DE621964C - Verfahren zur Herstellung von Barbitursaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Barbitursaeuren

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DE621964C
DE621964C DER85737D DER0085737D DE621964C DE 621964 C DE621964 C DE 621964C DE R85737 D DER85737 D DE R85737D DE R0085737 D DER0085737 D DE R0085737D DE 621964 C DE621964 C DE 621964C
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DE
Germany
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acid
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barbituric acids
acetic acid
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Expired
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DER85737D
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich Boedecker
Dr Heinrich Gruber
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Honeywell Riedel de Haen AG
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JD Riedel E de Haen AG
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Barbitursäuren Gegenstand vorliegenden Verfahrens bildet die Herstellung von Barbitursäuren der Formel worin R'1 und R2 beliebige aliphatische (insbesondere ungesättigte), aromatische oder alicyclische Reste, R3 einen ungesättigten, an der Doppelbindung chlorierten oder bromierten aliphatischen Rest mit 3 oder q. C-Atomen vorstellt. Es wurde nämlich gefunden, daB man bei der Herstellung derartiger Barbitursäuren nicht gezwungen ist, von substituierten Harnstoffen auszugehen, daß es vielmehr gelingt, den Rest R3 auf sehr einfache Weise in die bereits C-disubstituierten Barbitursäuren einzuführen, indem man diese in Form der wässerigen Lösungen ihrer Alkalisalze mit den Chloriden oder Bromiden der dem Rest R3 entsprechenden Olefine behandelt. Die Umsetzung vollzieht sich erstaunlich leicht, nämlich bereits bei Temperaturen von beispielsweise 5o°. Sofern man bei höherer Temperatur arbeitet, wodurch die Umsetzung weitgehend abgekürzt wird, gelangt man ebenfalls zu ausgezeichneten Ausbeuten, was im Hinblick auf die Empfindlichkeit der disubstituierten Barbitursäuren gegen wässerige Alkalien ganz besonders überraschend ist.
  • Die .meisten der erwähnten, am Stickstoff substituierten Barbitursäuren werden in Form von Ölen erhalten, wodurch ihre praktische Veiwertbarkeit verhindert wird. Die Säuren lösen sich in den üblichen organischen Lösungsmitteln, bei deren Abdunsten eine zähe, klebrige Masse hinterbleibt. Es wurde nun gefunden, daB man fast in allen Fällen durch Behandlung mit wasserhaltiger Essigsäure zu kristallisierten,- reinen Produkten gelangt, was um so überraschender erscheint, als die Kristallisationsfähigkeit derartiger Stoffe durch Zusatz von Wasser zu deren Lösungen in organischen Lösungsmitteln im allgemeinen gerade im Gegenteil noch weiter herabgesetzt wird. Beispiel i Man erhitzt eine Lösung von 195 Gewichtsteilen sek.-butylbromallylbarbitursaurem Natrium in i8oo Teilen Wasser unter lebhaftem Rühren und unter RückfluB mit 132 Gewichtsteilen i, a-Dibrompropen-(z, 3) etwa io Stunden auf 9o°. Das ölig abgeschiedene Reaktionsprodukt wird in Natronlauge gelöst, vom überschüssigen Dibrompropen befreit und mit verdünnter Essigsäure ausgefällt. Durch Umlösen aus 5o%iger Essigsäure wird die C,, C - sek.-Butylbromallyl-N-bromallylbarbitursäure in farblosen Kristallen vom F. 92 bis 93° erhalten. Ausbeute 23o Gewichtsteile.
  • Die Säure ist in Alkohol und Eisessig bereits in der Kälte, in Chloroform in -der Wärme leicht löslich, dagegen nur schwer löslich in Petroläther und nahezu unlöslich in Wasser. Beispiel 2 Zu einer Auflösung von 867 Gewichtsteilen Isopropylbromallylbarbitursäure in 3000 Volumteilen n/i-Natronlauge gibt man 612 Gewichtsteile 2, 3-Dibrornpropen-(i) und rührt das Gemisch bei 85° 12 Stunden lang. Das ausgeschiedene Reaktionsprodukt wird durch Lösen in Natronlauge, Behandeln mit Kohle und Fällen mit Essigsäure und schließlich durch Kristallisation aus verdünnter Essigsäure in groben Nadeln vorig. F. i2o bis 12i° in einer Ausbeute von 8o % erhalten.
  • Die C, C-Isopropylbromallyl-N-bromallylbarbitursäure ist in Alkohol, Äther und Eisessig leicht, in Petroläther schwer und in Wasser nur sehr schwer löslich. Beispiel 3 368. Gewichtsteile Diäthylbarbitursäure, in iooo Volumteilen 2 n-Natronlauge - gelöst, werden mit 4ao Gewichtsteilen Dibrompropen bei 5o° so lange gerührt, bis sich in einer Probe der wässerigen Reaktionslösung auf Zusatz von Salzsäue nichts Wasserunlösliches mehr abscheidet. Das ölig abgeschiedene Reaktionsprodukt wird durch Umfällung vom überschüssigangewandtenDibrompropen abgetrennt. Das bei guter Kühlung in fester Form erhaltene Fallgut wird aus wässerigem Alkohol in farblosen Kristallen vom F. ioi bi!s io2° erhalten. Ausbeute 68 %.
  • Die C, C-Diäthyl-N-bromallylbarbitursäure ist in Alkohol, Aceton, Äther, Benzol und Eisessig schon in der Kälte sehr leicht löslich, schwer dagegen in Petroläther und Wasser. Beispiel 4 Man erhitzt eine Lösung von 448 Gewichtsteilen sek.-Butylallylbarbitursäure in 2ooo Volumteilen n%i-Natronlauge unter lebhaftem Rühren und unter Rückfluß mit 4o8 Gewichtsteilen Dibrompropen etwa io Stunden lang auf 75'. Das ölig abgeschiedene Produkt wird von der Reaktionslauge abgetrennt, in iooo Volumteilen n/r-Natronlauge unter Rühren und Zusatz von Kohle gelöst, filtriert und unter Eiskühlung durch Einleiten von Kohlensäure gefällt. Das ausgeschiedene Öl wird in Äther aufgenommen, über Ca C12 getrocknet und nach Abdunsten des Äthers unter vermindertem Druck destilliert. Die C, C-sek.-Butylallyl-N-bromallylbarbitursäure geht bei 2 mm Druck bei 188 bis igo° als farbloses Ö1 über, das beim Stehen allmählich erstarrt. Man kann die Kristallisation durch Zerreiben mit Wasser beschleunigen. F. 62 bis Ego. Ausbeute 78 0/0.
  • Die Säure ist in Alkohol, Äther, Benzol, Aceton und Eisessig sehr leicht löslich, weniger leicht in Petroläther und mir sehr schwer in Wasser. Beispiel 5 Eine Lösung von 3 i i Gewichtsteilen isopropylbromallylbarbitursaurem Natrium in iooo Volumteilen Wasser wird mit i16 Gewichtsteilen Chlorallylchlorid unter Zusatz von o,i Gewichtsteil Jodnatrium bei Rückflußkühlung mehrere Stunden bei go° lebhaft gerührt. Das ölige - Reaktionsprodukt wird, wie in Beispiel i beschrieben, aufgearbeitet. Die in farblosen Nadeln erhaltene C, C-Isopropylbromallyl - N - chlorallylbarbitursäure schmilzt bei io8 bis iog°. Ausbeute 82 0[o.
  • Die Säure ist leicht löslich in Alkohol, Eisessig und Benzol, etwas schwerer in Äther, sehr schwer in Petroläther und Wasser.
  • In ähnlicher Weise wurden dargestellt: C, C-sek.-Amylbromallyl-N-bromallylbarbitursäure. F. 83 'bis 85° (aus wässeriger Essigsäure). Ausbeute 82 %.
  • C, C-Cyclohexylallyl-N-bromallylbarbitursäure. Kp2 205 bis 2io°. F. 8o bis 82° (aus wässeriger Essigsäure). Ausbeute 74 %.
  • C, C-Isopropylallyl-N-bromallylbarbitursäure. Kp, 174 bis i78°. F. 62 bis 6g°. Ausbeute. 83 010.
  • C, C - n - Butylallyl - N - bromallylbarbitursäure. Kpi 178 bis r82°, schmilzt unterhalb 5o°. Ausbeute 75 %.
  • S ek.-Butylbromallyl - N - chlorallylbarbitursäure. Kp2 212 bis 2i5°, beim Stehenkristallinisch erstarrend. F. 66 bis 68°. Ausbeute 78010.
  • Die Säuren sind in den meisten organischen Lösungsmitteln leicht, in Petroläther jedoch nur schwer löslich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Barbitursäuren der Formel worin R1 und R2 beliebige aliphatische (insbesondere ungesättigte) oder alicyclische Reste, R3 einen ungesättigten, an der Doppelbindung chlorierten oder bromierten aliphatischen Rest mit 3 oder 4 C-Atomen vorstellt, dadurch gekennzeichnet, daß man C-disubstituierte Barbitursäuren in Form der wässerigen Lösung ihrer Alkalisalze mit 3 bzw. 4 Kohlenstoffatome ienthaltenden i, 2-Dihalogenalkylenen-(2, 3) erwärmt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die erhaltenen Barbitursäuren zwecks völliger Reinigung aus wasserhaltiger Essigsäure umkristallisiert.
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