DE216193C - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
- G01C3/10—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
- G01C3/14—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with binocular observation at a single point, e.g. stereoscopic type
- G01C3/16—Measuring marks
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- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 c. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
beiden reellen Bilder des Objekts.
Die Erfindung bezieht sich auf Entfernungsmesser, die zum Entwerfen zweier verschiedener
reeller Bilder des Objekts an jedem Ende ihrer Standlinie mit einem Paar optischer Objektivteile
einer Linse und einem Winkelspiegelprisma von beliebiger Reihenfolge' ausgerüstet
sind, und die für jedes Bild ein Meßmarkensystem besitzen, das unter Umständen aus
einer einzigen Marke bestehen mag. Es gibt
ίο diese Anordnung dem Entfernungsmesser bereits
einen verhältnißmäßig guten Schutz gegen Dejustierung, d. h. gegen eine nicht durch die
Meß Vorrichtung hervorgebrachte Änderung des . jeweiligen UnterseilLe."es in der Lage des einen
und des anderen Bildes zu seinem Marken-, system. Von den noch übrigen Dejustierungsursachen
besteht die wirksamste in der Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der
Visierebene und senkrecht zur Standlinie. Bildet die Linse den hinteren Objektivteil, so liegt
deren Achse in der Richtung der Standlinie. Es ist daher ohne weiteres verständlich, daß
in diesem Fall die Verschiebung der Linse in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie
auch eine Verschiebung des Bildes gegen die Marke, ebenfalls in der Visierebene und zugleich
in der Ebene des Markenfeldes zur Folge hat. Bildet das Winkelspiegelprisma den hinteren
Objektivteil, so liegt die Linsenachse senkrecht zur Standlinie. Durch die Verschiebung
des Prismas in der Visierebene und ebenfalls senkrecht zur Standlinie ändert sich daher
die Lage des von der Linse her in das Prisma übergetretenen Büschelsystems innerhalb
des Prismas nicht, d. h. das Büschelsystem und somit auch das aus diesem entstehende
Bild wird mit dem Prisma mit verschoben.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer solchen Einrichtung der betrachteten Gattung
von Entfernungsmessern, daß die Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene
und senkrecht zur Standlinie keine Dejustierung mehr herbeiführt. . Es wird zu diesem Zweck
jedes Meßmarkensystem an einer Objektivlinse oder auch am Objektivprisma, wenn dieses den
hinteren Teil des Paares bildet, angeordnet, und zwar in einem Feld, das zur Linsenachse
senkrecht liegt. Es ist dann leicht, in· den beiden Markenfeldern die reellen Objektbilder
auf solche Weise zu entwerfen, daß die Ver-Schiebung, die etwa ein hinterer Objektivteil
in der. erwähnten Richtung erfährt, den jeweiligen Unterschied in der Lage des einen und des
anderen Objektbildes zum Markensystem, in dessen Feld es entworfen wird, nicht ändert.
Jedes Paar von Objektivteilen eines Entfernungsmessers mit einem Markensystem auszustatten,
ist nicht neu. Aber bisher dienten solche Marken für die Justierung des Instruments, in
ihren Feldern wurden deshalb 'auch nicht die Bilder des Objekts entworfen.
Bei einer Ausführungsform der neuen Einrichtung sind die zwei Paare von Objektivteilen
so zueinander angeordnet, daß jedes
reelle Bild des Objekts in dem Markenfeld zustande kommt, das am anderen Ende der
Standlinie liegt, wie die bei der Erzeugung des Bildes mitwirkende Linse. Bei der. Verschiebung
eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie wird, dann die
gegenseitige Lage eines jeden Markensystems und des in seinem Felde entworfenen Objektbildes
in gleichem Maße und gleichem Sinne
ίο geändert.
Eine andere Ausführungsform ergibt sich, indem man bei der Erzeugung der Objektbilder
zwei ebene Spiegelflächen von unveränderlicher gegenseitiger Lage mitwirken läßt.
Diese beiden Spiegelflächen werden so zwischen den beiden Paaren von Objektivteilen angeordnet,
daß von jedem Paar und einer der Spiegelflächen ein Objektbild in dem diesem Paar benachbarten Markenfeld, also an demselben
Ende, der Standlinie, entworfen wird. In diesem Fall bringt die Verschiebung eines
hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie überhaupt keine gegenseitige
Verschiebung eines Markensystems und des in seinem Felde entworfenen Objektbildes
hervor, und eine gemeinsame Drehung . der Spiegelflächen in der Visierebene erzeugt nur eine
gleich große und gleichgerichtete Verschiebung beider Objektbilder in ihren Mark en feldern.
Die beiden ersten Figuren der Zeichnung geben eine schematische Darstellung der erläuterten
beiden Ausführungsformen der Erfindung und veranschaulichen zugleich die beiden möglichen Fälle in der Reihenfolge der
Objektivteile, die ein Paar bilden. In Fig. 1 sind die Winkelspiegelprismen α als die vorderen
und die Linsen b als die hinteren Objektivteile gewählt, in Fig. 2 ist die umgekehrte
Anordnung getroffen. Die in Einzelmarken bestehenden Markensysteme c sind in Fig. 1
durch Vermittlung besonderer Träger c° an den Linsen b angebracht, in Fig. 2 dagegen
. unmittelbar. · In Fig. 1 werden die an einem Ende der Standlinie eintretenden Strahlen in
dem Markenfelde am anderen Ende zum Bild vereinigt. In Fig. 2 bewirkt der Doppelspiegel d,
daß jedes Bild in dem Markenfeld an demselben Ende der Standlinie entsteht, wo die in
ihm vereinigten Strahlen eingetreten sind.
In Fig. 3 ist das vollständige optische System eines nach vorliegender Erfindung verbesserten
monokularen Entfernungsmessers dargestellt. Hinsichtlich der Reihenfolge der Objektivteile
und der Verteilung der Bilder auf die Markenfelder entspricht dieses System dem Schema Fig. 1, hinsichtlich der Anordnung der
Marken dem Schema Fig. 2. Zwei Reihen von Spiegelprismen efg entwerfen zusammen mit
je einer Objektivlinse b und je einem Umkehrlinsensystem
h von jedem Objektbild und seiner Marke c ein (nunmehr aufrechtes) reelles Bild
je auf der hinteren Fläche der nebeneinanderliegenden Prismen g. Diese beiden Bilder,
das linke aus Strahlen erzeugt, die am rechten und das rechte aus solchen, die am linken Ende
der Standlinie eingetreten sind, werden durch ein gemeinsames R a m s d e η sches Okular i k
der Beobachtung zugänglich gemacht. Die beiden brechenden Prismen I m sind drehbar und
bilden den zur' Verschiebung des einen Bildes dienenden Teil der Meßvorrichtung. Das
R a m s d e η sehe Okular i k bildet mit jeder
der Umkehrlinsen h zusammen ein sogenanntes terrestrisches Okular, dem man auch hier eine
der bei solchen Okularen bekannten Einrichtungen zur Änderung der Fernrohryergrößerung
geben könnte. Schließlich sei bemerkt, daß die hier benutzte Zusammenstellung zweier gleicher
mit Marken versehener Objektive im Brennweitenabstand voneinander an sich bekannt ist.
Fig. 4 zeigt das nach der Erfindung verbesserte optische System eines stereoskopischen
Entfernungsmessers mit sogenannter wandernder Marke, und zwar in derjenigen Form, bei
der die Änderung der gegenseitigen Lage des stereoskopischen Markenbildes und des stereoskopischen
Objektbildes in der Tiefenrichtung durch Verschieben des einen reellen Bildes oder
beider hervorgebracht wird. Im vorliegenden Fall wird durch die drehbaren Prismen I und m go
auf beide Bilder eingewirkt.. Die Objektivteile liegen wie in Fig. 2, die Marken c konnten
deshalb auf den Prismen α angeordnet werden. Zur Abbildung der mit den Marken vereinigten
Bilder in den Brennebenen der Okulare i k dienen wieder außer den Objektivlinsen δ die
Umkehrlinsen h, ferner für das rechte Bild die Prismen e1 und f1, für das linke e2 und f2.
Rhombische Prismen η gestatten, die Okulare um die Achsen der Feldlinsen i drehbar und dadurch
an den Augenabstand anpaßbar zu machen.
In Fig. 5 ist eine Konstruktion des stereoskopischen Entfernungsmessers mit fester Skala
dargestellt,^ wie sie der Erfindung entspricht. Die Objektivteile sind nach der, Reihenfolge
wie in Fig. 1 angeordnet, aber mit dem Doppelspiegel d wie in Fig. 2 benutzt. Die Markensysteme
0, durch deren, stereoskopische Vereinigung die stereoskopische Meßskala entsteht, up
sind an den Objektiven b angebracht und auf der Zeichnung durch je drei Marken angedeutet.
Da auf beiden Seiten des Instruments das Objektbild im Markenfeld, wegen der Mitwirkung
einer Spiegelfläche von d bei seiner Erzeugung, nur in senkrechter Richtung umgekehrt ist,
genügen die drei einfachen Spiegelprismen e° f° g° in Verbindung mit der Objektivlinse b
und dem Umkehrlinsensystem h, um dieses Bild mit dem Markensystem 0 zwischen dem
Prisma g° und der Feldlinse i des Okulars in richtiger Lage des Objektes abzubilden. Die
Okulare i k sind wieder durch eingeschaltete rhombische Prismen exzentrisch gemacht und
sind außerdem um die Achsen der Feldlinsen i drehbar, so daß sich der Abstand der Augenlinsen
k jedem vorkommenden Augenabstand gleich machen läßt. Andere Einrichtungen zur
Regelung des Okularabstandes mögen. angewandt werden, z. B. eine derjenigen nach
Patent 186600.
Claims (3)
- . Patent-Ansprüche:i. Entfernungsmesser mit je einem Paar optischer Objektivteile, bestehend aus einer Linse und einem Winkelspiegelprisma von beliebiger Reihenfolge an den Enden der Standlinie und mit je einem Meßmarkensystem für die beiden reellen Bilder des Objekts, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits wie bei einer bekannten Justiermarken- anordnung an jeder Objektivlinse oder am zugehörigen Prisma, wenn dieses den hinteren Objektivteil bildet, eins der Meßmarkensysteme in einem zur Linsenachse senkrechten Felde angeordnet ist und andererseits in jedem der Markenfelder eins der reellen Objektbilder auf solchem Wege entworfen wird, daß die Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie den j eweiligen Unterschied in der Lage des einen und des anderen Bildes zum Markensystem, in dessen Feld es entworfen wird, nicht beeinflußt.
- 2. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, • dadurch gekennzeichnet/ daß infolge geeigneter gegenseitiger Lage der vier Objektivteile jedes Bild unmittelbar in demjenigen Markenfeld entworfen wird, das am anderen Ende der Standlinie liegt wie die dabei wirksame Objektivlinse, so daß die Verschiebung eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie an beiden Enden dieser Linie dieselbe gegenseitige Verschiebung des Markensystems und des Bildes hervorbringt.
- 3. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe zweier ebenen Spiegelflächen von unveränderlicher gegenseitiger Lage jedes Bild in dem Markenfeld entworfen wird, das an demselben Ende der Standlinie liegt wie die dabei wirksame Linse, so daß die Verschiebungen eines hinteren Objektivteils in der Visierebene und senkrecht zur Standlinie eine gegenseitige Verschiebung eines Markensystems und des in seinem Felde entworfenen Bildes überhaupt nicht hervorbringt und eine Drehung der beiden Spiegel- · flächen in der Visierebene nur gleich große und gleichgerichtete Verschiebungen der Bilder in den Markenfeldern zur Folge hat,Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT43777D AT43777B (de) | 1907-11-29 | 1909-01-30 | Entfernungsmesser mit je einem Paar optischer Objektivteile, einer Linse und einem Winkelspiegelprisma von beliebiger Reihenfolge, an den Enden der Standlinie und mit je einem Meßmarkensystem für die beiden reellen Bilder des Objekts. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216193C true DE216193C (de) |
Family
ID=477626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907216193D Expired - Lifetime DE216193C (de) | 1907-11-29 | 1907-11-29 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216193C (de) |
-
1907
- 1907-11-29 DE DE1907216193D patent/DE216193C/de not_active Expired - Lifetime
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