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Schaltung zur Steuerung einer für mehrere Gleichstromsignalkreise
gemeinsamen Überwachungseinrichtung Es sind bereits Schaltungen zur Steuerung einer
für mehrere Gleichstromsignalkreise gemeinsamen Überwachungseinrichtung bekannt,
welche Schaltungsänderungen in den Signalstromkreisen bzw. Stellungsänderungen der
zu diesen gehörigen Schalteinrichtungen anzeigt. Insbesondere ist vorgeschlagen
worden, die gemeinsame Überwachungseinrichtung über Relais an die einzelnen Gleichstromsignalkreise
anzuschließen; hierbei müssen, abgesehen von den Relais der Überwachungseinrichtung,
jeweils zwei Anschlußrelais für jeden Gleichstromsignalkreis vorgesehen sein, um
eine Überwachung aller Schaltzustände zu gewährleisten.
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Die große Zahl von Relais beeinträchtigt notwendigerweise die Betriebssicherheit
der Anlage, da jedes Relais eine Fehlerquelle darstellt; es ist deshalb eine dauernde
genaue Kontrolle unerläßlich, die natürlich die Betriebskosten erhöht. Durch die
große Anzahl von Relais wird die Anlage außerdem verteuert.
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Genau die gleichen Nachteile, geringe Betriebssicherheit, Notwendigkeit
sorgfältiger Überwachung und teuere Erstellung, bestehen in erhöhtem Maße bei Anlagen,
in denen Änderungen der Schaltung durch dem Netz überlagerte Ströme hervorgerufent
werden, die man gleichzeitig für die Kontrolle der gewünschten Änderung benutzt.
In einer solchen Anlage sind zahlreiche Hilfsmaschinen und Hilfsapparate erforderlich.
Die Rückmelderelais sind als Resonanzumschaltrelais ausgebildet, die durch genaue
Anpassung ihrer Kapazität und Selbstinduktion eine sorgfältige und entsprechend
teuere Herstellung erfordern.
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Demgegenüber hat die Erfindung eine Schaltung zurre Gegenstand, die
bei einfachsten und billigsten Mitteln praktisch vollkommen betriebssicher ist und
keine Kontrolle erfordert. Erfindungsgemäß ist die gemeinsame Übenv achungseinrichtung
an die einzelnen Gleichstrornsignalkreise über Kondensatoren angeschlossen, welche
nur die bei Schaltungsänderungen in den Signalstromkreisen auftretenden Stromstöße
durchlassen.
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Die erfindungsgemäße Schaltung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
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Die Kontaktbrücken i schließen entweder über die Kontakte z den Stromkreis
für die Lampe 4 oder über die Kontakte 3 den Stromkreis für die Lampen 5. Die Lampen
q. kennzeichnen die Einschaltstellungen und die Lampe 5 die Ausschaltstellungen.
Die Kontaktbrücken i sitzen an den Schubstangen 6, die mit der zugehörigen Schalteinrichtung
auf beliebige Art verbunden sind.
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Von den die Kontakte 3 mit den Aus-Lampen 5 verbindenden Leitungen
7 sind Leitungen 8 abgezweigt, welche zu den Kondensatoren
g führen.
hie Kondensatoren sind ihrerseits parallel an die Leitung io angeschlossen, welche
über die Leitung i i zu der Spule i2 des empfindlichen Stromrelais 13 führt. Das
freie Ende der Spule 12 ist über die Leitung 14 mit dem Kontakt 15 verbunden, welcher
über den Kontakt 16 und die Leitung 17 mit dem Pluspol 18 der Stromquelle in Verbindung
gebracht werden kann. Der Anker ig des Stromrelais 13 steht über die Leitung 2o
mit dem Kontakt 2i in Verbindung. Gegenüber dem Kontakt 21 ist ein feststehender
Kontakt 22 angeordnet, der über die Leitung 23 mit dem Kontakt 24 verbunden ist.
Der Kontakt 24 kann seinerseits über den Gegenkontakt 25 und die Leitung 26 mit
dem Minuspol 27 der Stromquelle in Verbindung gebracht werden.
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Die Kontakte 16 und 25 sind: mittels der gemeinsamen Brücke 28 an
dem Anker 29 des Schaltrelais 30 befestigt. Beim Ansprechen des Schaltrelais
30 -,verden die Kontakte 16 und 25 angehoben und schließen über die Kontakte 31
und; 32 zwei Stromkreise, und zwar über den Kontakt 31, Leittrog 33 und 34 den Stromkreis
einer Signallampe 35 bzw. einer Klingel 36 und über den Kontakt 25, Vorschaltwid'erstand
37, Leitung 38 den Stromkreis der Spule 39 des Relais 30.
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In der Leitung 38 ist eine Kontaktbnicke 40 vorgesehen, welche mit
Hilfe eines Druckknopfes 41 von den Kontakten 42 und 43 entfernt werden kann.
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Die Wirkungsweise der dargestellten Einrichtung ist kurz folgende:
Bei der dargestellten Lage der Kontaktbrücken i ist der Stromkreis der Lampen 5
geschlossen, welche den Ausschaltzustand der zugehörigen Schaltvorrichtung anzeigen
Wird nun die Schaltung einer Schalteinrichtung geändert, so schließt die entsprechende
Kontaktbrücke i den Stromkreis der zugehörigen. Einschaltlampen 4. Bei der Einschaltung
der Einschaltlampen 4 entsteht ein Stromstoß, der sich über die Leitung 8, Kondensator
g und Leitungen io und ii auf die Spule 12 des Stromrelais 13 auswirkt, da über
die Leitungen 14 Kontakte 15 und 16 und Leitung 17 der Stromkreis der Spule 12 geschlossen
ist. Dieser Stromstoß bewirkt ein Ansprechen des Relais 13, d. h. der Anker ig wird
angezogen, so daß sich die Kontakte 21 und 22 berühren. Dadurch wird der Stromkreis
der Spule 30 geschlossen, und zwar einerseits über die Leitungen 38 und 17
und andererseits über die Leitung 44, Kontakte 21 und 22, Leitung 23, Kontakte 24
und 25 und Leitung 26. Die Folge davon. ist, daß der Anker 2,9 des Relais 3o angezogen
wird und die Kontakte 16 und 25 mit den Kontakten 3 i bzw. 32 in Berührung kommen.
Durch die Parallelanordnung des Widerstandes 37 bleibt der Stromkreis der Spule
39 wenigstens teilweise bestehen, während über die Kontakte 16 und 31 der
Stromkreis der Signallampe 35 bzw. der Klingel 36 geschlossen wird. Der Stromkreis
der Lampe 35 und der Klingel 36 wird dadurch geöffnet, daß die Kontaktbrücke 40
von den Kontakten 42 und' 43 mit Hilfe des Druckknopfes 41 getrennt wird. Hierdurch
wird nämlich das Relais 30 stromlos, so daß der Anker 29 mit den .Kontakten
16 und 25 nach unten fällt und der Kontakt 16 mit dem Kontakt 15 und der Kontakt
25 mit dein Kontakt 24 in Berührung kommt.
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Das Aufleuchten der Lampe 35 bz-#v. die Betätigung der Klingel 36
macht das Bedienungspersonal auf die Schaltungsänderung aufmerksam. Bei der üblichen
übersichtlichen Anordnung der Lampen 4 und 5 kann nunmehr leicht die Schalteinrichtung
festgestellt werden, deren Schaltung sich geändert hat.