DE20807C - Buchdruckpresse für endloses Papier mit Vorrichtungen zur Erzeugung gebundener Broschüren - Google Patents
Buchdruckpresse für endloses Papier mit Vorrichtungen zur Erzeugung gebundener BroschürenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F3/00—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
- B41F3/18—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
- B41F3/20—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes with fixed type-beds and travelling impression cylinders
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Die Maschine, welche den Gegenstand dieser Neuerung bildet, liefert aus einer Rolle endlosen
Papiers ein fertig gebundenes und gedrucktes Buch.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 ein Verticallängenschnitt
nach der Linie y-y der Fig. 4, welcher den Druck- und Farbeapparat darstellt,
Fig. 3 ein Verticallängenschnitt durch den Papierzufuhr- und Abschneideapparat, Fig. 4 ein
Verticalschnitt nach der Linie x-x der Fig. 2;
Fig. 5 zeigt die Abnähmebänder und den Ablegetisch im Grundrifs; Fig. 6 stellt den Papierzufuhr-
und Abschneideapparat im Grundrifs dar; Fig. 7 zeigt die Vorrichtung des Ablegetisches
nebst Zubehör im Verticalschnitt, Fig. 8 die obere Ansicht eines Formwagens mit eingelegten
Greifern, Fig. 9 einen Verticallängenschnitt durch einen Theil eines solchen Wagens
in vergröfsertem Mafsstabe, und Fig. 10 die Ansicht des Falzmechanismus für die bedruckten
Bogen.
Auf Fig. ι ist A das Gestell der Maschine
mit dem Papierzufuhr- und Abschneideapparat an einem und dem Ableg-, Falz- und1 Bindmechanismus
am entgegengesetzten Ende. Der mittlere Theil der Maschine wird von dem Druck- und Farbeapparat eingenommen, und
zwar sind die Druckcylinder G G1 zwischen zwei Paar Ständern des Gestelles gelagert, während
die Auftragwalzen Q Q des Farbeapparates sich unterhalb befinden, und in der Mitte zwischen
beiden 16 zusammenhängende Wagen F, welche je zwei Schriftformen für zwei Buchseiten
enthalten und auf Schienen F2 hin- und zurücklaufen.
Die Papierrolle B ist mit ihrer Achse in dem einen Ende des Gestelles gelagert und empfängt
durch die ausgekerbten Scheiben B1 eine durch Stillstände unterbrochene Drehung vermittelst
des Riemens B3 und der Riemscheibe 2?2 von
der Rolle G1 des ersten Druckcylinders G aus. Die gekerbten Scheiben B1 haben dieselbe Gestalt
wie die Scheiben C des Zuführ- und Abschneideapparates, welche auf Fig. 3 zu sehen
sind. Die Auskerbungen sind sich diametral gegenüberstehend und je zwei Scheiben auf
der Achse c so durch Schlitze C5 und ,Bolzen C6 mit einander verbunden, dafs durch die
Verstellung der Scheiben gegen einander eine kleinere oder gröfsere Vorschiebung des Papiers
stattfindet.
Da oberhalb und unterhalb des Papiers sich eine mit Scheibenpaaren besetzte Achse befindet,
so können die Scheiben der einen dieser Achsen auch kreisförmig oder ohne Auskerbungen
sein.
Die Scheiben B1 der Papierrolle sind mit
ihrer Achse in Schlitzen des Gestelles gelagert, so dafs mit der abnehmenden Dicke der Rolle B
die Scheibenachse sich gegen die Papierrolle senken und die Drehung der letzteren ungehindert
fortdauern kann.
Das von der Rolle B sich abwickelnde Papier gelangt zwischen den Spannwalzen $ b vermittelst
der erwähnten über einander angeordneten
Achsen c mit Scheibenpaaren C, unter dem Messer D und durch die Walzen Z>2 D3 hindurch
in bestimmten Längen auf den aus einer Reihe von horizontal neben einander stehenden
Stäben rechenförmig gebildeten Einlegetisch E.
Die Scheiben C empfangen Drehung vermittelst des Riemens C und der Riemscheibe
C3; ihre Achsen c sind durch die Stirnräder C1 mit einander in Eingriff und bewegen
sich mit gleicher Geschwindigkeit.
Unmittelbar vor den Scheiben C befindet sich das. Messer D, durch welches das Papier
in dem Augenblick von einander geschnitten wird, wo die Zuführwalzen C in ihrer Drehung
einhalten. Beim Vorschieben des Papiers liegen die Prefswalzen D2D3 nicht auf einander, sondern
sind durch die herabgehende Bewegung des Hebels C1 getrennt. Während nämlich die
obere Walze 2?2 in dem Gestell gelagert ist
und durch den Riemen d1 und die Rolle d1
von der Rolle c1 der oberen Scheibenachse c
aus gedreht wird, ist die untere Prefswalze D3 in den, Enden der Stangen Di drehbar gehalten.
Diese Stangen D1 sind parallel mit der
Messerführung D1 an dem Hebel Ci befestigt,
so dafs bei der abwärtsdrehenden Bewegung dieses Hebels der Schnitt des Messers D mit
der Abwärtsbewegung der unteren Walze Dz
gleichzeitig stattfindet. Die Bewegung des Hebels C1 wird durch den Stofs eines an der
Achse c sitzenden Daumens C2 bewirkt, während das Messer D sowie die Walze D3 mit
dem Hebel C4 durch eine Feder D5 wieder
gehoben werden, wodurch der abgeschnittene Bogen zwischen den Prefswalzen gepackt und
rasch auf den Einlegetisch E vorgeschoben wird, bis er mit seinem vorderen Rand an die auf
Fig. 3 ersichtlichen, umgebogenen vorderen Enden e der Stäbe des Einlegetisches sich anlegt.
Die Walzen Z>2 D3 sind durch Stirnräder
d, Fig. 6, ausgerüstet. Die Schneide des Messers D ist schräg, um einen besseren Schnitt
zu erzielen.
Vor dem Einlegetisch E bewegen sich die Formwagen F, welche an ihren Enden durch
Zapfen f mit einander verbunden sind und mit Rädern F1 auf den am Gestell A befestigten
Laufschienen F* rollen. Dieselben bilden eine
zusammenhängende Reihe, wie Fig. 2 zeigt, und sind zum Aufnehmen der Schriftform F5 eingerichtet.
Letztere kann, wie Fig. 8 zeigt, durch aufgeschraubte Riegel f1 auf dem Wagen befestigt
werden. Jeder Wagen enthält zwei Schriftformen für neben einander liegende Seiten
des Buches, von einem genügend breiten Rand umgeben. Ferner trägt jeder Wagen auf beiden
Seiten Zahnstangen F1, durch welche die Bewegung der Wagen vermittelst der an den
Druckcylindern angebrachten Verzahnung, sowie die Drehung der Auftragwalzen Q bewirkt wird.
Am Vorderende jedes Wagens F sind die beiden Greifergruppen H und .ST1 um über die
Breite des Wagens sich erstreckende Achsen drehbar angeordnet, so dafs jede der beiden
Gruppen eine von der anderen unabhängige Drehbewegung in der Richtung des Wagenlaufes
hat. Die Greifer dienen zum Erfassen, Halten und Wenden der Druckbogen. Fig. 9 zeigt die Montirung der Greifer auf ihren Drehachsen.
Die Greifer H^ sitzen auf der Achse H^,
welche, an jedem Ende einen Trieb A2 hat.
Um die Achse H* ist die hohle Achse ZT3 gesteckt,
an welcher die Greifer H sitzen und die ebenfalls an jedem Ende einen Trieb h3 hat.
Für die Bewegung der Greifer H1 sind in der
hohlen Achse H3 Schlitze angebracht.
Die Drehung der Triebe h* und h3 und der
damit verbundenen Greiferachsen und Greifer wird durch die um die Achse /ι4 drehbaren
Zahnstangen /il bewirkt, welche in die Triebe
eingreifen und an den Enden Leitrollen H1
tragen. Diese Rollen gleiten in Gleitbahnen Hh,
welche mit dem Gestell A fest verbunden sind. Für jede Greifergruppe Zf1 und H ist eine besondere
Gleitbahn angeordnet, von deren Gestalt die Bewegung der Greifer abhängig ist. Die Biegung W in einer der Gleitbahnen bewirkt
das Oeffnen oder Auseinanderbewegen der Greifer H und Ή1 beim Aufwärtssteigen
der Wagen am hinteren Ende der Laufschienen, unmittelbar vor dem Eintritt der Greifer zwischen
die Stäbe des Einlegtisches E zum Erfassen der Bogen. Gelangen die Leitrollen bei
der aufwärtssteigenden Bewegung der Wagen an die Biegung W1 der anderen Gleitbahn, so
ist hierdurch die Bewegung der Greifer zum Halten der Bogen ausgeführt, indem dieselben
fest auf einander liegen mit dem zwischen denselben befindlichen Bogen. Bei der Biegung IV3,
die für beide Gleitbahnen an der nämlichen Stelle ist, drehen sich die Greifer mit dem
Bogen zurück und breiten denselben über die Schriftform ihres Wagens. Die Biegung U der
Gleitbahnen, in der Mitte zwischen beiden Druckcylindern, bewirkt eine Hebung der Zahnstangen
und infolge dessen eine halbe Umdrehung. Hierdurch wird jeder Bogen von seinem Formwagen, auf dem er bedruckt wurde,
auf den nächst vorderen Wagen gelegt, so dafs die unbedruckte Seite des Bogens nach oben
zu liegen kommt, ehe er unter den zweiten Druckcylinder gelangt. Beim Verlassen desselben
wird durch die Biegung V, die nur an einer Gleitbahn angebracht ist und demnach
nur auf eine Greifergruppe eines jeden Wagens wirkt, ein Oeffnen der Greifer bewerkstelligt,
wodurch das Abnehmen der fertig gedruckten Bogen mit Leichtigkeit von den betreffenden
Theilen der Maschine geschieht.
Die Greifer H und Hl müssen zum Abnehmen
eingerichtet sein, um die Maschine für die Arbeit vorbereiten zu können. Beim Drucken
eines Buches braucht nur die Hälfte der Formwagen in abwechselnder Reihenfolge mit Greifern
versehen zu sein; wird jedoch ein nur aus einer oder zwei Seiten bestehendes Circulair
gedruckt, so sind Greifer an jedem einzelnen Wagen angebracht.
Die Formwagen F bewegen sich über die Auftragewalzen QQ1, welche mit Flächen zum
Abgeben der Farbe an jeden zweiten Formwagen versehen sind, so dafs die Schriftformen,
welche von der einen Auftragewalze Q' noch nicht mit Farbe bestrichen sind, dieselbe durch
die andere Auftragewalze Q erhalten. Die Achsen dieser Waken Q und Q} sind mit
Stirnrädern G3 ausgerüstet, welche in die Zahnstangen F^ der Wagen eingreifen Und durch
die Schrauben Qi verstellbar im Gestell angeordnet
sind. Q2 ist der Farbetisch und qx ql
die Farbewalzen.
Nöthigenfalls genügt auch eine einzige Auftragewalze von vollständig cylindrischem Umfang,
welche mit Längenauskehlungen für die hohlen Greiferachsen ZT3 versehen sein mufs.
Die Druckflächen g nehmen den halben Umfang der Druckcylinder G G1 ein, dafs dieselben
von der Schriftform eines jeden zweiten Wagens einen Abdruck machen. Demnach werden die
Schriftformen, welche von dem ersten Druckcylinder G nicht abgedruckt werden, von dem
zweiten Cylinder G1 abgedruckt. Auf den Druckflächen g sind vermittelst Klammern g2
die Druckplatten g1 befestigt, wie in Fig. 4 deutlich zu ersehen ist. Daselbst sieht man
auch die Verzahnungen G5, mit welchen die Druckcylinder in die Wagenzahnstangen Fi eingreifen,
im Schnitt. Durch das Zwischenrad G2 werden die Druckcylinder um ihre Achsen gedreht
und die Bewegung der Achse des Rades G2 durch eine darauf sitzende Riemscheibe Gs von
der treibenden Transmissionswelle aus der Maschine mitgetheilt. Die Achsenbüchsen der
Druckcylinder G G1 ruhen in Schlitzen der Ständer des Gestelles A auf Federn A2 und
können durch die Schrauben A1 gestellt werden. Beim Druck von Circulairen von nur zwei
Seiten kann man gewöhnliche, auf ihrem ganzen Umfang druckende Cylinder gebrauchen.
Ein jeder Bogen gelangt, nachdem er mit seinem Wagen unter dem Cylinder G1 durchgegangen,
zwischen endlose, über Rollen und Walzen / geschlungene Bänder i.
Die hinteren Walzen müssen aus einzelnen Rollen / bestehen, damit die Greifer HH1 sich
zwischen denselben, bei der abwärtsgehenden Bewegung der Wagen, hindurchbewegen können.
Deshalb sind, wie auf Fig. 5 im Grundrifs zu sehen ist, die hinteren, nächst dem Druck
cylinder G1 befindlichen Rollen / an Armen /' montirt, welche zunächst der vorderen Walzenachse
P auf beiden Seiten zwischen dem Gestell A durch eine Querverbindung festgeschraubt
sind. Die Drehung der Achse P geschieht durch einen Riemen i1, welcher über
eine am Cylinder G1 angebrachte Riemscheibe und eine andere auf der Achse P aufgekeilte P
geschlungen ist. Durch am anderen Ende dieser Achsen aufgekeilte Räder /4 werden beide
Walzen / mit gleicher Geschwindigkeit getrieben.
Vermittelst eines Zapfens ist der Klebstoffkasten J bei / an dem Gestell befestigt, wie
Fig. ι zeigt. Derselbe trägt am Boden ein Klebrad J1, welches auf dem Rad J3 der
Achse y2 rollt und in der Mittellinie der Maschine
angeordnet ist, wie Fig. 2 zeigt. Der durch die Bänder J1 aus den geöffneten Greifern
HH1 gezogene Bogen kommt, nachdem
er das Klebrad in der Mitte mit Klebstoff gestrichen, auf den durch Fig. 7 dargestellten
schrägen Tisch K zu liegen, so dafs er unten an der Kante k anstöfst. Der Tisch K, indem
er um seine Achse hin- und herschwingt, legt einen Bogen nach dem anderen auf den
Ablegetisch M auf. Die Schwingungen des Tisches K werden durch eine auf der Seitenfläche
des Druckcylinders G1 angebrachte Gleitbahn GG, die in Fig. 1 und 5 zu sehen ist, mit
Hülfe der Stange K* und der Kurbel JST1 bewirkt.
Der Ablegetisch M erhält eine stofsweise hin- und hergehende Bewegung durch folgenden
Mechanismus:
Vermittelst eines an der Kurbel K befindlichen Schalthakens K3 wird das Schaltrad L und
dessen mit den Daumenscheiben / / besetzte Welle, Fig. 7, gedreht, wodurch die Rolle m
des Tisches M einmal bei jeder Umdrehung des Schaltrades gegen die Walzen R R hin
gestofsen wird. Die auf dem Tisch liegenden gedruckten und mit Klebstoff bestrichenen Bogen
werden durch den Stofs zwischen die Walzen R R eingeführt. Durch die Feder m2 wird
der Tisch M wieder zurückgezogen. Da die Anzahl der Zähne des Schaltrades L gleich der
Zahl der Formwagen F ist, so werden die bei einem vollständigen Umlauf der Wagen bedruckten
Bogen x1 zusammen durch den Stofs der Daumenscheiben / in die Walzen RR befördert.
Die äufsere Decke des Buches ist vor Beginn des Druckes auf den Tisch M gelegt
worden, auf welche den Einband bildende Decke sich die anderen bedruckten Bogen auflegen.
Die Walzen R R sind mit Verzahnungen R1R1
versehen und werden durch die KegelräderR2R3
vermittelst der Welle R1, der Kegelverzahnung R5
und Gi von dem Druckcylinder G1 aus getrieben.
Die Druckbogen werden zwischen den Walzen R R zusammengeprefst, hierbei zusammengeklebt
oder geheftet und fallen nun auf den schrägen, in der Mitte geschlitzten Falztisch T T.
Ueber und in dem Schlitz / bewegt sich der Falzer P durch den Winkelhebel P1 und die
Stange P1, vermittelst der Rolle P3 von dem
Daumen Ps des Cylinders G1 herabgestofsen.
Hierdurch werden die Bogen in der Mitte umgefalzt und mit dem Falzer durch den Schlitz t
zwischen die Walzen O O geführt. Der Falzer P
wird durch die Wirkung der Feder Pi wieder zurückgezogen. Die gefalzten Bogen gelangen
nun zwischen Schneidewalzen O1 O1, wo
die oberen und unteren Kanten der Bogen beschnitten werden, und von da zwischen die
Führungen O2 auf den Boden des Buchkastens. Das Buch gleitet nun zwischen die Walzen O3,
die es zwischen die Schneidewalzen O4 schieben,
welche die vordere Kante desselben beschneiden. Das fertige Buch gelangt endlich in
den unteren Kasten Os. Die Speisewalzen O
und O3, und Schneidewalzen O' und O1 werden
durch Kegel- und Stirnradverzahnungen von dem konischen Rad S der Achse der unteren
Walze R aus getrieben.
Die Wirkungsweise der neuen Buchdruckpresse ist folgende:
Das Papier wird vermittelst der Scheiben B1
und C mit unterbrochener Bewegung den Druckwalzen zugeführt, wobei zwischen der Papierrolle
B und den Spannwalzen b das Papier nicht straff angezogen wird, sondern herabhängt,
um jede aufsergewöhnliche Spannung im Zuführapparat zu verhindern. Durch das Messer D
wird dasselbe auf bestimmte Längen abgeschnitten und durch die Walzen D2D3 auf den
Einlegetisch E geschoben. Die Greifer IfIf1
fassen nun den Bogen und drehen ihn auf die gefärbte Schriftform der Formwagen P, auf
welchen beim Passiren des Druckcylinders G ein Abdruck gemacht wird. Durch die Biegung
U der Gleitbahnen ZT5 machen die Greifer jetzt eine halbe Umdrehung, indem sie den
Bogen umwenden und auf den vorderen Wagen, mit der bedruckten Seite nach unten hin,
legen. Der Wagen wird dann unter dem zweiten Cylinder G1 einen zweiten Druck auf
seinen Bogen empfangen und, indem er dann die Stelle V der Gleitbahn Hh passirt, eine
Oeffnung der Greifer vollziehen.
Infolge hiervon können die Bänder i der Rollen und Walzen / den auf beiden Seiten
bedruckten Bogen in Empfang nehmen und unter dem Kleberad J1 nach dem hin- und
herschwingenden Tisch K führen. Der Bogen wird durch letzteren auf den Ablegetisch M
gedreht, auf dessen Boden die den Einband bildende Decke des Buches vorher von dem
Drucker gelegt wurde.
Nachdem die das Buch bildende Anzahl Bogen, jeder einzelne vier Seiten enthaltend,
auf dem Tisch M abgelegt ist, wird letzterer von den Daumenscheiben // vorgestofsen, wodurch
die Bogen zwischen die Walzen RR gelangen, von welchen sie zusammengeprefst werden.
Die Bogen gleiten alsdann auf den schrägstehenden Falztisch T, werden durch den Falzer
P umgebogen und dann vermittelst der mit runden Messern besetzten Schneide walzen O1
und O1 an drei Kanten beschnitten, und das
Buch ist fertig.
Da die Maschine 16 Formwagen mit je zwei
verschiedenen Schriftsätzen führt, so kann durch eine ununterbrochene Druckarbeit ein Buch oder
eine Broschüre von 32 Seiten gedruckt und gebunden werden.
Die Maschine eignet sich hauptsächlich zum Drucken von kleinen Broschüren, wie z. B. Kalendern
oder Geschäftsempfehlungen und kleineren Veröffentlichungen, doch kann dieselbe auch
zum Drucken von Circularen, die aus einem einzigen Bogen oder Blatt bestehen, gebraucht
werden. In letzterem Falle tragen alle Wagen die gleichen Schriftsätze, werden dagegen mehr
wie eine oder zwei Seiten gedruckt, so enthalten die einzelnen Formwagen verschiedene Schriftsätze.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:
An Maschinen zur Herstellung von gedrucktenund gebundenen Büchern aus einer endlosen Papierrolle:ι. Die durch Drehzapfen f mit einander verbundenen, eine endlose Reihe bildenden und auf Schienen F2 laufenden Formwagen F, durch welche die Formsätze über die Farbwalzen Q und unter den Druckcylindern G und G1 so geführt werden, dafs die auf der einen Seite selbstthätig durch die Maschine von einer endlosen Papierrolle B abgeschnittenen und eingelegten Bogen auf der anderen Seite der Maschine, auf beiden Seiten gedruckt, zusammengeklebt, gefalzt; und beschnitten als fertiges Buch herauskommen. - 2. Die durch Zahnstangen hl der Form wagen F und die Gleitbahnen If5 bewirkte Oeffnung, Schliefsung und Drehung der Greifer H1 und H zum Aufnehmen, Festhalten und Wenden der Papierbogen.
- 3. Der Mechanismus zum Zuführen des Papiers, bestehend aus der Papierrolle B, den Scheiben B1 und C und Spannwalzen b b, in Verbindung mit dem durch den Hebel C4 bewegten Messer D, den Walzen D2 und D3 und dem Einlegtisch E.
- 4. Die Aufnahmevorrichtung für die bedruckten Bogen, bestehend aus den um die Rollen /geschlungenen Bändern i, durch welche die gedruckten Bogen aus den geöffneten Greifern unter das Klebrad J"1 gezogen werden, um durch den vermittelst der Gleitbahn G6, Stange X2 und Kurbel K1 hin- und herschwingenden Kipptisch K auf den Ablegetisch M gelegt zu werden.Die Verbindung des hin- und hergehenden Ablegetisches M mit den Walzen JR., dem schrägstehenden Falztisch T mit Schlitz und Falzer P, den Schneidewalzen O' und 0* und den Mechanismen zum Bewegen des Tisches M und des Falzers P in bestimmten Zwischenräumen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20807C true DE20807C (de) |
Family
ID=297528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20807D Active DE20807C (de) | Buchdruckpresse für endloses Papier mit Vorrichtungen zur Erzeugung gebundener Broschüren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20807C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136351B (de) * | 1958-08-22 | 1962-09-13 | William Felix Stroud | Kettenfoerdereinrichtung fuer Druckplatten in Druckmaschinen |
-
0
- DE DENDAT20807D patent/DE20807C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136351B (de) * | 1958-08-22 | 1962-09-13 | William Felix Stroud | Kettenfoerdereinrichtung fuer Druckplatten in Druckmaschinen |
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