DE598060C - Verfahren zur katalytischen Hydrierung von Kautschuk - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Hydrierung von Kautschuk

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DE598060C
DE598060C DEI44891D DEI0044891D DE598060C DE 598060 C DE598060 C DE 598060C DE I44891 D DEI44891 D DE I44891D DE I0044891 D DEI0044891 D DE I0044891D DE 598060 C DE598060 C DE 598060C
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DE
Germany
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rubber
weight
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metals
hydrogenation
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Expired
Application number
DEI44891D
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Breuers
Dr Manfred Dunkel
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber
    • C08C19/02Hydrogenation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

Es ist bekannt, natürliche Kautschukarten., Kautschukkrackprodukte, Cyclokautschuk, Polymerisationsprodukte von Butadienkohlenwasserstoffen und ähnliche hochpolymere ungesättigte Kohlenwasserstoffe, in folgendem kurz als Kautschuk bezeichnet, in Gegenwart von Kupfer oder Metallen der achten Gruppe des periodischen Systems, z. B. Platin, Palladium, Nickel und Kobalt, als Katalysatoren zu hydrieren. · Da diese Metalle leicht vergiftet werden, ist ihre Wirksamkeit als Katalysator von kurzer Dauer, zumal dann, wenn handelsübliche rohe Kautschuksorten hydriert werden sollen. Außerdem muß man sorgfältig von Katalysatorgiften befreite Lösungsmittel benutzen, damit die angestrebte Hydrierung nicht von vornherein aussichtslos ist.
Es wurde nun gefunden, daß man Kautschuk sehr vorteilhaft katalytisch hydrieren kann, wenn man Oxyde oder Sulfide der Metalle der 6. Gruppe des periodischen Systems oder deren Gemische, evtl. zusammen mit Oxyden oder Sulfiden anderer Metalle, insbesondere der Metalle der 8. Gruppe des periodischen Systems, enthaltende Katalysatoren verwendet. Als Beispiele seien genannt: Wolframsulfid, Molybdänsulfid, Gemische aus Zink-, Magnesium- und Molybdänoxyd oder -sulfid oder aus Kobalt- und Molybdänsulfid oder aus Nickel- und Wolframsulfid oder aus" Nickel-, Molybdän- und Wolframsulfid oder aus Nickel-, Wolfram-, Molybdänsulfid und Zinkoxyd oder aus Platin und Molybdänsulfid usw. Man verwendet die Katalysatoren zweckmäßig auf Trägem niedergeschlagen. Die Lebensdauer dieser Katalysatoren ist erheblich länger als die der bisher bei der Hydrierung von Kautschuk angewandten. Da die Katalysatoren unempfindlich sind, können auch solche Lösungsmittel für den Kautschuk, die die bisher verwendeten Katalysatoren in Kürze vergiften würden, z. B. schwefelhaltige Benzinfraktionen oder höher siedende Mineralöle oder techn. Benzol, verwendet werden. Die Hydrierung des Kautschuks mit derartigen Katalysatoren geht im allgemeinen bei Temperaturen oberhalb 2000 unter hohem Wasserstorfdruck, z.B. 150at, leicht vor sich. Einige Kautschukarten, z. B. niedrigerpolymerePolymerisationsproduktevon Butadienkohlenwasserstoffein, lassen sich aber auch bei tieferen Temperaturen hydrieren. Durch geeignete Änderung der Arbeitsbedingungen lassen sich niedriger und höher viscose Hydrierungsprodukte gewinnen, z. B. durch Veränderung der Menge des angewandten Katalysators oder der Konzentration des Kautschuks, durch Variation der Temperatur usw.
Die erhaltenen Produkte können z. B. je
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Manfred Dunkel in Köln-Lindenthal und Dr. Wilhelm Breuers in Ludwigshafen a. Rh.
nach ihren Eigenschaften als Guttaperchaersatz, als Klebstoff, Isoliermaterial u. dgl. zur Herstellung plastischer Massen usf. verwendet werden.
B eispiel ι
Man trägt 40 Gewichtsteile handelsüblichen Crepekautschuk, 400 Gewichtsteile Cyclohexan und 50 Gewichtsteile eines Nickel, Wolfram, Molybdän und Zink z. T. in oxydischer bzw. sulfidischer Form enthaltenden Katalysators, der aktivierte Kohle als Träger enthält und zuvor mit Wasserstoff bei 4000 behandelt wurde, in einen Drehautoklaven ein. Nach Verdrängung der Luft im freien Raum des Autoklaven mit Wasserstoff läßt man diesen mehrere Stunden unterhalb Hydriertemperatur rotieren, um eine gleichmäßige Mischung von Kautschuk, Katalysator und Lösungsmittel zu erzielen. Man hydriert, dann bei 3000 unter einem Druck von 150 at. Sobald die Wasserstoffaufnahme beendet ist, wird filtriert und das Lösungsmittel ab destilliert. Man erhält eine farblose, klare, hochviscose Masse. An Stelle des Cyclohexans können auch andere Lösungsmittel verwendet werden.
Beispiel 2
150 Gewichtsteile handelsüblicher Crepekautschuk, 600 Gewichtsteile eines handelsüblichen Benzins (Siedegrenzen 65 bis 200°, Dichte 0,755 bei 200J Schwefelgehalt 0,0090/0) und 100 Gewichtsteile eines Katalysators, der aus ι ο Gewichtsteilen basischem Nickelcarbonat, 25 Gewichtsteilen Wolframsulfid, 18 Gewichtsteilen Molybdänsulfid, 8 Gewichtsteilen Zinkoxyd und 250 Gewichtsteilen aktivierter Kohle hergestellt wurde, werden in 'einen Drehautoklaven eingefüllt. Man preßt sodann Wasserstoff von 50 at Druck auf und läßt den Autoklaven einige Stunden lang bei einer unterhalb 2000 liegenden Temperatur rotieren. Dann erhitzt man auf 3000 unter Aufrechterhalten eines Druckes von 150 bis 180 at so lange, bis die Wasserstoffaufnahme beendet ist. Man filtriert sodann das Reaktionsgemisch und destilliert aus dem Filtrat das Lösungsmittel ab. Es wird so ein zähfiießender, hochviscoser, im allgemeinen farbloser Hydrokautschuk in fast quantitativer Ausbeute erhalten, der erforderlichenfalls zwecks Bleichung mit Bleicherde u. dgl. behandelt werden kann. Das Produkt ist beispielsweise zur Verbesserung von Schmierölen mit Vorteil verwendbar.
Wendet man 1500 Gewichtsteile Benzin und nur 50 Gewichtsteile des oben angegebenen Katalysators an, und arbeitet man im übrigen unter sonst gleichen Bedingungen, so erhält man einen weniger hoch viscosen Hydrokautschuk.
Beispiel3
Man verfährt nach der in Beispiel 2 angegebenen Vorschrift mit der Maßgabe, daß als 6g Lösungsmittel technisches Benzol verwendet wird und bricht die Hydrierung nach etwa 3 bis 4 Stunden ab, da dann die Hydrierung des Kautschuks praktisch beendet ist und nur noch die wesentlich langsamere Hydrierung des Benzols erfolgt. Darauf trennt man vom Katalysator ab und destilliert das Lösungsmittel ab. Man erhält in nahezu quantitativer Ausbeute einen Hydrokautschuk, der etwa die gleichen Eigenschaften wie der gemaß Beispiel 2 erhaltene Hydrokautschuk besitzt. '
B eispiel 4
Man füllt 40 Gewichtsteile Crepekautschuk, 300 Gewichtsteile Cyclohexan und 30 Gewichtsteile eines Katalysators, der aus einer Mischung äquimolekularer Mengen Zinkoxyd, Molybdänsulfid und Magnesiumoxyd oder aus 5 Gewichtsteilen Wolframsulfid und 25 Gewichtsteilen Bleicherde besteht, in einen Rührautoklaven ein und preßt Wasserstoff von 50at auf und erhitzt auf 3200. Durch Nachpressen von Wasserstoff wird der Druck zwischen 150 bis 180at gehalten. Sobald die Hydrierung beendet ist, wird in der üblichen- Weise aufgearbeitet. Als Lösungsmittel für den Kautschuk kann man auch Schmieröl verwenden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur katalytischen Hydrierung von Kautschuk oder ähnlichen hochpolymeren ungesättigten Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Oxyde oder Sulfide der Metalle der 6. Gruppe des periodischen Systems. oder deren Gemische, evtl. zusammen mit Oxyden oder Sulfiden anderer Metalle, insbesondere der Metalle der 8. Gruppe des periodischen Systems, enthaltende Katalysatoren verwendet.
DEI44891D 1932-07-16 1932-07-16 Verfahren zur katalytischen Hydrierung von Kautschuk Expired DE598060C (de)

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DEI44891D DE598060C (de) 1932-07-16 1932-07-16 Verfahren zur katalytischen Hydrierung von Kautschuk
GB29576/32A GB402925A (en) 1932-07-16 1932-10-22 Improvements in the manufacture and production of hydro rubber
NL65757A NL36391C (de) 1932-07-16 1933-06-22
FR758043D FR758043A (fr) 1932-07-16 1933-07-05 Procédé pour préparer du caoutchouc hydrogéné

Applications Claiming Priority (2)

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DEI44891D DE598060C (de) 1932-07-16 1932-07-16 Verfahren zur katalytischen Hydrierung von Kautschuk
GB29576/32A GB402925A (en) 1932-07-16 1932-10-22 Improvements in the manufacture and production of hydro rubber

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DE598060C true DE598060C (de) 1934-06-05

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DE (1) DE598060C (de)
FR (1) FR758043A (de)
GB (1) GB402925A (de)
NL (1) NL36391C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764664C (de) * 1936-05-14 1952-12-15 Siemens & Halske A G Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als elektrisch hochwertiger Isolierstoff brauchbaren hydrierten Kautschuks

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764664C (de) * 1936-05-14 1952-12-15 Siemens & Halske A G Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als elektrisch hochwertiger Isolierstoff brauchbaren hydrierten Kautschuks

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Publication number Publication date
FR758043A (fr) 1934-01-08
GB402925A (en) 1933-12-14
NL36391C (de) 1935-09-16

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