DE625515C - Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE625515C
DE625515C DEI50080D DEI0050080D DE625515C DE 625515 C DE625515 C DE 625515C DE I50080 D DEI50080 D DE I50080D DE I0050080 D DEI0050080 D DE I0050080D DE 625515 C DE625515 C DE 625515C
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DE
Germany
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brown
parts
dyes
vat
dye
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Expired
Application number
DEI50080D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinz Scheyer
Dr Emil Schwamberger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen Es wurde gefunden, daß man zu neuen wertvollen Küpenfarbstoffen gelangt, wenn man Aminoderivate von Farbstoffen der folgenden Konstitution: die neben einer oder mehreren Aminogruppen noch weitere Substituenten enthalten können, mit acylierenden Mitteln behandelt.
  • Farbstoffe der obigen Formel werden beispielsweise nach dem Verfahren des Patents 550 712 und seines Zusatzpatents 576 466 erhalten.
  • Soweit diese Farbstoffe Aminogruppen nicht bereits im Molekül enthalten, können die Aminogruppen auf verschiedenen Wegen eingeführt werden, z. B. durch Nitrierung von Farbstoffen der obigen Formel, wobei man je nach der Menge des angewandten Nitrierungsmittels überraschenderweise einheitliche Mono- oder Dinitroverbindungen erhalten kann, die durch Reduktion in einheitliche Amino- und Diaminoverbindungen übergeführt werden können. Man kann die Amine jedoch auch aus anderen geeigneten Substitutionsprodukten der Farbstoffe der obigen Formel erhalten, wenn man die Substituenten nach bekannten Methoden in Aminogruppen umwandelt, wie z. B. in Beispiel 5 des Patents 589 639 angegeben.
  • Als Acylierungsmittel sind für das vorliegende Verfahren ganz allgemein organische Säurechloride geeignet. In manchen Fällen können zur Einführung des Säurerestes vorteilhaft an Stelle der Säurechloride auch andere geeignete Säurederivate; wie beispielsweise Anhydride oder Ester, Verwendung finden.
  • Die Acylierung wird in- der Weise ausgeführt, daß die beiden Reaktionskomponenten vorteilhaft in Gegenwart eines geeigneten Lösungs- oder Suspensionsmittels gegebenenfalls unter Erwärmung zur Einwirkung gebracht werden.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Produkte sind Farbstoffe, die Baumwolle aus der Küpe in zumeist braunen sehr echten Tönen anfärben. Gegenüber dem Verfahren des Patents 55o 712, das zumeist rotbraune Farbstoffe ergibt, hat das vorliegende Verfahren den Vorteil, daß 'es zu Farbstoffen der verschiedensten Brauntöne, insbesondere auch zu solchen von. ausgesprochenem Gelbstich führt. Ferner zeichnen sich die vorliegenden Farbstoffe durchweg durch eine größere Farbstärke aus. Die neuen Produkte können auch als Ausgangsmaterialien zu weiteren Umsatzreaktionen dienen. Beispiel i io Teile eines Mondamins, das man durch Nitrierung und Reduktion aus dem braunen Farbstoff der Formel erhält, werden' in etwa ioo Teilen Nitrobenzol suspendiert und mit io Teilen Benzoylchlorid i Stunde bei etwa 17o° gerührt. Dann wird abgesaugt, mit Chlorbenzol und Alkoholgewaschen und getrocknet. Das Reaktionsprodukt stellt dunkelbraune Kriställchen dar, die sich in konzentriertet Schwefelsäure blauviolett lösen und Baurnwolle aus roter Küpe in rotstichigbraunen Tönen von ausgezeichneter Echtheit färben.
  • Ersetzt man das Benzoylchlorid durch seine Substitutionsprodukte, wie o-Chlor- oder p-Methoxybenzoylehlorid, so erhält man ebenfalls bräune sehr echte Küpenfarbstoffe.
  • Zur Darstellung des obenerwähnten Monoamins werden 75 Teile des braunen unsubstituierten, beispielsweise nach Patent 55o 71,2, Beispiel i, erhältlichen Küpenfarbstoffes in 15oo Teilen Nitrobenzol suspendiert und unter Rühren bei etwa ioo° 15 Teile 94°%oige Salpetersäure langsam zugefügt, wobei sich nach kurzer Zeit die Nitroverbindung abscheidet. Nach dem Absaugen und Waschen mit Alkohol erhält man sie in Form rotbrauner Kriställchen. Sie wird. durch Behandeln mit Hydrosulfit und Lauge reduziert, und gegebenenfalls wird das in - Lösung gegangene Amin aus der Küpe mit Luft ausgeblasen. Es kristallisiert aus hochsiedenden Lösungsmitteln in braunschwarzen Nädelchen, die sich in konzentrierter Schwefelsäure dichroitisch purpurrotblauviolett lösen. e Beispiel 2 io Teile des in Beispiel i verwendeten Ausgangsmaterials werden in etwa a5o Teilen Nitrobenzol unter Zusatz von. 5o Teilen Essigsäureanhydrid 2 Stunden bei etwa 17o° gerührt. Dann " wird abgesaugt, mit Alkohol gewaschen und getrocknet.
  • Das Reaktionsprodukt stellt ein braunes kristallinisches Pulver dar, welches sich in Schwefelsäure blauviolett löst und Baumwolle aus braunröter Küpe in braunen Tönen färbt. Beispiel 3 o io Teile des in Beispiel i verwendeten Ausgangsmaterials werden in etwa Zoo Teilen Nitrobenzol .mit 7,5 Teilen i-Aminoanthrachinon-2-carbonsäurechlorid bei etwa i8o° so lange gerührt, bis das Ausgangsmaterial nicht mehr nachweisbar ist. Dann wird abgesaugt, mit Chlorbenzol und Alkohol gewaschen und getrocknet. Man erhält ein rotbraunes kristallinisches Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure violett löst. Es färbt aus braunvioletter Küpe auf Baumwolle ein kräftiges Rotbraun von sehr guten Echtheitseigenschaften.
  • Ersetzt man in obigem Beispiel das i - Aminoanthrachinon=2 - carbonsäurechlorid durch Pyrazolanthron-2-carbonsäurechlorid, so erhält man einen gelbbraunen Küpenfarbstoff, während die Verwendung von Anthrachinon-2-carbonsäurechlorid ein rotstichigbraun färbendes Produkt ergibt.
  • Den gleichen Farbstoff erhält man, wenn man statt des i-Aminoanthrachinon-2-carbonsäurechlorids das i-Nitroanthrachinon-2-carbonsäurechlorid verwendet und in dem erhaltenen Kondensationsprodukt die Nitrogruppe reduziert. Beispiel io Teile einer Diaminoverbindung, die man durch Nitrierung und Reduktion aus dem braunen Farbstoff der Formel in Beispiel i erhält, werden in etwa Zoo Teilen Nitrobenzol suspendiert und mit 2o Teilen Benzoylchlorid i bis 2 Stunden bei etwa 170° gerührt. Das in feinen Kriställchen ausgefallene Reaktionsprodukt wird noch warm abgesaugt, mit Chlorbenzol und Alkohol gewaschen und getrocknet. Man erhält so ein schwarzbraunes Farbstoffpulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure - mit rotvioletter Farbe löst und Baumwolle aus purpurroter Küpe in gelbbraunen sehr echten Tönen färbt.
  • Mit substituierten Benzoylchloriden an Stelle des Benzoylchlorids erhält man braune Farbstoffe mit ähnlicher Nuance.
  • Die Verwendung von Anthrachinon-2-carbonsäurechlorid ergibt gleichfalls einen braunen Küpenfarbstoff, dessen Färbungen vorzügliche Echtheitseigenschaften aufweisen.
  • Die als Ausgangsmaterial dienende Diaminoverbindung kann wie folgt erhalten werden io Teile des braunen nach Patent 550 712 erhältlichen unsubstituierten Farbstoffes werden in etwa Zoo Teilen konzentrierter Schwefelsäure gelöst und tropfenweise bei o° mit 3,6 Teilen 94°/oiger Salpetersäure versetzt. Dann wird auf Eis gegeben, die ausgefallene rotbraune Nitroverbindung abgesaugt und gewaschen. Sie wird durch Erwärmen mit Hydrosulfit und Lauge oder mit Schwefelnatrium reduziert, nötigenfalls die Leukoverbindung mit Luft oxydiert und abgesaugt. Das Reaktionsprodukt stellt nach der Analyse ein Diamin dar. Es läßt sich durch Umkristallisieren aus Nitrobenzol in grünlichschwarzen Nädelchen erhalten, die sich in Schwefelsäure dichroitisch purpurrotgrünblau lösen. Beispiel 5 io Teile einer Diaminoverbindung des braunen Farbstoffes, die aus der nach Patent 589639, Beispiel 5, erhältlichen Ditoluolsulfamidverbindung durch Abspaltung der Toluolsulfogruppe mit warmer Schwefelsäure erhalten wird, werden in etwa 5oo Teilen Trichlorbenzol mit 2o Teilen p-Methoxybenzovlchlorid, wie im Beispiel 4. beschrieben, zur Reaktion gebracht und aufgearbeitet. Man erhält ein braunes Farbstoffpulver, das sich in Schwefelsäure violett löst und Baumwolle aus purpurroter Küpe in gelbstichigbraunen sehr echten Tönen färbt. Beispiel 6 io Teile des nach Beispiel e des Patents 550 712 erhältlichen braunen, 2 Chloratome im Molekül enthaltenden Farbstoffes werden in etwa ioo Teilen Dichlorbenzol q. Stunden bei etwa ioo° zusammen mit 5,4 Teilen Salpetersäure (d = 1,51) gerührt. Das entstandene Nitrierungsprodukt wird warm von der Flüssigkeit getrennt und zur Überführung in das Amin mit Hydrosulfit und Lauge behandelt und gegebenenfalls die in Lösung gegangene Leukoverbindung mit Luft ausgeblasen. Die isolierte und getrocknete Aminoverbindung wird in der iofachen Menge Benzoylchlorid 2 Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt. Der isolierte Farbstoff liefert auf Baumwolle aus roter Küpe kräftig gelbstichigbräune Ausfärbungen, die sich durch gute Echtheitseigenschaften auszeichnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminoderivate von Farbstoffen der folgenden Konstitution die neben einer oder mehreren Aminogruppen noch weitere Substituenten enthalten können, mit acylierenden Mitteln behandelt.
DEI50080D 1934-07-05 1934-07-05 Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen Expired DE625515C (de)

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