DE155572C - - Google Patents

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DE155572C
DE155572C DENDAT155572D DE155572DA DE155572C DE 155572 C DE155572 C DE 155572C DE NDAT155572 D DENDAT155572 D DE NDAT155572D DE 155572D A DE155572D A DE 155572DA DE 155572 C DE155572 C DE 155572C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/26Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals
    • C09B1/32Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals substituted by aryl groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

tapp* Bi,u
KAISERLICHES
PATENTAMT,
In der Patentschrift 154337 ist ein Verfahren zur Darstellung von Anthracenfarbstoffen beschrieben, welches darin besteht, daß man die aus Anthrachinon-beta-monosulfosäure durch Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure, Quecksilber oder Quecksilbersalzen und salpetriger Säure bei Gegenwart von Arsen- oder Phosphorsäure erhältliche Polyoxyanthrachinonsulfosäure mit aromatischen Amidoverbindungen behandelt.
Es hat sich nun gezeigt, daß bei diesem Verfahren nicht nur unsulfierte Amidoverbindungen benutzt werden können, sondern daß sich auch Sulfosäuren aromatischer Amine venvenden lassen. Es entstehen hierbei neue, gleichfalls direkt wasserlösliche Farbstoffe.
Man kann die Kondensation entweder bei Abwesenheit von Wasser und unter Zusatz eines Kondensationsmittels oder auch in Gegenwart von Wasser vornehmen.
Die nach vorliegendem Verfahren entstehenden Produkte unterscheiden sich von denjenigen des Hauptpatents durch eine rotstichigere Nuance.
Das Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert:
Beispiel I.
20 kg polyoxyanthrachinonsulfosaures Natron (erhältlich nach Beispiel I der Patentschrift 154337), 10 kg Phosphorsäureanhydrid, 40 kg sulfanilsaures Natron (entsprechend 33 kg Sulfanilsäure) werden in einem Autoklaven eine Stunde bei 200 bis 205 ° erhitzt. Die Masse färbt sich allmählich dunkel. Das Reaktionsprodukt wird in Wasser gegossen, durch Kochen gelöst, dann mit Kochsalz ausgefällt, filtriert und mit Kochsalzlösung gewaschen. Der getrocknete Farbstoff bildet ein dunkelblaues Pulver, das sich in kaltem Wasser schwer, leichter in heißem Wasser mit roter Farbe löst, die durch Zusatz von Natriumkarbonat wie auch durch· Ammoniak violett, durch Natronlauge reinblau wird. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist fuchsinrot und wird auf Zusatz von Borsäure violettblau. Der Farbstoff löst sich in Alkohol äußerst schwer, in heißem Anilin dagegen leicht mit violetter Farbe: Er färbt ungeheizte Wolle in blaustichig roten, chromierte Wolle in schönen rötlichblauen, Tonerde in violetten Tönen an.
Beispiel II.
20 kg polyoxyanthrachinonsulfosaures Natron und 40 kg metanilsaures Natron werden in 80 1· Wasser gelöst und etwa eine Stunde bei 1700 im emaillierten Autoklaven erhitzt. Die Aufarbeitung ist die gleiche wie im Beispiel I. Auch hier erhält man ein dunkel- blaues Pulver, das sich in heißem Wasser sehr leicht löst. Alkali färbt die Lösung rötlichblau.
Die schwefelsaure Lösung ist rot und wird
auf Borsäurezusatz blauviolett. Der Farbstoff färbt durchweg in etwas rötlicheren Nuancen als der in Beispiel I beschriebene.
An Stelle der Sulfanilsäure und' Metanilsäure können auch andere Sulfosäuren aromatischer Amine mit ähnlichem Erfolg verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-AnSPRUcn :
    Weitere Ausbildung des durch Patent 154337 geschützten Verfahrens, darin bestehend, daß an Stelle der nicht sulfurierten aromatischen Amine deren Sulfosäuren zur Kondensation verwendet ,werden.
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