DE61326C - Verfahren zur Darstellung beizenfärbender basischer Farbstoffe aus Pyrogallol und Amidobenzophenonderivaten - Google Patents

Verfahren zur Darstellung beizenfärbender basischer Farbstoffe aus Pyrogallol und Amidobenzophenonderivaten

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DE61326C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/22Amino derivatives of triarylmethanes containing OH groups bound to an aryl nucleus and their ethers and esters

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
benzophenonderivaten.
Im weiteren Verlauf der Untersuchungen über die Einwirkung des Pyrogallol^ auf die aromatischen Ketone hat sich gezeigt, dafs sich das Pyrogallol mit · den Derivaten des Diamidobenzophenons mit derselben Leichtigkeit condensirt, wie mit denjenigen des Monamidobenzophenons. Es genügt zum Einleiten der Reaction bereits gelindes Erwärmen der Componenten in wässeriger Lösung mit Salzsäure oder Schwefelsäure.
Die gebildeten Farbstoffe theilen mit denen des Patentes No. 58689 die Eigenschaft, nach Art der Alizarinfarbstoffe mit Beizen charakteristisch gefärbte beständige Farblacke zu bilden. Sie unterscheiden sich hierdurch scharf von den Rosanilinfarbstoffen, sowie von den Farbstoffen des bereits erloschenen Patentes No. 31321 vom 21. August 1884, welche durch Condensation der Ketonchloride des Tetramethyl - und Tetraäthyldiamidobenzophenons mit Phenol, Resorcin, α- und ß-Naphtol und Chlorzink erhalten worden sind.
I. Farbstoff aus Pyrogallol undTetra-' methyldiamidobenzophenon.
ro Theile Pyrogallol, 1 5 Theile Tetramethyldiamidobenzophenon und 20 Theile Salzsäure werden 12 Stunden im Wasserbade erwärmt, bis die zum Syrup eingedickte rothe Schmelze Metallglanz angenommen hat. Dann wird die Farbstoffschmelze in Wasser gelöst und der Farbstoff mit Kochsalz und etwas Natriumacetatlösung abgeschieden. Durch Ausziehen des Niederschlags mit verdünnter Essigsäure und Fällen mit Kochsalz wird der Farbstoff rein erhalten.
Das Chlorhydrat bildet ein grünes, bronzeglänzendes, krystalliniscb.es Pulver, das sich leicht in heifsem Wasser und in Alkohol mit" grüner Farbe auflöst. Die Lösung zeigt starken Dichroismus. Es löst sich ferner sehr leicht in verdünnten Mineralsäuren mit rother Farbe. Die Lösung in concentrirter Schwefelsäure ist orangegelb und geht beim Verdünnen mit Wasser in Roth über. Zusatz von verdünntem Alkali bewirkt eine gelbbraune Fällung.
Die wässerige Lösung des Farbstoffes erzeugt mit Metallsalzlösungen gefärbte Lacke, so mit essigsaurer Thonerde einen blauvioletten, mit essigsaurem Chrom einen violetten, mit Eisenvitriol einen graublauen Niederschlag.
Der Farbstoff eignet sich sowohl zum Färben von Baumwolle und Wolle als auch besonders für Zeugdruck.
Mit Tannin fixirt sich der Farbstoff mit grünblauer Farbe, mit Tannin und Brechweinstein entsteht ein schönes, indigoähnliches Blau und mit Thonerde-, Zinn- und Chrombeize entstehen violette Töne, von denen sich besonders derjenige mit Chrombeize als vollständig licht- und seifenecht erweist.
Statt Salzsäure können in dem obigen Verfahren, wie bereits im Haupt-Patent ausgeführt, auch andere Condensationsmittel, wie Schwefelsäure , Tetrachlorzinn , Chlorzink, Phosphorchlorid oder Mischungen dieser Körper mit Toluol oder Chloroform, angewendetwerden.
II. Farbstoff aus Pyrogallol und Tetramethyldiamidobenzpphenonmonosulfo-
sä ur e.
Das Pyrogallol condensirt sich ebenfalls mit der Monosulfosäure des Tetrametbyldiamidobenzophenons (s. Patent No. 3878g) mit Hülfe von wässeriger Salzsäure, während es sich gegen die Disulfosäure indifferent verhält.
ι 5 Theile Pyrogallol, 20 Theile Tetramethyldiamidobenzophenonmonosulfosäure, 40 Theile concentrirte Salzsäure werden während 10 Stunden auf ioo° erhitzt. Die ro the Schmelze wird in Wasser aufgenommen, zur Ueberführung des Farbstoffes in sein Natronsalz bis zur Grünfärbung mit Natriumacetatlösung versetzt und mit Kochsalz gefällt. Das Natronsalz bildet ein grünschwarzes Pulver, das sich mit gelbgrüner Farbe in Wasser leicht auflöst. Die Lösung zeigt starken Dichroismus. Mit Alkalien schlägt die Farbe in gelbbraun um, mit verdünnten Säuren entsteht eine rothe Lösung.
Der Chromlack fixirt sich auf Baumwolle mit olivegrüner Farbe, ist jedoch weniger seifenecht, als derjenige des oben beschriebenen, nicht sulfurirten Productes.
III. Farbstoff aus Pyrogallol und Tetraäthyl diam.id ob enz op hen on.
Der Farbstoff wird in der oben beschriebenen Weise aus dem Tetraäthylderivat des Diamidobenzöphenons erzeugt. Sein Chlorhydrat bildet ein graugrünes, in verdünnter Essigsäure mit gelbgrüner Farbe lösliches Pulver und verhält sich in seinen React'ionen dem unter. No. 1 beschriebenen Farbstoff analog.
Farbstoffe mit ähnlichem Charakter können dargestellt werden, wenn in dem beschriebenen Verfahren an Stelle der oben angeführten Ketone andere Substitutionsproducte des Diamidobenzophenons, wie die gemischten Ketone-, deren Methyl-, Aethyl-, Benzyl- und Phenylsubstitutionsproducte sowie deren Sulfoderivate Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung beizenfärbender basischer Farbstoffe aus Pyrogallol und Amidobenzophenonderivaten, darin bestehend, dafs, an Stelle der nach Patent No. 58689 verwendeten Amidobenzophenonderivate, die folgenden: Tetramethyldiamidobenzophenon, Tetraäthyldiamidobenzopbenon oder Tetramethyldiamidobenzophenonmonosulfosäure mit Pyrogallol in der dort angeführten Weise mit wässeriger Salzsäure, mit Schwefelsäure' oder ähnlich wirkenden Condensationsmitteln condensirt werden.
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