DE230463C - - Google Patents

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DE230463C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/10Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
    • G01C3/12Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with monocular observation at a single point, e.g. coincidence type

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  • Measurement Of Optical Distance (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 230463 -KLASSE 42 c. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
Koinzidenzentfernungsmesser. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1910 ab.
Die Erfindung betrifft Koinzidenzentfernungsmesser, bei denen das eine Bild in der Richtung senkrecht zur Standlinie umgekehrt und außerdem so angeordnet ist, daß es von dem anderen Bild mit zur Standlinie · parallelen Grenzlinien eingeschlossen ist, gleichviel ob diese beiden Grenzlinien bis an den Rand des Gesichtsfeldes reichen oder ob das umgekehrte Bild vom aufrechten vollständig umgeben ist.
ίο Solche Entfernungsmesser sind stets mit wagerechter Standlinie, also auch mit wagerechten Grenzlinien zwischen dem eingeschlossenen Bild und dem einschließenden Bild, ausgeführt worden, wobei dann das Bilderpaar eine solche Höhenlage hat, daß sein Koinzidenzort, das ist bei der betrachteten Entfernungsmesserart diejenige zur Standlinie parallele Gerade, in der einander entsprechende Punkte beider Bilder liegen und beim Messen paarweise zum Zusammenfallen gebracht werden, in die untere Grenzlinie fällt. Diese bekannte Anordnung ist zweckentsprechend für den Fall, daß der Gegenstand, dessen Entfernung gemessen werden soll, in seinem oberen Teil eine ungefähr senkrechte Linie oder eine Spitze zeigt, nicht aber für den allerdings selteneren Fall, daß nur im unteren Teil des Gegenstandes sich eine solche Linie oder eine Spitze findet.
. Damit der Entfernungsmesser auch im letztgenannten Fall nicht versagt, wird nach vorliegender Erfindung die Einrichtung getroffen, daß die obere Grenzlinie abwechselnd mit der unteren zum Koinzidenzort gemacht werden kann, indem durch Senken oder Heben des Bilderpaares oder eines der beiden Bilder der Koinzidenzort um den gegenseitigen Abstand der beiden Grenzlinien gesenkt oder gehoben wird. Die dazu dienende Wechselvorrichtung wird zweckmäßig mit Marken oder Anschlägen ausgestattet, die es ermöglichen, das Wechseln ohne gleichzeitige Beobachtung der Bilder auszuführen.
Vorrichtungen, um die Höhenlage des Bilderpaares oder eines der Bilder zu ändern, finden bei Koinzidenzentfernungsmessern der betrachteten Art bereits Anwendung, nämlich zu dem Zweck, den Koinzidenzort zu korrigieren, d. h. eine etwaige kleine Abweichung desselben von der unteren Grenzlinie zu beseitigen. Der Hub einer solchen Vorrichtung ist dementsprechend von niedrigerer Größenordnung, als der für den neuen Zweck erforderlich ist. Es läßt sich aber jede solche Korrektions vorrichtung der allgemeinen Anordnung nach auch als Wechselvorrichtung anwenden, mag ihr optischer Teil von zusätzlicher Art (z. B. ein verschiebbares brechendes Prisma, eine drehbare planparallele Platte usw.) sein oder dem optischen System des eigentlichen Entfernungsmessers angehören. Selbstverständlich muß eine Wechselvorrichtung, die nur einer Hälfte des Entfernungsmessers angehört, also nur die Höhenlage eines der Bilder beeinflußt, dieses Bild um den doppelten gegenseitigen Abstand der beiden Grenzlinien heben und senken, weil der Koinzidenzort der Bewegung des Bildes nur um den halben Weg folgt.
Die vier ersten Figuren der Zeichnung sollen
den allgemeinen Gedanken der Erfindung näher erläutern. Sie stellen· jede das Bildfeld des neuen Entfernungsmessers mit den Grenzlinien α und b dar. Im Gesichtsfeld erscheinen zwei Gegenstände, deren aufrechte Bilder mit c und d und deren umgekehrte Bilder mit c° und bezeichnet sind. Soweit ein Bild sichtbar ist, das aufrechte außerhalb, das umgekehrte innerhalb des Grenzlinienpaares, ist
ίο es in vollen Linien dargestellt. Zur Erleichterung der Übersicht ist auch die unsichtbare Fortsetzung des aufrechten Bildes innerhalb und des umgekehrten außerhalb des Grenzlinienpaares angedeutet, und zwar durch punktierte Linien. In den ersten drei Figuren ist eine solche Einstellung der Wechselvorrichtung vorausgesetzt, daß die untere Grenzlinie ä der Koinzidenzort ist. Fig. 1 zeigt, daß sich dann die Entfernung eines Gegenstandes mit oberer Spitze wie c, c° genau messen läßt. Fig. 2 stellt den Versuch dar, auch die Entfernung eines oben abgerundeten Gegenstandes, wie d, d°, mit Hilfe seines oberen Randes zu messen, wobei sich die Koinzidenzlage der beiden in die Linie α fallenden Bildpunkte ersichtlich nur ungenau beobachten läßt. In Fig. 3 ist ein anderer Versuch gezeichnet, nämlich die senkrechten Linien am unteren Ende des Gegenstandes d, d° bei der Feststellung der Entfernung auszunutzen. Eine solche Messung besäße zwar die erforderliche Genauigkeit, unterliegt aber gewissen praktischen Schwierigkeiten, weil der Hauptteil des Gegenstandes unsichtbar ist.
Es werde nun durch Umschalten der Wechselvorrichtung der Koinzidenzort aus der unteren Grenzlinie α in die obere b verlegt. Die Änderung der Bilderlage, die durch diese Verlegung hervorgebracht wird, ist verschieden, je nachdem die Wechselvorrichtung auf das Bilderpaar gewirkt hat (es um den gegenseitigen Abstand von α und b hebend) oder nur auf eins der Bilder (es um den doppelten gegenseitigen Abstand von α und b hebend). Im zweiten Fall
hängt diese Änderung auch noch davon ab, ob das aufrechte oder das umgekehrte Bild gehoben worden ist. War etwa vorher, als a Koinzidenzort war, die Bilderlage wie in Fig. 3, so führt Verlegung des Koinzidenzortes in die Grenzlinie b durch Hebung des Bilderpaares unmittelbar zu der Bilderlage nach Fig. 4. Wurde dieselbe Verlegung durch Hebung eines der Bilder hervorgebracht, so muß man, um zur Bilderlage nach Fig. 4 zu gelangen, das Instrument noch in Höhe richten, stets um den Winkel, der dem Abstand zwischen α und b entspricht, und zwar aufwärts, wenn die Wechselvorrichtung das aufrechte, abwärts, wenn sie das umgekehrte Bild gehoben hat.
Wie Fig. 4 zeigt, läßt sich jetzt die Messung mit Hilfe der senkrechten Linien am unteren Ende von d, d° ausführen, während der Hauptteil dieses Gegenstandes sichtbar ist.
Die Fig. 5 und 6 stellen eine einfache Ausführungsform des Koinzidenzentfernungsmessers nach vorliegender Erfindung dar. Fig. 5 ist ein Grundriß, der aber die Wechselvorrichtung im Schnitt zeigt. Fig. 6 ist der zugehörige Aufriß bei herausgenommenem Okular. Das Okularprismensystem besteht aus drei übereinander gelagerten einfachen Spiegelprismen e· f> S' von denen das mittlere, f, mit dem Objektivprisma h und der Objektivlinse i am linken Ende des Instruments zusammenwirkend, dem Okularlinsensystem k, I das umgekehrte Bild liefert, während das obere Prisma e und das untere g mit dem rechten Objektivsystem m, η das aufrechte· Bild erzeugen. Ein verschiebbares brechendes Prisma 0, dessen Hauptschnitt wagerecht ist, bildet den optischen Teil der Meßvorrichtung. Ein zweites Prisma p dieser Art mit senkrechtem Hauptschnitt stellt den optischen Teil der Wechselvorrichtung dar. Diese Vorrichtung ist im gewählten Beispiel in die linke Hälfte des Instruments eingebaut und beeinflußt deshalb nach vorstehendem die Höhenlage des umgekehrten Bildes. Die Fassung q des Prismas p ragt mit einem Stift durch den Schlitz r des Gehäuses nach außen und läßt sich mittels dieses Stiftes in einer Führung s zwischen deren Anschlägen s1, s2 verschieben. Da die brechende Kante des Prismas j> oben liegt, so entspricht die gezeichnete Endstellung der Wechselvorrichtung der niedrigsten Lage des umgekehrten Bildes, bei der der Koinzidenzort mit der unteren Grenzlinie zusammenfällt. Um dieselbe Vorrichtung für die Korrektion des Koinzidenzorts benutzen zu können, ist die Führung s selbst wieder mit Hilfe der Leiste t gerade geführt und bildet die Mutter der unverschieblich gelagerten Stellschraube u.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Koinzidenzentfernungsmesser, dessen eines Bild in der zur Standlinie senkrechten Richtung umgekehrt ist und von dem anderen mit zur Standlinie parallelen Grenzlinien eingeschlossen wird, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, um abwechselnd die eine und die andere Grenzlinie zum Koinzidenzort zu machen, nach Art der Vorrichtungen zur Korrektion der Lage des Bilderpaares oder eines der beiden Bilder in der zur Standlinie senkrechten Richtung, z. B. mit einem besonderen optischen Körper, der verstellbar ist, einem verschiebbaren brechenden Prisma, einer drehbaren planparallelen Platte o. dgl., aber von so großem Hub, daß eine Verschiebung des Bilderpaares bzw. eines der Bilder um den Abstand zwischen den Grenzlinien bzw. um
    das Doppelte dieses Abstandes erreicht werden kann.
  2. 2. Entfernungsmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselvorrichtung zwei Marken oder Anschläge besitzt, die den Wechselhub ohne gleichzeitige Beobachtung der Bilder einzuhalten gestatten.
  3. 3. Entfernungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Korrektion des Koinzidenzorts die Marken oder Anschläge gemeinsam verstellbar sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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