DE620651C - Verfahren und Vorrichtung zum Auswerten von Roentgenbildern bei der Ermittlung der Tiefenlage eines Fremdkoerpers in einem Koerper - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Auswerten von Roentgenbildern bei der Ermittlung der Tiefenlage eines Fremdkoerpers in einem Koerper

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DE620651C
DE620651C DESCH103320D DESC103320D DE620651C DE 620651 C DE620651 C DE 620651C DE SCH103320 D DESCH103320 D DE SCH103320D DE SC103320 D DESC103320 D DE SC103320D DE 620651 C DE620651 C DE 620651C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B6/00Apparatus or devices for radiation diagnosis; Apparatus or devices for radiation diagnosis combined with radiation therapy equipment
    • A61B6/12Arrangements for detecting or locating foreign bodies

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Auswerten von Röntgenbildern bei der Ermittlung der Tiefenlage eines Fremdkörpers in einem Körper Zur Ermittlung der Tiefenlage eines Fremdkörpers in einem Körper, z. B. eines Steckschusses im menschlichen Körper, wird vorteilhaft ein röntgenologisches Verfahren angewendet, bei dem auf dem orthodiagraphisch festgelegten Zentralstrahl der Röntgenröhre der Abstand des Fremdkörpers von einer auf den Körper gelegten Marke festgestellt wird. Hierzu wird ein stereoskopisches Röntgenbild von dem Fremdkörper und der Marke hergestellt. Kennt man den gegenseitigen Abstand homologer Punkte der Schattenbilder von Fremdkörper und Marke, so kann man den Abstand berechnen, den der Fremdkörper von der unter den Körper gelegten photographischen Platte hat. Damit ist, da man den Abstand der Marke von.der Platte kennt, die Tiefenlage des Fremndkörpers unter der Marke gegeben.
  • Die Auswertung des Röntgenbildes erfolgte bisher dadurch, daß man sich eines Stechzirkels bediente, der mit einer Skala versehen war und deren Teilung entsprechend den Abständen der homologen Punkte des Röntgenbildes berechnet ist. Dem Vorteil der Vereinigung der Skala mit dem Stechzirkel zu einem Meßgerät, daß man mit einem einzigen Gerät auskommt, steht der Nachteil gegenüber, daß das Gerät schwer wird und die Schenkel des Zirkels sehr lang werden. Da nun der Zirkel an den äußersten Enden der Schenkel gehalten werden muß, greift der Schwerpunkt mit einem größeren Hebelarm an der einzustellenden Hand an, wodurch die genaue Einstellung erschwert wird. Dieses Meßgerät ist daher so unhandlich, daß die Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung der - Tiefenlage des Fremdkörpers in unerwünschter Weise verzögert wird.
  • Dieser Übelstand ist nach der Erfindung durch eine andere Art .der Auswertung des Röntgenbildes vermieden. Die Messung des gegenseitigen Abstandes der homologen Punkte der Röntgenaufnahme erfolgt mittels eines einfachen Stechzirkels, und die Messung der diesem Abstand entsprechenden Tiefenlage des Fremdkörpers wird mit Hilfe einer besonderen Meßplatte vorgenommen, die nach Art eines Transversalmaßstabes mit zwei konvergenten Rillen versehen ist. Der Stechzirkel wird dabei mit einer Spitze in einer Rille entlang geführt, bis die andere Spitze in die andere Rille einspringt, wobei der Zirkel so gehalten wird, daß die Verbindungslinie beider Spitzen in bezug auf die Grundlinie der 1Vleßplatte parallel liegt. Der Stechzirkel ist bei diesem Auswertungsverfahren leicht und handlich, so daß die Abmessung sehr genau und schnell vorgenommen werden kann.. Es kann daher die Auswertung auch durch eine weniger geschulte Hilfskraft des Arztes genau vorgenommen werden.
  • Die Durchführung des Auswertungsverfahrens ist noch erleichtert, wenn die Meßplatte mit nur zwei konvergenten Rillen versehen" ist, neben welchen die Skalen angeordnet. sind.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des zur Durchführung des Verfahrens dienenden Meßgerätes dargestellt.
  • Fig. i ist eine Draufsicht auf die Meßplatte, Fig. 2 zeigt den Stechzirkel, und Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. i in größerem Maßstab.
  • In der Meßplatte i sind zwei konvergente Rillen 2 vorgesehen, die sich in dem Punkt 3 schneiden. Neben den Rillen :2 sind Skalen 4 angeordnet. Die Tabellen dieser Skalen sind beispielsweise auf eine Entfernung des Focus-Plattenabstandes von 6o cm bezogen.
  • Der Stechzirkel 5, der mit einer Stellvorrichtung 6 versehen ist, hat zweckmäßig aus Iridium bestehende Spitzen 7.
  • In dem Stechzirkel 5 wird zunächst der Abstand homologer Punkte der Schattenbilder des Fremdkörpers und der Marke auf dem stereoskopisch aufgenommenen Röntgenbild eingestellt. Sodann wird der Zirkel mit der einen Spitze 7 in einer Rille .2 entlang geführt, bis die andere Spitze 7 in die andere Rille 2 einspringt. Dabei wird der Zirkel s so gehalten, daß die Verbindungslinie der beiden Spitzen 7 parallel zur Grundlinie der dreieckigen Meßplatte i bleibt. Beide Spitzen 7 sind dann gleich weit vom Schnittpunkt 3 der Rillen 2 entfernt.
  • Es kann dann unmittelbar an den Skalen 4 der Elbstand abgelesen werden, den der Fremdkörper von der photographischen Platte hat, da die Teilung dieser Skalen entspre= chend berechnet ist.
  • Das Abmessen des Abstandes der homologen Punkte der Schattenbilder von Fremd-' körper und Marke kann sehr genau auch von einer ungeschulten Hilfskraft des Arztes vorgenommen. werden, da der Stechzirkel 5 sehr leicht und handlich-ist. Die Meßplatte i wird dagegen so schwer gemacht, daß sie beim Entlangführen der Spitzen des Zirkels in den Rillen :2 nicht wegrutscht. Während bei den üblichen Tränsversalmaßstäben die Rillen durchbrochen sind, gehen die Rillen - der Meßplatte i glatt durch, so daß die Spitzen 7 des Stechzirkels 5 auf keinen Widerstand stoßen, der die schnelle Auswertung behindern würde.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Auswerten von Röntgenbildern zur Ermittlung der Tiefenlage eines Fremdkörpers in einem Körper, bei dem der gegenseitige Abstand homologer Punkte mittels eines Zirkels gemessen und die diesem Abstand entsprechende Tiefenlage auf Skalen abgelesen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung des gegenseitigen Abstandes der homologen Punkte der Röntgenaufnahme mittels eines einfachen Stechzirkels erfolgt und die Messung der diesem Abstand entsprechenden Tiefenlage des Fremdkörpers mit Hilfe einer besonderen Meßplatte vorgenommen' wird, die nach Art eines Transv ersalmaßstabes mit zwei konvergenten Rillen versehen ist, indem der Stechzirkel mitoder einen Spitze in einer Rille entlang geführt wird, bis die andere Spitze (bei paralleler Lage der Verbindungslinie beider Spitzen in bezug auf die Grundlinie) in die andere Rille einspringt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einer Platte mit nur zwei ;konvergenten Rillen, neben welchen die Skalen angeordnet sind.
DESCH103320D 1934-01-28 1934-01-28 Verfahren und Vorrichtung zum Auswerten von Roentgenbildern bei der Ermittlung der Tiefenlage eines Fremdkoerpers in einem Koerper Expired DE620651C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2428435A (en) * 1946-08-13 1947-10-07 Eugene J Schlatter Variable elevation wedge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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