DE443530C - Messgeraet mit zwei Spiegeln, insbesondere zum Messen der Hoehe des Fahrdrahts elektrischer Bahnen - Google Patents

Messgeraet mit zwei Spiegeln, insbesondere zum Messen der Hoehe des Fahrdrahts elektrischer Bahnen

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DE443530C
DE443530C DEA46327D DEA0046327D DE443530C DE 443530 C DE443530 C DE 443530C DE A46327 D DEA46327 D DE A46327D DE A0046327 D DEA0046327 D DE A0046327D DE 443530 C DE443530 C DE 443530C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C5/00Measuring height; Measuring distances transverse to line of sight; Levelling between separated points; Surveyors' levels

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  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Meßgerät mit zwei Spiegeln, insbesondere zum 1Vlessen der Höhe des Fahrdrahts elektrischer Bahnen. Es sind eine Reihe von Höhenmeßgeräten bekannt, welche durch Ermittlung des Winkels zwischen der Ziellinie und der Wagerechten sowie des Abstandes des Beobachters vom Lotpunkte des nachzumessenden Gegenstandes auf Grund trigonometrischer Beziehungen die gesuchte Höhe feststellen lassen. Diese Einrichtungen sind deshalb für den praktischen Gebrauch unzweckmäßig, weil die Genauigkeit von der Achtsamkeit des Beobachters in hohem Maße abhängt, die Messung auf eine wagerechte oder senkrechte Ebene bezogen werden muß, und weil schließlich erst unter Zuhilfenahme besonderer Meßeinrichtungen und unter Zugrundelegung mehr oder weniger umständlicher Berechnungen das gewünschte Ergebnis erhältlich ist. Bei anderen Meßgeräten, welche die Ermittlung des seitlichen Abstandes des Fahrdrahtes von der Gleismitte gestatten, sind Flachspiegel vorgesehen, in deren Fadenkreuz der angezielte Punkt erscheint, wenn dieser und das Fadenkreuz in die Lotrechte zur Gleisebene fallen. Hierbei stört aber der Kopf des Beobachters die Nachmessung, weil er, um in den Spiegel sehen zu können, die Ziellinie streifen muß. Um bei diesen Geräten auch die Ermittlung der Höhe des Fahrdrahtes zu ermöglichen, wurde der Flachspiegel verschiebbar angeordnet und mit einer zweiten Kennmarke versehen. Ferner hat man schwenkbare Zielfernrohre angewandt, mit denen der nachzumessende Punkt von zwei verschiedenen Stellen aus angezielt werden muß.
  • Es sind weiterhin Meßgeräte bekannt, welche mit zwei Spiegeln ausgerüstet sind, die jedoch nicht zusammen, sondern nacheinander zur Anwendung kommen und lediglich die Entfernung des nachzumessenden Gegenstandes, nicht aber gleichzeitig auch die Lage dieses Gegenstandes zum Meßgerät bestimmen lassen.
  • Die bekannten Einrichtungen zum Messest der Fahrdrahthöhe haben den Nachteil, daß sie entweder ungenaue, von Berechnungen abhängige Ergebnisse zeitigen oder in ihrem Aufbau sowie in ihrer Bedienung umständlich und gegebenenfalls kostspielig sind. Keine der bekannten Vorrichtungen erniöglicht die gleichzeitige Bestimmung von Höhe und. Seitenabstand beispielsweise eines Fahrdrahtes, ohne .daß idabei nicht irgendeine Verschiebung des Meßgerätes, eine Berechnung oder Nachmessung notwendig wäre.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Höhenmeßgerät, welches sowohl zum Bestimmen des seitlichen Abstandes sowie der Höhe des Fahrdrahtes elektrischer Bahnen bestimmt ist und diesen Zweck in einfachster und vollkommenster Weise erfüllt. Es werden zwei Spiegel verwendet, welche nach der Erfindung einander zugekehrt sind und deren einer eine feste Neigung zum Grundlinienkörper hat. Die beiden Spiegel sind erfindungsgemäß unter gegenseitiger Spiegelung des nachzumessenden Gegenstandes zu einer mit einer Maßeinteilung versehenen Grundlage und zueinander derart einstellbar, daß bei Draufsicht auf den mit fester Neigung angeordneten Spiegel aus dem gegenseitigen Abstande oder der gegenseitigen Winkelstellung der beiden Spiegel die Höhe des Gegenstandes und bei Draufsicht auf den anderen Spiegel nach Verschieben des mit fester Neigung angeordneten Spiegels über der Grundlage die seitliche Lage des nachzumessenden Gegengtandes bestimmbar ist, in beiden Fällen unter Herbeiführen der Deckung des Spiegelbildes des Gegenstandes mit dem Marken-, Fadenkreuz o. dgl. der beiden Spiegel. Der eine der beiden Spiegel wird dabei zweckmäßig mit fester Neigung von ¢5° auf einem-gegenüber einer Maßeinteilung einstellbaren Schieber befestigt und ergibt den seitlichen Abstand des Fahrdrahtes von der Gleismitte. Der andere Spiegel wird entweder bei unveränderlichem Abstande mit einstellbarer Neigung oder bei gleichbleibender Winkelstellung in veränderbarem Abstande auf jenem Schieber angeordnet.
  • In der Zeichnung zeigt Abb. i ein Schema und Abb. a ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung.
  • Gemäß Abb. i ist gesucht die Höhe N eines Punktes P über der Gleisebene sowie der seitliche Abstand A von der Gleismitte. Befindet sieh der Spiegela, dessen Neigung unveränderlich z. B. 4.y° beträgt, in der gezeichneten Stellung, nämlich im beträgt-, des Punktes P, so erscheint im Spiegel b, welcher z. B. die Stellung I innehat, der Punkt P im Fadenkreuz des Spiegels a. Umgekehrt erscheint im Spiegel a der Punkt P in Deckung mit dem Fadenkreuz des Spiegels b, wenn dieser in die Stellung II verschoben worden ist. In dieser Stellung ist dann Solange, wie beim Ausführungsbeispiel, die Neigung des Spiegels b unveränderlich ist, also tg a eine konstante Größe darstellt, ist die abzulesende Strecke L das Maß für die gesuchte Höhe. Sind dagegen die beiden Spiegel in einem unveränderlichen Abstand voneinander angeordnet, so ist die Größe des tg des Winkels ce verhältnisgleich der -(-suchten Höhe H.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. 2 ist auf einem Bock c, welcher unmittelbar auf die Schienenoberkanten aufgelegt wird, gegenüber einer Maßeinteilung d für den seitlichen Abstand von der Gleismitte ein Schiebere beweglich angeordnet. Dieser trägt in fester Verbindung den Spiegel a, welcher zweckmäßig im Winkel von ¢5`' zur Gleisebene geneigt ist. Ferner ist noch ein Flachspiegel i vorgesehen, welcher die Grobeinstellung ermöglicht. Auf dem Schiebere, welcher mit einer die gesuchte Höhe angebenden Ma B-einteilung /t versehen ist, gleitet ein weiterer Schieber g, welcher einen zweiten Spiegel b trägt. Die Neigung dieses Spiegels b ist um ein geringes größer als q.5°.
  • Die Handhabung des Gerätes ist folgende: Nachdem der Spiegel a mit Hilfe des Sucherspiegels f annähernd lotrecht unter den Fahrdrahtpunkt P gebracht ist, blickt man in. den Spiegel b (Stellung I) und verstellt den Schiebere, bis der Punkt P sich mit dem Fadenkreuz des Spiegels a deckt. Damit ist derAbstand von der Gleismitte gefunden. Nun blickt man umgekehrt senkrecht von oben in den Spiigel a und verschiebt so lange den Spiegel b, bis der Punkt P auch mit dessen Fadenkreuz sich deckt (Stellung II;"; dznn ergibt der Abstand der beiden Spiegel L die gesuchte Höhe. Der Nullpunkt der Einteilung h ist naturgemäß auf die Ebene der Gleisoberkanten bezogen und deckt sich aus diesem Grunde nicht mit der Zeigerstellung des Spiegels a.
  • Das Messen der seitlichen Fahrdrahtlage zur Gleismitte sowie der Höhenlage erfolgt bei diesem Gerät gleichzeitig, und es ist kein Verschieben des Meßgerätes und keinerlei Berechnung erforderlich. Der Beobachter stört sich auch nicht selbst beim Anzielen des Fahrdrahtpunktes, da er jeweils außerhalb der Ziellinie bleibt. Die Meßergebnisse sind daher wesentlich zuverlässiger und nicht an das Vorhandensein einer Fahrdrahtklemme am Fahrdraht gebunden: Es ist ferner gleichgültig, ob die Messung in einer Gleiskurve, im Gefällwechsel oder in der Geraden vorgenommen wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Meßgerät mit zwei an einem gemeinsamen Grundlinienkörper angeordneten Spiegeln, insbesondere zum Messen der Höhe des Fahrdrahtes elektrischer Bahnen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden einander zugekehrten Spiegel (a, b), deren einer (a) eine feste Neigung zum Grundlinienkörper hat, unter gegenseitiger Spiegelung des nachzumessenden Gegenstandes (P) zu einer mit einer Maßeinteilung (,d) versehenen Grundlage (c) und zueinander derart einstellbar sind, daß bei Draufsicht auf den mit fester Neigung angeordneten Spiegel (a) aus dem gegenseitigen Abstande (L) oder der gegenseitigen Winkelstellung der beiden Spiegel (a, b) die Höhe (H) des Gegenstandes (P) und- bei Draufsicht auf den anderen Spiegel (d) nach Verschieben des mit fester Neigung angeordneten Spiegels (a) über der Grundlage (c) die seitliche Lage (A) des Gegenstandes (P) bestimmbar ist, und zwar in beiden Fällen unter Herbeiführen der Deckung des Spiegelbildes des Gegenstandes (P) mit den Marken, Fadenkreuz o. dgl., der beiden Spiegel (a, b).
  2. 2. Meßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spiegel (a) mit fester Neigung von 45° auf einem gegenüber dem Grundlinienkörper (c) einstellbaren, seinerseits mit einer Teilung (h) versehenen Schieber (e) befestigt und der andere Spiegel (b) in einer festen, ¢5° übersteigenden Winkelstellung auf einem zum Schieber (e) verstellbaren Träger (r) befestigt ist. Meßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beide Spiegel (a, b) an einem gemeinsamen Schieber (e) mit festem Abstande (L) voneinander angebracht und der eine (b) der beiden Spie--el um eine wagerechte Achse drehbar angeordnet ist.
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