DE260622C - - Google Patents
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- 239000004568 cement Substances 0.000 description 3
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- 241000182341 Cubitermes group Species 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
- G01C3/10—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
- G01C3/14—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with binocular observation at a single point, e.g. stereoscopic type
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- Telescopes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-. M 260622 KLASSE 42 c. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
Stereoskopischer Entfernungsmesser.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1912 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen stereoskopischen, durch die Patentschrift 162471
bekannt gewordenen Entfernungsmesser, bei dem dem Beobachter ein orthostereoskopisches
und ein pseudostereoskopisch.es Raumbild gleichzeitig, aber getrennt voneinander dargeboten
werden, wobei die Meßvorrichtung auf den Unterschied zwischen dem gegenseitigen Abstand
zusammengehöriger Punkte des orthostereoskopischen Bilderpaares und demjenigen der entsprechenden Punkte des pseudostereoskopischen
Bilderpaares wirkt. Ein Unterschied zwischen diesen gegenseitigen Abständen macht sich, wie bekannt, bei der stereoskopisehen
Beobachtung als ein Unterschied zwischen der scheinbaren Entfernung des Meßobjekts
im orthostereoskopischen und der im pseudostereoskopischen Raumbilde geltend. Die
Messung wird in der Weise vollzogen, daß durch Betätigen der Meßvorrichtung das Meßobjekt
in beiden Raumbildern in die gleiche scheinbare Entfernung gebracht wird.
Bei der Beurteilung der scheinbaren Entfernung des Meßobjekts im pseudostereoskopisehen
Raumbilde stört bei bekannter Form des Meßobjekts die dort herrschende, umgekehrte
Tiefenfolge, weil sie im Widerspruch zu der Tiefenfolge steht, die der Beobachter
erwartet. Nach der Erfindung wird diese Störung dadurch vermindert, daß das pseudostereoskopische
Raumbild auf dem Kopfe stehend dargeboten wird, so daß der Einfluß der bekannten Form des Meßobjekts durch
die ihm erteilte ungewöhnliche Lage abgeschwächt wird. Nehmen dabei die beiden auf
dem Kopfe stehenden Bilder je nur einen kleinen Teil ihres Bildfeldes ein, z. B. nur
einen schmalen Streifen oder einen Bildfeldausschnitt, so wird dadurch jene Störung noch
weiter eingeschränkt. Will man nicht für jedes der vier Einzelbilder, aus denen in bekannter
Weise, z. B. mittels zweier Scheideprismensysteme, die beiden dem Beobachter dargebotenen Doppelbilder gewonnen werden,
eine besondere Objektivlinse anordnen, so kann man die beiden von zwei Objektivlinsen kommenden
Strahlenbüschelsysteme durch bekannte Mittel je in zwei Systeme spalten, so daß dann jede Objektivlinse zwei Einzelbilder entwirft.
Zur Erleichterung der Messung können, wie bekannt, in jedem Doppelbilde die Einzelbilder
in ihrer gegenseitigen Höhenlage so justiert werden, daß sie in einer zur Standlinie
parallelen Koinzidenzlinie aneinandergrenzen.
Man kann die beiden Doppelbilder mit nur einem Scheideprismensystem gewinnen, wenn
in ihnen die Einzelbilder je ein geschlossenes Bildfeld einnehmen und in einer Koinzidenzlinie
aneinandergrenzen, die sich durch das ganze Bildfeld erstreckt. Bei einer solchen
Beschaffenheit der Doppelbilder kann man nämlich ein aus einem Scheideprismensystem
austretendes gemischtes Strahlenbüschelsystem in zwei Systeme spalten und jedem Okular
eins von diesen so zuführen, daß in den beiden dem Beobachter dargebotenen Doppelbildern
sowohl die beiden unteren als auch
die beiden oberen Einzelbilder, wie für die stereoskopische Beobachtung erforderlich, zu
verschiedenen Enden der Standlinie gehören. Fig. ι und 2 der Zeichnung zeigen als Beispiel
die beiden Bildfelder eines. der Erfindung entsprechenden Entfernungsmessers, bei
dem in den Doppelbildern die Einzelbilder je ein geschlossenes Bildfeld einnehmen und in
einer zur Standlinie parallelen Koinzidenzlinie ίο aneinandergrenzen, die sich durch das ganze
Bildfeld erstreckt. In beiden Doppelbildern herrscht in bezug auf das im Vordergrund
befindliche Segelboot Koinzidenz. Der gegenseitige Abstand zusammengehöriger Punkte der
beiden unteren Bilder des Segelboots ist also dem der entsprechenden Punkte der oberen
Bilder gleich. Der gegenseitige Abstand zusammengehöriger Punkte der beiden unteren
Bilder eines mehr im Hintergrunde sich befindenden Dampfboots ist größer als der gegenseitige
Abstand der entsprechenden Punkte seiner beiden oberen Bilder. Bei stereoskopjscher
Betrachtung der Doppelbilder wäre daher das untere Raumbild das orthostereoskopische,
das obere das pseudostereoskopische, und das Segelboot läge in beiden Raumbildern
in der gleichen scheinbaren Entfernung, während die scheinbare Entfernung des Dampfboots
im unteren Raumbilde größer wäre als die im oberen. Für das Segelboot wäre also die Messung vollzogen.
Fig. 3 und 4 zeigen als Ausführungsbeispiel das optische System eines Entfernungsmessers,
bei dem die auf dem Kopfe stehenden Bilder je nur einen sich in der Richtung der Standlinie
durch das Bildfeld erstreckenden Streifen einnehmen. Fig. 3, in der die Okulare nicht
gezeichnet sind, ist ein Aufriß, Fig. 4 ein Grundriß. Hinter den beiden Objektivsystemen
a1; a2 sind zwei Spiegelprismen b1 angeordnet,
die nur halb so hoch wie die Objektivprismen a1 sind. Die beiden aus den Objektivsystemen
austretenden Strahlenbüschelsysteme gehen daher je mit ihrer einen Hälfte über die Prismen b1 hinweg und treten in das
rechte Scheideprismensystem c1, c2, c3 ein,
während sie mit ihrer anderen Hälfte durch die Spiegelprismen b1 und zwei weitere Spiegelprismen
b2 dem linken Scheideprismensystem d1, d2, ds, d* zugeführt werden. Die Kittschicht
c° zwischen den Prismen c1 und c3 ist bis auf einen mittleren, wagerechten Streifen
durch eine beiderseitig spiegelnde Scheideschicht ersetzt, während die zwischen den
Prismen d2 und d3 liegende Kittschicht d° nur
in dem entsprechenden mittleren Streifen durch eine Scheideschicht ersetzt ist. Die senkrecht
zur Standlinie aus den Scheideprismensystemen austretenden gemischtenStrahlenbüschelsysteme
werden den Okularen e1, e2 zugeführt. Ein
längsverschieblicher Glaskeil f, der von einem der dem rechten Ende der Standlinie entstammenden
Strahlenbüschelsysteme durchsetzt wird, deutet die Meß vorrichtung an. Das linke Objektiv liefert dem linken Okular die
beiden äußeren Teilbilder und dem rechten Okular das innere Teilbild; erstere sind aufrecht,
letzteres steht auf dem Kopfe. Das rechte Objektiv liefert dem linken Okular das
innere Teilbild und dem rechten Okular die beiden äußeren Teilbilder, wobei ersteres auf
dem Kopfe steht und die letzteren aufrecht sind. Es hängt dabei von der Justierung ab,
ob in den Doppelbildern die Einzelbilder in einer Koinzidenzlinie aneinandergrenzen und
welche Begrenzungslinie des umgekehrten Einzelbildes gegebenenfalls die Koinzidenzlinie ist.
In Fig. 5 und 6 ist als ein zweites Ausführungsbeispiel das optische System eines Entfernungsmessers
dargestellt, in dessen Doppelbildern die Einzelbilder je ein geschlossenes Bildfeld einnehmen und in einer zur Standlinie
parallelen Koinzidenzlinie aneinandergrenzen, die sich durch das ganze Bildfeld
erstreckt. Da ferner das untere Raumbild das orthostereoskopische ist, entspricht die Bildfeldeinteilung
der in Fig. 1 und 2 dargestellten. Fig. 5, in der die Okulare wiederum nicht gezeichnet
sind, ist ein Aufriß, Fig. 6 ein Grundriß. Die von den Objektivsystemen a°, a2 kornmenden
Strahlenbüschelsysteme gehen einem Scheideprismensystem g1, g2 zu, dessen Kittschicht
g° in ihrer unteren Hälfte durch eine beiderseitig spiegelnde Scheideschicht ersetzt
ist. Das aus dem Scheideprismensystem in der Richtung der Standlinie austretende gemischte
Strahlenbüschelsystem wird von einer Kollektivlinse h aufgenommen. Hinter dieser Linse
sind koachsial miteinander drei Linsen i°, i1
und i2 angeordnet, von denen die mittlere i1
eine Halblinse ist. Die Linse i° bildet mit jeder der beiden anderen Linsen ein zweigliedriges
Umkehrlinsensystem, wobei die Linsen i1 und i2 in ihren Brechkräften und Abständen
so gewählt sind, daß die von den beiden Systemen entworfenen Bilder den gleichen
Maßstab haben. Jedes der aus der Linse i° austretenden Strahlenbüschel wird ungefähr zur
Hälfte von der Halblinse i1 und zur Hälfte von der Linse i2 aufgenommen. Die beiden
Okulare e1, e2 sind als Winkelokulare ausgebildet.
Das hinter der Halblinse i1 angeordnete Spiegelprisma k1, das zum rechten Okular
gehört und von gleicher Höhe wie die Halblinse ist, so daß es nur die aus ihr austretenden
Strahlenbüschel aufnimmt, ist ein einfaches Spiegelprisma, das hinter der Linse i2
angeordnete Prisma k2, das zum linken Okular gehört, ist an seiner Spiegelfläche mit einem
Dach versehen. Ein hinter dem rechten Objektivsystem angeordneter längsverschieblicher
Glaskeil f deutet wiederum die Meßvorrichtung
an. Während im rechten Doppelbilde das untere Einzelbild zum rechten und das obere
zum linken Ende der Standlinie gehört, ist infolge der Spiegelung am Dache des Prismas
k2 das linke Doppelbild gegenüber dem
rechten in senkrechter Richtung umgekehrt, so daß in ihm das obere Einzelbild zum
rechten und das untere zum linken Ende der Standlinie gehört.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Stereoskopischer Entfernungsmesser, der ein orthostereoskopisches und ein pseudostereoskopisches Raumbild gleichzeitig, aber getrennt voneinander darbietet und bei dem die Meßvorrichtung auf den Unterschied zwischen dem gegenseitigen Abstand' zusammengehöriger Punkte des orthostereoskopischen Bilderpaares und demjenigen der entsprechenden Punkte des pseudostereoskopischen Bilderpaares wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß daspseudostereoskopische Raumbild auf dem Kopfe steht.
- 2. Entfernungsmesser nach Anspruch 1, bei dem jedem Okular ein durch ein Scheideprismensystem erzeugtes Doppelbild dargeboten wird, dessen Einzelbilder je ein geschlossenes Bildfeld einnehmen und in einer Koinzidenzlinie aneinandergrenzen, die sich durch das ganze Bildfeld erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß beide Doppelbilder einem und demselben Scheideprismensystem entstammen, indem ein aus einem Scheideprismensystem austretendes gemischtes Strablenbüschelsystem in zwei Systeme gespalten und den beiden Okularen so zugeführt wird, daß in den beiden dem Beobachter dargebotenen Doppelbildern sowohl die beiden unteren als auch die beiden oberen Einzelbilder zu verschiedenen Enden der Standlinie gehören.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260622C true DE260622C (de) |
Family
ID=518253
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260622D Active DE260622C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260622C (de) |
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0
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