DE216193C - - Google Patents

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DE216193C
DE216193C DE1907216193D DE216193DA DE216193C DE 216193 C DE216193 C DE 216193C DE 1907216193 D DE1907216193 D DE 1907216193D DE 216193D A DE216193D A DE 216193DA DE 216193 C DE216193 C DE 216193C
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DE1907216193D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/10Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
    • G01C3/14Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with binocular observation at a single point, e.g. stereoscopic type
    • G01C3/16Measuring marks

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Viewfinders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 c. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
beiden reellen Bilder des Objekts.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Entfernungsmesser, die zum Entwerfen zweier verschiedener reeller Bilder des Objekts an jedem Ende ihrer Standlinie mit einem Paar optischer Objektivteile einer Linse und einem Winkelspiegelprisma von beliebiger Reihenfolge' ausgerüstet sind, und die für jedes Bild ein Meßmarkensystem besitzen, das unter Umständen aus einer einzigen Marke bestehen mag. Es gibt
ίο diese Anordnung dem Entfernungsmesser bereits einen verhältnißmäßig guten Schutz gegen Dejustierung, d. h. gegen eine nicht durch die Meß Vorrichtung hervorgebrachte Änderung des . jeweiligen UnterseilLe."es in der Lage des einen und des anderen Bildes zu seinem Marken-, system. Von den noch übrigen Dejustierungsursachen besteht die wirksamste in der Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie. Bildet die Linse den hinteren Objektivteil, so liegt deren Achse in der Richtung der Standlinie. Es ist daher ohne weiteres verständlich, daß in diesem Fall die Verschiebung der Linse in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie auch eine Verschiebung des Bildes gegen die Marke, ebenfalls in der Visierebene und zugleich in der Ebene des Markenfeldes zur Folge hat. Bildet das Winkelspiegelprisma den hinteren Objektivteil, so liegt die Linsenachse senkrecht zur Standlinie. Durch die Verschiebung des Prismas in der Visierebene und ebenfalls senkrecht zur Standlinie ändert sich daher die Lage des von der Linse her in das Prisma übergetretenen Büschelsystems innerhalb des Prismas nicht, d. h. das Büschelsystem und somit auch das aus diesem entstehende Bild wird mit dem Prisma mit verschoben.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer solchen Einrichtung der betrachteten Gattung von Entfernungsmessern, daß die Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie keine Dejustierung mehr herbeiführt. . Es wird zu diesem Zweck jedes Meßmarkensystem an einer Objektivlinse oder auch am Objektivprisma, wenn dieses den hinteren Teil des Paares bildet, angeordnet, und zwar in einem Feld, das zur Linsenachse senkrecht liegt. Es ist dann leicht, in· den beiden Markenfeldern die reellen Objektbilder auf solche Weise zu entwerfen, daß die Ver-Schiebung, die etwa ein hinterer Objektivteil in der. erwähnten Richtung erfährt, den jeweiligen Unterschied in der Lage des einen und des anderen Objektbildes zum Markensystem, in dessen Feld es entworfen wird, nicht ändert. Jedes Paar von Objektivteilen eines Entfernungsmessers mit einem Markensystem auszustatten, ist nicht neu. Aber bisher dienten solche Marken für die Justierung des Instruments, in ihren Feldern wurden deshalb 'auch nicht die Bilder des Objekts entworfen.
Bei einer Ausführungsform der neuen Einrichtung sind die zwei Paare von Objektivteilen so zueinander angeordnet, daß jedes
reelle Bild des Objekts in dem Markenfeld zustande kommt, das am anderen Ende der Standlinie liegt, wie die bei der Erzeugung des Bildes mitwirkende Linse. Bei der. Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie wird, dann die gegenseitige Lage eines jeden Markensystems und des in seinem Felde entworfenen Objektbildes in gleichem Maße und gleichem Sinne
ίο geändert.
Eine andere Ausführungsform ergibt sich, indem man bei der Erzeugung der Objektbilder zwei ebene Spiegelflächen von unveränderlicher gegenseitiger Lage mitwirken läßt.
Diese beiden Spiegelflächen werden so zwischen den beiden Paaren von Objektivteilen angeordnet, daß von jedem Paar und einer der Spiegelflächen ein Objektbild in dem diesem Paar benachbarten Markenfeld, also an demselben Ende, der Standlinie, entworfen wird. In diesem Fall bringt die Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie überhaupt keine gegenseitige Verschiebung eines Markensystems und des in seinem Felde entworfenen Objektbildes hervor, und eine gemeinsame Drehung . der Spiegelflächen in der Visierebene erzeugt nur eine gleich große und gleichgerichtete Verschiebung beider Objektbilder in ihren Mark en feldern.
Die beiden ersten Figuren der Zeichnung geben eine schematische Darstellung der erläuterten beiden Ausführungsformen der Erfindung und veranschaulichen zugleich die beiden möglichen Fälle in der Reihenfolge der Objektivteile, die ein Paar bilden. In Fig. 1 sind die Winkelspiegelprismen α als die vorderen und die Linsen b als die hinteren Objektivteile gewählt, in Fig. 2 ist die umgekehrte Anordnung getroffen. Die in Einzelmarken bestehenden Markensysteme c sind in Fig. 1 durch Vermittlung besonderer Träger c° an den Linsen b angebracht, in Fig. 2 dagegen . unmittelbar. · In Fig. 1 werden die an einem Ende der Standlinie eintretenden Strahlen in dem Markenfelde am anderen Ende zum Bild vereinigt. In Fig. 2 bewirkt der Doppelspiegel d, daß jedes Bild in dem Markenfeld an demselben Ende der Standlinie entsteht, wo die in ihm vereinigten Strahlen eingetreten sind.
In Fig. 3 ist das vollständige optische System eines nach vorliegender Erfindung verbesserten monokularen Entfernungsmessers dargestellt. Hinsichtlich der Reihenfolge der Objektivteile und der Verteilung der Bilder auf die Markenfelder entspricht dieses System dem Schema Fig. 1, hinsichtlich der Anordnung der Marken dem Schema Fig. 2. Zwei Reihen von Spiegelprismen efg entwerfen zusammen mit je einer Objektivlinse b und je einem Umkehrlinsensystem h von jedem Objektbild und seiner Marke c ein (nunmehr aufrechtes) reelles Bild je auf der hinteren Fläche der nebeneinanderliegenden Prismen g. Diese beiden Bilder, das linke aus Strahlen erzeugt, die am rechten und das rechte aus solchen, die am linken Ende der Standlinie eingetreten sind, werden durch ein gemeinsames R a m s d e η sches Okular i k der Beobachtung zugänglich gemacht. Die beiden brechenden Prismen I m sind drehbar und bilden den zur' Verschiebung des einen Bildes dienenden Teil der Meßvorrichtung. Das R a m s d e η sehe Okular i k bildet mit jeder der Umkehrlinsen h zusammen ein sogenanntes terrestrisches Okular, dem man auch hier eine der bei solchen Okularen bekannten Einrichtungen zur Änderung der Fernrohryergrößerung geben könnte. Schließlich sei bemerkt, daß die hier benutzte Zusammenstellung zweier gleicher mit Marken versehener Objektive im Brennweitenabstand voneinander an sich bekannt ist.
Fig. 4 zeigt das nach der Erfindung verbesserte optische System eines stereoskopischen Entfernungsmessers mit sogenannter wandernder Marke, und zwar in derjenigen Form, bei der die Änderung der gegenseitigen Lage des stereoskopischen Markenbildes und des stereoskopischen Objektbildes in der Tiefenrichtung durch Verschieben des einen reellen Bildes oder beider hervorgebracht wird. Im vorliegenden Fall wird durch die drehbaren Prismen I und m go auf beide Bilder eingewirkt.. Die Objektivteile liegen wie in Fig. 2, die Marken c konnten deshalb auf den Prismen α angeordnet werden. Zur Abbildung der mit den Marken vereinigten Bilder in den Brennebenen der Okulare i k dienen wieder außer den Objektivlinsen δ die Umkehrlinsen h, ferner für das rechte Bild die Prismen e1 und f1, für das linke e2 und f2. Rhombische Prismen η gestatten, die Okulare um die Achsen der Feldlinsen i drehbar und dadurch an den Augenabstand anpaßbar zu machen.
In Fig. 5 ist eine Konstruktion des stereoskopischen Entfernungsmessers mit fester Skala dargestellt,^ wie sie der Erfindung entspricht. Die Objektivteile sind nach der, Reihenfolge wie in Fig. 1 angeordnet, aber mit dem Doppelspiegel d wie in Fig. 2 benutzt. Die Markensysteme 0, durch deren, stereoskopische Vereinigung die stereoskopische Meßskala entsteht, up sind an den Objektiven b angebracht und auf der Zeichnung durch je drei Marken angedeutet. Da auf beiden Seiten des Instruments das Objektbild im Markenfeld, wegen der Mitwirkung einer Spiegelfläche von d bei seiner Erzeugung, nur in senkrechter Richtung umgekehrt ist, genügen die drei einfachen Spiegelprismen e° f° g° in Verbindung mit der Objektivlinse b und dem Umkehrlinsensystem h, um dieses Bild mit dem Markensystem 0 zwischen dem Prisma und der Feldlinse i des Okulars in richtiger Lage des Objektes abzubilden. Die
Okulare i k sind wieder durch eingeschaltete rhombische Prismen exzentrisch gemacht und sind außerdem um die Achsen der Feldlinsen i drehbar, so daß sich der Abstand der Augenlinsen k jedem vorkommenden Augenabstand gleich machen läßt. Andere Einrichtungen zur Regelung des Okularabstandes mögen. angewandt werden, z. B. eine derjenigen nach Patent 186600.

Claims (3)

  1. . Patent-Ansprüche:
    i. Entfernungsmesser mit je einem Paar optischer Objektivteile, bestehend aus einer Linse und einem Winkelspiegelprisma von beliebiger Reihenfolge an den Enden der Standlinie und mit je einem Meßmarkensystem für die beiden reellen Bilder des Objekts, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits wie bei einer bekannten Justiermarken- anordnung an jeder Objektivlinse oder am zugehörigen Prisma, wenn dieses den hinteren Objektivteil bildet, eins der Meßmarkensysteme in einem zur Linsenachse senkrechten Felde angeordnet ist und andererseits in jedem der Markenfelder eins der reellen Objektbilder auf solchem Wege entworfen wird, daß die Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie den j eweiligen Unterschied in der Lage des einen und des anderen Bildes zum Markensystem, in dessen Feld es entworfen wird, nicht beeinflußt.
  2. 2. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, • dadurch gekennzeichnet/ daß infolge geeigneter gegenseitiger Lage der vier Objektivteile jedes Bild unmittelbar in demjenigen Markenfeld entworfen wird, das am anderen Ende der Standlinie liegt wie die dabei wirksame Objektivlinse, so daß die Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie an beiden Enden dieser Linie dieselbe gegenseitige Verschiebung des Markensystems und des Bildes hervorbringt.
  3. 3. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe zweier ebenen Spiegelflächen von unveränderlicher gegenseitiger Lage jedes Bild in dem Markenfeld entworfen wird, das an demselben Ende der Standlinie liegt wie die dabei wirksame Linse, so daß die Verschiebungen eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie eine gegenseitige Verschiebung eines Markensystems und des in seinem Felde entworfenen Bildes überhaupt nicht hervorbringt und eine Drehung der beiden Spiegel- · flächen in der Visierebene nur gleich große und gleichgerichtete Verschiebungen der Bilder in den Markenfeldern zur Folge hat,
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907216193D 1907-11-29 1907-11-29 Expired - Lifetime DE216193C (de)

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AT43777D AT43777B (de) 1907-11-29 1909-01-30 Entfernungsmesser mit je einem Paar optischer Objektivteile, einer Linse und einem Winkelspiegelprisma von beliebiger Reihenfolge, an den Enden der Standlinie und mit je einem Meßmarkensystem für die beiden reellen Bilder des Objekts.

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