DE604195C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechvermittlungsstellen mit Anrufkontrolle - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechvermittlungsstellen mit AnrufkontrolleInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M5/00—Manual exchanges
- H04M5/04—Arrangements for indicating calls or supervising connections for calling or clearing
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- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für FernsprechvermittlungiSstelleini,
bei welchen der Anruf der Vermittlungsstelle vom Teilnehmer aus durch Schließen der
— 5 über die Teilnehmerleitungeni verlaufenden
Gleichstromschleif e (Abheben des Hörers beim Teilnehmer) herbeigeführt wird. In der Vermittlungsstelle
sind der TeimehmerJeitung Anrufeinrichtungen mit hochohmigen Wicklungen
zugeordnet^ die entweder unmittelbar ein Anruf zeichen betätigen, z. B. eine Fahne,
wenn die Anrufeinrichtung als Schauzeichen ausgebildet ist, oder mittelbar über einen
von einem Anker gesteuerten Kontakt ein besonderes Anrufsignal (z. B. eine Glühlampe)
einschalten. Um bei solchen Anlagen in einfacher Weise eine Kontrolle der Anrufe
durchführen zu können, verwendet man außer den normalen Anrufzeichen noch besondere
Überwachungszeichen, die jeweils einer Mehrzahl von Teilnehmern zugeordnet sind (Anrufkontrolle)
.
In den Anlagen, bei denen Anrufrelais zur mittelbaren Einschaltung der Anrufzeichen
(z. B. Glühlampen) verwendet werde», wird meist in Reihe mit den Anrufrelais ein mehreren
Teilnehmern gemeinsames Kontrollrelais angeordnet, welches die richtige Funktion
der Anruf zeichen, insbesondere der Glühtlampen, -kontrolliert. Hierbei' ergeben sich
aber für die Bemessung der Anrufrelais zwei einander widersprechende Forderungen, da
einerseits mit Rücksicht auf die Batteriespannung und den Leitungswiderstand ein hoher
Widerstand für die Relaiswicklung verlangt werden muß, um eine genügende Durchzugskraft
für den Anker zu schaffen, während anderseits für ein sicheres Ansprechen des KontroUrelais ein möglichst niedrijger Widerstand
'erwünscht ist.
Um diesen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, mußte man entweder den höchst
zulässigen Leitungswiderstand beschränken oder für die Anrufrelais einen geringenen
Grad der Ansprechsicherheit in Kauf nehmen, oder man mußte überhaupt auf die Reihenschaltung
des KontroUrelais. mit dem Anrufrelais
ganz verzichten, indem das KontroUrelais von einem Kontakt des Anrufrelais abhängig
gemacht wurde. Diese Anordnung hat jedoch auch wiederum einige Nachteile, da z. B. gerade in dem. Fall, daß das Anrufrelais;
fehlerhaft arbeitet, auch ein Ansprechen des Kontrollrelais nicht stattfinden kann, so daß
der Anruf unbemerkt bleibt.
Weitere Schwierigkeiten ergeben sich bei Anrufeinrichtungen mit immittelbarer Betätigung
des Anrufzeichens durch die mit der Teilnehmerleitung verbundene hochohmige
Anrufwicklung, wie es insbesondere bei Schauzeichen der Fall ist. Derartige Anruf organe
müssen mit" Rücksicht auf ihre enge Bauart
und zur Erzielung einer genügenden Ansprechsicherheit eine besonders hochohmige
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Hans Markgraf in Berlin.
Wicklung besitzen, so daß. ein in Reihe geschaltetes
niederohiniges Kontrollrelais bei langen Teimehmerleitungen nicht zum Ansprechen
kommen kann. Die Verwendung eines hochohmigen Kontrollrelais setzt wiederum die Ansprechsicherheit der Schauzeichen
erheblich herab, so daß man von dieser Schaltung ungern Gebrauch, macht
und sie nur dann zuläßt, wenn der Lekungswiderstand einen, gewissen Wert nicht überschreitet.
Die Verwendung der für die Anrufrelais erwähnten Schaltung, bei der das
Kontrollrelais durch einen Kontakt eingeschaltet wird, ist hierbei nicht möglich, da die
-.Bauart der Schauzeichen und insbesondere ihre Ansprechempfindlichkeit den Aufbau'
eines Kontaktes nicht zulassen.
Die vorgenannten Schwierigkeiten werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß in
Reihe mit der hochohmigen Wicklung der Anrufeinrichtung ein einer Miehrzahl von
Teilnehmern gemeinsames hochohmiges Hilfsrelais vorgesehen ist, welches zunächst dem
Anruf einleitet. Dieses Hilfsnelais, dessen Ansprechsicherheit sehr hoch gewählt sein
kann, schaltet in einem örtlichen Stromkreis ein niederohmiges Kiontröllrelais· ein,
welches sich unter Abschaltung des Hilfsrelais in einen. Haltestromkreis legt, der über
die Teilnehmerschleife und die hochohmige Wicklung der Anruf einrichtung- verläuft.
Durch diese Umschaltung wird der Strom in der Teilnehmerschleife so weit verstärkt, daß
die hochohmige Wicklung· der Anrufeinarichtung mit großer Sicherheit zur Wirkung·
kommt, während anderseits die Stärke dieses Stromes, der nunmehr die Wicklung· des
Kontrollrelais durchfließt, ohne weiteres ausreicht, um dieses Relais, welches ja zur
Sicherstellung· des Durchzugs des Ankers durch einen stärkeren! lokalen Strom kräftig
erregt worden war, in der angezogenen Stellung zu halten.
Die Zeichnung zeigt die gemäß der Erfindung ausgebildete Anrufschaltung einer
handbedienten Vermittlungsstelle, bei der die Teilnehmerverbdndungen über Klinken und
Stöpsel hergestellt werden und die Signalgabe durch Schauzeichen erfolgt. Die dargestellte
Schaltung· ist jedoch lediglich als ein Ausführungsbeispiel anzusehen, da der
Erfmdungsgegenstand zahlreiche andere Anwendungsmöglichkeiten zuläßt. Insbesondere
kann er auch bei Systemen mit Anrufrelaist, durch die z. B. Glühlampen eingeschaltet werden,
Verwendung· finden.
In der Zeichnung ist links eine Teilneh,-merstelle
T angedeutet, die über eine Doppelleitung TL mit der Vermittlungsstelle verbunden
ist. Von den Einrichtungen der Vermittlungsstelle ist nur die mit der Teilnehmerleitung
verbundene Klinke TK mit den zugehörigen Anruf- und Anrufkontrolleinrich.-tungen
dargestellt, während auf die Darstellung der übrigen Schaltmittel, die für 6g den Erfindungsgiedanken unwesentlich sind,
verzichtet wurde.
Leitet der Teilnehmer T durch Abheben seines Hörers den Anruf zur Vermirtlunigsstelle
ein, so wird über die innerhalb der Teilnehmerstelle geschlossene Teilnehmerschleife
der Stromkreis für die Anruforgane geschlossen: Erde, Klinkenieder b, Teilnehmerleitung
TL, Teilnelunerapparat T, Teilnehmerleitung TL, Klinkenfeder a, SchauzeichenwicklungSZ,
KontaktA1, Hilfsrelais//,
Batterie. In diesem Stromkreis kommt zunächst das hochohmige Hilfsrelais// zum Ansprechen,
während das Schauzeichen SZ infolge des geringen Stromes noch unerregt bleibt. Das Hilfsrelais// schließt über seinen
Kontakt k einen örtlichen Stromkreis für das niederohmige Kontrollrelais K, wobei die
Stromstärke in diesen Ortsstromkreis durch einen Widerstand W oder eine zweite Wicklung
des Kontrollrelais K bis zu einem zum sicheren Ansprechen des Kontrollrelais ausreichenden
Wert herabgesetzt wird.
Das Kontrollrelais K wird in dem Ortsstromkreis stark erregt und zieht seinen Anker
an, wobei die Kontakte A1 und A2 umgelegt
werden. Dabei wird die Stromstärke so gewählt, daß ein kräftiger Ankerdurchzug gesichert
ist. Der Kontakt A1, der als Folgekontakt ausgebildet ist, schaltet das hochohmige
Hilfsrelais H von der Teilnehmerschleife ab und schließt gleichzeitig einen eigenen Haltestromkreis,
der β über die Schauzeichenwicklung SZ und die Teilnehmerschleife geschlossen
ist. Die Stromstärke in der Wicklung des Schauzeichens ist nunmehr, nachdem der
hohe Widerstand des Hilfsrelais// durch den
niedrigen Widerstand des Kontrollrelais K ersetzt worden ist, so weit erhöht worden, daß
das Schauzeichen SZ sicher anspricht. Ander- io5
seits genügt die Stromstärke des über die Teilnehmerschleife fließenden Stromes, um
das Kontrollrelais K mit Sicherheit in der angezogenen Stellung zu halten, da der Haltestrom
erheblich niedriger als der Anzugstrom sein kann.
Zur optischen Anzeige der Anrufkontrolle ist eine Kontrollampe KL vorgesehen, die in
bekannter Weise durch den Kontakt A2 des Kontrolbelais K eingeschaltet wird. n5
Beim Abfragen wird durch Einführen des Verbindungsstöpsels VS in die Teilnehmerklinke
TK die Teilnehmerdoppelleitung von der Anruf einrichtung abgetrennt, so daß das
Schauzeichen zurückfällt und auch das Kontrollrelais K aberregt wird. Durch das Zurückkehren
des Kontaktes A1 in die Ruhelage
wird dann der Stromkreis für das Hüfrelais//
wieder vorbereitet, während der Kontakt k2
die Kontrollampe KL abschaltet.
Die dargestellte KontroUeinrichtung, bestehend aus den Relais H und K mit den zugehörigen
Schaltmitteln, kann für eine Mehrzahl von Teilnehmerleitungen gemeinsam vorgesehen
sein, wie dies durch die Anzweigung bei ν angedeutet ist.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechvermittlungsstellen
mit Anrufkontrolle, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit der Erregerwicklung der Anrufeinrichtung
(Anrufrelais, Schauzeichen o. dgl.) eine einer Mehrzahl von Teilnehmern gemeinsame
hochohmige Relaiswicklung (H) zur Einleitung der Anrufkontrolle vorgesehen
ist, welche die Anschaltung einer niederohmigen Wicklung des Anrufkontrollrelais
an den Anrufkreis veranlaßt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
hochohmige Relaiswicklung (H) eine niederohmige Relaiswicklung (K) in einem
Ortsstromkreis erregt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
niederohmige Relaiswicklung (K) sich an Stelle der hochohmigen Relaiswicklung
(H) in einen über die Teilnehmerschleife verlaufenden Haltestromkreis der Anrufeinrichtung
legt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die niederohmige Relaiswicklung (K) gleichzeitig mit der Abschaltung der hochohmigen Relaiswicklung (H) in einen
eigenen Haltestromkreis legt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
gleichzeitig mit der Einschaltung des Kontrollrelais (K) in den Haltestromkreis die
Einschaltung des Kontrollzeichens (KL) erfolgt.
6. Schaltungsanordnung nach. Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wicklung des niederohmigen KontroUrelais (K) so bemessen ist, daß die Wicklung
der dem Teilnehmer zugeordneten Anrufeinrichtung nach der Einschaltung des niederohmigen KontroUrelais (K) an
SteUe des hochohmigen Relais (H) in die Teilnehmerschleife sicher zum Ansprechen
kommt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch, gekennzeichnet, daß die
Wicklung des niederohmigen KontroUrelais (K) so bemessen ist, "daß der nach der
Einschaltung des KontroUrelais in die Teilnehmerschleife durch die Wicklung
fließende Strom zum Festhalten des Ankers genügt.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch, gekennzeichnet, daß die
Einschaltung des KontroUrelais (K) im örtlichen Stromkreis über einen der Wicklung
vorgeschalteten Widerstand erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE604195T | 1930-06-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE604195C true DE604195C (de) | 1934-10-16 |
Family
ID=6575167
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930604195D Expired DE604195C (de) | 1930-06-08 | 1930-06-08 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechvermittlungsstellen mit Anrufkontrolle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE604195C (de) |
-
1930
- 1930-06-08 DE DE1930604195D patent/DE604195C/de not_active Expired
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