DE618330C - Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Glycerin und Phthalsaeureanhydrid mit einem trocknenden OEl und einbasischen organischen Saeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Glycerin und Phthalsaeureanhydrid mit einem trocknenden OEl und einbasischen organischen Saeuren

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DE618330C
DE618330C DEG85394D DEG0085394D DE618330C DE 618330 C DE618330 C DE 618330C DE G85394 D DEG85394 D DE G85394D DE G0085394 D DEG0085394 D DE G0085394D DE 618330 C DE618330 C DE 618330C
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oil
glycerine
drying oil
phthalic anhydride
halogen
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DEG85394D
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Dipl-Ing Richard Weithoener
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Glasurit Werke M Winkelmann GmbH
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Glasurit Werke M Winkelmann GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/68Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
    • C08G63/682Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing halogens
    • C08G63/6824Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing halogens derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Glycerin und Phthalsäureanhydrid mit einem trocknenden Öl und einbasischen organischen Säuren Die durch Kondensation äquivalenter Mengen Phthalsäureanhydrid und Glycerin entstehenden Kunstharze bilden eine völlig unlösliche und umschmelzbare Masse und besitzen deshalb nur einen eng begrenzten technischen Wert. Um diese ungünstigen Eigenschaften zu beseitigen, wurde entweder das Phthalsäureanhydrid oder das Glycerin durch andere geeignete organische Säuren bzw. Alkohole teilweise ersetzt, wodurch eine Milderung der Reaktion eintritt. Hierdurch. gelingt es, Kunstharze herzustellen, welche schmelzbar bleiben, einen höheren oder tieferen Schmelzpunkt und eine bessere Löslichkeit aufweisen, so daß sie bei der Herstellung von Lacken, insbesondere Nitrocelluloselacken, Verwendung finden können.
  • Bei der Herstellung soldher Kunstharze für die Lackfabrikation wurden organische Säuren bevorzugt, welche für den gleichen Zweck von jeher in Verbindung mit Glycerin als Glycerinest eer dienten, also Kolophonium oder Abietinsäure, Leinölfettsäure, Holzölfettsäure; Soj.abohnenölfettsäure u. dgl. m. Als brauchbar haben sich außerdem alle organischen Monocarbonsäuren aliphatischer oder cyclischer- Natur ergeben. Schwierigkeiiten bereitete bisher das Verschmelzen mit leicht polymerisierenden Ölen, wie Holzöl und Leinöl. Bei Holzöl trat eii2e Verdickung und Gerinnung des Öls ein, bevor der Verbund mit der Phthalsäure-Glycerin-Kunstharzmas.se zustande gekommen war. Bei Lelliöl dagegen trat eine Verdickung und Gerinnung der Phthalsäure-Glycerin-Kunstlla.rzmasse .ein, bevor der Verbund mit dem Leimöl erfolgt. Diese Gerinnung, welche einem völligen Verderben des Schmelzgutes gleichkommt, ließ sich seither nur dadurch vermeiden, daß in dem jeweiligen Schmelzansatz prozentual sehr wenig Holzöl oder Leinöl vorhanden war. Ferner wurde möglichst viel Phthalsäureanhydrid durch eine einbasische organische Säure oder möglichst viel Glycerin durch einen :einwertigen oder zweiwertigen Alkohol ersetzt. Hierdurch wird ein weniger hochmolekulares Schmelzprodukt erhalten, welches gute Löslichkeit für Holzöl und Leinöl besitzt und bei der Bildung des Kunstharzes hiermit vereinigt bleibt. Nach einem anderen Vorschlag erfolgt die Kunstharzbildung in Gegenwart von hochsiedenden Lösemitteln, welche eine Trennung des Leinöles bzw. Holzöles- einerseits und der Phthalsäure -Anhydrid-Kunstharzmasse anderseits verhindern. Schließlich kann 'die Vereinigung der Kimst'harzmassen mit Holzöl oder Leinöl auch durchgeführt werden, indem man niedrige Verkochungstemperaturen bis zu'-25o' ,als Höchsttemperatur über sehr lange Zeiten anwendet und das Öl vor oder während der Reaktion zugibt.
  • Alle diese Verfahren ergeben Stoffe, welche schlechte Löslichkeit besitzen oder bei höheren Gehalten an hochsiedenden Lösemitteln für die Herstellung von Lacken von diesen Lösemitteln zuvor befreit werden müssen. Bei Gegenwart von viel Monocarbonsäuren sind sie sehr niedrig schmelzend und schwer trocknend und deshalb von ungünstiger Beschaffenheit für Lackfabrikate. Ein solches Kondensationsprodukt gleicht mehr einem klebrigen Balsam, welcher von allen möglichen Mitteln angegxeen und gelöst werden kann, als .einem. harten wirderstandsfähigen Kunstharz, das allen Einflüssen widerstehen kann, welchen hochwertige Lackierungen ausgesetzt sind.
  • Gegenstand der Erfindung ist ,ein. Verfahren, mit welchem @es gelingt, die Nachteile der nach den bekannten Verfahren hergestellten Kunstharze zu beseitigen und solche mit einem hohen Gehalt an Holzöl, Leinöl u. dgl. herzustellen, die überaus günstige ,Trocknungs- und Löseeigenschaften aufweisen, eine außerordentliche Wetterfestigkef besitzen und chemischen und mechanischen Einwirkungen hohen Widerstand bieten.
  • Das Verfahren beruht darauf, . daß man auf das Gemisch von Phthalsäureanhydrid, Glycerin, Harz, Leinöl oder Holzöl die geringe Menge eines Halogens, Fluor, Chlor, Brom oder Jod, und zwar etwa i Miss 2 %, einwixken läßt, wobei: sich Chlor und Brom in erster Linie als geeignet erwiesen haben. Noch zweckmäßiger und mit dem gleichen Erfolge läßt sich das Verfahren ausfühmen, wenn das Halogen in dem trocknenden Öl, Leinöl oder Holzöl fein verteilt wird, bevor die Kondensation mit den übrigen Stoffen erfolgt. Beispielsweise kann dieses geschehen, indem man ein inertes Gas, wie Kohlensäure oder Stickstoff, welches mit dem Halogen gemischt ist, in das Holzöl bzw. Leinöl einleitet, bis der Gehalt etwa i oder 2 % beträgt. Hierdurch wird ,eine gleichmäßigere Verteilung des Oles mit dem verdünnten Halogenerreicht und eine zu scharfe Reaktion vermieden, welche eintreten würde, wenn man das Halogen mit dem Öl vereinigt. -Durch die Einwirkung eines Halogens auf Holzöl oder Leinöl wird gleichzeitig deren Neigung, zu gerinnen, herabgesetzt und die Bildung :eines Kunstharzes aus Phthalsäure und Glycerin gesteigert. Deshalb, kann man bei diesem Verfahren mit einem verhältnismäßig geringen. Zusatz einer - einbasischen organischen Säure, z. B. Kolophonium, auskommen.
  • Zur Ausführung des Verfal-wens werden beispielsweise 45 ,Teile Phthals.äureanhydrid, 2oTeile Glycerin, 2o Teile Kolophonium und 30-Teile Holzöl, welches I bis 2 % Chlor oder Brom enthält, in einen Lackschmelzk essel .eingetragen. Dieses Gemisch wird innerhalb von 40 bis 45 Minuten auf 27o bis 28o° und in weiteren io Minuten auf über 300° erhitzt, worauf die Kunstharzbildung beendet ist. Man erhält,eine Kunstharzschmelze in,einer Ausbeute von 9o bis 92 %. Der Verlust ist größtenteils Reaktionswasser, welches durch dne Bildung von Phthalsäureglycerinester entsteht, dazu sowohl ein geringer Verlust an Phthals,äureanliydriid als auch an Glycerin. Die Kunstharzschmelze wird dann in einem Gemisch von i o 5 Teilen Kristallöl und 3-5 Teilen Solventnaphtha (Lösungsbenzol I) gelöst. Man erhält 24o,Teile eines fertigen Lackes, welcher nach Zusatz von Sikkativ sowohl als farbloser überzugslack für alle lacktechnischen Zwecke dienen als auch nach Anreiben mit Farbkörpern aller Art für farbke Anstriche und Emaillierungen gebraucht werden kann.
  • An Stelle von Holzöl kann die gleiche Menge mixt Halogen vorbehandeltes Leinöl benutzt werden. Ebenso kann die Einführung des Halogens in der beschriebenen Weise erfolgen nachdem die für die Kondensation erforderlichen Bestandteile zusammengemischt sind.
  • Weiter kam man wie folgt verfahren: -I. 45 Teile Phthalsäureanhyd=,d, 2o Teile e Glycerin, 30 Teile Kolophoinwum, 3o Teile Holzöl mit einem Gehallt von 2 % Brom oder Il. 45Teile Phthalsäureanhydrid, 2oTeile Glycerin, 30 .Teile Kolophonium, 3o Teile Lackleinöl mit :einem Gehalt von i % Jod werden in der oben angegebenen Weise 40 bis 45 Minuten lang auf 27obis 28o° und in weiteren io Minuten rauf über 300° erhitzt.
  • III. In ein Gemisch aus. 45 Teilen Pb,'thaal.-säureanhydXid, 2oTeiln Glycerin, 3oTeilen Kolophonium, 3o.Teilen Holzöl werden 20/0 Chlor oder Brom, bezogen auf das Holzöl, bei Zimmertemperatur eingeleitet. Das Halogen wird -entweder in reiner Form angewandt oder mit -einem inerten Gas, z. B. Kohlendioxyd oder Stickstoff, verdünnt. Die Temperatur, bei welcher die Zugabe des Halogens erfolgt, ist auf die Durchführung des Verfahrens ohne Einfluh. Sie kann zwischen io und 200° Liegen.
  • .Das Zusammenschunelzen erfolgt in der gleichere vorher besdhr$ebenen Weise. Die nach den teispielen I, 1I und III zuzusetzende Menge von 3o Neilen Koloplionium kann jeweils durch 5.Teile Essigsäure oder 6,Teile Propionsäure oder io Teile Benzoesäure ersetzt werden.
  • An Stelle von Kolophonium kamt eine andere einbasische aliphatische oder aromatische Säure Verwendung finden, z. B. eine Fettsäure, z. B. Leinölfettsäuregemisch, oder eine aromatische Säure, wie Zimtsäure oder Protocatechus:äure.

Claims (1)

  1. PATENT ANSYLZIICIi ei; i. Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Glycerin und Phthalsäureanhydrid mixt einem trocknenden Öl und :einbasischen organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß man auf das Gemisch vor der Kondensation eine geringe Menge eines Halogens, z. B. i bis z %, auf das fette Öl bezogen, einwirken läßt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Halogen in dem zur Anwendung gelangenden trocknenden Öl zunächst feire verteilt und daß dieses dann mit den übrigen Bestandteilen gemischt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß das Halogen mit einem 'nerten Gas, wie Kohlensäure oder Stickstoff, gemischt in das trocknende Öl oder in das zu kondensierende, das trocknende Ölenthaltende Gemisch einge= leitet wird, wobei Brom und Jod in der Dampfphase zur Anwendung gelangen.
DEG85394D 1933-04-26 1933-04-26 Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Glycerin und Phthalsaeureanhydrid mit einem trocknenden OEl und einbasischen organischen Saeuren Expired DE618330C (de)

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