DE555863C - Selbstreduzierender Entfernungs- oder Hoehenmesser mit Messlatte am Ziel - Google Patents

Selbstreduzierender Entfernungs- oder Hoehenmesser mit Messlatte am Ziel

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DE555863C
DE555863C DE1930555863D DE555863DD DE555863C DE 555863 C DE555863 C DE 555863C DE 1930555863 D DE1930555863 D DE 1930555863D DE 555863D D DE555863D D DE 555863DD DE 555863 C DE555863 C DE 555863C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/26Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object
    • G01C3/28Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object with provision for reduction of the distance into the horizontal plane
    • G01C3/30Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object with provision for reduction of the distance into the horizontal plane with adaptation to the measurement of the height of an object, e.g. tacheometers

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Description

  • Selbstreduzierender Entfernungs- oder Höhenmesser mit Meßlatte am Ziel Die Erfindung betrifft ein Vermessungsgerät, mit dem entweder die Horizontal- oder die Vertikalprojektion eines Zielstrahles an einer im Zielpunkt aufgestellten Meßlatte unmittelbar abgelesen werden kann. Für solche Geräte ist es bekannt, den parallaktischen Winkel selbsttätig in Abhängigkeit von der Neigung des Zielfernrohres zu ändern. Man kennt zwei Möglichkeiten zur optischen Änderung dieses Winkels. Die eine Möglichkeit ergibt sich entweder aus der Bewegung spiegelnder Flächen oder aus der Bewegung eben brechender Flächen (Keilen oder planparallelen Platten). Bei Verwendung von Keilen besteht die Bewegung gewöhnlich in einer Drehung um die Ziellinie des Fernrohres. In diesem Falle sind die Keile stets paarweise wirksam, und zwar so, daß entweder beide Keile sich in entgegengesetztem Sinne je um den Neigungswinkel der Ziellinie drehen (Patent 371 078) oder daß ein Keil feststeht, während der andere Keil sich um den doppelten Neigungswinkel dreht (Z. f. Instrumentenkunde 1930, S. 526 bis 53o).
  • Die zweite Möglichkeit zur optischen Änderung des parallaktischen Winkels besteht in einer Bewegung der bilderzeugenden Glieder des Fernrohres. Zu dieser Gruppe gehört die Einrichtung der Erfindung, bei der die Änderung durch Drehung des oder der Objektive erzielt wird. Eine Vorrichtung dieser Art ist bereits von Au b e 11 angegeben worden. Bei ihr ist nach dem Heliometerprinzip das Objektiv eines Einzelfernrohres in zwei Teillinsen zerschnitten. Die Teile sind hier längs ihrer Trennungslinie, und zwar um einen festen, unveränderlichen Betrag verschoben. Die beiden Halblinsen stellen also bei diesem bekannten Gerät zusammen mit einer Zielmarke ein Doppelfernrohr dar, dessen beide Zielachsen einen unveränderlichen Winkel miteinander bilden. Liegt dieser Winkel in der durch Standpunkt und Meßlatte bestimmten Ebene des Meßdreiecks, so ist er in seiner ganzen Größe als parallaktischer Winkel wirksam. Bei einer Drehung der fest verbundenen Halblinsen um die Fernrohrachse wird in der Ebene des Meßdreiecks nur die Projektion des Zielachsenwinkels als parallaktischer Winkel wirksam. Die Änderung des parallaktischen Winkels wird also bei der Aubellschen Vorrichtung durch Änderung der Projektion eines konstanten Zielachsenwinkels erzielt.
  • Bei einer derartigen Einrichtung ist nun eine einfache, etwa durch Zahnräder bewirkbare, ein konstantes übertragungsverhältnis ergebende Kuppelung zwischen Kippeinrichtung des Fernrohres und Dreheinrichtung des zerschnittenen Objektivs offenbar nur dann möglich, wenn die Reduktion des parallaktischen Winkels gemäß der einfachen, bei horizontaler Meßlatte in Frage kommenden Beziehungen, nämlich proportional dem Cosinus oder dem Sinus des Neigungswinkels der Ziellinie erfolgen soll. Die beim Gebrauch von stehenden Meßlatten auftretende, Abhängigkeit des parallaktischen Winkels gemäß cos?a und 11, sinla machen hier umständliche Übertragungseinrichtungen (Kurvenführungen) zwischenKippbewegung undDrehung der Linsenfassung notwendig. Ähnliches gilt auch für andere nach dem Heliometerprinzip gebaute Einrichtungen (Patent 390 207).
  • Dieser Nachteil der bekannten Vorrichtungen und zugleich ein weiterer Nachteil, der in einer geminderten Bildqualität liegt, wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß an Stelle eines aus Halblinsen gebildeten Doppelfernrohres eine Verbindung von zwei Fernrohren mit Vollinsen gleicher Brennweite verwendet wird, bei denen der Winkel zwischen den Zielachsen auf mechanisch einfachste Weise erzielt wird, nämlich durch Drehung einer oder auch beider Vollinsen, die exzentrisch in der drehbaren, mit der Kippeinrichtung des Fernrohres zwangsläufig verbundenen Fassung gelagert sind. Gegenüber den mit drehbaren Keilen arbeitenden Einrichtungen (Z. f. Instrumentenkunde, 1930, S. 526 bis 33o) besteht der technische Fortschritt dieser Neuerung in einer größeren Unempfindlichkeit gegen Temperatureinflüsse.
  • Die Zeichnung zeigt in Abb. i bis 3 schematische Schnitte durch die optischen Achsen des Gerätes in verschiedenen Stellungen, Abb. 4 eine schematische Darstellung der Bildänderungen und Abb. 5 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel des neuen Vermessungsgeräts. In Abb. i, die einen schematischen, senkrechten Schnitt durch die beiden optischen Achsen eines Doppelfernrohrgeräts für die Messung an einer stehenden Latte zeigt, sind die beiden Fernrohre der Anschaulichkeit wegen zunächst übereinander gezeichnet. Bei dem ausgeführten Vermessungsgerät liegen sie nebeneinander.
  • Die Zielachse 1-2 des oberen, aus dem Objektiv 3, der Zielmarke i und dem Okular 4 bestehenden Fernrohres sei gegen die (anfängliche) Lage der Zielachse 5-6 des aus dem Objektiv 7 der Zielmarke 5 und dem Okular 8 bestehenden unteren Fernrohres um den Winkel geneigt. Verschiebt man jetzt (Abb. 2) das Objektiv des unteren Fernrohres um einen bestimmten festen Betrag, so daß die neue Lage der Zielachse 5-6' mit der ursprünglichen Lage 5-6 ebenfalls den Winkel bildet, und denkt man sich dann das untere Fernrohr parallel mit sich selbst so verschoben, daß die Zielmarken beider Fernrohre zusammenfallen, so, erhält man die in Abb. 3 dargestellte Lage, in der beide Zielachsen den (parallaktischen) Winkel cü miteinander einschließen. In dieser Lage mögen die beiden Zielachsen 1-6' und 1-2 auf einer zur ursprünglichen Richtung 1-6 der Achse des unteren Fernrohres lotrechten Geraden die Punkte 60', 60 und 20 treffen. Dreht man jetzt die Fassung des zur Fernrohrachse 1-6 exzentrischen Objektivs um diese Achse, und zwar um einen Winkel 2 a, so wird an der Zielmarke i ein Punkt 60" (vgl. den Aufriß in Abb.4) erscheinen, dessen lotrechter Abstand 6 0 "-2o von Punkt 20 gleich ist, wenn man die Strecke z-60 als Streckeneinheit ansieht und der Winkel au in analytischem Maße angegeben ist. Man erkennt also, daß es bei dieser Anordnung möglich ist, eine. Reduktion des parallaktischen Winkels co gemäß der für eine stehende Meßlatte geforderten Beziehung a) - cos=a. durch eine in konstantem Verhältnis zur Fernrohrneigung stehende Drehung der Objektivfassung zu erzielen. Im beschriebenen Falle war das Objektiv bei waagerechter Lage des Fernrohres im lotrechten Sinne dezentriert; aus Abb. 4 ist nun zu ersehen, daß bei einer Dezentrierung des Objektivs im waagerechten Sinne eine Drehung der Objektivfassung um 2 a den parallaktischen Winkel gemäß der für die Höhenmessung bei stehender Meßlatte geltenden Beziehung sin 2 a verändert. Bei geeigneter Anordnung der festen Zielachse des einen Fernrohres und Drehung des Objektivs des anderen Fernrohres um den Neigungswinkel a selbst ergeben sich die für Reduktion von Beobachtungen an waagerechten Meßlatten bekannten einfachen Beziehungen c) - cos a bzw. co - sin a. Der angestrebte Zweck der gesetzmäßigen und zwangsläufigen Änderung des Winkels zwischen beiden Fernrohrzielachsen kann erfindungsgemäß auch durch exzentrische Anordnung und Drehung beider Objektive erzielt werden.
  • Das dargestellte Ausführungsbeispiel des Vermessungsgerätes (Abb. 5) nach der Erfindung zeigt eine Form, die eine für die Verwendung bei stehender Meßlatte geeignete Entfernungs- und Höhenmeßeinrichtung der beschriebenen Art vereinigt.
  • Diese Abb.5 zeigt, neben einer in die Zeichenebene umgeklappten Ansicht der seitlichen Objektive, einen schematischen Schnitt durch die optischen Achsen der drei Fernrohre 2o bis 22, deren gemeinsames, mit waagerechten und lotrechten Zielfaden versehenes Gesichtsfeld durch das Okular 23 betrachtet wird. Das mittlere, 21, der drei Fernrohre dient zum unmittelbaren Einstellen auf die Meßlatte, mit welcher der Nullpunkt des waagerechten Zielfadens durch entsprechende Neigung des Fernrohres zur Deckung gebracht wird. Bei dieser Neigungseinstellung wälzen sich in bekannter Weise die in Zylinderform die Körper der Fernrohre 2o und 22 umgebenden Kegelräder 24. und 25 auf den -fest, aber einstellbar am Fernrohrbock 26 angebrachten Kegelrädern 27 ab. Die zylindrischen Kegelräder 24 und 25 drehen sich bei einer Neigung v. der fest verbundenen Fernrohre um den Winkel 2 a mit den mechanischen Achsen der Fernrohre 2o und 22 als Drehachsen. Mit den drehbaren Zylindern, welche die Kegelräder 2,4 und 25 tragen, sind die Objektive io und i i fest verbunden. Beide Objektive sind gegen ihre Drehachsen exzentrisch gelagert, und zwar so, daß bei waagerechter Fernrohranlage das linke Objektiv io nach der Höhe, das rechte Objektiv i i aber seitlich eine exzentrische Stellung hat. Die Größe dieser Dezentrierung hängt von der Brennweite des Objektivs und der gewählten tachvmetrischen Konstanten ab. Soll diese Konstante den Wert ioo haben, so muß die lineare Exzentrizität gleich 1120o der Brennweite sein. Bei der durch das Kippen des Fernrohres herbeigeführten Drehung der Objektivfassung verschieben sich die in den seitlichen Fernrohren erzeugten Lattenbilder nach der Höhe, und zwar so, daß die am waagerechten Zielfaden, mit dem im Mittelfernrohr 2 der Lattennullpunkt eingestellt wurde, abzulesende Lattenbezifferung unmittelbar die waagerechte bzw. senkrechte Projektion der Zielstrahlenlänge ergibt. Bei der in der schematischen Abb. 3 angedeuteten Ausführungsform war die Zielachse r-2 des Fernrohres mit feststehendem Objektiv gegen die Drehachse 'i-6 um den Winkel geneigt. An Stelle einer solchen konstanten gegenseitigen Neigung zwischen Drehachse und der Achse des Fernrohres mit festem Objektiv kann man auch in bekannter Weise einen in Abb. 5 mit 12 bezeichneten Keil zum Erzeugen einer konstanten Ablenkung verwenden.
  • Die Drehung der Objektivfassungen erzeugt neben der für die Messung verwendeten lotrechten Lattenverschiebung auch eine seitliche Versetzung des Lattenbildes, die ohne Einfluß auf die Meßergebnisse ist. Mittels der durch Triebknöpfe 13 und 14 verschwenkbaren Spiegelprismen 15 und 16 oder auch durch andere bekannte Einrichtungen können die seitlich versetzten Bilder dem im Mittelfernrohr entstandenen Lattenbild bis zur Koinzidenz genähert werden. In diesem Falle wird es möglich, den Nullpunkt der Latte als Ablesemarke an den verschiedenen Lattenbildern zu benutzen, so daß also für die Messung der gesuchten Größen ein das gesamte Fernrohrgesichtsfeld durchlaufender waagerechter Zielfaden entbehrt werden kann.
  • Die Scharfeinstellung aller drei Fernrohre erfolgt durch gemeinsame Verschiebung von Zwischenlinsen 17, 18 und i g.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbstreduzierender Entfernungs- oder Höhenmesser mit Meßlatte am Ziel und mit zwei oder mehr Fernrohren, die zweckmäßig ein gemeinsames Okular haben und deren Zielachsen miteinander einen Winkel bilden, welcher sich beim Kippen des Fernrohres durch Drehung eines vorn an einem Fernrohr oder je eines vorn an zwei Fernrohren gelagerten optischen Körpers selbsttätig ändert, dadurch gekennzeichnet, daß das diesen Winkel ändernde vorgeschaltete optische Mittel das Objektiv (io oder ii) des betreffenden Fernrohres ist, das zur Fernrohrachse exzentrisch angebracht und exzentrisch drehbar ist.
DE1930555863D 1930-10-17 1930-10-17 Selbstreduzierender Entfernungs- oder Hoehenmesser mit Messlatte am Ziel Expired DE555863C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE555863T 1930-10-17

Publications (1)

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DE555863C true DE555863C (de) 1932-08-03

Family

ID=6564556

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930555863D Expired DE555863C (de) 1930-10-17 1930-10-17 Selbstreduzierender Entfernungs- oder Hoehenmesser mit Messlatte am Ziel

Country Status (1)

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DE (1) DE555863C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2527719A (en) * 1947-11-28 1950-10-31 Jesse L Greenstein Dual power split-field antitank telescope

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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