-
Sperrwerk für Registrierkassen Registrierkassen müssen Einrichtungen
besitzen, die eine mißbräuchliche Benutzung, hauptsächlich zu Betrugszwecken, unmöglich
machen. Deshalb ist u. a. Vorsorge zu treffen, daß eine bestimmte Bedienungsweise
der Kasse, wenn sie einmal eingeleitet ist, jede andere Bedienungsweise unmöglich
macht, d. h. es muß, wenn beispielsweise ein Betrag aufzuaddieren ist, kein Organ
der Kasse in solcher Weise einstellbar sein, die einem Subtraktionsvorgang entsprechen
würde. Ferner muß aus gleichem Grunde, nämlich zu Kontrollzwecken, der vornehmlich
bei Geschäftsschluß aus der Kasse herauszunehmende Kontrollstreifen jeden Einzelvorgang
seiner Bedeutung nach feststellen lassen, also beispielsweise eine Einnahme als
Einnahme, eine Ausgabe als Ausgabe; eine Teilsumme als Teilsumme USW. Besonders
muß auch eine Zwangsläufigkeit dabei vorhanden sein, die es ausschließt, einen Betrag
einzunehmen und diese Einnahme als Ausgabe zu buchen und sie dabei dem Geschäftsherrn
zu verschweigen.
-
Alle diese Aufgaben und noch einige weitere löst die vorliegende Erfindung
mit einfachen, betriebssicheren und in der Herstellung billigen Mitteln.
-
Hauptsächlich wird im Sinne der Erfindung vorgeschlagen, in eine der
Breitseiten der Zahlenscheiben des Einstellwerkes mehrere von ein und derselben
radial verlaufenden Vertiefung ausgehende, aber in verschiedenen Abständen von der
Scheibenmitte liegende, den verschiedenen Bedienungsweisen der Kasse zugeordnete
konzentrische Kurvenbahnen einzuarbeiten, in die die Enden der Zähne eines als Hebel
ausgebildeten Kammes beim Einstellvorgang eingreifen, wodurch die Kasse gegen andere
den andern Kurvenbahnen zugeordnete Bedienungsweisen sicher verriegelt wird.
-
Die erwähnte radiale Bewegung des kaminartig ausgebildeten Hebels
ist erfindungsgemäß dazu ausgenutzt, um ein Typenrad zu verstellen, welches die
jeweilige Bedienungsweise (Addition, Subtraktion, Teilsummendruck ... ) durch
ein entsprechendes Druckzeichen (+, -, T) kennzeichnet.
-
Um das Verschweigen einer Einnahme unmöglich zu machen, die einem
unachtsamen Käufer gegenüber durch Buchung als Ausgabe an sich möglich wäre, ist
erfindungsgemäß der Hebel doppelarmig ausgebildet und die Bewegung des rückwärtigen
Armes dazu ausgenutzt, um jedesmal bei einem Subtraktionsvorgang ein Zählwerk fortzuschalten,
so daß der Geschäftsherr nachträglich die Anzahl der im Lauf eines Zeitabschnittes,
z. B. eines Tages, stattgefundenen Subtraktionen feststellen kann. Gleichfalls zu
Kontrollzwecken kann es erwünscht sein, die Möglichkeit, Ausgaben vorzunehmen und
zu registrieren, auszuschalten. Dies kann erfindungsgemäß durch ein einfaches Mittel
erreicht -,verden, indem nämlich der Eintritt der Kammzähne in die der Subtraktion
zugeordnete Kurvenbahn gesperrt werden kann.
-
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung an einem
Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt Fig. r eine Seitenansicht nach Fortnahme der
vorderen Gehäuseplatte
bzw. nach der Schnittlinie a-a der Fig.
2, Fig. 2 eine Oberansicht zu Fig. i, Fig. 3 zeigt eine Sperrstellung für die Einstellräder,
Fig.4 bis 6 die Lage bei Teilsummendruck, Subtraktion und Addition, und zwar im
Schnitt nach Linie b-b der Fig. 2.
-
Mit i sind die Zahlenscheiben eines Einstellwerkes bezeichnet, die
mit einem Druckwerk D gekuppelt sind. Die Breitseiten, und zwar bei Betrachtung
der Fig. i die vorn liegenden Seiten dieser Zahlenscheäben i, weisen je eine annähernd
radial verlaufende Aussparung 2 auf, von der in verschiedenen radialen Abständen
von der Achse 3 konzentrisch zu ihr liegende Kurvenbahnen 4, 5 und 6 ausgehen, von
denen die Kurvenbahn 4. der Achse 3 am nächsten liegt, während die Kurvenbahn 5
weiter und die Kurvenbahn 6 noch weiter nach außen liegt. In den Gehäusewandungen
7 und 8 ist auf der Achse 9 ein kammartig ausgebildeter Hebel io gelagert, dessen
einzelne Zähne ii mit den seitlichen Ansätzen i2 für gewöhnlich in den Aussparungen
2 liegen. Die Einmündungsstellen der Kurvenbahnen q.,, 5 und 6 sind trichterförmig
abgerundet, um den Stiften 12 stoßfrei den Eintritt in die Kurvenbahnen zu ermöglichen.
-
Wird beispielsweise eine Subtraktion vorgenommen, so werden die Zahlenscheiben
r bei Betrachtung der Fig. i im Uhrzeigersinne gedreht. Da der Hebel io für gewöhnlich
die in Fig. i gezeigte Stellung hat, tritt' er stoßfrei mit denjenigen Ansätzen
12, die mit den zum Zwecke der Subtraktion verstellten Zahlenscheiben zusammenarbeiten,
in die Kurvenbahnen 5 ein. Dadurch wird die radiale Entfernung des Ansatzes 1,2
von der Achse 3 eindeutig festgelegt, und zwar nicht nur für diejenige Dezimale,
deren Zahlenscheibe bewegt worden ist, sondern zugleich für alle Dezimalen.
-
Wird zum Zwecke der Vornahme einer Addition eine der Zahlenscheiben
i gegen den Uhrzeigersinn bewegt, so tritt der betreffende :Ansatz 12 in die Kurvenbahn
4 ein und bestimmt dadurch wiederuni eindeutig den jetzt etwas kleineren radialen
Abstand des Ansatzes 12 von der Achse 3.
-
Wird eine Teilsumme gedruckt, so muß, wie hier nicht weiter erläutert
ist, der Antriebshebel 13 im Sinne .des Pfeiles 14 zurückgezogen werden, wodurch
auch die an dem Hebel sitzenden seitlichen Wangen-15 mit zurückgezogenwerden. Dabei
gleitet, angetrieben von der schräg ansteigenden Fläche 16 (@:gl. Fig. 4), der Stift
17, .der an einem Arme 18 des kammartigen Hebels io sitzt, nach oben, so daß die
Ansätze 12 in den Aussparungen 2 ihre größte Entfernung von der Achse 3 einnehmen
und bei der bei Teilsummenübertragung stattfindenden Drehung der Zahlenscheiben
i im Uhrzeigersinne in die Kurvenbahnen 6 eintreten und dadurch dem Hebel io eine
eindeutige Lage sichern.
-
Aus dieser Erläuterung ergibt sich, daß bei Vornahme der Addition,
Subtraktion und beim Teilsummendruck der Hebel io drei verschiedene Lagen einnimmt.
Dadurch nimmt aber auch der Stift 17 drei verschiedene Lagen ein. Diese Bewegung
ist ohne weiteres auf eine Typenscheibe i9 übertragbar, die in gleicher Reihenfolge
die Zeichen +, - und T an der Druckstelle jeweilig zum Abdruck bringt.
-
Wenn also eine Einnahme erfolgt, wird diese unter allen Umständen
als solche durch das Pluszeichen verbucht.
-
Erfindungsgemäß ist aber der Hebel io noch mit einem rückwärtigen
Arm 2o ausgestattet, dessen Greifer 21 ein Antriebsglied 32 eines Zählwerkes 3o
nur in der Mittelstellung des Armes 2o mitnimmt, also nur immer dann, wenn wirklich
eine Subtraktion vorgenommen worden ist.
-
Die Fig. 3 bis 6 zeigen die Stellungen des Sperrwerkes in größerer
Darstellung.
-
Fig.. 3 zeigt die Lage, nachdem der Druck bereits erfolgt und die
Nullstellung der Einstellräder r vorgenommen worden ist. - Die Aussparung 22 ist
dabei mit abwärts gegangen, so daß der Ansatz 12 vorübergehend die Tiefstlage in
der Aussparung :2 eingenommen hat. Es sind in dieser Lage (Tiefststellung) des Hebels
13 bzw. der Wangen 15 also sämtliche Einstellräder i verriegelt, lassen sich also
weder nach links noch nach rechts drehen. Dies ist notwendig, damit das Einstellwerk
sich bei der Aufwärtsbewegung des Hebels 13 bzw. der Wangen 15 so lange nicht betätigen
läßt, bis das Teilsummenwerk 26 und ein hier nicht dargestelltes Hauptaddierwerk
wieder mit dem Einstellwerk gekuppelt sind. Ist der Hebel 13 in seiner Normallage,
i so befindet sich der Ansatz i2 demnach etwas höher, und zwar um so viel, daß er
j e nach Drehung der einzelnen Scheiben i entweder (für Subtraktion) unter geringem
Anheben zufolge der schon oben erwähnten trichter- i förmigen Ausrundung in die
Kurvenbahn 5 oder (für Addition) in die Kurvenbahn direkt eintreten kann.
-
Fig. q. zeigt die Höchstlage des Stiftes 17 und die. dadurch :bedingte
Höchstlage des Ansatzes 12, so daß :dieser in die Kurvenbahn 6 eintreten kann.
-
Fig. 5 zeigt die Lage der Teile bei Vornahme einer Subtraktion.
-
Um die Vornahme einer Subtraktion unmöglich zu machen, besitzt die
eine der Wangen 15 eine Nase 23, während der Arm 24. an
seinem freien
Ende ein mit Schraubgewinde versehenes Loch besitzt, zum Einschrauben eines Anschlages
25. Wollte man bestrebt sein, bei dieser Lage der Teile, wie in Fig. 6 dargestellt,
eine Subtraktion auszuführen, so würde die betreffende Einstellscheibe bestrebt
sein, den Hebel 1o etwas aufwärts zu bewegen, und dabei trifft der Anschlag 25 gegen
die -Nase 23 der Wange 15, so daß diese Aufwärtsbewegung nicht zustande kommen kann
und die Ausführung einer Subtraktion demzufolge unmöglich ist.
-
Die Fortschaltung des Zählwerkes 3o bei Vornahme von Subtraktionen
kommt dadurch zustande, daß die Schrägfläche 31 beim Niederdrücken des Hebels 13
verschiebend auf die Achse 27 einwirkt, so daß ein auf .der Achse 27 sitzendes Blech
28 mitgenommen wird (das punktiert gezeichnete Langloch gehört zur Gehäusewand 7).
Dieses Blech 28, welches durch die Welle 2g nochmals geführt ist, ist an seinem
äußeren Ende bei 28' umgebogen und trägt das schon erwähnte Zählwerk 3o. Das Zählwerk
wandert also bei Betrachtung der Fig. z nach links, und da der Anschlag 21, der
die Stellungen I, II und III einnehmen kann, nur bei Vornahme einer Subtraktion
(Stellung II) in der Bahn des Antriebsgliedes 32 steht, so wird dieses Antriebsglied
nur bei Vornahme einer Subtraktion aufgehalten und dadurch das Zählwerk fortgeschaltet.