DE628397C - - Google Patents

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DE628397C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J13/00Devices or arrangements of selective printing mechanisms, e.g. ink-jet printers or thermal printers, specially adapted for supporting or handling copy material in short lengths, e.g. sheets
    • B41J13/10Sheet holders, retainers, movable guides, or stationary guides

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Abteilen von Papierbogenlagen und Zuführen der abgeteilten Lage zu Schreibmaschinen o. dgl. Bekanntlich wird bei dem Herstellen von Schriftsätzen mittels der Schreibmaschine meistens eine größere Anzahl von Durchschlägen mit hergestellt. Zu diesem Zweck muß jedesmal ein Bogenstapel hergestellt werden, bei dem je ein Schreibpapierbogen mit einem Kohlepapierbogen abwechselt. Der so zusammengestellte Stapel, in dem unter Umständen 16 bis 2o Papierbogen vereinigt sind, wird nun gleichgestoßen und in die Maschine eingeführt. Diese Arbeit erfordert erhebliche Geschicklichkeit und ist außerdem zeitraubend und aufreibend. Auch gelingt es bei eiliger Arbeit sehr häufig nicht, die Bogen miteinander zur Deckung zu bringen, wodurch in den verschiedenen Durchschlägen Wörter verstümmelt werden können. Noch störender machen sich diese Mißstände geltend, wenn der Schriftsatz auf der Schreibmaschine unmittelbar nach Diktat angefertigt wird. Das Zusammenstellen der Papierstapel nach dein jedesmaligen Herunterschreiben einer Seite nimmt hierbei nicht nur die Zeit und die Geduld der Stenotypistin, sondern auch die sehr viel kostspieligere Zeit des Diktierenden in lästiger Weise in Anspruch. Es hat deshalb auch nicht an Versuchen gefehlt, diesen Vorgang abzukürzen, zu vereinfachen und zu mechanisieren, jedoch sind die bisherigen Versuche dieser Art in den Anfängen steckengeblieben und konnten zu einem Erfolg nicht führen.
  • So sollten bei einer früher vorgeschlagenen mechanischen Bogenzuführung in über der Schreibmaschine angeordneten Behältern die einzelnen übereinanderzulegenden Bogen getrennt bereit gehalten werden, um mittels pneumatischer Werkzeuge jeweils entnommen und der Stapelbildungsstelle auf rutschenartigenFührungsblechen zugeleitet zu werden. Die erzielte Erleichterung und Beschleunigung des Anlegevorgangs stand hier offenbar in keinem Verhältnis zu dem verwickelten Aufbau, dem Raumbedarf und der Kostspieligkeit der Vorrichtung.
  • Der Erfinder geht deshalb zur Lösung der gestellten Aufgabe grundsätzlich neue Wege, indem. er davon ausgeht, große Bogenstapel bereit zu halten, in denen unter Abwechslung von Durchschlag- und Kohlepapierbogen der voraussichtliche Papierbedarf eines Tages vereinigt ist. Von diesem Vorratsstapel, der natürlich fabrikmäßig hergestellt und in den Handel gebracht werden kann, soll bei jeweiligem Bedarf die gewünschte Bogenzahl mechanisch abgeteilt und als abgeteilte Lage ebenfalls mechanisch der Einspannvorrichtung der Schreibmaschine o. dgl. zugeführt werden.
  • Es ist an sich bekannt, sogenannte Abreißblöcke zu Durchschreibzwecken dadurch herzustellen, daß Schreibbögen und Durchschreibbogen abwechselnd gestapelt und der Stapel an der einen Kante geheftet wird. Diese Stapel sind natürlich für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht brauchbar, viehmehr müssen die einzelnen Bogen des in die Zuführvo.rrichtung eingeführten Stapels lose und ungeheftet aufeinanderliegen.
  • Zu diesem Zweck soll nach der Erfindung derart vorgegangen -werden, daß man .die staffelförmig angeordneten Bogenkanten eines Vorratsstapels bis zum Freilegen der gewünschten Bogenzahl unter einem federnd angedrückten Abteilwerkzeug hindurchführt (Abteilhub) und dann die abgeteilte Bogenlage durch rückläufiges Bewegen über . das Abteilwerkzeug hinweg ablaufen. läßt (Abgabehub), um sie in üblicher Weise der Papierwalze der Schreibmaschine zuzuführen. Besonders zweckmäßig ist es, die beiden zum Durchführjen des Verfahrens erforderlichen Bewegungen als Drehbewegungen auszubilden, indem das Abteilen der Bogen durch Vorwärtsdrehen, die Abgabe der abgeteilten Bogen durch Rückwärtsdrehen des spiralig aufgerollten Vorratsstapels bewirkt wird.
  • Es ist an sich bei Papierzuführungen für Druckpressen bekannt, denn zu bearbeitenden Bogenstapel eine staffelförmige Anordnung zu geben, derart, daß die Angriffkanten der Bogen voreinander vorstehen. Bei jener Bogenabhebevorrichtung handelte es sich aber darum, nur jeweils einen Bogen mittels eines 'Merkzeuges abzuheben, das sich relativ zum Bogenstapel -nur in einer Richtung bewegte. Mit dieser Einrichtung war aber die von dem Erfinder gestellte Aufgabe nicht zu lösen; hierzu bedarf .es- vielmehr einer hin und her gehenden R,elativbewegwig zwischen dem Bogenstapel und dem Abteilwerkzeug, durch -die eine bestimmte Anzahl Yon Bogen auf dein Hinhub abgeteilt und auf dein Rückhub von dem Bogenstapel getrennt werden kann.
  • Eine einfache, billige und leicht zu handhabende Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens, die geringes Gewicht mit bescheidenem Raumbedarf verbindet, erhält man, wenn man als beweglichen Bogenstapelträger .eine drehbare Walze benutzt, um deren Mantelfläche der Vorratsstapel zurrt selbsttätigen Staffeln der Bogenkanten spiralig gelegt wird und deren Drehung das Hinundherbewegen des Stapels bewirkt. Diese Stapelwalze soll über ihre -ganze Breite eine abgefederte ausrückbare Klemmvorrichtung aufweisen, um das innere Ende des spiralig aufgewickelten Stapels auf der Walze mit Reibung einzuspannen. Damit der aufgerollte Stapel möglichst wenig von der erwünschten Zylinderform abweicht, kann man die Stapelwalze an der Einspannstelle.abflachen.
  • Noch zweckmäßiger ist es, als 'Einspannvorrichtung eine. an die Walze artgelenkte Klappe zu verwenden, die federnd -auf das innere Ende des Stapels niedergedrückt wird. Um eine genaue seitliche Führung des Bogenstapels auch bei wechselnden Formaten zu erreichen, wird die Stapelwalze mit nach der Bogenbreite einstellbaren Randscheiben ausgerüstet. Diese Randscheiben verwendet man zweckmäßig auch als Träger ausrückbarer Hilfsklemmen, die in Arbeitsstellung federnd auf dem Bogenstapel ruhen, um die oberen Spirallagen über dem eingespannten Ende niederzuhalten. Diese Hilfsklemmen sind vorzugsweise unmittelbar vor der Einspannvorrichtung angeordnet und halten nur die Seitenränder der Stapelbogen federnd nieder, so daß die abgeteilten Bogen beim Ablaufen leicht darunter weggezogen werden können, ohne indessen die übrigen Bogen mitzunehmen. Zweckmäßig wird die Stapelwalze in einem fest gelagerten hohlzylindrischen Gehäuse drehbar angeordnet, das an der Abgabestelle einen Durchtrittsschlitz aufweist. Eine vor der Abgabestelle im Gehäuse befestigte federnde Spange hält die gestaffelten Bogenenden auf der Walze nieder.
  • Das Bogenabte.ilwerkzeug, das den wichtigsten Teil des neuen Gerätes darstellt, ist an der Abgabestelle an einem festen Gehäuseteil befestigt oder angelehlet und weist eine Schneide auf, die federnd so auf dem aufgerollten Bogenstapel schleift, daß sie die unter ihr vorbeigeführten gestaffelten Bögenränder einzeln nacheinander freigibt. Dieses Abteilwerkzeug soll in Richtung des Abteilhubes der Walze tangential auf die Walze niedergedrückt werden.
  • Ferner weist das Gerät einen Bogenablenker auf, der, vorzugsweise von der Schneide des Abteilwerkzeuges ausgehend, so nach außen vorsteht, daß die abgeteilte Bogenlage beim Abgabehub der Stapelwalze über ihn abläuft. Wenn man die Federspange und das Abteilwerkzeug in einem Stück herstellt, das an dem Gehäuse schwenkbar aasgelenkt ist, so drückt die Federkraft der Spange das Abteilwerkzeug :mit einem federnden Druck gegen die gestaffelten Bogenenden, der sich nach der veränderlichen Stapeldicke selbsttätig regelt.
  • Zum Regeln der Umlaufgeschwindigkeit der .Stapelwalze ist zweckmäßig zwischen die Walze und ihren Drehgriff ein vorzugsweise zweistufiges Geschwindigkeitswechselgetriebe eingebaut, durch das die Walze mit von der Bogenabteilgeschwindigkeitverschiedener, vorzugsweise erheblich höherer Bogenablaufgeschwindigkeit beim Abgabehub angetrieben wird. Auch kann man ein die Ablaufbewegung steuerndes Federwerk einbauen, das durch die Bogenabteilbewegung aufgezogen werden kann. Mit der Einrichtung zum Abteilen der jeweils abzugebenden Bogen kann auch ein mechanisches Zählwerk zusammenarbeiten. . Wichtig ist das sachgemäße Verbinden der Abteilvorrichtung mit der Schreibmaschine. Man verwendet hierzu ein an der Schreibmaschine oder ihrer Unterlage zu befestigendes Traggestell und rüstet es mit Mitteln aus, um die von ihm getragene Bogenabteil-und -abgabevorrichtung zu der von ihr bedienten Schreibvorrichtung in waagerechter und senkrechter Richtung einzustellen. Beispielsweise kann das Traggestell aus miteinander versteiften Kniehebeln bestehen, in deren freiem Ende die Walzenachse gelagert ist. Ferner kann das Traggestell eine die Abgabestelle des Walzengehäuses mit Bogeneinführstelle an der Schreibmaschine verbindende Rutsche tragen, auf die der Bogenablenker die abgeteilten Bogen abwirft.
  • -Werden beim Schreiben Vordruck- oder Kopfbogen mitv erwendet, so bringt man zweckmäßig an dem Traggestell unterhalb der Stapelwalze eine mechanisch oder von Hand bediente Abgabestelle für diese Bogen an.
  • Das neue Gerät kann außer in Verbindung mit Schreibmaschinen auch in Verbindung mit anderen Vorrichtungen und überall da verwendet werden, wo es sich darum handelt, von einem Papierbogenstapel jeweils eine willkürlich zu wählende Anzahl von Bogen abzuteilen oder abzuzählen und die so gebildete Bogenlage als Ganzes irgendeiner Arbeitsstelle zuzuführen.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigen Fig. i die Gesamtanordnung der neuen Papierbogenabteil- und -abgabevorrichtung in Verbindung mit einer Schreibmaschine in schaubildlicher Darstellung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch das die Stapelwalze aufnehmende Gehäuse, Fig.3und3a einen Querschnitt nach III-III der Fig. 7, vor und während des Abteilen. einer Papierbogenlage durch das Abteilwerkzeug, Fig. 4. einen axialen Schnitt durch den einen Kopfteil der Walze, um die Anordnung der Hilfsklemmen zu zeigen, Fig. 5 eine besondere Ausführungsform des Stapelträgers im Querschnitt durch die Stapelwalze, Fig. 6 in schematischer Darstellung eine besondere Ausführungsform mit zusätzlicher Abgabevorrichtung für Kopfbogen.
  • Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Walze i von etwas größerer Länge, als die größte zu verarbeitende Papierbreite beträgt, in einem hohlzylindrischen Gehäuse .2 gelagert, das an der Abgabestelle einen über seine ganze Breite reichenden Durchtrittsschlitz 2' aufweist. Dieses Walzengehäuse ist fest in einem Gestell gelagert, das aus zwei Kniehebelpaaren 1,4 und 3', 4.' besteht, deren eines Ende je eine Lagerstelle für das Walzengehäuse 2 aufweist, während das andere Ende, in senkrechter Richtung verstellbar, zweckmäßig an der unter der Schreibmaschine liegenden üblichen schalldämpfenden Platte 5 befestigt ist. Das Gestell könnte auch an irgendeinem Teil der Schreibmaschine selbst .angeordnet sein, was jedoch insofern weniger zweckmäßig ist, als hierdurch Kippmomente auftxeten können, die die ruhige Lage der Schreibmaschine beeinträchtigen. Die beiden Kniehebel sind zweckmäßig durch Querstanstangen 8, 8' verspannt, die durch die Hebelgelenke 6, 6' hindurchgehen. Durch Lösen der Klemmschrauben 7, 7' kann man mittels der Kniehebel die Bogenabgabevorrichtung gegenüber der Schreibstelle der Maschine in senkrechter und waagerechter Richtung genau einstellen, um ein genaues Einführen der Bogenlagen in die Schreibmaschine zu erzielen. Dies kann noch unterstützt werden durch eine Rutsche io, die die Abgabestelle des Abteilgeräts mit der Bogeneinführstelle der Maschine derart verbindet, daß die abgeteilten Bogen in richtiger Schreiblage darauf abgeworfen werden. Das Gestell kann auch eine beliebige andere Ausbildung finden, soweit sie diese senkrechte und waagerechte Einstellung ermöglicht. Eine solche abweichende Ausführung ist strichpunktiert in Fig. z dargestellt.
  • Die Vorratswalze- ist mittels Achsstümpfe i$, 18' in dem Gehäuse drehbar gelagert. Auf ihr sind verschiebbar Randscheiben ii, i i' angeordnet, die von beiden Seiten gegen die Walzenmitte vorgeschoben werden können, um Papierstapel von verschiedener Bogenbreite beiderseits genau zu begrenzen.
  • Der Papierstapel z2 wird für Schreibmaschinenzwecke so vorbereitet, daß immer ein Durchschlagbogen mit einem Kohlepapierbogen abwechselt. In einem solchen Stapel wird zweckmäßig der voraussichtliche Tagesbedarf zusammengefaßt. Diesen Stapel 12 rollt man in der in Fig. 3, 3 a gezeigten Weise spiralig um die Stapelwalze auf, wobei man das innere Ende 14 des Stapels durch eine Klemmvorrichtung auf der Walze festspannt. Diese Klemmvorrichtung kann in verschiedener Weise ausgeführt werden.
  • Bei .dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i bis 3.a ist eine über die ganze Länge der Walze verlaufende, zweckmäßig in Schlitzen 15 der Randscheiben i i geführte Stange 13 vorgesehen, die durch Federdruck in radialer Richtung gegen die Mantelfläche der Walze an der Einspannstelle angedrückt wird. Um das Einspannen zu erleichtern, ist es zweckmäßig, diese Klemmvorrichtung ausrückbar zu machen, indem man die Stange 13 beispielsweise nach Abheben in eine Rast 15' der Randscheiben einlegt. Zweck der Klemmvorrichtung ist, das Hinterende des Papierstapels mit Reibung auf dem Walzenmantel festzuhalten. Um an der Einspannstelle die Rundung des spiralig aufgerollten Papierstapels nicht zu beeinträchtigen, ist es zweckmäßig, an dieser Stelle 9 den Walzenmantel entsprechend abzuflachen, wie in Fig. 3 und 3a gezeigt.
  • Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist die Klemmvorrichtung etwas anders ausgebildet. Hier ist die Walze i hohl ausgeführt, und aus ihrer Mantelfläche ist ein Streifen i' über die ganze Länge ausgeschnitten und an dem übrigen Teil des Walzenmantels angelenkt. Durch Federdruck wird die so gebildete Klappe nach innen gezogen. Die Klappe i' übergreift an der freien - Kante ein wenig den Walzenmantel, so daß zwischen diesem und der Klappe das Hinterende 14 des Bogenstapels eingespannt werden kann. Es ist dabei zweckmäßig, den Walzenmantel etwas unrund zu machen, so daß das unter dem aufgerollten Stapel 1a befindliche innere Ende dieses Stapels nicht übermäßig aufträgt.
  • Sobald man das innere Ende 14. des Papierstapels 12 in die Klemmvorrichtung eingespannt hat, rollt man den Papierstapel durch Drehen der Walze bis -zum Ende auf. Hierdurch nehmen die freien Ränder der in dem Stapel vereinigten Papierbogen eine staffelförmige Lage übereinander ein, wie bei i2' gezeigt. Diese ist für die Wirkung der Vorrichtung wesentlich (s. Fig. 3, 3 a).
  • Um ein ungewolltes Abheben der gestaffelten Bogenenden von der Walze zu verhindern, ist in dem Gehäuse 2 eine federnde Spange 16 befestigt, die in das Gehäuseinnere, sich der Walzenform anpassend, hineinragt. An der Abgabestelle des Gehäuses ist, in den Abgabeschlitz 2' vorstehend, ein Bogenabteilwerkzeug 17 angeoränet, dessen Schneide 17' federnd auf den aufgerollten Bogenstapel bzw. auf die Walzenmantelfläche niedergedrückt wird. Beim Drehen der Walze schleift diese Schneide 17' auf dem- Bogenstapel.
  • Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Abteilwerkzeug 17 an dem hohlzylindrischen Gehäuse angelenkt und mit der Federspange 16 so fest verbunden, daß diese Teile gewissermaßen kippbar um die Anlenkachse ig sind und sich in ihrer federnden Anlage an dem aufgerollten Bogenstapel gegenseitig beeinflussen. Das Abteilwerkzeug muß so angeordnet sein, daß seine Schneide in Richtung des Abteilhubes (Pfeil A) tangential auf die Walzenfläche niedergedrückt wird. Wird die Walze in der Richtung des Pfeiles A aus -der Stellung gemäß Fig. 3 in die Stellung gemäß Fig. 3 a gedreht, so gibt die Schneide 17' des Abteilwerkzeugs 17 einen Bögen nach dem andern frei, indem er nach dem Überlaufen seiner gestaffelten Bogenkante durch die Schneide 17' infolge seiner Elastizität in tangentialer Richtung herausspringt (s. Fig. 3 a).
  • Bei dem Handhaben der Vorrichtung braucht also die Walze i mit dem darauf aufgerollten Stapel 12 nur in der Richtung des Pfeiles A langsam gedreht zu werden, um einen Bogen nach dem andern abzuteilen, wobei das Abzählen der erforderlichen Bogenzahl dadurch erleichtert wird, daß immer ein Durchschlagbogen mit einem Kohlepapierbogen abwechselt. Sobald die nötige Bogenzahl abgeteilt ist, um die gewünschte Bogenlage zu bilden, erfolgt eine Rückdrehung der Walze in Richtung des Pfeiles B (Abgabehub). Hierbei greift die Schneide 17' des Abteilwerkzeugs unter den letzten der freigegebenen Bogen, so daß diese bei der Rückdrehung der Walze nicht mehr in das Gehäuse zurückgelangen, sondern durch den Abgabeschlitz nach außen, treten. Diese Wirkung wird begünstigt durch einen oder mehrere Bogenablenker ao, die beispielsweise an dem unteren Rand des Ausgabeschlitzes des Gehäuses befestigt sein können. Am zweckmäßigsten ist die bei dem Ausführungsbeispiel gezeigte Form, wo ein Bogenablenker, von der Schneide des Abteilwerkzeugs ausgehend; nach außen vorsteht, derart, daß die abgeteilte Bogenlage über ihn hinweg abläuft.
  • Beim weiteren Rückwärtsdrehen der Walze in Richtung des Pfeiles B laufen die abgeteilten Bogen allmählich vollständig von der Walze ab, während die übrigen Bogen des Stapels durch die Federspange 16 auf dem Walzenmantel festgehalten werden. Die abgegebenen Bogen werden auf die Rutsche io abgeworfen und von ihr unmittelbar der Papierwalze der Schreibmaschine in der richtigen Lage zugeführt.
  • Will man mit Kopfbogen (Originalbogen mit Kopfaufdruck) arbeiten, so kann man entweder den erforderlichen Kopfbogen vor dem Abteilen der Durchschlagbogenlagen auf die Rutsche io legen, es kann aber auch eine mechanisch oder von Hand zu bedienende Bogenabgabevorrichtung 21, 2a (s. Fig. 6) an dem Traggestell 27 angeordnet sein.
  • Es ergibt sich ohne weiteres als zweckmäßig, beim Abteilhub der Stapelwalze die Drehung in Richtung des Pfeiles A langsam erfolgen zu lassen. Dagegen soll aus Gründen der Zeitersparnis die Bewegung beim Abgabehub mit tunlichst beschleunigter Geschwindigkeit erfolgen. Um dies mit mechanischen Mitteln zu erreichen, kann ein einfaches Geschwindigkeitswechselgetriebe zwischen den Drehgriff 23 der Stapelwalze i und diese selbst eingeschaltet werden. Hierbei setzt man den geriffelten Drehgriff 23 auf eine auf dem Achsstumpf 18' verschiebbare Kupplungsmuffe 23', durch die mit bekannten Mitteln abwechselnd direkter Gang und ein Übersetzungsgetriebe24 eingekuppelt «erden kann. Hierdurch wird erreicht, daß durch einfaches Umschalten beim Übergang von den Abteilhub in Richtung des Pfeiles A auf den Abgabehub in Richtung des Pfeiles B die abgeteilte Bogenlage mit schnellerer Gangart abläuft.
  • Die Vorrichtung läßt sich noch dadurch weiter vervollkommnen, daß in das Gehäuse -- ein einfaches Federwerk in Gestalt einer Spiralfeder 25 eingebaut wird, deren eines Ende an dem Achssturnpf 18 und deren anderes an dem Gehäuse befestigt ist. Es findet dann während des Drehens der Walze in der Richtung Ä ein Spannen der Feder 25 statt, wobei eine ungewollte Rückdrehung der Walze in Richtung B durch ein einfaches Klinkengesperre 25' verhindert wird. Rückt man die Klinke des Gesperres aus, so treibt die Spannung der Feder 25 die Walze in der Richtung B unter Mitwirkung des Vorgeleges in schnellerer Gangart in Richtung des Abgabehubes.
  • Um ein ungewolltes Abwickeln der nicht abgeteilten Bogen des Vorratsstapels beim Abgabehub zu verhindern, sind zusätzliche kurze Hilfsklemmen 26, vorzugsweise an den Randscheiben i i, angeordnet. Ein Ausführungsbeispiel solcher Klenmen ist in Fig. d. dargestellt. Sie sind schwenkbar an den Randscheiben i i so angeordnet, daß sie aus dem Bereich des Bogenstapels ausgerückt werden können. In eingerückter Stellung werden sie durch Federdruck auf die Seitenränder des Bogenstapels niedergedrückt. Sie dienen, wie aus Fig. 3 und 3a ersichtlich, dazu, das über die Einspannstelle 13 gerollte freie Ende des Bogenstapels auf dem Trommelmantel so niederzudrücken, daß eine ungewollte Ablösung der nicht abgeteilten Bogen ausgeschlossen ist, während die abgeteilten Bogen durch die Einwirkung des Ablenkers 2o unter den kurzen seitlichen Hilfsklemmen leicht herausgezogen und so freigegeben werden können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum mechanischen Abteilen bestimmter Papierbogenlagen von einem Vorratsstapel und Zuführen der jeweils abgeteilten Lage zu Schreibmaschinen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man die staffelförmig angeordneten Bogenkanten des Vorratsstapels bis zum Freilegen der gewünschten Bogenzahl unter einem federnd angedrückten Abteilwerkzeug hindurchführt (Abteilhub) und dann die abgeteilte Bogenlage durch rückläufiges Bewegen über das Abteilwerkzeug hinweg ablaufen läßt (Abgabehub), um sie in üblicher Weise der Papierwalze der Schreibmaschine zuzuführen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung vorbereiteter Bogenstapel, in denen Durchschlagbogen. mit Kohlepapierbogen abwechseln. 3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als beweglicher Bogenstapelträger eine drehbare Walze (i) dient, um deren Mantelfläche der Vorratsstapel (i2) zum Staffeln der Bogenkanten (i2') spiralig gelegt wird und deren Drehung das Hinundherbewegen des Stapels bewirkt. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abteilen der Bogen durch Vorwärtsdrehen (s. Fig. 3, Pfeil A), die Abgabe der abgeteilten Bogen durch Rückwärtsdrehen (s. Fig.
  3. 3, Pfeil B) des spiralig aufgerollten Vorratsstapels erfolgt. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelwalze (i) über ihre ganze Breite eine abgefederte ausrückbare Klemmvorrichtung aufweist, um das innere Ende (T4) des spiralig aufgerollten Stapels (12) auf der Walze mit Reibung einzuspannen. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelwalze (i) an der Einspannstelle (g) abgeflacht ist. 7. . Vorrichtung nach Anspruch 5, .dadurch gekennzeichnet, daß als Einspannvorrichtung eine an die Walze angelenkte Klappe (i') dient, die federnd auf das innere Ende (1q.) des Stapels niedergedrückt wird. B. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelwalze (i) mit nach der Bogenbreite einstellbaren.Randscheiben (i i) ausgerüstetist. g. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Randscheiben (ii) vor der Einspannvorrichtung (13) ausrückbare Hilfsklemmen (26) tragen, die in Arbeitsstellung federnd auf dem Bogenstapel (12) ruhen. io. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelwalze (i) in einem fest gelagerten hohlzylindrischen Gehäuse (2) drehbar angeordnet ist, das an der Abgabestelle einen Durchtrittsschlitz (2') aufweist. ii. Vorrichtung mach Anspruch 3 bis io, gekennzeichnet .durzheine vor der Abgabestelle irn Gehäuse befestigte federnde Spange (16), die -die gestaffelten Bogenenden (1z') - auf der Walze niederhält. 12. Vorrichtung -nach Anspruch 3 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß (las Bogenabteiliv;erkzeug (z7) an :der Abgabestelle an einem festen Gehäuseteil befestigt ist und eine Schneide (17') .aufweist, die federnd so auf dem aufgerollten Bogenstapel (12) schleift, .daß sie die unter ihr vorbeigeführten gestaffelten Bogenkanten (12') einzeln nacheinander freigibt. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Abteilwerkzeug .(17) in Richtung des Abteilhubes der Walze tangential auf die Walzenfläche niedergedrückt wird. _ 14. Vorrichtung nach' Anspruch 12 und 13, gekennzeichnet durch einem Bogenablenker (2o), 'der, vDrzugsweise von der .Schneide des Abteilwerkzeugs (17) ausgehend, so nach außen vorsteht, daß die abgeteilte Bogenlage beim Abgabehub der Stapelwalze (i) über ihn abläuft. 15. Vorrichtung nach Anspruch i i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Federspange (16) und das Abteil-werkzeug (17) in einem Stück hergestellt sind, das an dem Gehäuse(?-) schwenkbar angelenkt ist. 16. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 15, gekennzeichnet durch ein zwischen die Walze (i) und ihren Drehgriff (23) eingebautes Geschwindigkeitswechselgetriebe (24), durch das die Walze mit von der Bogenabteilgeschwindigkeit verschiedener, vorzugsweise höherer Geschwindigkeit beim Abgabehub angetrieben wird. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch ein die Ablaufbewegung steuerndes Federwerk (25, 25'), das durch die Bogenabteilbewegung aufgezogen werden kann. 18. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 17, gekennzeichnet durch ein an der Schreibmaschine oder ihrer Unterlage zu befestigendes Traggestell mit Mitteln, um die von ihm getragene Bogenabteil- und -äbgabevorrichtung zu der von ihr bedienten Schreibvorrichtung in waagerechter und senkrechter Richtung einzustellen. i9. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell aus miteinander versteiften Kniehebeln (3, 4 3», 4@) besteht, in deren freiem Ende die Walzenachse (i8, 18') gelagert ist. 20. Vorrichtung nach Anspruch 18 und 1.9, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell eine- die Abgabestelle (2') des Walzengehäuses (2) mit der Bogeneinführstelle an der Schreibmaschine verbindende Rutsche (io) trägt, auf die der Bogenablenker (2o) die abgeteilten Bogen .abwirft. 21. Vorrichtung nach Anspruch 18 bis 2o, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Traggestell (26) unterhalb der Stapelwalze,(i) eine mechanisch oder von Hand bediente Abgabestelle (21, 22) für die Kopfbogen (Originalbogen) angeordnet ist.
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