DE597151C - - Google Patents
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- DE597151C DE597151C DENDAT597151D DE597151DA DE597151C DE 597151 C DE597151 C DE 597151C DE NDAT597151 D DENDAT597151 D DE NDAT597151D DE 597151D A DE597151D A DE 597151DA DE 597151 C DE597151 C DE 597151C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
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- B66B1/06—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Aufzugsteuerung, insbesondere für
Aufzuganlagen mit mehreren nebeneinander angeordneten Einzelaufzügen, und zwar derjenigen
bekannten Art, bei denen sich in jedem Stockwerk nur ein einziger Heranrufdruckknopf
befindet, welcher allen Einzelaufzügen zugeordnet ist, und bei welchen in an sich bekannter Weise ein Sucher und eine
Registriereinrichtung mit üblichen Relais- und Schalteinrichtungen der Aufzugsteuerung
zusammengeschaltet sind.
Bei den bisher bekannten Aufzugsteuerun-gen dieser Art war der leitende Gesichtspunkt
derjenige, der möglichst wirtschaftlichen Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Fördervermögens der einzelnen
Fahrstuhlkabinen der gesamten Aufzuganlage.
Diese wirtschaftliche Ausnutzung wird bei den bekannten Anlagen zunächst durch Verwendung
von Fahrkabinen mit relativ großem Fassungsvermögen von durchschnittlich zehn Personen erreicht sowie dadurch, daß in den
bestimmungsgemäßen Weg einer Fahrkabine durch, einen Zwischenanrufer dadurch eingegriffen
werden kann, daß die Fahrkabine während ihres Weges an dem Stockwerk des Zwischenanrufers zum Halten gebracht werden
kann, damit dieser noch hinzusteigen und sich in der weiteren Fahrtrichtung mitbefördern
lassen kann. Es handelt sich bei diesen Fahrstuhlanlagen um Einrichtungen zur Massenbeförderung, wie solche beispielsweise
zweckmäßig in Warenhäusern zur Anwendung kommen. Die wirtschaftliche Arbeitsweise dieser bekannten Fahrstuhlanlagen
wird durch mehrere Nachteile erkauft, beispielsweise:
1. In Zeiten besonders regen Geschäftsbetriebes werden nur die obersten und die
untersten Stockwerke bedient, da die Fahrkabinen gleich bei ihrer Abfahrt, spätestens aber beim nächstfolgenden Stockwerk
voll besetzt werden. Die mittleren Stockwerke dagegen können wegen Überfüllung niemals bedient werden, da die Fahrkörbe
ja in wirtschaftlichster Weise bestimmungsgemäß arbeiten und daher die Anrufe nicht
der Reihe nach erledigt werden.
2. Da bei diesen bekannten Anlagen jederzeit von einem Zwischenarirufer in die Fahrt
einer Kabine eingegriffen werden kann, muß jeder Fahrgast aufpassen, wann die Kabine
In demjenigen Stockwerk hält, in welchem er auszusteigen wünscht, denn er kann sich
nicht wegen der Eingriffsmöglichkeit von Zwischenanrufern darauf verlassen, daß die :
Kabine erst in demjenigen Stockwerk hält, welches er als Endpunkt seiner Fahrt angegeben
hat.
Auch ist bereits in Verbindung mit elektrischen Aufzugsteuerungen die Verwendung
einer Wählereinrichtung vorgeschlagen worden, jedoch unterscheidet sich diese bereits
vorgeschlagene Wählereinrichtung von dem Sucher gemäß der vorliegenden Erfindung
sowohl durch die Art der durch ihn zu erfüllenden Aufgabe als auch nach Anordnung,
Bau und Wirkungsweise.
Im Gegensatz zu den beschriebenen bekannten Aufzugsteuerungen wird bei derjenigen
gemäß der vorliegenden Erfindung bewußt auf den Gesichtspunkt der wirtschaft-
lichsten Ausnutzung des Fördervermögens der einzelnen Kabinen verzichtet; dafür werden
die im folgenden angeführten individuellen Vorteile erreicht. Aus diesem Grunde unterscheidet sich eine Aufzuganlage mit der
neuen Aufzugsteuerung von den beschriebenen bekannten Anlagen insbesondere durch
folgende Eigenschaften:
ι. Das Fassungsvermögen der einzelnen Fahr-ίο
stuhlkabinen beträgt etwa 3 bis 4 Personen.
2. Ist eine Fahrkabine durch Betätigen eines Heranrufdruckknopfes erst einmal in
Bewegung gesetzt, so führt sie sowohl diesen Anruf als auch den ihr erteilten Befehl zur
Fahrt nach einem bestimmten anderen Stockwerk unbedingt aus. Ein Eingriff durch Zwischenanrufer findet nicht statt.
3. Alle Anrufe und die darauf erteilten Befehle werden der Reihe des Einganges
nach ausgeführt. Ein zeitlich späterer Anruf und Befehl kommt erst zur Ausführung,
nachdem der und sämtliche zeitlich früheren ' Anrufe und Befehle von den Kabinen vollständig
bis zu Ende ausgeführt sind.
4. Die Eigenschaft gemäß Punkt 3 wird sogar so folgerichtig durchgeführt, daß im
Falle zweier zeitlich einander folgender Anrufe aus demselben Stockwerk diese von der
Kabine nicht einmal in der Form zusammengezogen werden, daß die Kabine oder eine
der mehreren Kabinen nur einmal nach dem
·· ■ anrufenden Stockwerk fährt, vielmehr folgt die Kabine zunächst erst einmal dem ersten
Anruf aus diesem Anrufstockwerk und führt den ihr - erteilten Befehl vollständig
aus, und erst nach vollständiger Ausführung dieses zeitlich ersten Befehles fährt sie noch
ein zweites Mal zu demselben Anrufstockwerk, um den Befehl des zeitlich zweiten Anrufers auszuführen.
Die Bedienung der Anrufer durch die neue Anlage ist also eine rein individuelle. Die
neue Aufzuganlage hat daher ihr Anwendungsgebiet fast ausschließlich in Geschäfts-'
häusern, wo es nicht auf wirtschaftlichste Ausnutzung desi Fördervermögens pro Zeiteinheit
ankommt und wo nach der Art des zu befördernden Publikums trotz vollständiger
Selbsttätigkeit der Fahrstuhlanlage eine individuelle Bedienung der Fahrgäste stattfinden
soll.
Auf der Zeichnung ist die neue Aufzugsteuerung näher erläutert.
Abb. ι zeigt in der Form eines abgekürzten
Schaltschemas die wichtigsten wirksamen Einrichtungen gemäß der Erfindung in der
Art ihres Zusammenschaltens bei einem Ausführungsbeispiel mit drei Fahrstuhlschächten
t, 2, 3 und vier Stockwerken1^ B, C, D.'
Abb.2.zeigt ein vollständiges Schaltschema
einer ebensolchen, drei Falirstuhlschächte und vier Stockwerke umfassenden Aufzuganlage,
in welcher die für die'neue Anlage nicht charakteristisch erscheinenden und an
sich allgemein üblichen Relais und Kontaktstellen fortgelassen sind und nur diejenigen
Relais und Kontaktstellen eingezeichnet sind, welche zum Verständnis der Wirkungsweise
der neuen Aufzugsteuerung wesentlich erscheinen. · .
Abb. 3 zeigt ein vollständiges Ausführungsbeispiel mit sämtlichen wirksam werdenden
Schaltern, Relais und Kontaktstellen, bei welchem jedoch der besseren Übersichtlichkeit
halber die elektrische Einrichtung mit drei Fahrstuhlschächten nur in dem Umfange
schematisch zur Darstellung gelangt ist, als sie einem einzigen Stockwerk zugeordnet
ist.
Der in jedem einzelnen der vier Stockwerke befindliche einzige Heranrufdruckknopf
ist in allen Abbildungen übereinstimmend mit ea, eb, ec, ea bezeichnet. Bei Betätigung
dieser Knöpfe werden die Hauptbzw. Registrierungsrelais r°a, r°b, r°c, r°j
einerseits direkt mit der einen Stromschiene verbunden, andererseits über die Kontaktzwischenglieder
a\, a2 2, ö32 ■—· b1«, b2 2, bs 2 —
c\, c22, c3 2 —·
<Ρ-2, d%, dS2 mit der anderen
Stromschiene verbunden.
Wenn die Haupt- bzw. Registrierungsrelais r°a, r°i„ r°c, r°d erregt werden, werden· sowohl
die Blockierungskontakte a°v b°v c°1} d°x
als auch die Suchervorbereitungskontakte a°2,
„0 no
α 4, α
α 4, α
7,0
O2,
3,
O 4,
O ro ro ro
5 — c 2, c 3, c ..,
c°5 — d°2, d\, d°i7 d°5 geschlossen.
Durch das Schließen der Blockierungskontakte αο 1; b°it c0!, d0! werden die zugeordneten
Haupt- bzw. Registrierungsrelais r°a, r%, r°c,
r°d in ihrer erregten Stellung blockiert, und
zwar dadurch, daß die eine Stromschiene unmittelbar über diese Blockierung'skontakte an
die Hauptrelais gelegt wird. Zum Festhalten der Hauptrelais braucht also der Strom nunmehr
nicht mehr durch die Kontakte der Heranruf druckknöpfe ea, eb, ec, ed zu fließen. Die
Heranrufdruckknöpfe können also nach einmaligem Niederdrücken wieder losgelassen
werden, und trotzdem halten die Haupt- bzw. Registrierungsrelais den einmal erfolgten
Anruf fest, indem sie unter der Einwirkung der Blockierungsrelais in der erregten Stellung
verbleiben, und zwar bis der durch die Betätigung des betreffenden Heranrufdruckknopfes
erteilte Befehl ausgeführt ist, worauf diese Haupt- bzw. Registrierungsrelais in
ihre Ruhestellung zurückkehren und dabei die von ihnen betätigten Kontakte unterbrechen.
Durch das Schließen der genannten Suchervorbereitungskontakte
a°2, ß°3, ö°4 — b°«, O0S,
b\ — c\, c\, c\ — d°2, d\, d\ wird eine
Stromschiene mit dem in Serie liegenden Su-
cherkontakt ι, 2, 3 12 durch die Siche-
rungs- (Ruhe- und Arbeits-) Kontakte p1 v
m\, o\ — p2 if fn2 lt o2] — P3X, m\,, o\ verbunden.
Gegenüber den Sucherkontakten 1, 2, 3 12 befinden sich andere entsprechende
Sucherkontakte 1', 2', 3' 12', welche
mit den Kabinenrelais rx a, r^, rl c, 1Λ (Ι — r2 u,
r2b, r2 c>
r2a — rs a, rs b, r3 c, r3 d in Verbindung
stehen. Durch diese Kabinenrelais werden die Fahrstuhlkabinen der Fahrstühle 1, 2, 3
nach den anrufenden Stockwerken A3 B, C3 D
entsprechend der Betätigung der Heranrufdruckknöpfe ea, eb, ec, e(i geführt. Die Wirkung,
welche bei Betätigung dieser Kabinenrelais eintritt, ist die gleiche wie bei den bekannten
Fahrstuhlanlagen, bei denen in jeder Fahrstuhlkabine ebensoviele von Hand zu betätigende
Druckknöpfe vorhanden sind, als Stockwerke von der betreffenden Kabine bedient
werden können. Die Betätigung dieser Kabinenrelais bewirkt ein Öffnen der vorerwähnten
Kontaktzwischenglieder ö1 2, b\, C1O,
A\.
„2 U2 r2. J2 „3 7,3 rS ,73
(.(' 2 ^* 2j 2j 2? ^- 2 2t ' 2>
^ 2? '■*' il'
Die genannten Sucherkontaktstellen i, 2, 3
12 und 1', 2', 3' 12' können der
Reihe nach miteinander in leitende Verbindung gebracht werden, und zwar durch einen
Sucher. Dieser ist kreisförmig gestaltet und in seiner Gesamtheit mit m bezeichnet. Er
tritt nur in Tätigkeit, wenn die ihm beiderseits vorgelagerten Kontakte geschlossen sind,
nämlich die Sicherungs- (Ruhe-und Arbeits-) Kontakte νη\, m2 2, m3 2 — px 2, p2 2, p3 2 ■—■ 01^
o22, o\ sowie die Suchervorbereitungskontakte
Alle mit m, p, 0 bezeichneten Sicherungs-(Ruhe-
oder Arbeits-) Kontakte sind normalerweise geschlossen. Sie öffnen sich, wenn die zugeordnete Fahrstuhlkabine sich in Bewegung
befindet oder wenn ihr Boden durch das Gewicht einer in ihr befindlichen Person nach unten durchgetreten ist oder wenn eine
Tür, sei es eine Stockwerkstür oder Kabinentür, geöffnet, ist.
Die Relais M1, M2, Ms, welche die Sicherungs-
(Ruhe- oder Arbeits-) Kontakte m betätigen, sind in ihrem erregten Zustande zurückgezogen,
so daß beim Halten eines Fahr-Stuhles in einem Stockwerk ein Fahrgast genügend
Zeit hat, um in die Kabine zu steigen und so das Erregen der Relais durch die Sicherungskontakte p bestimmen kann, bevor
sich die Kontakte m wieder schließen.
Die allgemeine Wirkungsweise einer solchen Aufzuganlage mit der neuen Aufzugsteuerung
ist folgende:
Nachstehend werden lediglich als Erläuterungsbeispiel nur diejenigen Vorgänge beschrieben,
welche eintreten, wenn ein im dritten Stockwerk C befindlicher Fahrgast einen
Fahrstuhl in dieses Stockwerk zum Einsteigen wünscht und zu diesem Zweck den Heranrufdruckknopf
ec betätigt. Es können dann je nach dem Zustand, in welchem sich die
Gesamtanlage befindet, zwei verschiedene Fälle eintreten, nämlich folgende:
1. Wenn sich im Zeitpunkt der Betätigung
dieses Heranrufdruckknopfes ohnehin bereits gerade ein Fahrstuhl auf dem Wege nach
diesem Stockwerk C befindet, um dort anzuhalten, so erfolgt keine Aufzeichnung bz\v.
kein Festhalten dieses Anrufes. In diesem Falle ist nämlich eins der Kontaktzwischenglieder
c\, c2 2, c32 geöffnet, da eins der Kabinenrelais
rx c, r2 c, r3 c erregt ist. Der von der
einen zur anderen Stromschiene über die Kontakte des Heranrufdruckknopfes führende
Stromkreis bleibt in diesem Falle durch eins der Kontaktzwischenglieder geöffnet, und das
dem Stockwerk C zugeordnete Haupt- oder Registrierungsrelais r°c kann nicht erregt
werden. Auf diese Weise wird vermieden, daß sich ein zweiter Fahrstuhl überflüssigerweise
nach dem Anrufstockwerk in Bewegung setzt, was deswegen überflüssig ist, da ja ohnehin
in diesem Falle der anrufende Fahrgast nur wenig zu warten braucht, bis ohnehin einer
der Fahrstühle nach seinem Stockwerk C kommt.
2. Wenn sich dagegen im Zeitpunkte des Anrufes keine einzige der drei Fahrstuhlkabinen
der Anlage nach diesem anrufenden Stockwerk hinbewegt (die Kabinenrelais rx c,
r2 C! r3 c sich also sämtlich in ihrer Ruhestellung
befinden), so wird durch das Niederdrücken des im Stockwerk C befindlichen
Heranruf druckknopf es ec das Haupt- oder
Registrierungsrelais r°c erregt, und dieses
schließt dadurch sowohl die Suchervorbereitungskontakte c°2, c°3, c°4, c°5 sowie den Blokkierungskontakt
^1 des Haupt- oder Registrierungsrelais r°C) welcher dieses Hauptrelais
in dieser erregten Stellung blockiert und so den Anruf selbst dann festhält, wenn
der Anruf druckknopf ec losgelassen wird und sich infolgedessen in seine Ausgangsstellung
zurückbewegt.
An diesen soeben beschriebenen Vorgängen wird dadurch nichts geändert, daß sich im
Anrufzeitpunkt gegebenenfalls die Gesamtanlage im bei Fahrstuhlanlagen sich stets wiederholenden
anderen Betriebszuständen befindet, beispielsweise folgenden:
a) wenn die Fahrstuhlkabine 1 besetzt ist, also deren beweglicher Boden 55 nach unten
heruntergetreten ist und dadurch das Sicherungsrelais P1 erregt ist, welches den Zwischenkontakt/^1
und den Sicherungskontakt pX2 schließt;
b) wenn die Fahrstuhlkabine 2 sich abwärts bewegt, wenn also der Kontaktgeber 43
für die Abwärtsfahrt erregt ist, der Kontakt 64 also geschlossen ist, wodurch das Relais
M- erregt ist, welches den Zwischenkontakt w2! und den Sicherungskontakt m2 2 unterbricht;
c) wenn der Fahrgast der Fahrstuhlkabine 3 in einem höher gelegenen Stockwerk
. gerade aussteigt. Der Stromkreis würde nämlich dann infolge des Offenstehens der Tür
bei den Türsicherungskontakten 60 unterbrochen sein. Das Relais O3 wäre dann unerregt
und infolgedessen der Sicherungskontakt o3 2 *
geöffnet.
Daraus ergibt sich, daß trotz des Schließens
des Sucherbetätigungsvorbereitungskontaktes c°5 die Elektromagnetwickelung 6y
des Suchers m keinen Strom erhalten kann und der vom Haupt- oder Registrierungsrelais aufgezeichnete bzw. festgehaltene An-
ruf vorläufig unausgeführt bleiben muß.
Es sollen nunmehr die weiteren Vorgänge beschrieben werden, welche sich bei aufgezeichnetem
bzw. festgehaltenem Anruf abspielen, wenn der Fahrgast die Fahrstuhlkabine 3 verläßt, die Kabinentür schließt und
die Kabine leer zurückläßt.
Durch das Schließen der Türen werden auch die Türsicherungskontakte 60 wieder geschlossen
und dadurch auch das Relais O3 wieder erregt. Dieses schließt auch dann den
Sicherungskontakt o3 2, wodurch ein Stromkreis
geschlossen wird, welcher von der positiven Stromschiene über c°5, p\, m3 2, o3 2, die
Wickelung 6y, das Relais y zur negativen Stromschiene verläuft. Das Relais y ist so
zwar erregt, jedoch reicht der durch den Elektromagneten 67 fließende Strom nicht aus, um
das Klinkenrad der Sucherwelle zu betätigen. Das erregte Relais y schließt seinen zugeordneten
Relaiskontakt. Dadurch wird das Relais χ erregt, wodurch y in den Nebenschluß
gebracht und das Anziehen des Betätigungs-..ankers des Suchers ermöglicht wird. Das
Relais y fällt nunmehr ab, und das Relais χ folgt ihm. Der Betätigungsanker des Suchers
fällt zurück und bewegt das Schaltrad 21 der Sucherwelle um einen Zahn weiter. In diesem
Augenblick wird y von neuem erregt und so fort Die Kontaktbürsten 22 und
23 des Suchers werden von der Welle 20 mitgenommen und setzen entsprechend ihre
schrittweise Drehbewegung fort. Der ebenfalls gezeichnete Kondensator 26 dient einzig
und allein zur Verbesserung der Betriebssicherheit.
Es tritt auf diese Weise auch einmal ein Zeitpunkt ein, in welchem die Schleifkontakte
22, 23 auf die feststehenden Kontakte 7 und 7' gelangt sind, welche sich auf diese Weise
über die Kreiskontakte 24, 25 sowie über die Verbindungsleitung ■ in elektrisch leitender
Verbindung befinden. Dadurch werden aber keine Rückwirkungen hervorgerufen, denn da
die entsprechende Fahrstuhlkabine 1 besetzt ist, ist der Kabinenboden 55 nach unten
durchgetreten, das Relais P1 ist infolgedessen erregt und der Zwischenkontakt /^1 infolgedessen
unterbrochen.
Dasselbe ist der Fall, wenn die Kontaktbürsten bei ihrer Weiterbewegung auf die
festen Kontaktstellen 8 und 8' gelangen, denn die Fahrstuhlkabine 2 ist in der Abwärtsbewegung
begriffen, und der Zwischenkontakt m2! ist infolgedessen unterbrochen.
Endlich gelangen die Kontaktbürsten weiterhin zu den festen Kontaktstellen 9 und 9',
welche sich also dann in elektrisch leitender Verbindung befinden. Dann ist folgender
Stromkreis geschlossen: Positive Netzschiene, Zwischenkontakt o3 ± (geschlossen, die Sieherungstürkontakte
60 sind geschlossen), Zwischenkontakt m3! (geschlossen, denn die
Fahrstuhlkabine befindet sich in Ruhe, und die Relais 41 und 44 sind unerregt), Zwischenkontakt
p\ (geschlossen, denn die Decke 57 ist nicht heruntergetreten, und das Relais
P3 ist infolgedessen unerregt), Wählervorbereitungskontakt c°4 (geschlossen, da das
Haupt- bzw. Registrierungsrelais r°c blockiert
geblieben ist, obwohl der Anrufknopf ec losgelassen
ist, da der Anruf aufgezeichnet bzw. festgehalten ist), feststehende Kontaktstelle 9,
Schleifkontakt 23,'Ringkontakt'25,Verbindung 68, Ringkontakt 24, Schleifbürste 22, feststehender
Kontakt 9', Kabinenrelais r3 c, Leitungsscheibe
38, Kontaktgeberrelais für die Abwärtsbewegung 44 der Fahrstuhlkabine 3 (da sich die Kabine in einer im Verhältnis
zum Stockwerk C höheren Stockwerk befindet), Ruhekontakt 49, negative Stromschine.
Das Kabinenrelais r3 6. wird also demnach nunmehr
erregt und verbleibt in dieser Stellung, und zwar unter dem Einfluß desjenigen Stromkreises, welcher durch seinen eigenen
Relaiskontakt c3 t geschlossen worden ist und
welcher über den Kontakt o3 ± (geschlossen)
zur positiven Stromschiene verläuft. Dieses selbe Kabinenrelais r3 c unterbricht mittels seines
Kontaktes c3 2 den Stromkreis des Hauptbzw.
Registrierungsrelais r°c, welches in seine no
Ruhestellung zurückfällt. Der Kontakt c°5
öffnet sich, der Betätigungselektromagnet 67 des Suchers kann somit keinen Strom mehr
erhalten, und die Welle des Suchers 20 bleibt infolgedessen sofort stehen, und zwar mit der
Wirkung, daß die Schleifbürsten 22, 23 nicht einmal mehr die festen Kontakte erreichen,
welche in der Richtung der Fortschreitbewegung unmittelbar hinter den feststehenden
Kontakten 9, 9'liegen.
Wenn die Fahrstuhlkabine am Stockwerk C angekommen ist, wird der Stromkreis
zwischen den beiden Kontakt- bzw. Leitungsscheiben 37, 38 unterbrochen, das Kabinenrelais
rs c ebenso wie auch der Kontaktgeber
44 fällt ab, und die Fahrstuhlkabine bleibt stehen. Der durch den Heranrufknopf ec vom
StockwerkC gegebene Anruf, welcher zunächst nur von dem Hauptrelais r°c aufgezeichnet
bzw. festgehalten war, ist also nunmehr auch ausgeführt worden.
to Wenn die Fahrstuhlkabine 1 verfügbar gewesen wäre, wenn also der Stromkreis über
die Sicherungskontakte p\, m1,, οχ % geschlossen
gewesen wäre, so hätte nur diese Kabine dem Anruf entsprechend reagiert, und zwar
in gleicher Weise wie in dem vorstehenden Erläuterungsbeispiel die Fahrstuhlkabine 3.
Das darauffolgende sofortige Stillstehen des Sucherarmes hätte, die festen Kontakte 8, 8'
nicht erst miteinander in Verbindung kommen lassen. Wenn andererseits unter der Wirkung eines aus einem anderen Stockwerk
abgegebenen Anrufes der Sucher seine kreisförmige Abfühlbewegung fortgesetzt hätte, so
hätte das Abfallen des Haupt- bzw. Registrierungsrelais r°c, welches u. a. auch die Wählervorbereitungskontakte
c°3, c°4 unterbricht,
die'deitendeVerbindung der feststehenden; Kontakte
8, 8' und 9, 9' in vollem Umfange unwirksam gemacht.
Die Rückholkontakte S1, S2, ss dienen dazii,
die Fahrstuhlkabinen in ein bestimmtes bevorzugtes Stockwerk zurückzuholen. Meist
wird dies das Erdgeschoß sein. Diese Rückholkontakte sind normalerweise geschlossen
und nur geöffnet, wenn sich die ihnen zugeordnete Fahrstuhlkabine in dem bevorzugten
Stockwerk befindet. Wenn sich also kein Fahrstuhl in diesem Stockwerk befindet, sind
alle drei Kontakte geschlossen. Dies hat dieselbe Wirkung, wie wenn das Hauptrelais des
betreffenden Stockwerkes betätigt würde. Wenn sich also kein Fahrstuhl in dem Hauptstockwerk
befindet, so wird der erste wieder verfügbare Fahrstuhl dorthin selbsttätig hingesteuert,
ohne daß jemand auf den Heranrufdruckknopf des Hauptgeschosses zu drükken braucht. Im Regel falle wird also stets
ein Fahrstuhl im Hauptgeschoß zur Verfügung stehen, ohne daß es eines besonderen
Anrufes von Hand bedarf.
Unter Bezugnahme auf die Abb. 3 werden nachstehend noch Einzelheiten über den Sucher
und die mit ihm zusammenwirkenden Teile der Gesamtanlage angegeben. ■
I. Der Sucher selbst
Die Drehwelle des Suchers in ist mit 20
bezeichnet, das Antriebszahnrad mit 21, die Schaltzungen mit 22, 23. Diese Schaltzungen
stellen in jeder Schwenkstellung die Verbindung zwischen den beiden ringförmigen,
ununterbrochen durchlaufenden Kontakten 24, 25 her und einem je nach der Stellung der
Zungen verschiedenen der mehreren einzelnen voneinander getrennten feststehenden
Außenkontakte, zu denen Leitungsverbindungen einerseits von den Klemmen 7', 8', 9' geführt sind sowie andererseits von den Klemmen
7, 8, 9. Der Antriebselektromagnet des Suchers m ist mit 67 bezeichnet.
II. Die mit dem S u c her zusammenwirkenden Teile
Es sind dies:
ι. Das Haupt- oder Registrierungsrelais r°c.
Seine Anordnung und Wirkungsweise ist bereits beschrieben. Sein Heranrufdruckknopf
ist mit ec bezeichnet.
2. Die Stockwerkskabinenrelais r^c, r2 c, rs c.
Ihre Anordnung und Wirkungsweise ist ebenfalls bereits beschrieben. Das Stockwerkskabinenrelais
T1C ist in der Fahrstuhlkabine 1
angeordnet, das Stockwerkskabinenrelais r2 c
in der Fahrstuhlkabine 2 und das Stockwerkskabinenrelais r3 c ist in der Fahrstuhlkabine 3
zugeordnet.
3.' Die Druckknopfschalter 27, 28, 29 sind
je einer in den Fahrstuhlkabinen der Fahrstühle i, 2, 3 zwecks Betätigung dieser Stockwerkskabinenrelais
untergebracht.
4. Die Etagenwähler 30, 31, 32 der drei Fahrstühle. Zu diesen, gehören die Leitungsscheiben 33 bis 38. Die Verschiebungen der
letzteren sind proportional denjenigen der ihnen zugeordneten Fahrstuhlkabinen.
5. Die Kontaktgeber 39, 40, 41. Diese steuern die Aufwärtsbewegung des ihnen zugeordneten
Fahrstuhles, während die Kontaktgeber 42, 43, 44 die Abwärtsbewegung derselben steuern.
6. Die umgekehrten Unterbrecher 45 bis 50. Diese stellen in Anordnung und Wirkungsweise
allgemein bekannte Vorrichtungen an Aufzuganlagen dar.
7. Die Kontakte 51 bis 54. Diese steuern den Fahrstuhlantriebsmotor und die Bremse
in an sich bei Aufzuganlagen bekannter Art.
8. Die Kontakte 55, 56, 57. Diese sind normalerweise geöffnet, werden jedoch ge- no
schlossen, wenn die nach unten nachgiebig gelagerten Fußböden der Fahrstuhlkabinen
unter der Wirkung des Gewichtes eines Fahrgastes nach unten durchgetreten werden.
9. Die Türsicherheitskontakte 58, 59, 60. Diese sind bei geschlossenen Stockwerks- und
Kabinentüren ebenfalls geschlossen, bei geöffneten Türen jedoch geöffnet.
10. Die Steuerrelais P1, P2, P3, M1, M2, Ms,
O1, O2, O3 für die Betätigung der Sicherheits-(Ruhe-
und Arbeits-) Kontakte, welche alle ebenfalls bereits beschrieben sind.
ii. Die Kontakte 61 bis 66. Diese betätigen
die Relais M, welche ihrerseits wieder die bereits erwähnten Sicherungskontakte to betätigen.
5
5
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Aufzugsteuerung für Aufzuganlageu mit mehreren nebeneinander angeordneten Einzelaufzügen unter Verwendung jeίο eines einzigen Heranrufdruckknopfes in jedem Stockwerk, der allen Einzelaufzüg"en zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sucher und eine Registriereinrichtung derart mit üblichen Relais- und Schalteinrichtungen der Aufzugsteuerung zusammengeschaltet sind, daß beim Vorhandensein freier Fahrstuhlkabinen im Zeitpunkt der Betätigung eines Heranrufdruckknopfes dieser bewirkt, daß sich die Zunge des Suchers in Bewegung setzt und so lange in Bewegung bleibt, bis sie erstmalig zu einem Sucherkontakt gelangt, welcher einem freien Einzelaufzug zugeordnet ist und welcher dem Stockwerk entspricht, von welchem der Anruf kommt, während dagegen beim Besetztsein aller Fahrstuhlkabinen auch nach erfolgter Betätigung" eines Heranrufdruckknopfes die Sucherzunge in der gerade eingenommenen Stellung stehenbleibt und das Hcranrufsignal an die Registriervorrichtung gelangen läßt, welche der Reihe nach die einzelnen Anrufe in der Reihenfolge ihres Einganges in dem Maße des Freiwerdens einzelner Fahrstuhlkabinen an den Sucher abgibt, und zwar so, daß kein Zusammenziehen mehrerer gleichartiger, also von demselben Stockwerk kommender Anrufe erfolgt.
- 2. Aufzugsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die von der Sucherzunge abzufühlenden einzelnen Kontaktstellen, welche den zur Ausführung der Anrufe ims den einzelnen Stockwerken vorhandenen Kornmandostromkreisen, deren Zahl für jedes Stockwerk gleich derjenigen der Fahrstuhlkabinen ist, zugeordnet sind, alle nebeneinander befinden, und zwar so, daß die Sucherzunge eine bestimmte Kontaktstelle nicht eher freigibt, als die Fahrstuhlkabine dem an der Reihe befindlichen Anruf entsprochen hat.
- 3. Aufzugsteuerung nach Anspruch 2, ,dadurch gekennzeichnet, daß die nebeneinanderliegenden Kontaktstellen in einem vollen Kreise angeordnet sind, so daß ein Kommandostromkreis nicht ein zweites Mal abgefühlt werden kann, ehe nicht' alle übrigen vorher mindestens einmal abgefühlt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE597151C true DE597151C (de) |
Family
ID=575900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT597151D Active DE597151C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE597151C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1292347B (de) * | 1961-03-10 | 1969-04-10 | Westinghouse Electric Corp | Gruppensteuerung fuer eine Aufzugsanlage mit mehreren Aufzugskabinen und mit einem Kabinenwaehler |
| DE2847740A1 (de) * | 1977-11-08 | 1979-05-10 | Inventio Ag | Einrichtung zum ordnen der bedienungsfolge der stockwerkrufe bei aufzuegen |
-
0
- DE DENDAT597151D patent/DE597151C/de active Active
Cited By (2)
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