DE601277C - Vorrichtung zum Auftragen von Schnittmustern mit mehreren die Umrisslinien angebenden Linealen - Google Patents

Vorrichtung zum Auftragen von Schnittmustern mit mehreren die Umrisslinien angebenden Linealen

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DE601277C DEV29065D DEV0029065D DE601277C DE 601277 C DE601277 C DE 601277C DE V29065 D DEV29065 D DE V29065D DE V0029065 D DEV0029065 D DE V0029065D DE 601277 C DE601277 C DE 601277C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H1/00Measuring aids or methods
    • A41H1/06Measuring aids or methods in combination with marking

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Auftragen von Schnittmustern mit mehreren die Umrißlinien angebenden Linealen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Auftragen von Schnittmustern, bei welcher mehrere die Umrißlinien angebende Lineale in Abhängigkeit voneinander auf verschiedene Körpermaße einstellbar sind.
  • Es ist bereits bei derartigen Vorrichtungen bekannt, zwei Gruppen von Linealen, die an mittels Zahnräder verschiebbare Zahnstangen angeordnet sind, nach dem an einer Person abgenommenen Brust- und Hüftmaß einzustellen und dann die Umrißlinien des Schnittmusters nach den Linealen auf- bzw. nachzuzeichnen.
  • Die Notwendigkeit des Aufzeichnens der Linien und ihre Verbindung von freier Hand erfordert aber eine gewisse zeichnerische Geschicklichkeit und verhindert ein durchaus gleichmäßiges Ausfallen der einzelnen Vervielfältigungen. Schließlich ist die- zeichnerische Vervollständigung und Vervielfältigung auch zeitraubend.
  • Dieses Aufzeichnen ist nun bei der Vorrichtung nach der Erfindung vermieden. Bei dieser sind nämlich die Lineale an ihrer Unterseite mit einfärbbaren Druckstreifen, beispielsweise aus Gummi, zum Aufdrücken vier limrißlinien auf Stoff oder Papier versehen. Ferner sind die Lineale miteinander durch in der Länge einstellbare Glieder verbunden, an deren Unterseite gleichfalls Druckstreifen angeordnet sind, so daß zusammenhängende Schnittlinien abgedruckt werden. Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung dann noch mit einer der Ebene der Druckstreifen in der Aufdrückrichtung vorgelagerten und abgefederten Platte versehen, welche beim Drucken bis zur Auflage der Streifen an der Druckunterlage zurückweicht.
  • In den Zeichnungen ist nun eine bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Abb. i zeigt eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung in Verbindung mit einem Motorantrieb zur Vervielfältigung von Schnittmusterlinien auf ablaufenden Stoffbahnen.
  • Abb. 2 ist ein senkrechter Querschnitt durch einen an einem Lineal befestigten Gummidruckstreifen.
  • Abb. g ist ein schematischer Grundriß der Getriebe und Zahnstangen zur Verstellung der einen Linealgruppe.
  • Abb. q. ist ein entsprechender Grundriß, der die Verstellung der anderen Linealgruppe zeigt.
  • Abb. 5 ist ein Gesamtgrundriß der Vorrichtung mit Linealen für die Anfertigung von Herrenbekleidung und Abb.6 ein entsprechender Grundriß mit Linealen für die Herstellung von Damenbekleidungsstücken. Die Einstelleinrichtung der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird von einer Mittelachse i (Abb. i) getragen, auf der ein oberes Handrad 5 und ein unteres Treibrad 3 befestigt sind, durch welche die Lineale bewegt werden, welche in Abhängigkeit vom Brustmaß gesteuert werden. Auf der Welle i ist auch eine Hohlwelle i' mit dem unteren Handrad 4 und dem oberen Triebrad 2 angeordnet, durch das die vom Hüftmaß abhängigen Lineale bewegt werden. Diese beiden jeweils durch das entsprechende Handrad eingestellten Maße erscheinen auf Zifferblättern 6 und 7 in zwei Fensterausschnitten 8' und 8" der Platte 8 der Einstelleinrichtung, welche das obere Zahnradgetriebe abdeckt. Jedes der beiden Getriebe zur Verschiebung der Zahnstangen, welche die Lineale einstellen, ruht auf einer Auflagerplatte i2 bzw. 13 (s. auch Abb. 3 und 4). Auf dem oberen Handrad 5 sind zwei Druckknöpfe io, ii angeordnet, welche eine waagebalkenartige Kupplung 9 betätigen. Wird nun der Knopf io herabgedrückt, so sind die beiden Handräder 4, 5 gekuppelt, d. h. einem gewissen Hüftmaß entspricht ein bestimmtes Brustmaß, wie dies für normal gebaute Personen zutrifft. Drückt man dagegen den Knopf i i nach unten, so werden die beiden Handräder 4, 5 entkuppelt, und die Brust-oder Hüftmaße können unabhängig voneinander eingestellt werden, wie dies für abnormal gebaute Personen erforderlich ist. Mit 8"' ist der Boden des Gehäuses bezeichnet, das die Einstelleinrichtung umschließt, wobei zwischen der Bodenplatte 8"' und den Auflagerplatten 12 und 13 Schraubenfedern vorgesehen sind, welche die Lineale vor dem Abdruck in einem gewissen Abstand von der Unterlage zu halten bestimmt sind.
  • In Abb. 2 ist ersichtlich, wie die Lineale 1d an ihrem Außenrand umgebogen sind, auf welchen ein Gummistreifen 15 von passender Gestalt gestülpt ist, der an seiner Unterkante 16 eingefärbt werden kann, so daß er eine Schnittlinie auf dem Stoff oder Papier abzudrucken vermag.
  • Das mittlere Zahnrad?, der oberen Auflagerplatte i2 (Abb. 3) treibt eine Reihe anderer Zahnräder 21, 22, 23, 24 an, welche durch ihre Drehung acht gerade Zahnstangen 171 bis 1711 verschieben, auf deren Enden die Lineale 181 bis 1811 für die Hüftlinien sitzen. Die Zahnstangen 171 bis 17" werden in passenden Schlitzen von Führungsbügeln i91 bis 195 geführt, die durch Schrauben an der Auflagerplatte befestigt sind. In der oberen Auflagerplatte i2 sind ferner fensterartige Aussparungen 2o, 21, 22 vorgesehen, durch die hindurch die Getriebe der unteren Linealgruppe dem Einblick und Eingriff der die Vorrichtung handhabenden Person offen stehen. Vier kleine Säulen 23 verbinden die beiden Auflagerplatten i2 und i3.
  • Das mittlere Zahnrad 3 der unteren Auflagerplatte 13 (Abb. 4) bewegt eine Reihe von Rädern 2q.1 bis 244, die zum Verstellen der gebogenen Zahnstangen 251 bis 255 und der geraden Zahnstange 26 dienen, an deren äußeren Enden die Lineale 271 bis 275 und 28 für die Brustlinien befestigt sind. Auch diese Zahnstangen sind in Führungsbügeln i9 geführt, und _die Auflagerplatte 13 ist mit Beobachtungsfenstern 2i1, 221 ausgestattet.
  • Außer diesen zwangsläufigen Bewegungen sind ferner von der zentralen Einstelleinrichtung unabhängige Bewegungen möglich, falls der Körper der zu bekleidenden Person Unvollkommenheiten verschiedener Art aufweist. Zu diesem Zwecke sind zwischen den einzelnen Zahnstangen und den von ihnen getragenen Linealen verstellbare Verbindungsstücke vorgesehen, so nach Abb. 5 bei 29 und 30 zwei Schrauben- und Schlitzverbindungen zwischen der Zahnstange 251 und ihrem Lineal 271 bzw. zwischen der Zahnstange 252 und ihrem Lineal 272. Verschiebt man die Schrauben 29, 30 in ihrem gebogenen Schlitz, so erhält man die Verschiebung der Lineale, die einem verwachsenen Rücken (Buckel) entspricht. Will man dagegen die Schnittlinien für ein abnormales Becken erhalten, so muß man Schraube 31 in ihrem Schlitz in der Zahnstange 17 verschieben, bis das Lineal 181 die gewünschte Lage einbenommen hat.
  • Weitere Schrauben 32, 33, 34, die in zugehörigen Schlitzen verschieb- und feststellbar sind, gestatten, die Lage der Lineale 188, 181 und 275 so zu verändern, daß man nahtlos von der Brust zum Rücken gehende Schnittmuster erhält.
  • Zwecks leichter Verpackung der Vorrichtung in einer Hülle sind die Lineale 181 bis i8° in einem der Tailleneinschnürung entsprechenden Punkt zusammenklappbar (s. z. B. 35 in Abb. 5).
  • Um zwischen den einzelnen Linealen eine Verbindung zu schaffen, die einerseits ihre gegenseitige Verschiebung gestattet, anderseits einen Zusammenhalt der Teile und die Möglichkeit ergibt, zusammenhängende Schnittlinien zu bilden, sind die einzelnen Lineale durch biegsame Rohre 52 bzw. in diesen ausziehbar gleitende Metalldrähte 53 verbunden (Abb. 5 und 6), wobei auch an den biegsamen Rohren Gummidruckstreifen 15 angebracht sind. .
  • Während die in Abb. 5 gezeigten Lineale bei der Herstellung von Damenbekleidung verwendet werden, zeigt Abb.6 entsprechende Lineale zur Herstellpng von Herrenkleidung. Die einzelnen Teile tragen der Abb.5 entsprechende Bezeichnungen. Die Lineale 181, 271, 36 und 272 umgrenzen ein Rückenstück, die Teile z82, z83, 38 ein Seitenstück zum Rücken, die Teile z84, 185, 27s, 274, 275 bilden ein Seitenstück des Vorderteils und die Teile 28, 181, 18', 188, 41 das Vorderteil. Will man das Kleidungsstück aus zwei statt aus vier Teilen bilden, so folge man den von den Linealen 181, 271, 36, 42, 182, 183 gebildeten Linien für den Rücken und denen der Lineale 184, 185, 273, 28, 1811, i87, 188 für das Vorderteil, während die Oberseite des Ärmels von den Linealen 43, 44, 45 und die Unterseite von den Linealen 45, 46, 47, 48 gebildet wird. Will man einen Ärmel aus einem Stück bilden, so folge man den Linien 181, 43, 44, 18', 273, 274, 27 5 .
  • Zur Einstellung der Maße der Vorrichtung genügen die beiden Maße des Brust- und Hüftumfanges; da die Längenmaße mit der Mode wechseln, bleiben sie in der Vorrichtung unberücksichtigt. Aus den genannten beiden Maßen ergibt sich, ob ein Mißverhältnis besteht oder nicht, und man entkuppelt oder kuppelt die beiden Handräder 14, 15 dementsprechend mittels der-- Knöpfe il oder io.
  • Die Einstellung erfolgt durch Drehung der Handräder so lange, bis das genommene Maß im Fenster 8' für die Hüfte bzw. im Fenster 8" für die Brust erscheint.
  • Zum Abdruck der Schnittlinien auf Stoff im Handbetrieb färbt man die Gummistreifen der in Betracht kommenden Lineale ein und drückt diese Teile nieder. Zwecks mechanischer Vervielfältigung von Schnittmustern in größerer Zahl kann man die Vorrichtung, wie in Abb. i schematisch gezeigt ist, mit einem Motor verbinden, der sowohl den Stoffablauf als auch den Abdruck bewirkt, wobei zur Einfärbung Farbbänder benutzt werden können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Auftragen von Schnittmustern, bei welcher mehrere die Umrißlinien angebende Lineale in Abhängigkeit voneinander auf verschiedene Körpermaße einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lineale an ihrer Unterseite mit einfärbbaren Druckstreifen (15, 16) zum Aufdrucken der Umrißlinien auf Stoff oder Papier versehen sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lineale miteinander durch in der Länge einstellbare Glieder (52, 53) verbunden sind, welche an der Unterseite gleichfalls Druckstreifen tragen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine der Ebene der Druckstreifen in der Aufdrückrichtung vorgelagerte und abgefederte Platte (8"'), welche beim Drucken bis zur Auflage der Streifen an der Druckunterlage zurückweicht.
DEV29065D 1932-01-18 1933-01-18 Vorrichtung zum Auftragen von Schnittmustern mit mehreren die Umrisslinien angebenden Linealen Expired DE601277C (de)

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