DE618684C - Verfahren zur Herstellung einer nicht agglomerierten, leicht auszulaugenden poroesenRoestblende auf dem Geblaeserost - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer nicht agglomerierten, leicht auszulaugenden poroesenRoestblende auf dem Geblaeserost

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DE618684C
DE618684C DE1930618684D DE618684DD DE618684C DE 618684 C DE618684 C DE 618684C DE 1930618684 D DE1930618684 D DE 1930618684D DE 618684D D DE618684D D DE 618684DD DE 618684 C DE618684 C DE 618684C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
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    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating
    • C22B1/20Sintering; Agglomerating in sintering machines with movable grates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer nicht agglomerierten, leicht auszulaugenden porösen Röstblende auf dem Gebläserost Es ist bekannt, daß man auf einem Gebläserost rohe Zinkblende unter Zumischung von Totröstgut abrösten kann. Die hierbei für die Aufgabemischungen verwendeten Schwefelgehalte schwanken je nach der Qualität des Erzes und des verwendeten Röstverfahrens zwischen 4 und 15 °/", wobei z. B. bei Verwendung eines Schwefelgehaltes von 4 bis 7 °/o eine Körnung des Totröstgutes_ von 1,6 bis 3,2, mm vorgeschlagen wird. Das Erzeugnis dieser Verfahren ist ein poröses, festes Sintergut, das in der Gasdurchlässigkeit und Festigkeit den Anforderungen des Zinkmuffelprozesses entspricht.
  • Es wurde auch schon vorgeschlagen,dieses Sintergut zur Laugung im Hinblick auf die elektrolytische Zinkgewinnung zu benutzen. Hierbei ergeben sich aber verschiedene Schwierigkeiten, die ein wirtschaftliches Arbeiten verhindern. In erster Linie muß der Sinterkuchen auf die für die Laugung geeignete Korngröße zerkleinert werden, was bei der Festigkeit des Materials erhebliche Zerkleinerungskosten verursacht. Das Eisen dieses Sintergutes liegt zum größten Teil als lösliches zwei- und dreiwertiges Eisen vor. Der oft verhältnismäßig schlechte Abröstungsgrad der Blende mit o,5 % Sulfidschwefel bedingt bei der Laugung eine weitere Vermehrung des Ferroeisens durch Reduktion von Ferrieisen, wodurch der Bedarf an Oxydationsmitteln stark erhöht wird. Bei der Neutralisation der Lauge und Füllung des Eisens mit diesem Gut entstehen Eisenhydroxydniederschläge, die 9o bis zoo % des Laugenvolumens ausmachen, wodurch eine wirtschaftliche Trennung von Zinklauge und Eisenhydroxydschlamm unmöglich wird.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt demgegenüber .die Herstellung einer nicht agglomerierten, leicht auszulaugenden Röstblende, die das Eisen in dreiwertiger, in verdünnter Schwefelsäure schwer löslicher Form enthält. Zu diesem Zwecke wird der Schwefelgehalt der Beschickung, entsprechend der Sinterungseigenschaft des Erzes, unter 5 °/o gehalten. Die Einstellung dieser Beschickung erfolgt durch Zumischen von 5 bis zo Teilen Totröstgut, von 4 bis 6 mm Korngröße zu z Teil Rohblende. An Stelle von Totröstgut lassen sich in der Mischung auch andere zinkoxyhaltige Materialien verwenden.
  • Der Erfolg dieser Röstung ist kein Agglo- merat, sondern ein körniges, lockeres Röstprodukt, in dem das Eisen durch Vermeidung der Agglomeration vollständig oxydiert ist und das in einer Form vorliegt, die in verdünnter Schwefelsäure unlöslich ist. Das Volumen des E.isephydroxydniederschlages beträgt bei Laugung dieses Materials nur ro bis 2o °/a des Laugevolumens. Umgekehrt ist der Abröstungsgrad dieses Röstproduktes bedeutend weitgehender als der des Röstgutes hochschwefelhaltiger Ausgangsmischungen. Das Laugenausbringen bei Laugung dieses Materials liegt ebenfalls höher, da wegen der geringeren Wärmeentwicklung keine Verschlackung und Ferritbildung eintritt.
  • Im Dauerbetrieb würden in Abhängigkeit vom Schwefelgehalt der Aufgabemischung beispielsweise folgende Schwefelgehalte im Totröstgut festgestellt:
    Schwefelgehalte
    in der Aufgabe- in Röstgut
    mischung
    3,19% 0,00 0,10
    396.0I0 - 0,08 °/0
    4,360/, 0"51/0
    4,92 % 0, I J 0/0
    Aus folgender Tabelle ist das Verhalten des Eisens an Oxydationssäuerstöff für die Oxydation des Eisens o. dgl. zu ersehen, insbesondere als Maß für die Menge des Eisens, das in zweiwertiger Form vorliegt, bei der Laugung von Röstgut:
    0/0 Schwefel Gelöstes Sauerstoff- Be-
    in der _ Eisen bedarf
    Aufgabe merkungen
    im I mg im I
    3,5 o,63 =z locker, körnig
    4 o,6 14 - -
    4,5 o,63 2o- - -
    i
    5 _- öl75_ 40 - - -
    .5,5 =J3 62, gesintert
    6 1,63 85 -
    6,5- 2,1 IIo - -
    .2,5 130 -
    Es . ist hieraus ersichtlich, daß - bei Röstrriischungen, deren Ausgangsschwefelgehalte über 5 0/0 liegen, infolge der eingetretenen Sinterung -die Eisenlöslichkeit und der Bedarf an Oxydationsmitteln in erheblichen! Maße steigt.
  • Durch Einhaltung der beschriebenen Bedingungen läßt sich dies vermeiden, und durch die Verminderung der teuren, sonst bei der Laugerei zuzusetzenden Oxydationsmittel und durch die Erleichterung bei der Laugung infolge der geringeren Eisenlöslichkeit lassen sich erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzielen. Weitere Vorteile des neuen Röstverfahrens liegen - in der Vermeidung von Zerkleinerungskosten für etwa notwendiges Retourgut; ferner kann durch alleinige Absiebung das für die Laugung notwendige Material in gewünschter Körnung erhalten werden.
  • Bei Verarbeitung dieser Beschickungen erwiesen sich .diese als so porös, daß man die Höhe der Beschickung bis zu 5o cm über dem Rost vergrößern konnte und dadurch ein bedeutend höheres Durchsatzvermögen des Apparates erreichte. Trotz dieser Leistungssteigerung ist die Wartung und mechanische Beanspruchung des Apparates gegenüber der Verarbeitung von schwefelreicheren Mischungen verschwindend gering.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer nicht agglomerierten, leicht auszulaugenden porösen.Röstblende -auf dem Gebläserost, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung "mit weniger als 50/, Sulfidschwefel, die man aus-etwa 5 bis zo Teilen totgerösteter Blende mit einer Körnung von 4 bis 6 mm und r Teil Rohblende erhält, der üblichen Röstung unterwirft.
DE1930618684D 1930-09-18 1930-09-18 Verfahren zur Herstellung einer nicht agglomerierten, leicht auszulaugenden poroesenRoestblende auf dem Geblaeserost Expired DE618684C (de)

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