DE620461C - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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DE620461C
DE620461C DEI47768D DEI0047768D DE620461C DE 620461 C DE620461 C DE 620461C DE I47768 D DEI47768 D DE I47768D DE I0047768 D DEI0047768 D DE I0047768D DE 620461 C DE620461 C DE 620461C
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DE
Germany
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acids
pyrazolone
carboxylic acid
methyl
aminophenyl
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Expired
Application number
DEI47768D
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English (en)
Inventor
Dr Heinrich Clingestein
Dr Carl Heusner
Dr Hans Roos
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/28Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component containing two aryl nuclei linked by at least one of the groups —CON<, —SO2N<, —SO2—, or —SO2—O—

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Es wurde gefunden, daß man zu wertvollen Diazotierungsfarbstoffen dadurch gelangt, daß man auf Diaminonaphthalinsulfonsäuren, die die Aminogruppen nicht in o- oder peri-Stellung zueinander enthalten, zweimal Nitrobenzoylchlorid einwirken läßt, die Nitrogruppen reduziert und die daraus durch Tetrazotieren erhaltenen Tetrazoverbindungen einerseits mit r-(3'-Aminophenyl)-3-methyl-5-pyrazölon bzw. r-(3'-Aminophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure oder -carbonsäurealky lester und andererseits mit der gleichen Kupplungskomponente oder mit einer anderen Gelbkomponente, die keine diazotierbare Aminogruppe enthält, wie z. B. Phenol, Phenoläther und Pyrazolonen bzw. deren Sulfonsäuren oder Carbonsäuren, kuppelt.
  • Eine Abänderung des Verfahrens besteht darin, daß man Monoacyldiaminonaphthalinsulfonsäuren der genannten Art einmal mit Nitrobenzoylchlorid kondensiert, nach der Reduktion das diazotierte Kondensationsprodukt mit einer Gelbkomponente ohne weiterdiazotierbare Aminögruppe und nach Abspaltung des Acylrestes im iVTaphthalinkern und Diazotieren mit z-(3'-Aminophenyl)-3-methyl- bzw. -carboxy- oder -carboxyalkylester-5-py razolon kuppelt.
  • Statt des i-(3'-Aminophenyl)-3-methyl-5'pyrazolons bzw. der i-(3'-Aminophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure oder -carbonsäurealkylester kann zur Kupplung selbstverständlich auch r-(3'-Nitrophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon bzw. r-(3'-Nitrophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure oder -carbönsäiirealkylester verwendet und die Nitrogruppe dann reduziert werden.
  • Gegenüber bekannten vergleichbaren Farbstoffen, die sich von den vorliegenden Farbstoffen dadurch unterscheiden, daß zu ihrem Aufbau statt Diaminonaphthalinsulfonsäuren andere Diaminoarylsulfonsäuren als Mittelkomponenten verwendet worden sind, weisen die neuen Farbstoffe den Vorteil auf, daß die mit ihnen hergestellten Färbungen besser ätzbar sind. -Beispiel i 249 kg 2, 6-di-(4'-aminobenzoylamino)-naphthalin-4-sulfonsaures Natrium werden in Wasser gelöst und mit 7 kg Natriumnitrit und 281 Salzsäure von z9,5°-Be bei 25 bis 30°C tetrazotiert. Die Tetrazoverbindung läßt man in eine mit 28 kg Natriumcarbonat versetzte Lösung von 19,5 kg z-(3'-Aminophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon einlaufen. Der erhaltene Disazofarbstoff ist ein hellgelbes Pulver. Er zieht auf Baumwolle in grüngelbem Farbton auf und behält diesen Farbton beim Entwickeln mit z-Phenyl-3-methyl-5-pyrazo- Ion auch bei. Die Färbungen haben ausgezeichnete Eigenschafter üid sind vor allem rein weiß ätzbar. Mit ß-Naphthol entwikkelt, erhält man- -ein - ebenfalls gut ätzbares gelbstichiges Orange.
  • Beispiel 2 24,9 kg i, 4-di-(q.'-afninobenzoylamino)-naphthalin-6-sulfoiisaures Natrium werden, wie in Beispiel i beschrieben, tetrazotiert. Die Tetrazoverbindung läßt man in eine neutrale Lösung von 16,3 kg i-(6'-Sulfo-2'-naphthyl)-3-methy1F5-pyrazolon laufen. Nach i Stunde ist die Kupplung beendet, ,vorauf noch 9,6 kg i-(3'-Aminophenyl)-3-methvl-5-pyrazolon und 28 kg Natriumcarbonat eingetragen werden. Der Disazofarbstoff unterscheidet sich von dem in Beispiel i beschriebenen durch einen=et-#vas röteren Farbton.
  • Beispiel 3 ,4o,7 kg 1-(4'-aminobenzoylamino)-4-formylaminonaphthalin-6- (bzw. -7) -sulfonsaures Natrium werden in Wasser gelöst und bei O' C mit 281 Salzsäure und i9,5° Be und 7 kg Natriumnitrit diazotiert. Die Diazoverbindung läßt man in eine Lösung von 28 kg Natriumcarbonat und 26 kg i-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon laufen. Nach beendeter Kupplung wird die Lösung des Farbstoffs zum Sieden erhitzt und congosauer gemacht, worauf sofort Abspaltung der Forinylgruppe eintritt. Der verseifte Monoazofarbstoff wird abgepreßt, mit Natriumcarbonat neutral gelöst und in sodaalkalischer Lösung reit -9,3 kg 4-Nitrobenzoylchlorid bei 6o bis 70° C kondensiert. - Das wiederum abgepreß'te Kondensationsprodukt wird. mit 4z kg Schwefelnatrium (krist.) in wäßriger Lösung bei 6o° C reduziert und nach beendeter Reduktion durch Aussalzen abgeschieden- und abgepreßt. Bei Raumtemperatur wird nun das reduzierte, neutral gelöste Kondensationsprodukt mit 281 Salzsäure i9,5° B6 und 7 kg Natriumnitrit weiterdiazotiert. Die abgeschiedene Diazoverbindung läßt man in eine Lösung von 28 kg - Natriumcarbonat und 19,5 kg 1-(3'-Aminophenyl)-3-methyl-5-pyr-., azolon einlaufen. Der Farbstoff hat die in Beispiel i angegebenen färberischen Eigenschaften. -Beispiel 4 2q.,9 kg i, 4-di-(4'-aminobenzoylamino)-naphthalin-6-sulfonsaures Natrium werden, wie in Beispiel i und 2 beschrieben, tetrazotiert. Die Tetrazoverbindung läßt man in eine mit 28 kg Natriumcarbonat versetzte Lösung von 25,2 kg i-(3'-Nitrophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure laufen. Die Kupplung ist sofort beendet. Mach einigen Stunden wird auf 8o° C angeheizt, und man läßt eine wäßrige Lösung von 42 kg Schwefelnatrium unter Milderung der dabei auftretenden Reaktionswärme zulaufen. Zur Vervollständigung der Reduktion wird die Temperatur i Stunde auf 8o° C gehalten, worauf der fertige Farbstoff in der üblichen Weise durch Aussalzen isoliert wird. Er liefert, auf der Faser reit ß-Naphthol entwickelt, ein Orange, mit i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon ein rotstichiges Gelb. Die Färbungen sind ausgezeichnet ätzbar, vor allem besser als die des entsprechenden Farbstoffs aus tetrazotierter i, 4-Di-(4'-aminobenzoylamino)-benzolsulfonsäure.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Azo farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, da] man Tetrazoverbindungen von Diaminen die durch Kondensation von Diamino naphthalinsulfonsäuren, welche die Amino gruppen nicht in o- oder peri-Stellung zu einander enthalten, mit Nitrobenzo-"#1 chlorid und darauffölgende Reduktion er hältlich sind, mit 2 Mol i - (3'-Amino phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon bzw. 1-(3' Aminophenyl)-5-pyrazolon-3 - carbonsäurE oder - -carbonsäurealkylester oder mi i Mol eines dieser Pyrazolone und i Mo einer anderen Gelbkomponente ohne diazotierbare Aminogruppe, wie z. B. Phenol Phenoläther und Pyrazolonen bzw. derer Sulfonsäuren oder Carbonsäuren, kuppelt 2. Abänderung des Verfahrens nacl Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daf man diazotierte Aminobenzoylaminonaphthalinsulfonsäuren, die durch Kondensation von Monaacyldiaminonaphthalinsulfonsäuren, welche .die Amino- und die Acylaminogruppe nicht in o- oder peri-Stellung zueinander enthalten, mit Nitrobenzoylchlorid und darauffolgende Reduktion erhältlich sind, mit einer Gelbkomponente ohne diazotierbare Aminogruppe kuppelt, darauf die Acylgruppe abspaltet, die freie Aminogruppe mit Nitrobenzoylchlorid kondensiert, die Nitrogruppe reduziert, die entstandene externe Aminogruppe diazotiert und die Diazoazoverbindung schließlich mit i-(3'-Aminophenyl)-3-methyl-5-pyraiolon bzw. 1-(3'-Aminophenyl) - 3 - methyl - 5 - pyrazolon-3-carbonsäure oder -carbonsäurealkylester kuppelt.
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