DE210465C - - Google Patents

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DE210465C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H1/00Measuring aids or methods
    • A41H1/06Measuring aids or methods in combination with marking

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - M 210465 KLASSE 3d. GRUPPE
EMIL HEINZE in DRESDEN-COTTA.
Schnittmusterschablone für Rockschnitte.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schnittmusterschablone für Rockschnitte mit in der Höhen- und Breitenrichtung einstellbaren Einzelteilen. Das Neue an dieser Schablone besteht in der Anordnung eines mit dem Schulterstück fest verbundenen Lineals, auf dessen Skala ein mit dem untersten Teil der Schablone verbundener Zeiger auf die jeweils abgenommene, von der Achselspitze aus
ίο gemessene Taillenlänge eingestellt wird. Durch diese Einrichtung erhält man nach der Einstellung der Schablone auf die vom Körper abgenommenen Maße stets Aufschluß über die Größe des genannten Taillenmaßes und über die Lage des Endpunktes der Taillenlänge.
Auf der Zeichnung zeigen:
Fig. ι die Schnittmusterschablone in zusammengeschobenem Zustand,
Fig. 2 dieselbe auf die vom Körper abgenommenen Maße eingestellt, und
Fig. 3 die Vorrichtung zur gegenseitigen Verbindung der einzelnen Schablonenteile.
Die Vorderseite der Schablone, auf die der Stoff aufgelegt wird, ist vollkommen eben. Auf der Rückseite, die beim Gebrauch, also beim Einstellen, nach oben liegt, geht von jedem Einzelteile α eine mit einer Ziffernskala c versehene Zunge b aus. Ferner sind auf jedem Einzelteil Brücken d vorgesehen, unter welche die jeweilige Zunge des Nachbarteiles geschoben wird, wodurch die Aneinanderkupplung der betreffenden Nachbarteile erfolgt. Für jede Zunge besitzt die Brücke eine mit einer Druckplatte f ausgestattete Schraube β zum Feststellen der Zunge.
Zum Zwecke des Einsteilens der Schablone werden die Einzelteile voneinander abgerückt, und zwar hat man bei diesem Vorgang zweierlei zu unterscheiden: die Verstellung auf die Weitenmaße und diejenige auf die Längenmaße. Für die Weitenverstellung braucht man nur ein einziges Maß vom Körper abzunehmen, nämlich die halbe Oberweite. Angenommen nun, man hätte diese halbe Oberweite als 48 cm festgestellt, so hat man alle seitwärts verstellbaren Züge (1, 2, 3, 7, 12) auf den zugehörigen Zungen so weit zu verrücken, daß sie mit .der Skalenziffer 48 abschneiden. Die Einstellung des Zuges 8 erfolgt durch Herausdrehen, so daß der auf ihm angebrachte Pfeil die einzustellende Skalenziffer anzeigt. Die Weite wird also von einem Grundmaß aus automatisch für alle Züge bestimmt. Die Längen werden nach den jeweils abgenommenen Maßen eingestellt. Zuerst nimmt man die Achselhöhe, auf welche der Zug 4 eingestellt wird, dann der Zug 5, 6, 11. Vom Zug 4 wird ein Lineal g mit hochgenommen. Nun nimmt man am Körper die Taillenlänge von der Achselspitze aus ab, sucht sich deren Ziffer auf dem Lineal g und rückt den Zug 9 so weit am Lineal hin, bis der Zeiger h mit dem unteren Rande an der betreffenden Zahl abschneidet. Der Zug 4 in Verbindung mit dem Zug 9 ergeben also die Gesamtlänge. Um so viel wie 9 aus der Grundstellung noch heruntergerückt worden ist (was sich auf der Skala in Zentimetern abzeichnet), um soviel wird auch Zug 10 noch heruntergerückt.
Zum Einstellen der Taillenweite für beson-
ders dicke Personen befindet sich auf dem Teil 9 noch ein Drehzeiger i. Findet man beim Nachmessen, daß die Taillenweite nicht auf die nach der halben Oberweite gefundene Einstellung stimmt, so legt man den Zeiger i wagerecht und stellt ihn so ein, daß die Ziffer des Überschusses (in Zentimetern ausgedrückt) an der Brücke abschneidet und biegt nun die Seitenlinie so aus, daß sie über
ίο die Spitze des Zeigers hinwegläuft. Jetzt dreht man den Zeiger nach unten, und. dann zeigt die Spitze an, um wieviel noch an der Bauchform zugegeben werden muß.
Daß man alle Weiten nach einem Grundmaß einstellt, ist nicht immer Bedingung, sondern in der Regel nur bei Normalfiguren der Fall. Man kann ebensogut, wenn man keine Normalfigur vor sich hat, auch sämtliche Weitenmaße einzeln nach dem individuellen Maß einstellen.
Sobald man ein Maß eingestellt hat, schraubt man den betreffenden Stift e auf die Zunge nieder und legt so die Einstellung fest.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schnittmusterschablone für Rockschnitte mit in der Höhen- und in der Breitenrichtung einstellbaren Einzelteilen, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schulterstück (4) ein mit einer Maßeinteilung versehenes Lineal (g) fest verbunden ist, auf dessen Skala ein auf dem untersten Teil (9) angebrachter Zeiger (h) auf die jeweils abgenommene Taillenlänge, von der Achselspitze ab gemessen, eingestellt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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