DE603075C - Entfernungsmesser fuer photographische Zwecke - Google Patents

Entfernungsmesser fuer photographische Zwecke

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DE603075C DEZ20087D DEZ0020087D DE603075C DE 603075 C DE603075 C DE 603075C DE Z20087 D DEZ20087 D DE Z20087D DE Z0020087 D DEZ0020087 D DE Z0020087D DE 603075 C DE603075 C DE 603075C
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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    • G03B13/18Focusing aids
    • G03B13/20Rangefinders coupled with focusing arrangements, e.g. adjustment of rangefinder automatically focusing camera
    • GPHYSICS
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    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/18Signals indicating condition of a camera member or suitability of light

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)

Description

  • Entfernungsmesser für photographische Zwecke Neuerdings benutzt man beim Photographieren vielfach Entfernungsmesser, um vom Aufnahmestandort aus ohne weiteres zu ermitteln, welche Einstellung man dem Aufnahmeobjektiv gegenüber der lichtempfindlichen Schicht zu geben hat, um ein scharfes Bild eines Objektes zu erhalten. Bekanntlich können nur solche Objekte, die in einer zur Objektwachse senkrechten Ebene, der Einstellebene, liegen, abgesehen von den von Eigenschaften des Objektivs abhängigen Bildfehlern, auf einer ebenen, zur Objektivachse senkrechten Schicht gleichzeitig scharf abgebildet werden, während alle vor oder hinter der Einstellebene gelegenen Punkte mehr oder weniger unscharf, d. h. als größere oder kleinere Zerstreuungskreise wiedergegeben werden. Bleibt der Durchmesser der Zerstreuungskreise unterhalb einer bestimmten, als zulässig bezeichneten Grenze, z. B. derjenigen, die durch die Sehschärfe des menschlichen Auges bei der Betrachtung des Bildes bestimmt ist, dann gelten auch die Bilder solcher außerhalb der Einstellebene gelegenen Punkte praktisch noch als scharf. Die Punkte in dem Objektraum, die dem größten Zerstreuungskreis, der noch als scharfe Abbildung eines Punktes gilt, entsprechen, sind nun dadurch festgelegt, daß ihnen die Differenz der beiden Winkel im Entfernungsmesser zugeordnet ist, unter welchen die Basis des Entfernungsmessers von einem als größter Zerstreuungskreis abgebildeten Punkte und einem Punkte der Einstellebene aus erscheint, die als parallaktische Winkeldifferenz bezeichnet und bei unveränderter Brennweite und Blendenöffnung des Objektives unabhängig von der Einstellentfernung ist. Ein außerhalb der Einstellebene gelegener Objektpunkt wird stets dann als größter zulässiger Zerstreuungskreis wiedergegeben, wenn seine parallaktische Winkeldifferenz gegenüber dementsprechenden Punkte der Einstellebene der größten zulässigen parallaktischen Winkeldifferenz gleich ist, unabhängig von der Entfernung, in welcher sich die Einstellebene befindet. Die Entfernungsdifferenz der beiden genannten Objektpunkte, oder, mit anderen Worten, die Tiefe des Objektraumes, dessen Punkte noch scharf wiedergegeben werden, ist um so größer, je größer die Entfernung der Einstellebene vom Objektiv ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit dem Entfernungsmesser nicht nur die Entfernung der Einstellebene vom Aufnahmestandort aus, sondern gleichzeitig auch die Grenzen des Entfernungsbereichs im Objektraum zu bestimmen, innerhalb dessen alle Objektpunkte mit dem auf die Einstellebene eingestellten Objektiv noch scharf auf der lichtempfindlichen Schicht abgebildet werden. Auf Grund der eingangs angestellten Überlegung kann man sich dabei die Unabhängigkeit der parallaktischen Winkeldifferenz von der Entfernung zunutze machen, indem man nach der Erfindung im Entfernungsmesser wenigstens eine Marke vorsieht, welche im Bildfelde sichtbar ist und der parallaktischen Winkeldifferenz zwischen einem Objektpunkte der Einstellebene eines photographischen Objektivs bei einer bestimmten Öffnung und einem Objektpunkte außerhalb derselben entspricht, dessen Abbildung in der Bildebene des Objektivs gleich dem größten, als scharfe Abbildung noch zulässigen Zerstreuungskreis ist. Da die Größe der Zerstreuungskreise und damit die parallaktische Winkeldifferenz von der Größe der Blendenöffnung des Objektivs abhängig ist, kann man den Entfernungsmesser auch so einrichten, daß für eine Reihe von verschiedenen Blendenöffnungen je eine Marke sichtbar ist. Ebenso kann man wegen der Abhängigkeit der parallaktischen Winkeldifferenz von der Brennweite des Objektivs auch je eine Marke für die verschiedenen Brennweiten vorsehen. Selbstverständlich kann an Stelle einer Marke auch ein Markensystem irgendwelcher geeigneten Art Verwendung finden. Zweckmäßig ist es, wenigstens je eine Marke für die beiderseits der Einstellebene gelegenen Objekträume vorzusehen, um über die Tiefe sowohl des vor als auch des hinter der Einstellebene gelegenen, scharf abgebildeten Objektraumes unterrichtet zu werden. Der Entfernungsmesser ist dabei in der Regel mit einer weiteren Marke zur Messung der Entfernung der Einstellebene selbst ausgestattet. Bei Anwesenheit zweier den Schärfentiefenbereich bestimmenden Marken kann jedoch auf die zur Einstellebene gehörende Marke auch verzichtet werden. Umgekehrt kann man auf die den Schärfentiefenbereich bestimmenden Marken verzichten, wenn man die zur Einstellebene gehörende Marke mit einer Entfernungsteilung verbindet, deren Einteilung so getroffen ist, daß jeweils die beiden benachbarten Teilstriche eines der Einstellebene zugeordneten Teilstriches zu den Grenzen des .einer bestimmten Blendenöffnung zugehörigen Schärfentiefenbereichs für die eingestellte Entfernung gehören, die zweitbenachbarten zu denen eines einer anderen Blendenöffnung zugehörigen Schärfentiefenbereichs usf.
  • Stellt man einen monokularen Standwinkelentfernungsmesser auf einen Punkt des Objektraumes ein, dann werden von allen Punkten, die vor oder hinter der Ebene des eingestellten Punktes liegen, zwei Bilder im Bildfelde des Entfernungsmessers erzeugt, die in Richtung der Basis des Entfernungsmessers um eine bestimmte Strecke, die Parallaxe, gegeneinander verschoben erscheinen. Alle Punkte, deren Bilder die gleiche Parallaxe zeigen, haben die gleiche parallaktische Winkeldifferenz gegenüber dem eingestellten Objektpunkte. Man wird deshalb zweckmäßig für photographische Zwecke bestimmte _ monokulare Entfernungsmesser so ausbilden, daß die Marke in dem Bildfeld des Entfernungsmessers eine zu dessen Basis parallele Strecke angibt, die der größten Parallaxe entspricht, welche die beiden Entfernungsmesserbilder eines vom Objektive noch scharf wiedergegebenen Objektpunktes im Bildfelde des auf die Einstellebene des Objektives eingestellten Entfernungsmesser aufweisen können. Die Marke kann also beispielsweise als eine in ihrer Länge deutlich begrenzte Linienmarke oder auch lediglich durch zwei durch kleine Striche oder Kreise bezeichnete Punktmarken verkörpert werden.
  • Die Bilder des Objektraumes bei stereoskopischen Entfernungsmessern setzen sich aus räumlichen Bildern der einzelnen Objektpunkte zusammen, die jeweils durch stereoskopische Vereinigung der beiden im Bildfelde der Okulare sichtbaren Bilder der Objektpunkte entstehen. Um mit einem solchen Entfernungsmesser einen Objektpunkt zwecks Bestimmung seiner Entfernung vom Standorte des Beobachters aus einsteilen zu können, sind in der Regel in den beiden Okularbildfeldern Markenhalbbilder angebracht, durch deren stereoskopische Vereinigung eine Marke mit bestimmter scheinbarer Entfernung entsteht. Liegt ein Objektpunkt in derselben scheinbaren Entferung, dänn ist damit seine wirkliche Entfernung bekannt. Um eine bestimmte parallaktische Winkeldifferenz gegenüber diesem Objektpunkte festzulegen, wird man einen stereoskopischen Entfernungsmesser mit einer diese Winkeldifferenz verkörpernden stereoskopischen Marke versehen, welche aus je einem im Bildfelde der beiden Okulare sichtbaren Halbbilde besteht und die in dem Bildfeld des auf die Einstellebene des Objektivs eingestellten Entfernungsmessers in der scheinbaren Entfernung eines Objektpunktes liegt, der als größter zulässiger Zerstreuungskreis vom Objektive -wiedergegeben wird. Auch bei dieser Art Entfernungsmesser kann man wiederum wenigstens je eine Marke für die beiderseits der Einstellebene gelegenen Ob- jekträume vorsehen.
  • Bekanntlich sind die Objektive von Aufnahmekammern in der Regel mit einer Blende ausgestattet, welche das Offnungsverhältnis" der Objektive zu verkleinern gestattet. Läßt man stets die gleiche Größe für den Durchmesser des größten zulässigen Zerstreuungskreises zu, dann ist mit veränderlichem Öffnungsverhältnis auch die Größe der zugehörigen parallaktischen Winkeldifferenz v eränderlich. Es ist deshalb angebracht, sowohl bei monokularen als auch bei stereoskopischen Entfernungsmessern die Marke so einzurichten, daß ein Teil derselben im Bildfelde so verschieblich ist, daß-die Marke auf parallaktische Winkel verschiedener Größe einstellbar ist, wenn man es nicht vorzieht, für jede Größe der Blendenöffnung eine besondere Marke vorzusehen. Schließlich kann man eine mit einem solchen Entfernungsmesser ausgestattete photographische Kammer, deren Objektiv eine verstellbare Blende hat, in der Weise vervollkommnen, daß man den verschieblichen Markenteil derart mit der Blende kuppelt, daß die Marke jeweils den der eingestellten Größe der Blendenöffnung entsprechenden Schärfentiefenbereich für das Objektiv angibt.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Abb. i zeigt das erste -Ausführungsbeispiel, einen stereoskopischen Entfernungsmesser, in schematischer Darstellung in einem Mittelschnitt im Grundriß. In Abb. 2 und 3 sind die Bilder wiedergegeben, die sich dein Benutzer des Gerätes beim Einblick in das linke und das rechte Okular des Entfernungsmessers darbieten. Abb. q. und 5 zeigen entsprechende Bilder für eine andere Ausführungsform des Ausführungsbeispiels. Die Abb. 6 und Abb. 7 zeigen Grundrisse des zweiten Ausführungsbeispiels, eines monolularen Mischbildentfernungsmessers, und zwar Abb. 6 in der Draufsicht und Abb. 7 im Mittelschnitt. In Abb. 8 ist in kleinerem Maßstabe das Objektivbrett einer mit dem zweiten Ausführungsbeispiele ausgerüsteten photagraphischen Kammer im Seitenriß angegeben. Im gleichen Maßstabe stellt Abb. 9 einen Aufriß der Abb. 8 dar. Abb. io zeigt das Bild, welches sich dem Benutzer des Gerätes beim Einblick in das Okular des Ausführungsbeispiels darbietet.
  • Der stereoskopische Entfernungsmesser (Abb. i) besteht aus zwei Fernrohren, deren jedes mit einem Objektiv i und einem Okular 2 ausgestattet ist. Vor jedes Objektiv i ist ein Prisma 3 mit fünfeckigem Querschnitt geschaltet, welches die eintretenden Abbildungsstrahlen mittels einer zweimaligen Spiegelung um einen rechten Winkel ablenkt. In den Objektivbildebenen sind Blenden .I angebracht, die die Bildfelder kreisförmig begrenzen. Zur nochmaligen Ablenkung der Abbildungsstrahlen um einen rechten Winkel in die Richtungen der Okularachsen dienen Dreiecksprismen 5, deren spiegelnde Flächen als Dachflächen ausgebildet sind, so daß außer einer Seitenvertauschung des abbildenden Strahlenbündels auch eine Höhenvertauschung bei der Ablenkung stattfindet und die von den Objektiven i erzeugten und mit den als Lupen wirkenden Okularen :2 betrachteten Bilder vollständig umgekehrt sind. Dicht neben der Blende 4. des linken Fernrohrs ist eine planparallele Glasplatte 6 in waagerechter Richtung verschieblich angebracht. Die der Blendenebene zugekehrte Oberfläche dieser Glasplatte 6 trägt drei in einer waagerechten Linie angeordnete Punktmarkenhalbbilder 7', 8', 9' (Abb. 2). Neben der Blende 4 des rechten. Fernrohrs ist eine Schlittenführung io angebracht, auf welcher ein Schlitten i i in lotrechter Richtung v erschieblich ist. Der Schlitten i i ist selbst wieder als Schlittenführung ausgebildet und trägt einen zweiten, in lotrechter Richtung verschieblichen Schlitten 12. Im Schlitten 12 ist eine planparallele Glasplatte 13 gefaßt, deren dicht neben der Blendenebene befindliche Oberfläche drei Reihen von Punktmarkenhalbbile dern (Abb. 3) trägt. Drei Halbbilder 7", 8" und 9" dieser Reihen liegen jeweils auf einer Waagerechten. Sämtliche Halbbilder 8" der mittleren Halbbilderreihe liegen auf einer Lotrechten.
  • Beim Gebrauch des Entfernungsmessers dienen die mittleren Markenhalbbilder 8' und 8" zur Messung der Entfernung zwischen dem Standorte des Beobachters und dem Gegenstande, welcher photographiert werden soll, indem durch stereoskopische Vereinigung der Halbbilder 8' und 8" eine räumliche Marke 8 erzeugt- wird, deren scheinbare Entfernung durch Verschieben der Glasplatte 6 geändert und der Entfernung des zu photographierenden Gegenstandes angepaßt wird, wobei in bekannter Weise mit Hilfe einer (nicht dargestellten) Ablesevorrichtung die eingestellte Entfernung ermittelt werden kann. Die Halbbilder jeder Reihe auf der Glasplatte 13 sind zweckmäßig gleich weit voneinander entfernt. Die äußeren Halbbilderpaare 7', 7" und 9', 9", die auf einer Waagerechten liegen, ergeben durch stereoskopische Vereinigung wiederum zwei räumliche Marken (7) und (9), deren linke (7) bei der gezeichneten Anordnung näher und deren rechte (9) ' ferner als die aus dem Halbbilderpaar 8', 8" entstehende Marke (8) am Standorte zu liegen scheint. Die Lage der Halbbilderpaare 7', 7" und 9', 9" auf den Glasplatten 6 und 13 ist so gewählt, daß bei eingestelltem Entfernungsmesser die scheinbaren Entfernungen der Marken (7) und (9) der Entfernung von Objektpunkten entsprechen, die von einem bestimmten, auf die scheinbare Entfernung der Marke (8) eingestellten photographischem Objektive mit bestimmter Blendenöffnung in der Bildebene als größte zulässige Z2rstreuungskreise abgebildet werden. Durch Verschieben des Schlittens 12 mit der Glasplatte 13 auf dem Schlitten ii kann der parallaktische Winkel der durch die scheinbaren Entfernungsunterschiede zwischen den äußeren Marken (7) und (9) und der Marke (8) bestimmten Schärfentiefe geändert werden. Die Verschiebungen haben stets so zu erfolgen, daß jeweils drei Halbbilder 7", 8" und g" mit den Halbbildern T, 8' und 9' in einer Waagerechten liegen. Je eine solche aus drei Halbbildern 7", 8" und 9" bestehende waagerechte Reihe kann einer bestimmten zugelassenen Tiefenunschärfe zugeordnet sein, die zweckmäßig in Tausendsteln der Brennweite des zu benutzenden Objektivs anzugeben ist. Ist die Tiefenunschärfe mit Rücksicht auf die Art des zu photographierenden Gegenstandes festgelegt, dann kann man durch Verschieben der Glasplatte 13 mit Hilfe des Schlittens i i auf der Schlittenführung io Veränderungen der Blendenöffnung des Objektivs, die zu der Aufnahme gerade benutzt werden soll, Rechnung tragen.
  • Bei einer zweiten Ausführungsform (Abb.4 und 5) des Entfernungsmessers bestehen die auf der Glasplatte 6 angebrachten Halbbilder aus kurzen Strichen 7°, 8° und 9°, die in verschiedenen Höhen liegen. Auf der Glasplatte 13 sind drei Striche aufgetragen, und die Blende 4 bedeckt das ganze Gesichtsfeld mit Ausnahme eines der Anordnung und Größe der Halbbilder 7°, 8°, 9° entsprechenden Streifens 4', so daß von den Strichen lediglich Stücke 7"', 8"' und 9"' sichtbar sind, welche die anderen Halbbilder der stereoskopischen Marken (7), (8) und (9) bilden. Die Anordnung der Striche mit den Halbbildern 7"', 8"', 9"' entspricht der Anordnung der Halbbilderreihen 7", 8" und 9" bei der ersten Ausführungsform des Gerätes. Der Höhenunterschied der Halbbilder bezweckt, daß beim Gebrauch des Gerätes nicht etwa nicht zusammengehörige Halbbilder zu einer stereoskopischen Marke vereinigt werden können. Der Gebrauch dieser Ausführungsform des Gerätes ist im übrigen dem der ersten Ausführungsform vollkommen gleich. Durch Verschieben der Glasplatte 13 in lotrechter Richtung ändert sich der Abstand der Halbbilder 7"', 8"' und 9"' kontinuierlich, während die erste Ausführungsform nur eine sprungweise Änderung der Abstände der Halbbilder 7", 8" und 9" gestattete.
  • Die lotrechten Verschiebungen der Glasplatte 13 könnten außer zur Anpassung an die Blendenöffnung des Objektivs auch zur Anpassung der Tiefenmessung an den Augenabstand des Benutzers dienen und könnten schließlich auch bei weiter abgeänderten Ausführungsformen des Beispiels durch Konvergenzänderungen der beiden äußeren Striche mit den Halbbildern 7"' und 9"' bzw. der beiden äußeren Halbbilderreihen 7" und 9" ersetzt sein.
  • Der Mischbildentfernungsmesser des zweiten Ausführungsbeispiels hat ein Gehäuse 14 (Abb.6 und 7), welches im mittleren Teil als Prismengehäuse 15 ausgebildet ist, während an den beiden äußeren Enden je ein Objektiv 16 gefaßt ist. Vor dem linken Objektiv 16 ist in einem Prismengehäuse 17 ein Fünfeckprisma 18 fest gelagert, während vor dem rechten Objektiv 16 in einem Prismengehäuse i9 ein Prismenstuhl 2o um eine lotrechte Achse 21 drehbar ist, der ein Fünfeckprisma 22 enthält. Das Prismengehäuse 15 enthält ein Strahlenvereinigungsprisma, dessen beide Teile 23 und 24 miteinander verkittet sind, wobei die Kittfläche 25- halbdurchlässig verspiegelt ist. An das Prisma a4 schließt sich ein Dreiecksprisma 26 zur Ablenkung der Abbildungsstrahlen um einen rechten Winkel nach oben in ein dem Prisinengehäuse 15 aufgesetztes Okular 27. Dicht neben -16 liegen der die Brennebene Oberflächen des 28 linken und 29 Objektivs zweier planparallelen Glasplatten 30 und 31, von denen die erstgenannte fest im Gehäuse 14 gefaßt ist, während die zweite von einem Schieber 32 getragen wird, der in einem kastenartigen Ausbau 33 des Gehäuses 14 parallel zur Brennebene des linken Objektivs 16 verschieblich ist. Jede der benachbarten Oberflächen 28 und 29 trägt eine Strichmarke (Abb. io), von denen demnach die eine, die mit 34 bezeichnet ist, fest und die andere, mit 35 bezeichnete, in waagerechter Richtung verschieblich ist. An der Achse 21 ist ein mit einem Knopf 36 versehener Zeiger 37 befestigt, zu dem eine Entfernungsteilung 38 auf dem Gehäuse 14 gehört.
  • Der Entfernungsmesser ist in der in den Abb. 8 und 9 dargestellten Lage auf dem Objektivbrett 3 j einer photographischen Kammer befestigt zu denken, deren Objektiv 4.o mit einer mittels eines Rändelrings 41 verstellbaren Blende ausgestattet ist. Die Fassung 42 des Objektivs 40 trägt in bekannter Weise einen Zeiger 43, während der Rändelring 41 mit der dazugehörigen Teilung 44 der Blendenöffnungen versehen ist. Der Schieber 32 ist mit einem gabelförmigen Ende 45 versehen. Hier greift .der eine Arm eines Hebels 46 an, der auf dem Objektivbrett 39 in einem Lager 47 drehbar ist und dessen anderer Arm einen Knopf 48 trägt, der mit Hilfe einer am Objektivbrett 39 befestigten Feder 49 gegen die rückwärtige Fläche des Rändelrings 41 gepreßt wird, auf der eine Führungsleiste 5o angebracht ist. Die Wirkungsweise von Entfernungsmessern der beschriebenen Bauart ist bekannt. Die von den Objektiven 16 entworfenen Bilder werden durch die halbdurchlässig verspiegelte Kittfläche 25 im Okular 27 übereinanderliegend sichtbar, wobei die Bilder verschieden weit entfernter Punkte des Objektraumes eine verschieden große Parallaxe aufweisen. Für einen bestimmten Punkt, dessen Entfernung ermittelt werden soll, kann diese Parallaxe durch Drehen des Zeigers 37 am Knopfe 36 zum Verschwinden gebracht werden. Decken sich die beiden Bilder des Punktes im Gesichtsfelde des Okulars 27, dann zeigt der Zeiger 37 auf der Teilung 38 die Entfernung des Punktes vom Standorte an. Der Abstand der beiden Marken 34 und 35 voneinander entspricht einer bestimmten Parallaxe, also einem bestimmten parallaktischen Winkel. Dieser Wert ist in Abhängigkeit von der Blendenöffnung des Objektivs .4o veränderlich, weil beim Verändern der Größe der Blendenöffnung durch Drehen des Rändelrings 41 der Hebel 46 mit dem Knopfe 48 unter dem Druck der Feder .y.9 der veränderten Höhe der Führungsleiste 5o entsprechend eingestellt wird, wodurch sich der Schieber 32 mit der Glasplatte 31 und demgemäß auch die Strichmarke 34 unverändert ihre Lage beibehält. Der kleinste Abstand der beiden Strichmarken 34 und 35 ist so zu wählen, daß er bei vollständig geöffneter Blende die Parallaxe der Bilder eines Objektpunktes angibt, der bei scharfer Abbildung des im Entfernungsmesser eingestellten Objektpunktes durch das Objektiv .4o von diesem Objektiv als größter zulässiger Zerstreuungskreis abgebildet wird. Die Form der Führungsleiste 5o und das Übersetzungsverhältnis des Hebels 46 sind so zu wählen, daß beim Verkleinern der Blendenöffnung der Abstand der Strichmarken 34 und 35 auf diejenige Parallaxe vergrößert wird, welche Punkten des Objektraumes zukommt, die nunmehr als größte zulässige Zerstreuungskreise vom Objektiv 4o abgebildet werden. Hat man also mit dem Entfernungsmesser die Entfernung des zu photographierenden Objektes bestimmt, dann stellt man das Objektivbrett 39 der Kammer auf diese Entfernung ein und wählt die für die Aufriahme zu benutzende Blendenöffnung. Durch Einstellen der Blende mit dein Rändelring 41 wird gleichzeitig die für die Aufnahme in Betracht kommende Schärfentiefe eingestellt. Sie kann nunmehr so ermittelt werden, daß man im Objektraum je einen vor und hinter dem zu photographierenden Ob- jekt gelegenen Punkt aufsucht, dessen beide Bilder mit je einer der beiden Strichmarken 3.i und 35 gleichzeitig zur Deckung gebracht werden können. Die Entfernungsdifferenz dieser beiden so ermittelten Objektpunkte umfaßt denjenigen Teil des Objektraumes, innerhalb dessen alle Punkte vom Objektiv 40 noch scharf abgebildet werden. Demgemäß kann man auch umgekehrt so vorgehen, daß zu einem abzubildenden Objekt mit bestimmter Tiefenausdehnung mit Hilfe der Strichmarken 34 und 35 die Blendenöffnung für das photographische Objektiv 4o bestimmt wird.

Claims (6)

  1. PA'L'EN'rANS1'1tÜC:tiL: i. Entfernungsmesser für photographische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Entfernungsmesser wenigstens eine Marke vorgesehen ist, welche im Bildfelde sichtbar ist und der parallaktischen Winkeldifferenz zwischen einem Objektpunkt der Einstellebene eines photographischen Objektivs bei einer bestimmten Öffnung und einem Objektpunkt außerhalb derselben entspricht, dessen Abbildung in der Bildebene des Objektivs gleich dem größten, als scharfe Abbildung noch zulässigen Zerstreuungskreis ist.
  2. 2. Entfernungsmesser nach Anspruch i, gekennzeichnet durch wenigstens je eine Marke für die beiderseits der Einstellebene gelegenen Objekträume.
  3. 3. Monokularer Standwinkelentfernungsmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Marke in dem Bildfeld des Entfernungsmessers eine zu dessen Basis parallele Strecke angibt, die der größten Parallaxe entspricht, welche die beiden Entfernungsmesserbilder eines vom Objektiv noch als größter zulässiger Zerstreuungskreis abgebildeten Objektpunktes im Bildfelde des auf die Einstellebene des Objektivs eingestellten Entfernungsmessers aufweisen können.
  4. 4. Stereoskopischer Entfernungsmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Marke aus je einer im Bildfelde der beiden Okulare des Entfernungsmessers vorgesehenen Halbmarke besteht, welche durch stereoskopische Vereinigung eine Raummarke ergeben, die in der scheinbaren Entfernung eines Objektpunktes liegt, der als größter zulässiger Zerstreuungskreis vom Objektiv wiedergegeben wird.
  5. 5. Entfernungsmesser nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Marke so verschieblich ist, daß 3 sie auf parallaktische Winkel verschiedener Größe einstellbar ist.
  6. 6. Mit einem Entfernungsmesser nach Anspruch 5 ausgerüstete photographische Kammer, deren Objektiv eine verstellbare Blende hat, dadurch gekennzeichnet, daß der verschiebliche Markenteil mit der Blende derart gekuppelt ist, daß die Marke jeweils den der eingestellten Größe der Blendenöffnung entsprechenden Schärfentiefenbereich für das Objektiv angibt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742175C (de) * 1936-10-30 1943-11-24 Dr Herbert Becker Entfernungsmesser, insbesondere fuer fotografische Zwecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742175C (de) * 1936-10-30 1943-11-24 Dr Herbert Becker Entfernungsmesser, insbesondere fuer fotografische Zwecke

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