DE609177C - Zweiachsiges Drehgestell fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents
Zweiachsiges Drehgestell fuer SchienenfahrzeugeInfo
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- DE609177C DE609177C DEW89327D DEW0089327D DE609177C DE 609177 C DE609177 C DE 609177C DE W89327 D DEW89327 D DE W89327D DE W0089327 D DEW0089327 D DE W0089327D DE 609177 C DE609177 C DE 609177C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F3/00—Types of bogies
- B61F3/02—Types of bogies with more than one axle
- B61F3/04—Types of bogies with more than one axle with driven axles or wheels
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Vibration Prevention Devices (AREA)
Description
Es sind Drehgestellbauarten für Schienenfahrzeuge bekannt, bei denen die einzelnen,
Achsen in jeweils besonderen Rahmen gelagert sind, die gegenseitig schwenkbar sind,
um eine Radialeinstellung der Achsen in der Kurvenfahrt zu erreichen. Diese Radialstellung
erfolgt entweder zwangsweise, indem, die Winkelverschiebung zwischen dem Wagenkasten
und dem Drehgestellrahmen dazu benutzt wird, die Achsen in der Kurvenfahrt in Radialstellung zu bringen, oder die Einstellung
der Achsen erfolgt frei unter dem Einfluß der Fliehkraft bzw. durch, die beim Anfahren
an die Schiene ^erzeugten Stoßimpulse. Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich
auf diese letztere Gattung, deren bekannte Bauarten verbessert werden, indem die Erfindung
eine leichtere Ausführungsform, die dabei aber größere Sicherheiten in sich
schließt, schafft. Zu diesem Zweck bedient sich die Erfindung mehrerer jeweils für sich
bekannter Merkmale. Die Achsen des Drehgestells sind in je 'einem Rahmen gelagert,
die, wie es ebenfalls bereits bekannt ist, alias seitig nachgiebig an dem den Wagenkasten
stützenden Querträger angelenkt sind. Dieser Querträger ruht in der üblichen Weise auf
Federn, die sich, auf besonderen, nicht miteinander in Verbindung stehenden Längsträgern,
die die Achsbuchsen aufnehmen, abstützen. Die Belastung der Längsträger erfolgt in der Nähe
der Achsbuchsen, so daß die Bauform der Längsträger infolge der hierdurch erzielten
kleinen Momente schwach gehalten werden kann. Als Längsträger werden die bekannten
Schwanenhalsträger benutzt. Um Schwenkbewegungen der Achsen zu ermöglichen, sind
diese allseitig nachgiebig in den schwanenhalsförmigen Längsträgern gelagert, indem
zwischen den Achsbuchsgehäusen und" den
Achsbuchsführungen Gummi eingebettet ist. Die Lagerung der Achsbuchsen in den Längsträgern
der Drehgestelle unter Einschaltung von Gummi ist ebenfalls bereits zu dem Zwecke bekannt, um die Schwingungen hochfrequenter
Art nicht auf den Fahrgestellrahmen und weiter auf den Wagenkasten zu übertragen.
Durch, die neue Bauart ist es gelungen, die Einzelrahmen der Achsen von der Übertragung
der Vertikallast zu entbinden, so daß ihr Bau leicht gehalten werden kann. Es genügt
ein einfacher Dreiecksrahmen, der aus einem die Achse umgehenden, mit den Achsbuchsen
in Verbindung stehenden Rohr besteht, das durch, zwei Streben am Querträger
allseitig nachgiebig angelenkt ist. Handelt es sich, um eine angetriebene Achse, so empfiehlt
es sich, das Motorgehäuse, wie es an sich bekannt ist, als Deichsel zu benutzen und es einerseits bis zum Querträger und
anderseits bis zu den Achsbuchsen der angetriebenen Achse fortzuführen, also sowohl die
Achse wie auch, den Antrieb der Achse mit einzuschließen. Die Anlenkung der Deichselrahmen
an dem Querträger muß derart beweglich sein, daß in jeder Richtung ein Nachgeben
erfolgen kann. Diese Nachgiebigkeit
braucht jedoch keine großen Werte zu erreichen. Es genügt z. B., wenn die Deichselrahmen
durch, gummiumkleidete Gelenkbolzen, die sich quer zur Fahrtrichtung erstrekken,
mit dem Querträger verbunden sind. Die Gummirnanschette ermöglicht Winkelbewegungen
zur Bolzenachse und auch senkrecht hierzu gerichtete Bewegungen in gewissen Grenzen, die jedoch genügen, um eine Radialstellung
der Achsen eintreten zu lassen. Die aus dem Wagengewicht herrührenden Vertikal·
lasten werden, wie bereits erwähnt, über den Querträger des Drehgestells und den diese
tragenden Federn auf die Achsbuchsen übertragen, ohne daß die Einzelrahmen der Achsen
hierfür in Anspruch genommen werden. Die die Achsbuchsen verbindenden schwanenhalsförmigen
Längsträger, die untereinander lediglich über die Achsen selbst in, Verbindung
stehen, bilden weiterhin das Sicherungsglied des Drehgestells im Fall eines Federbruches.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt.
Abb. ι zeigt im Aufriß das Drehgestell, zum Teil in Ansicht und zum Teil im Schnitt.
Abb. 2 stellt den Grundriß dar. Abb. 3 zeigt einen Teil des Drehgestells
im Querschnitt.
Die Achsbuchsen ι der Achsen 2 und 3
sind in den Enden der schwanenhalsf örmigen, nicht miteinander in Verbindung stehenden
Längsträger 4 unter Zwischenschaltung von Gummikissen 5 gelagert. Die beiden Achsbüchsen
1 der nicht angetriebenen Achse 2 sind durch ein diese umgebendes Rohr 6 miteinander
verbunden, an das zwei als Deichsel ausgebildete Streben 7 befestigt sind, die an
dem den Wagenkasten stützenden Querträger 8 des Drehgestells raumbeweglich angelenkt
sind. Die andere Achse 3 wird durch 'einen im Gehäuse 9 mit seiner Welle in
Längsrichtung des Drehgestells Kegenden Motor angetrieben. Das Motorgehäuse 9 greift
in gleicher Art wie die Deichselstreben 7 an
dem Querträger 8 raumbeweglich an und steht mit dem den Antrieb 10 der Achse 3 einschließenden
Gehäuse 11 in Verbindung. Dieses Gehäuse 11 ist an beiden Seiten an den Achsbüchsen
1 der Achse 3 befestigt.
Die allseitig bewegliche Anlenkung der Deichsel 7 und des Motorgehäuses 9 am Querträger
8 ist durch quer zur Fahrtrichtung angeordnete Bolzen 12 erreicht, um die je eine
Gummimanschette 13 angeordnet ist. An den Seiten ist der Querträger 8, auf den sich der
Wagenkasten in der mittleren Drehpfanne 14 und den seitlichen Gleitflächen 15 stützt, auf
den längs liegenden Blattfedern 16 in deren
Mitte gelagert. Die Enden 17 dieser Tragfedem
16 greifen über Gehänge 18 an die Schwanenhalsträger 4 in der Nähe der Achsbuchsen
ι an. Die Gehänge 18 sind in senkrechter
Richtung !einstellbar ausgebildet, so daß der Wagenkasten leicht auszurichten ist.
Die Arbeitsweise des Drehgestells ist folgende: Die bei der Durchfederung des Querträgers
8, an den die Radsätze über die Deichselstneben 7 bzw. das Motorgehäuse 9
angelenkt sind, !entstehende Drehbewegung zwischen den Achsbuchsen 1 und den Schwa- ,
nenhalsträgern 4 wird durch die zwischengeschalteten Gummikissen 5 reibungsfrei gestaltet.
Zugleich verhüten diese Gummikissen S die Übertragung hochschwingender
Geräusche auf den Wagenkasten. Ferner verleihen sie den Radsätzen in Verbindung mit
deren raumbeweglicher Anlenkung am Querträger 8 die Möglichkeit zut radialen Einstellung
bei der Bogenfahrt. Beim Durchfahren von Kurven mit normaler Geschwindigkeit wirkt auf den fest mit dem Querträger 8 verbundenen
Drehzapfen 14 des Wagenkastens
die Fliehkraft ein. Die Berührungspunkte der bogenäußeren Räder 19 mit ihrer Schiene
bilden die Angriffspunkte der Gegenkräfte und bewirken, daß die Achsen 2 und 3 sich
zueinander in leinem kleinen spitzen Winkel !einstellen, wobei die Entfernung der Radmittelpunkte
der beiden Achsen 2 und 3 auf go der Seite der äußeren Schiene vergrößert und
auf der Seite der bogeninneren Schiene verringert wird. Die Gummipolster 5 werdein
auf jeweils !einer Seite der Achsbuchsen gespannt, so daß bei Nachlassen der auf den
Drehzapfen wirkenden Fliehkraft die Zurückstellung der Achsen 2 und 3 in ihre parallele
Ursprungslage erfolgt.
Auch die windschiefe Einstellung beider Achsen 2 und 3 zueinander ist durch die An-Ordnung
der Gummikissen 5 an den Achsbuchsen ι und die raumbewegliche Anlenkung
der Deichseln am Querträger 8 gegeben. Die Gelenke 12, mit denen die Deichseln am Querträger
8 angreifen, sind sogenannte Silentlager, doch ist auch jede andere raumbewegliche
Gelenkanordnung, wie z. B. Kreuz- oder Kugelgelenk, anwendbar. Durch die elastische
Lagerung der Deichsel 7 und des Motorgehäuses 9 am Querträger 8 wird jedoch ein weiterer
Vorteil erzielt, indem bei einem auf einen Radsatz ausgeübten senkrechten Stoßimpuls
der Anlenkungspunkt des Radsatzrahmens am Querträger 8 infolge der Massenträgheit
der Deichsehnasse eine entgegengesetzte Bewegung, also nach unten, ausführen
will. Das Gummilager 13 verhindert jedoch diese Bewegung, da es susammengedrückt
wird und den Stoß auffängt, wodurch der Lauf des Drehgestells weiter beruhigt wird. In der Zeichnung ist ein Drehgestell
mit Innenlagerung der Achsen 2 und 3 darge-
stellt. Die Erfindung läßt sich, sinngemäß auch auf Drehgestelle übertragen, bei denen
Außenlagerung erforderlich ist.
Claims (6)
1. Zweiachsiges Drehgestell für Schienenfahrzeuge,
gekennzeichnet durch die Vereinigung der bekannten Merkmale:
a) die Achsen (2, 3) sind in je einem Rahmen (6,7 bzw. 9, 11) gelagert, der allseitig
nachgiebig an dem den Wagenkasten stützenden, auf Federn (16) ruhenden Querträger (8) angelenkt ist;
b) die Federn greifen an den schwanenhalsartigen Längsträgern (4) in der
Nähe der Lagerstelle für die Achsbuchsen (1) an;
c) die Achsbuchsen sind in den schwanenhalsförmigen Längsträgern allseitig
nachgiebig gelagert.
2. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsbuchsen
(1) unter Zwischenschaltung von Gummikissen (5) o. dgl. in den Längsträgern
(4) gelagert sind.
3. Drehgestell nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
schwanenhalsförmigen Längsträger (4) nur über die Achsen (2, 3) miteinander verbunden
sind.
4. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen
(6, 7 bzw. 9,11) der Achsen (2 bzw. 3) am Querträger (8) mittels gummiumkleideter,
quer zur Fahrtrichtung angeordneter BoI-zen (12) allseitig nachgiebig gelagert sind.
5. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen
der Radsätze aus leinem die Achse (2) umgebenden, an den beiden Achsbuchsen
(1) befestigten Rohr (6) und zwei Streben (7) bestehen.
6. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Motoren-
und Triebwerkgehäuse (9 bzw. 11) den Rahmen einer Achse (3) bilden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW89327D DE609177C (de) | 1932-06-29 | 1932-06-29 | Zweiachsiges Drehgestell fuer Schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW89327D DE609177C (de) | 1932-06-29 | 1932-06-29 | Zweiachsiges Drehgestell fuer Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609177C true DE609177C (de) | 1935-02-08 |
Family
ID=7613014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW89327D Expired DE609177C (de) | 1932-06-29 | 1932-06-29 | Zweiachsiges Drehgestell fuer Schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609177C (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE811358C (de) * | 1949-11-10 | 1951-08-20 | Henschel & Sohn G M B H | Achslager fuer Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge |
| DE849568C (de) * | 1942-12-17 | 1952-09-15 | Brown Ag | Einrichtung zur Erzielung eines stossfreien Laufes der Radsaetze von schweren Schienen-Triebfahrzeugen |
| DE945399C (de) * | 1952-02-16 | 1956-07-05 | Metropolitan Cammell Carriage | Drehgestell fuer Eisenbahnfahrzeuge und aehnliche Fahrzeuge |
| DE948695C (de) * | 1953-03-26 | 1956-09-06 | Metropolitan Cammell Carriage | Drehgestell fuer Eisenbahnfahrzeuge und aehnliche Fahrzeuge |
| DE963157C (de) * | 1953-01-16 | 1957-05-02 | Esslingen Maschf | Wiegenloses Drehgestell fuer Schienenfahrzeuge |
| DE1057162B (de) * | 1955-07-21 | 1959-05-14 | Eisen & Stahlind Ag | Rahmen- und quertraegerloses Drehgestell, insbesondere Triebdrehgestell, fuer Schienenfahrzeuge |
| DE1155464B (de) * | 1956-05-18 | 1963-10-10 | Metalastik Ltd | Gestaenge zum seitlichen Fuehren von Fahrmotoren auf Drehgestellen elektrischer Lokomotiven |
-
1932
- 1932-06-29 DE DEW89327D patent/DE609177C/de not_active Expired
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE849568C (de) * | 1942-12-17 | 1952-09-15 | Brown Ag | Einrichtung zur Erzielung eines stossfreien Laufes der Radsaetze von schweren Schienen-Triebfahrzeugen |
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| DE1155464B (de) * | 1956-05-18 | 1963-10-10 | Metalastik Ltd | Gestaenge zum seitlichen Fuehren von Fahrmotoren auf Drehgestellen elektrischer Lokomotiven |
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