DE617814C - Anker - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B21/00—Tying-up; Shifting, towing, or pushing equipment; Anchoring
- B63B21/24—Anchors
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- B63B21/40—Anchors pivoting when in use with one fluke
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Description
Die Erfindung betrifft einen Anker für Schiffe und Wasserflugzeuge, und zwar insbesondere
einen Anker in Form eines pfeilartig zugespitzten Flügels, der zu einer in der normalen wirksamen Lage des Ankers senkrechten
Ebene symmetrisch ist und einen mit dem Flügel um nur eine Achse schwenkbar verbundenen Schaft · besitzt.
Gemäß der Erfindung befindet sich die
»° Schwenkachse des Schaftes in der senkrechten Symmetrieebene des Ankers und ist unter
einem Winkel zur Angriffslinie des Ankertaues etwa nach der Flügelspitze hin geneigt.
Hierdurch wird bei dem Anker ein höherer Zug- (Gewicht-) Faktor erzielt, und außerdem
kann dieser Anker sich aus jeder Lage auf dem Boden einwandfrei selbsttätig in die wirksame
Stellung ausrichten. "Vorzugsweise ist der Ankerflügel in Form einer nach oben dachförmigen,
doppelflügeligen Pflugschar ausgebildet und besitzt einen aus zwei Armen bestehenden Schaft, von denen der eine Arm
mit dem Rücken des Flügels in der senkrechten Symmetrieebene liegend starr verbunden
und nach außen gerichtet ist, während der andere mit dem ersteren durch das in der
Symmetrieebene liegende Gelenk mit geneigter Gelenkachse verbundene Arm sich annähernd
parallel zum Erdboden in Richtung der Flügelspitze erstreckt.
Es sind bereits Anker mit pfeilartig zugespitzten Flügeln bekannt, jedoch ist dort
der Schaft an eine quer zur senkrechten Symmetrieebene des Flügels liegende Schwenkachse
angelenkt, wobei für ein wirksames Eindringen in den Boden stets eine gewisse Neigung· des Schaftes und somit der Angriffslinie
des Ankertaues vorhanden sein muß. Mitunter erfolgt auch hier die Verbindung von Flügel und Schaft in einer Weise, welche
nicht in allen Stellungen ein Eindringen des Flügels zuläßt. Es wurde ferner bereits ein
Anker mit Flügeln in Pflugscharform vorgeschlagen, indessen , wurden hierfür zwei
Flügel benötigt, von denen immer nur der eine zur Wirkung kam, während der andere
überflüssiges Gewicht darstellte und den Zug-(Gewicht-) Faktor verminderte; andererseits
konnte der zweite Flügel nicht fortgelassen werden, ohne die Wirksamkeit des Ankers
für bestimmte Lagen in Frage zu stellen.
In den Zeichnungen ist beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι den Anker in Seitenansicht.
Fig. 2 ist ein Grundriß des Flügels.
Fig. 3 ist eine Stirnansicht des Ankers, von dem rückwärtigen Ende des Flügels gesehen.
Fig. 4 ist ein Schnitt längs der Linie 4-4 von Fig. i.
Fig. 5 ist eine Ansicht einer Platte, welche eines der Blätter des Ankerflügels bildet.
Fig. 6 ist eine schaubildliche Darstellung des Ankers in verkleinertem Maßstab in der
Stellung, welche er gewöhnlich auf dem Meeresgrund einnimmt. -
Der Ankerflügel · besteht aus zwei Blechplatten io von dreieckiger Form entsprechend
Fig. 5. Beide Platten 10 sind zunächst entsprechend der erforderlichen Form gebogen
und alsdann längs ihrer übereinstimmenden Begrenzungskanten 11 verschweißt, so daß sie
einen einer doppelnagel igen Schar ähnlichen Körper bilden. Die Formgebung jeder Platte
10 ist derartig· gewählt, daß sie ungefähr eine zylindrische Fläche besitzen, deren Erzeu-
*5 gende parallel zu dem mittleren Kamm 12 verlaufen,
welcher durch "die Vereinigung der Kanten 11 beider Blätter gebildet ist. Wie
aus Fig. I ersichtlich, sind die Blätter flügeiförmig und laufen zu einer Spitze 13 an dem
vorderen Ende des Kammes zusammen, während sie an den rückwärtigen Enden 14 auseinanderstreben.
Die obere Kante jedes Blattes verläuft von dem rückwärtigen Ende 15
des Kammes bis zu dem äußeren Ende 14 des Blattes in Form einer leicht konkaven Kurve.
Die untere Kante 16 jedes Blattes verläuft nach dem rückwärtigen Ende zu aufwärts,
wie aus Fig. 1 ersichtlich. Angenommen, der Ankerflügel befindet sich in einer aufrechten
Stellung auf dem Meeresgrund, dann erstreckt sich der Kamm 12 aufwärts und rückwärts
von der Spitze aus unter einem Winkel von etwa 25° zu dem Meeresboden, und der
Flügel ruht auf den beiden unteren gekrümmten Kanten der Blätter,
Der Ankerschaft besteht aus zwei starren Teilen, und zwar einem festen Teil 17 und
einem angelenkten Teil 18, welche beide aus V-förmigen Streben gebildet sind. Der feste
Teil 17 erstreckt sich durch eine Öffnung in der Wandung des Flügels in der Nähe des
rückwärtigen Kammendes 15, und an seinem inneren Ende 19 ist er so ausgebildet, daß dieses
in dem Winkel zwischen den Innenflächen der beiden Blätter liegen kann und
sich nach der Spitze zu erstreckt. Der Teil 19 des festen Schaftteiles 17 ist in seiner Stellung
bei 20- (vgl. Fdg. 4) verschweißt und bildet eine Verstärkung für die Blätter. Der Flügel
wird ferner durch eine Querstrebe 21 versteift (vgl. Fig. 2 und 3), welche zwischen den rückwärtigen
Enden der Blätter verläuft und an diesen angeschweißt ist. Der Flügel verläuft symmetrisch zu einer mittleren, durch den
Kamm 12 gelegten Ebene, und der feste Schaftteil 17 ist ebenfalls in der Symmetrieebene angebracht. Das äußere Ende des Teiles
17 erstreckt sich nach aufwärts und rück-' wärts unter einem Winkel von 133 ° zu dem
Kamm. An seinem oberen Ende 22 ist der Schaftteil unter einem Winkel von iio° nach
vorn gebogen und besitzt dort einen Zapfen 23, dessen Achse in der Symmetrieebene des
Flügels liegt und in der Verlängerung den Kamm an einer einwärtsliegenden Stelle in
kurzem Abstand von der Spitze 13 schneidet. Der Winkel zwischen der Achse des Zapfens
und dem Meeresboden (bei aufrechter Stellung des Flügels) beträgt 52 °.
Der angelenkte Schaftteil 18 besitzt ein gegabeltes Ende 24, dessen Schenkel mit Öffnungen
25 versehen sind, in denen sich die Enden des Zapfens123 befinden. Von dem gegabelten
Ende 24 erstreckt sich der angelenkte Schaftteil 18 vorwärts in Richtung des 7S
Flügels (Fig. 1) und besitzt an seinem vorderen Ende ein Auge 26 zur Aufnahme des
Befestigungstaues. Die Bohrungen 25 für den Zapfen besitzen einen größeren Durchmesser
als der Zapfen, beispielsweise kann der Durchmesser des Zapfens 7/s"undder der Bohrungen 1"
betragen, so daß an der Verbindungsstelle seitliches Spiel vorhanden ist. Zwischen den
gegabelten Schenkeln 24 und dem Teil 22 des festen Schaftes sind Zwischenräume 27 vorhanden,
so daß ein beträchtliches Spiel in der Längsrichtung des Zapfens besteht. Es hat
sich herausgestellt, daß durch dieses Spiel die Gefahr einer Hemmung des Gelenkes durch
Verunreinigung, wie Sand oder Steinchen, vermieden oder wenigstens vermindert wird.
Die Gewichtsverteilung der einzelnen Teile ist so vorgesehen, daß der Schwerpunkt des aus
dem Flügel und dem festen Schaftteil 17 gebildeten Körpers vor einer Linie zwischen
dem Gelenk und dem rückwärtigen Ende -je eines Blattes liegt. Durch diese Anordnung
wird ein sofortiges Eingraben der Flügelspitze beim Auftreten eines Zuges durch das
Befestigungstau gewährleistet.
Wenn der Anker auf den Meeresboden geworfen wird, dann kann er die eine oder die
andere von vier verschiedenen Lagen einnehmen. Er kann entweder auf der einen oder der anderen Seite liegen, wobei er die in i°5
Fig. 6 dargestellte Lage einnimmt, welche die gewöhnliche Lage darstellt, oder in Ausnahmefällen
kann er so fallen, daß die Symmetrieebene aufrecht ist wie in Fig. 1, oder in eine
umgekehrte Lage mit aufwärts gerichteter n° Spitze. In jedem der letzteren Fälle wird
der Anker auf die Seite überkippen, sobald der Zug des Ankertaues einsetzt. Durch Versuche
wude gefunden, daß, unabhängig von der ursprünglichen Lage des Ankers, bei seinem Auftreffen auf den Meeresboden er
sich sofort eingräbt und selbsttätig ausrichtet, wenn er durch das Haltetau vorwärtsgezogen
wird.
Die Wirkung des Ankers ist folgende: Wenn er in der in Fig. 6 gezeigten Weise
auf der Seite liegt, dann befindet sich der an-
gelenkte Schaftteil 18 flach auf dem Boden
und der Flügel liegt an drei Stellen auf dem Boden auf, nämlich an dem Gelenk, an der
Flügelspitze und an dem rückwärtigen Ende eines der Blätter. In dieser Stellung wirkt der
vordere Flügelteil wie ein Keil, welcher schräg in den Meeresgrund eindringen kann.
Wird der Anker in dieser Stellung durch das Befestigungstau vorwärtsgezogen, dann gräbt
sich selbstverständlich die Flügelspitze in den Grund. Die Anordnung des Schwerpunktes
des Ankerflügels und des festen Schaftteiles λόγ einer Verbindungslinie zwischen dem Gelenk
und dem rückwärtigen Ende des Ankers
verhindert, daß der Anker mit freiliegender Spitze auf dem Meeresboden entlanggleitet.
Wenn der Flügel anfängt, sich einzugraben, dann bewirkt der abwärts gerichtete Druck des
auf den vor der Schwenkachse liegenden Flügelteil wirkenden Bodens eine weitere abwärts
gerichtete Bewegung der Spitze. In dem Maße, wie sich der Ankerflügel eingräbt, erzeugt der Bodendruck auf den Blättern ein
resultierendes Moment um die Schwenkachse,
2^ welches bestrebt ist, den Ankerflügel aufzurichten,
so daß die Symmetrieebene sich in die Zugrichtung der Ankerkette und des schwenkbaren
Schaftteiles einstellt. Der Anker wird im wesentlichen in dieser Stellung bei Auf-
rechterhaltung des Zuges verbleiben, da jede seitliche Abweichung der Spitze infolge von
Bodenunregelmäßigkeiten sofort ein resultierendes Moment um die Schwenkachse erzeugt,
das bestrebt ist, den Flügel in Richtung des angelenkten Schaftteiles zu bewegen. Die
Anordnung des Gelenkes zwischen den beiden Schaftteilen, welches ein wesentliches Merkmal
der Erfindung bildet, ermöglicht, daß der Ankerflügel beim Auftreffen des Ankers auf
den Grund oder beim Einsetzen des Zuges eine derartige Lage einnimmt, daß er sich sofort
in den Grund eingraben kann. Hinterher gewährleistet das Gelenk eine selbsttätige Richtwirkung
des Flügels und die Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Zustandes während
der Zugwirkung.
In der Ausbildung des in dem obigen Ausführungsbeispiel
beschriebenen Ankers können verschiedene Abänderungen vorgenommen werden, ohne daß hierdurch der Umfang der
Erfindung überschritten wird. Bei der dargestellten Ausführungsform befindet sich das
Gelenk unmittelbar oberhalb des Ankerflügels. Selbstverständlich sind'auch andere Stellungen
*·*> des Gelenkes denkbar, vorausgesetzt, daß es in
der Symmetrieebene verbleibt und die Richtung nach der Spitze hin verläuft. Beispielsweise
kann der feste Schaftteil sich in Richtung nach vorwärts erstrecken, und das Gelenk
kann vor oder unmittelbar über der Spitze des Ankerflügels liegen, wahrend die
Gelenkachse in gleicher Weise wie früher nach der Spitze zeigt, aber in diesem Fall in
einer rückwärtigen Richtung. Es kann auch, obwohl hier vorzugsweise ein zweiteiliger
Schaft verwendet wird, im Rahmen der Erfindung ein einteiliger Schaft benutzt werden,
der an einem Ende unmittelbar an dem Ankerflügel schwenkbar um eine in der Symmetrieebene des _ Flügels gelegene und nach seiner
Spitze gerichtete Achse angebracht sei.
Wenn bei der Ausbildung des Ankers die hier gegebenen Richtlinien hinsichtlich Gewichtsverteilung
und die anderen Anweisungen befolgt werden, benötigt man keinen Ankerstock. Die Erfindung schließt indessen nicht
die Verwendung eines Ankerstockes (beispielsweise auf dem festen Schaftteil) aus, der
unter Umständen das anfängliche Eingraben oder das nachfolgende Richten des Ankers
unterstützen kann.
Claims (5)
1. Anker für Schiffe und Wasserflugzeuge, bestehend aus einem pfeilartig zugespitzen
Flügel, der zu einer in der normalen wirksamen Lage des Ankers senkrechten Ebene symmetrisch ist, und einem
mit dem Flügel um nur eine „Achse schwenkbar verbundenen Schaft, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse in
der senkrechten Symmetrieebene sich befindet und unter einem Winkel zur Angriffslinie
des Ankertaues etwa nach der Flügelspitze hin geneigt ist.
2. Anker nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung eines
Ankerflügels in der Form einer nach oben dachförmigen, doppelflügeligen Pflugschar
sowie durch einen aus zwei Armen bestehenden
Schaft, von denen der eine Arm mit dem Rücken des Flügels in der senkrechten Symmetrieebene liegend starr verbunden
und nach außen gerichtet ist, während der andere, mit dem ersteren durch das in der Symmetrieebene liegende Gelenk
mit geneigter Gelenkachse verbundene Arm sich annähernd parallel, zum
Erdboden in Richtung der Flügelspitze er- "o streckt.
3. Anker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,' daß die Außenfläche
jedes Pflugscharblattes des Ankerflügels einer zylindrischen Fläche entspricht, welche durch zu dem Flügelrücken parallele
Erzeugende gebildet ist.
4. Anker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der feste, vorzugsweise
V-Querschnitt besitzende Schaftteil nach der Flügelspitze hin geneigt und durch
eine Öffnung in der Wandung des Anker-
flügels .hindurchgesteckt ist, derart, daß er
mit seinem inneren Ende in dem zwischen den Blättern gebildeten Winkel liegt und
dort durch Schweißen befestigt werden kann.
5. Anker nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Flügelblätter durcheinez.B. eingeschweißte Querstrebe an ihren hinteren Enden verbunden
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| GB845533A GB415176A (en) | 1933-03-21 | 1933-03-21 | Improvements in or relating to anchors |
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Family
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Country Status (3)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2729365A1 (fr) * | 1995-01-16 | 1996-07-19 | Poiraud Alain | Ancre marine "fer de lance" |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| GB8808373D0 (en) * | 1988-04-09 | 1988-05-11 | Simpson-Lawrence Ltd | Marine anchor |
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0
- DE DEI43729A patent/DE617814C/de active Active
-
1933
- 1933-03-21 GB GB845533A patent/GB415176A/en not_active Expired
-
1934
- 1934-03-16 DK DK50216D patent/DK50216C/da active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2729365A1 (fr) * | 1995-01-16 | 1996-07-19 | Poiraud Alain | Ancre marine "fer de lance" |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB415176A (en) | 1934-08-23 |
| DK50216C (da) | 1935-05-06 |
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