DE620576C - Sendeeinrichtung fuer Fernschreibmaschinen - Google Patents

Sendeeinrichtung fuer Fernschreibmaschinen

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DE620576C
DE620576C DES102988D DES0102988D DE620576C DE 620576 C DE620576 C DE 620576C DE S102988 D DES102988 D DE S102988D DE S0102988 D DES0102988 D DE S0102988D DE 620576 C DE620576 C DE 620576C
Authority
DE
Germany
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release
pawl
actuated
cam
transmission
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Expired
Application number
DES102988D
Other languages
English (en)
Inventor
Willy Skawran
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES102988D priority Critical patent/DE620576C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE620576C publication Critical patent/DE620576C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L17/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving codes wherein each character is represented by the same number of equal-length code elements, e.g. Baudot code
    • H04L17/02Apparatus or circuits at the transmitting end
    • H04L17/04Apparatus or circuits at the transmitting end with keyboard co-operating with code-bars
    • H04L17/06Contact operating means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. OKTOBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 620576 KLASSE 21a1 GRUPPE 1102
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Sendeeinrichtung für Fernschreibmaschinen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1932 ab
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung an Sendeeinrichtungen für Fernschreibmaschinen, insbesondere für Fernschreibmaschinen, die nach dem Start-Stop-System mittels Fünferalphabet arbeiten.
Eine derartige Sendeeinrichtung besteht im wesentlichen aus einer Anzahl von Wählschienen entsprechend dem zur Verwendung kommenden Alphabet, die durch eine Tastatür oder von einem Lochstreifen eingestellt werden. Die Stellung der Wählschienen wird von einer Kontaktanordnung abgetastet und mittels einer Nockenwelle, sogenannten Senderwelle, werden die entsprechenden Impulskombinationen auf die Leitung gegeben. Die Sendewelle wird durch einen ständig umlaufenden Motor über eine Reibungskupplung oder eine Einrückkupplung angetrieben. Die Auslösung der Sendewelle erfolgt jedesmal für einen Umlauf beim Drücken der in einer Tastatur vereinigten Tasten. Hiernach werden die Wählschienen gesperrt, um eine sichere Aussendung der eingestellten Impulskombinationen zu erreichen.
Diese bekannten Sendeeinrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß die Sicherheit der Aussendung einer eingestellten Impulskombination von der Schreibtechnik des Bedienenden abhängig ist. Es kann z. B. in der Zeit zwischen Drücken einer Taste und Sperrung der Wählschienen eine zweite Taste gedrückt werden, wodurch die bereits eingestellte Kombination wieder verändert wird, bevor durch die Sperrung der Wählerschienen ihre sichere Aussendung bewirkt ist.
Es sind auch Sendeeinrichtungen für Fernschreibmaschinen bekannt, bei denen nicht die Wählschienen, - sondern die Tastenhebel gesperrt werden. Die Sperrung erfolgt zwar unabhängig von der Auslösung der Sendewelle, doch ergibt sich bei einer derartigen Anordnung eine große Unsicherheit bezüglich der sofortigen Sperrung dadurch, daß die zu sperrenden Glieder, nämlich die Tastenhebel, während des Sperrvorganges bewegt werden. Es ist also ohne weiteres möglich, daß beim kurzzeitigen sogenannten spitzen Anschlag der Tasten die Sperrung nicht wirksam wird, da die Taste nur kurzzeitig in ihrer Tiefstellung war und die Zeit für das Einfallen der Sperrglieder nicht ausreichte, die Sperrung tatsächlich auszuführen.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile vermieden und eine bedeutend höhere Sicherheit der Sperrung der die Auswahl eines Buchstabens oder eines Zeichens bestimmenden Teile dadurch erzielt, daß eine Sperrung der Wählschienen selbst erfolgt.
Es wird somit unabhängig von der Auslösung der Sendewelle die Sperrung der Wählschienen bewirkt. Die Sendewelle wird erst durch die Freigabe des die Sperrung
*} Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Willy Skawran in Berlin-Spandau,
der Wählschienen bewirkenden Fallbügels ausgelöst. Die Sperrung und die EntSperrung des Fallbügels kann durch zwei voneinander unabhängige Glieder vorgenommen werden, wobei die EntSperrung durch einen von der Sendewelle betätigten Nocken erfolgt, der so angeordnet ist, daß er seine Ruhestellung un- - mittelbar nach Betätigung der Entsperrung erreicht. Der Fallbügel wird von einer Klinke ίο gehalten und bei Betätigung der Auslöseschiene freigegeben. Zur Sicherung der Freigabe des Fallbügels ist eine weitere Klinke vorgesehen, welche die den Fallbügel unmittelbar freigebende Klinke in ihrer Freigabestellung unabhängig von der Einstellung der Auslöseschiene hält. Diese zweite Klinke wird durch einen von der Sendewelle betätigten Nocken beeinflußt und gibt erst nach erneuter Auslösung die erste Klinke wieder frei.
- In der Fig. 1 ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel" schematisch dargestellt. Es w"ird nur der zum unmittelbaren Verständnis der Erfindung erforderliche Teil der Sendeeinrichtung für eine Fernsehreibmaschine, deren Auslösung elektrisch erfolgt, gezeigt. Unter den Tastenhebeln 1 befindet sich die Auslöseschiene 2 sowie fünf Wählschienen 3, von denen nur eine dargestellt ist. Mit Niederdrücken eines Tastenhebels werden die Wählschienen 3 je nach der Form ihrer Einkerbungen nach rechts oder links verschoben. Gleichzeitig wird auch die Auslöseschiene 2 nach links bewegt und gibt über · die Klinken 4 und 5 den Sperrbügel 6, der als Fallbügel ausgebildet ist, frei. Der Fallbügel 6 wird unter der Wirkung der Feder 7 herabgezogen und sperrt'so die eingestellten Wählschienen. Gleichzeitig gibt der FaIlbügel 6 mit seinem Ansatz 8 den unter der Einwirkung einer Feder stehenden Hebel 9 frei, so daß der Kontakt 11 geschlossen wird und über ein nicht dargestelltes Relais die Auslösung der Sendeachse 12 bewirkt. Auf der Sendeachse 12 befinden sich die Nocken 13, 14 und 15. Der Nocken 13 bewirkt die Rückstellung des Fallbügels, nachdem die Aussendung der durch die Wählschienen eingestellten' Impulskombinationen erfolgt ist. go Der Nocken 13 ist so eingestellt, daß er seine Ruhelage unmittelbar nach Betätigung des Fallbügels 6 erreicht. Der Nocken 15 betätigt eine Klinke 16, die zur Sicherung der Freigabe des Fallbügels vorgesehen ist und die den Fallbügel unmittelbar freigebende Klinke 5 in ihrer Freigabestellung unabhängig von der Einstellung der Auslöse-· schiene hält. "Hierdurch wird erreicht, daß im Fall eine Taste zweimal gedrückt werden soll, d. h. ein Doppelbuchstabe gegeben wird, die Taste das zweite Mal schon gedrückt werden kann, während der Sender das erstmalig getastete Zeichen über die Leitung sendet, ohne daß hierdurch das zweite Zeichen verlorengehen kann. Die Klinke 16 hält die Klinke 5 so lange in ihrer Freigabestellung, bis die Sendewelle die nächste Umdrehung begonnen hat und der Nocken 15 zur Wirkung kommen kann.
In der Fig. 2 ist ein Teil der eben besichriebenem Sendeeinrichtung für rein mechanische Auslösung der Sendewelle dargestellt. Der Fallbügel 6 gibt nach seiner Freigabe durch die Klinke S den Hebel 11 frei, wodurch jedoch nicht, wie in Fig. ί gezeigt, Kontakte betätigt werden und elektrisch die Auslösung der Sendewelle erfolgt, sondern unmittelbar über den Nocken 16 die Sendewelle freigegeben wird.

Claims (6)

80 Patentansprüche:
1. Sendeeinrichtung für Fernschreibmaschinen, insbesondere für Fernschreibmaschinen, die nach dem Start-Stop-Prinzig arbeiten, bei denen die Auswahl eines Buchstabens oder eines Zeichens bestimmende Teile unmittelbar nach ihrer Einstellung unabhängig von der Auslösung der Sendewelle gesperrt werden, dadurch gekennzeichnet, daß diese Sperrung durch Sperrung der Wählschienen selbst erfolgt.
2. Sendeeinrichtung nach Anspruch 1, ■ dadurch gekennzeichnet, daß die Sendewelle erst durch die Freigabe des die Sperrung der Wählschienen bewirkenden Fallbügels ausgelöst wird.
3. Sendeeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung und die Entsperrung des Fallbügeis durch zwei voneinander unabhängige Glieder vorgenommen wird.
4. Sendeeinrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entsperrung durch einen von der Sendewelle betätigten Nocken bewirkt wird, der so angeordnet ist, daß er seine Ruhestellung unmittelbar nach Betätigung der Entsperrung erreicht.
5. 'Sendeeinrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der von einer Klinke gehaltene Fallbügel nur durch Betätigung der Auslöseschiene freigegeben wird.
6. Sendeeinrichtung nach Anspruch 1 und- S, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung der Freigabe des Fallbügels eine weitere Klinke vorgesehen ist, welche die den Fallbügel unmittelbar freigebende Klinke in ihrer Freigabestellung unabhängig von der Einstellung der'Auslöseschiene hält.
7· Sendeeinrichtung nach Anspruch ι, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Klinke durch einen von der Sendewelle betätigten Nocken erst nach erneuter Auslösung wieder die erste Klinke freigibt.
.8. Sendeeinrichtung nach Anspruch i, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkungsdauer der Auslöseschiene auf die den Fallbügel freigebende Klinke durch einen von der Sendewelle betätigten Nocken begrenzt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DES102988D 1932-01-30 1932-01-30 Sendeeinrichtung fuer Fernschreibmaschinen Expired DE620576C (de)

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