwalze auf,
wobei man das innere Ende 14 des Stapels durch eine Klemmvorrichtung auf der Walze
festspannt. Diese Klemmvorrichtung kann in verschiedener Weise ausgeführt werden.
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Bei .dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i bis 3.a ist eine über die
ganze Länge der Walze verlaufende, zweckmäßig in Schlitzen 15 der Randscheiben
i i geführte Stange 13
vorgesehen, die durch Federdruck in radialer Richtung
gegen die Mantelfläche der Walze an der Einspannstelle angedrückt wird. Um das Einspannen
zu erleichtern, ist es zweckmäßig, diese Klemmvorrichtung ausrückbar zu machen,
indem man die Stange 13 beispielsweise nach Abheben in eine Rast 15' der Randscheiben
einlegt.
Zweck der Klemmvorrichtung ist, das Hinterende des Papierstapels
mit Reibung auf dem Walzenmantel festzuhalten. Um an der Einspannstelle die Rundung
des spiralig aufgerollten Papierstapels nicht zu beeinträchtigen, ist es zweckmäßig,
an dieser Stelle 9 den Walzenmantel entsprechend abzuflachen, wie in Fig. 3 und
3a gezeigt.
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Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist die Klemmvorrichtung
etwas anders ausgebildet. Hier ist die Walze i hohl ausgeführt, und aus ihrer Mantelfläche
ist ein Streifen i' über die ganze Länge ausgeschnitten und an dem übrigen Teil
des Walzenmantels angelenkt. Durch Federdruck wird die so gebildete Klappe nach
innen gezogen. Die Klappe i' übergreift an der freien - Kante ein wenig den Walzenmantel,
so daß zwischen diesem und der Klappe das Hinterende 14 des Bogenstapels eingespannt
werden kann. Es ist dabei zweckmäßig, den Walzenmantel etwas unrund zu machen, so
daß das unter dem aufgerollten Stapel 1a befindliche innere Ende dieses Stapels
nicht übermäßig aufträgt.
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Sobald man das innere Ende 14. des Papierstapels 12 in die Klemmvorrichtung
eingespannt hat, rollt man den Papierstapel durch Drehen der Walze bis -zum Ende
auf. Hierdurch nehmen die freien Ränder der in dem Stapel vereinigten Papierbogen
eine staffelförmige Lage übereinander ein, wie bei i2' gezeigt. Diese ist für die
Wirkung der Vorrichtung wesentlich (s. Fig. 3, 3 a).
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Um ein ungewolltes Abheben der gestaffelten Bogenenden von der Walze
zu verhindern, ist in dem Gehäuse 2 eine federnde Spange 16 befestigt, die in das
Gehäuseinnere, sich der Walzenform anpassend, hineinragt. An der Abgabestelle des
Gehäuses ist, in den Abgabeschlitz 2' vorstehend, ein Bogenabteilwerkzeug 17 angeoränet,
dessen Schneide 17' federnd auf den aufgerollten Bogenstapel bzw. auf die Walzenmantelfläche
niedergedrückt wird. Beim Drehen der Walze schleift diese Schneide 17' auf dem-
Bogenstapel.
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Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Abteilwerkzeug 17 an
dem hohlzylindrischen Gehäuse angelenkt und mit der Federspange 16 so fest verbunden,
daß diese Teile gewissermaßen kippbar um die Anlenkachse ig sind und sich in ihrer
federnden Anlage an dem aufgerollten Bogenstapel gegenseitig beeinflussen. Das Abteilwerkzeug
muß so angeordnet sein, daß seine Schneide in Richtung des Abteilhubes (Pfeil A)
tangential auf die Walzenfläche niedergedrückt wird. Wird die Walze in der Richtung
des Pfeiles A aus -der Stellung gemäß Fig. 3 in die Stellung gemäß Fig. 3 a gedreht,
so gibt die Schneide 17' des Abteilwerkzeugs 17 einen Bögen nach dem andern frei,
indem er nach dem Überlaufen seiner gestaffelten Bogenkante durch die Schneide 17'
infolge seiner Elastizität in tangentialer Richtung herausspringt (s. Fig. 3 a).
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Bei dem Handhaben der Vorrichtung braucht also die Walze i mit dem
darauf aufgerollten Stapel 12 nur in der Richtung des Pfeiles A langsam gedreht
zu werden, um einen Bogen nach dem andern abzuteilen, wobei das Abzählen der erforderlichen
Bogenzahl dadurch erleichtert wird, daß immer ein Durchschlagbogen mit einem Kohlepapierbogen
abwechselt. Sobald die nötige Bogenzahl abgeteilt ist, um die gewünschte Bogenlage
zu bilden, erfolgt eine Rückdrehung der Walze in Richtung des Pfeiles B (Abgabehub).
Hierbei greift die Schneide 17' des Abteilwerkzeugs unter den letzten der freigegebenen
Bogen, so daß diese bei der Rückdrehung der Walze nicht mehr in das Gehäuse zurückgelangen,
sondern durch den Abgabeschlitz nach außen, treten. Diese Wirkung wird begünstigt
durch einen oder mehrere Bogenablenker ao, die beispielsweise an dem unteren Rand
des Ausgabeschlitzes des Gehäuses befestigt sein können. Am zweckmäßigsten ist die
bei dem Ausführungsbeispiel gezeigte Form, wo ein Bogenablenker, von der Schneide
des Abteilwerkzeugs ausgehend; nach außen vorsteht, derart, daß die abgeteilte Bogenlage
über ihn hinweg abläuft.
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Beim weiteren Rückwärtsdrehen der Walze in Richtung des Pfeiles B
laufen die abgeteilten Bogen allmählich vollständig von der Walze ab, während die
übrigen Bogen des Stapels durch die Federspange 16 auf dem Walzenmantel festgehalten
werden. Die abgegebenen Bogen werden auf die Rutsche io abgeworfen und von ihr unmittelbar
der Papierwalze der Schreibmaschine in der richtigen Lage zugeführt.
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Will man mit Kopfbogen (Originalbogen mit Kopfaufdruck) arbeiten,
so kann man entweder den erforderlichen Kopfbogen vor dem Abteilen der Durchschlagbogenlagen
auf die Rutsche io legen, es kann aber auch eine mechanisch oder von Hand zu bedienende
Bogenabgabevorrichtung 21, 2a (s. Fig. 6) an dem Traggestell 27 angeordnet sein.
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Es ergibt sich ohne weiteres als zweckmäßig, beim Abteilhub der Stapelwalze
die Drehung in Richtung des Pfeiles A langsam erfolgen zu lassen. Dagegen soll aus
Gründen der Zeitersparnis die Bewegung beim Abgabehub mit tunlichst beschleunigter
Geschwindigkeit erfolgen. Um dies mit mechanischen Mitteln zu erreichen, kann ein
einfaches Geschwindigkeitswechselgetriebe zwischen den Drehgriff 23 der Stapelwalze
i
und diese selbst eingeschaltet werden. Hierbei setzt man den geriffelten
Drehgriff 23 auf eine auf dem Achsstumpf 18' verschiebbare Kupplungsmuffe 23', durch
die mit bekannten Mitteln abwechselnd direkter Gang und ein Übersetzungsgetriebe24
eingekuppelt «erden kann. Hierdurch wird erreicht, daß durch einfaches Umschalten
beim Übergang von den Abteilhub in Richtung des Pfeiles A auf den Abgabehub in Richtung
des Pfeiles B die abgeteilte Bogenlage mit schnellerer Gangart abläuft.
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Die Vorrichtung läßt sich noch dadurch weiter vervollkommnen, daß
in das Gehäuse --
ein einfaches Federwerk in Gestalt einer Spiralfeder 25
eingebaut wird, deren eines Ende an dem Achssturnpf 18 und deren anderes an dem
Gehäuse befestigt ist. Es findet dann während des Drehens der Walze in der Richtung
Ä ein Spannen der Feder 25 statt, wobei eine ungewollte Rückdrehung der Walze in
Richtung B durch ein einfaches Klinkengesperre 25' verhindert wird. Rückt man die
Klinke des Gesperres aus, so treibt die Spannung der Feder 25 die Walze in der Richtung
B unter Mitwirkung des Vorgeleges in schnellerer Gangart in Richtung des Abgabehubes.
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Um ein ungewolltes Abwickeln der nicht abgeteilten Bogen des Vorratsstapels
beim Abgabehub zu verhindern, sind zusätzliche kurze Hilfsklemmen 26, vorzugsweise
an den Randscheiben i i, angeordnet. Ein Ausführungsbeispiel solcher Klenmen ist
in Fig. d. dargestellt. Sie sind schwenkbar an den Randscheiben i i so angeordnet,
daß sie aus dem Bereich des Bogenstapels ausgerückt werden können. In eingerückter
Stellung werden sie durch Federdruck auf die Seitenränder des Bogenstapels niedergedrückt.
Sie dienen, wie aus Fig. 3 und 3a ersichtlich, dazu, das über die Einspannstelle
13 gerollte freie Ende des Bogenstapels auf dem Trommelmantel so niederzudrücken,
daß eine ungewollte Ablösung der nicht abgeteilten Bogen ausgeschlossen ist, während
die abgeteilten Bogen durch die Einwirkung des Ablenkers 2o unter den kurzen seitlichen
Hilfsklemmen leicht herausgezogen und so freigegeben werden können.