Einrichtung zum Ordnen der Bedienungsfolge der Aussenrufe an Aufzügen mit Druckknöpfe enthaltenden Aussenrufmitteln Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Ordnen der Bedienungsfolge an Auf zügen mit Druckknöpfe enthaltenden Aussenrufmitteln.
Die bisher bekannten Druckknopfsteuerungen für Aufzüge, sowohl nichtsammelnde Druckknopfsteue- rungen wie auch Druckknopfsammelsteuerungen mit Speicherung der Aussenrufe, weisen bekanntlich den Nachteil auf, dass beim gleichzeitigen Auftreten von mehreren Aussenrufen deren Bedienung in einer festen, unveränderlichen Rangfolge erfolgt. Bei star kem Verkehr werden daher die am Ende dieser Rang folge liegenden Aussenrufe erst dann bedient, wenn von den am Anfang der Bedienungsrangfolge liegen den Haltestellen keine Rufe mehr gegeben werden. Dadurch ergeben, sich für die Bedienung der Aussen rufe sehr ungleiche Wartezeiten.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Be seitigung dieser Nachteile, wobei eine gleichmässige Bedienung aller Aussenrufe erzielt werden soll, wobei aber auch die Möglichkeit besteht, die Aussenrufe einzelner bestimmter Haltestellen in vorbestimmter Weise zu bevorzugen.
Gemäss der Erfindung ist ein Teil der Aussenruf mittel in einer geschlossenen Aussenrufschleife in Reihenschaltung mit vorbestimmter Vorzugsrichtung angeordnet, wobei von den bei zwei und mehr gleich zeitigen Aussenrufen betätigten Aussenrufmitteln das jenige, welches sich in der Vorzugsrichtung am näch sten beim Speisungspunkt der Schleife befindet, mit Vorrang auf die Fahrtsteuerung des Aufzuges wirkt und alle übrigen wirkungslos macht, und däss eine Wählereinrichtung vorhanden ist, welche den Spei sungspunkt der Aussenrufschleife in vorbestimmten Betriebsfällen verschiebt.
Auf den Zeichnungen sind drei beispielsweise Aus- führungen der Steuerungseinrichtung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 die Einrichtung für einen Aufzug mit nicht sammelnder Druckknopfsteuerung ohne Speicherung der Aussenrufe, Fig. 2 eine ähnliche Anordnung, aber mit Speiche rung der Aussenrufe und Fig. 3 eine Einrichtung für Aufzüge mit Druck- knopfsammelsteuerung mit Speicherung der Aussen rufe.
Gemäss der in der Fig. 1 dargestellten Ausführungs form der Einrichtung ist eine Wählereinrichtung vor gesehen, welche zwei auf einer gemeinsamen Welle 10 angeordnete, drehbare Kontaktarme 11 und 12 be sitzt, welchen feste Kontakte.lll, 112, 113 und 114 bzw. 121, 122, 123, 124 zugeordnet sind. Die Welle 10 kann durch einen Motor 9 in Rotation versetzt werden. Die festen Kontakte 111-114 stehen mit den durch die Rufknöpfe betätigten Umschaltkon takten l31-134 in Verbindung, deren Ruheseiten in Reihenschaltung eine geschlossene Aussenrufschleife <I>K,</I> mit der Vorzugsrichtung<I>Y,</I> bilden. Die Arbeits seiten der Kontakte 131-134 sind je mit einem Etagen relais 141-144 elektrisch verbunden.
Diese bewirken in an sich bekannter Weise die Fahrtsteuerung des Aufzuges. 1411, 1421, 1431 und 1441 sind die Selbst haltekontakte der Relais 141-144, über welche sich ein angezogenes Relais 141-144 bis zur Beendigung der Fahrt selbst halten kann. Die Relais 141-144 wirken in bekannter Weise derart, dass sie den Auf zug in Richtung der zu rufenden Haltestelle in Be wegung setzen und beim Erreichen der Haltestelle den Aufzug zum Stillstand bringen. Diese Etagen relais 141-144 besitzen weitere Arbeitskontakte<B>151</B> bis 154, die nebst zu ihnen einzeln parallel geschalteten Ruhekontakten 161-164, die mechanisch miteinander gekoppelt sind, mit den festen Kontakten 121-124 des Kontaktarmes 12 in Verbindung stehen. Die Ruhekontakte 161-164 werden von einem Relais 16 betätigt.
Die parallel geschalteten Arbeitskontakte 151-154 und Ruhekontakte 161-164 sind gemeinsam an ein Schaltschütz 17 angeschlossen. Das Schalt schütz 17 besitzt einen Ruhekontakt 171, welcher den Wählermotor 9 zur Betätigung der Welle 10 mittels eines Ruhekontaktes schaltet. 18 ist ein ein seitig verzögerter Kontakt an der Bremse des Auf zuges, welcher beim Lüften der Bremse sofort öffnet und nach dem Einfallen der Bremse verzögert schliesst. 19 sind Kontakte an den Schachttüren, welche das Einleiten der Fahrt nur bei geschlossenen Schacht türen erlauben.
Ferner ist ein Kontakt 20 am beweg lichen Fussboden der Kabine vorgesehen, welcher verhindert, dass die Aussenrufe bei besetzter Kabine auf die Relais 141-144 wirken können. Das Ein wirken der Sendeknöpfe in der Kabine ist für das Verständnis der Erfindung ohne Bedeutung und des halb in der Zeichnung nicht dargestellt. An der Bremse des Aufzuges ist ein Kontakt 21 vorgesehen, der beim Lüften der Bremse schliesst und beim Ein fallen der Bremse öffnet. Schliesslich ist am beweg lichen Fussboden der Kabine ein weiterer Kontakt 22 angeordnet, welcher nur bei leerer Kabine geschlossen ist. 23 ist ein Zähler, dessen Kontakt nach der Erledi gung einer bestimmten Zahl Aussenrufe kurzzeitig schliesst.
Dieser Zähler 23 kann aber auch als Schalt uhr ausgebildet sein, die ihren Kontakt in bestimmten Intervallen schliesst. Der Zähler oder die Schaltuhr werden nur dann eingebaut, wenn die Verschiebung des Speisepunktes des geschlossenen Kreises der Ruf knopfkontakte nach jeder Bedienung eines Aussen- rufes nicht erwünscht ist.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Es werde z. B. in der Haltestelle 3 der Rufknopf ge drückt. Dadurch wird der Kontakt 133 nach oben umgelegt. Bei freiem Aufzug schliesst sich folgender Stromkreis: Minusklemme, verzögerter Bremskon takt 18, Schachttürenkontakte 19, Fussbodenkontakt 20, Kontaktarm 11, fester Wählerkontakt 111, Speisepunkt der Schleife K, Ruhekontakte der Ruf knöpfe 131 und 132, betätigter Rufknopfkontakt 133, Etagenrelais 143, Plusklemme. Das Etagenrelais 143 zieht an und macht mit seinem Kontakt 1431 Selbst haltung. Nicht dargestellte Kontakte des Relais 143 wirken in bekannter Weise auf die Fahrtsteuerung des Aufzuges, worauf die Kabine zur Haltestelle 3 fährt.
Die Selbsthaltung jedes der Relais 141-144 wird am Ende jeder Fahrt unterbrochen, so dass das Relais 143 wieder abfällt. Während der Fahrt des Aufzuges unterbricht der Kontakt 18 die Zuleitung zu den Rufknöpfen, damit kein zweiter Ruf wirksam werden kann. Der Kontakt an der Bremse 21 schliesst ebenfalls während der Fahrt des Aufzuges. Wenn kein Zähler oder keine Schaltuhr 23 vorhanden sind, wird dadurch folgender Stromkreis geschlossen: Minusklemme, Bremskontakt 21, Fussbodenkontakt 22, Relais 16, Plusklemme. Das Relais 16 zieht an und öffnet seine vier Kontakte 161-l64. Dadurch wird das bisher erregte Schütz 17 stromlos und fällt ab, so dass der Ruhekontakt 171 geschlossen wird. Daraufhin erhält der Motor 9 Spannung und setzt die beiden Kontaktarme 11 und 12 in Rotation.
Wenn der Kontaktarm 12 den festen Wählerkontakt 124 berührt, schliesst sich folgender Stromkreis Minusklemme, Kontaktarm 12, fester Wählerkontakt 124, Etagenrelaiskontakt 153, Schütz 17, Plusklemme. Das Schütz 17 zieht wieder an, worauf der Ruhe kontakt 171 geöffnet wird, so dass der Motor 9 abstellt. Wenn die Kabine in der Haltestelle 3 einfährt, fällt die Bremse ein und der Kontakt 21 öffnet, wodurch das Relais 16 stromlos wird, worauf die Kontakte 161-164 geschlossen werden. Durch das Unter brechen der Selbsthaltung des Etagenrelais 143 fällt dasselbe ab und öffnet seinen Kontakt 153. Das Schütz 17 bleibt aber weiterhin angezogen, da der Kontakt 163 vorher geschlossen wurde.
Die Kontaktarme 11 und 12 bleiben daher in Verbindung mit den festen Kontakten 114 bzw. 124. Der Speisepunkt der geschlossenen Schleife K der Rufknöpfe 131-134 liegt jetzt hinter dem Kontakt 133, d. h. ein Ruf von der Haltestelle 4 die in Vor zugsrichtung<I>Y</I> der Schleife<I>K</I> nun die erste ist, hat den Vorrang, und ein Ruf von der Haltestelle 2 kann nur dann wirksam werden, wenn von keiner der beiden Haltestellen 4, 1 ein Ruf gegeben wird. Bei einer Fahrt, eingeleitet durch die Sendeknöpfe in der Kabine, werden die Kontaktarme 11 und 12 nicht verstellt, da der Kontakt 22 am beweglichen Fussboden der Kabine unterbrochen ist. Das Relais 16 kann deshalb nicht anziehen und hält seine Ruhe kontakte 161-164 geschlossen. Das Schütz 17 bleibt dauernd angezogen und der Wählermotor 9 erhält keine Spannung.
Die Kontaktarme werden also immer während der Fahrt zur Bedienung eines Aussen rufes so eingestellt, dass der Rufknopf der eben be dienten Haltestelle nachher am Ende der geschlossenen Schleife K der Ruhekontakte der Rufknöpfe 131-134 liegt. Wenn ein Zähler für die Aussenrufe oder eine Schaltuhr vorhanden ist, so schliesst der Kontakt 23 erst nach der Bedienung einer bestimmten Anzahl von Aussenrufen oder in bestimmten Intervallen, so dass das Relais 16 nur unter diesen Bedingungen an ziehen kann. Durch die fortlaufende Verschiebung des Speisepunktes der geschlossenen Schleife K der Rufknopfkontakte erhält der Aussenruf jeder Halte stelle einmal den Vorrang, und damit ist die gleich mässige Bedienung aller Aussenrufe ermöglicht.
Fig. 2 zeigt die Anwendung der beschriebenen Einrichtung für einen Aufzug mit nichtsammelnder Druckknopfsteuerung mit Speicherung der Aussen rufe. Gleiche Teile sind mit dem gleichen Bezugs zeichen wie in der Fig. 1 versehen. Bei dieser Steue rungsart werden die Aussenrufe durch kurzes Drücken der Rufknöpfe registriert. Für jede Haltestelle ist ein nicht dargestelltes Speicherrelais 24 vorgesehen, das durch den Rufknopf der betreffenden Haltestelle erregt wird. Dieses Relais 24 hält sich nach dem Loslassen des Rufknopfes durch einen Selbsthalte- kontakt und wird erst ausgelöst, wenn die freie Kabine bei der rufenden Haltestelle anhält.
Diese Schaltung ist an sich bekannt und in der Fig. 2 nicht näher dargestellt. Die Speicherrelais besitzen je einen Umschaltkontakt 241-244, welche die geschlossene Aussenrufschleife <I>K,</I> mit der Vorzugsrichtung<I>V,</I> bilden. Die Wählereinrichtung besteht wiederum aus den zwei drehbaren Kontaktarmen 11 und 12, welche die festen Kontakte 111-114 bzw. 121-124 abtasten. Die beiden Kontaktarme sind auf der gleichen Achse 10 befestigt und werden durch den Motor 9 in Rota tion versetzt. Mit 141-144 sind die Etagenrelais der an sich bekannten Fahrtsteuerung des Aufzuges be zeichnet, welche Etagenrelais Selbsthaltekontakte 1411, 1421, 1431, 1441 besitzen, über welche sich ein an gezogenes Relais bis zur Beendigung der Fahrt selbst halten kann.
Die Relais 141-144 wirken in bekannter Weise derart, dass sie den Aufzug in Richtung zu der rufenden Haltestelle in Fahrt setzen und beim Er reichen der Haltestelle den Aufzug zum Stillstand bringen. Die Relais 141-144 sind mit je einem weiteren Arbeitskontakt 151-154 versehen. Das Schaltschütz 17 besitzt, wie erläutert, einen Ruhekontakt 171, wel cher den Wählermotor 9 schaltet. Das Relais 16 besitzt vier Ruhekontakte 161-164. Ebenso ent sprechen die Teile l8-23 den in Fig. 1 gezeigten.
Der Zähler oder die Schaltuhr 23 werden nur dann eingebaut, wenn die Verschiebung des Speise punktes des geschlossenen Kreises der Speicherrelais kontakte 24l-244 nach jeder Bedienung eines Aussen- rufes nicht erwünscht ist.
Die Steuerungseinrichtung nach Fig. 2 arbeitet wie folgt: Es wird angenommen, dass z. B. in der Haltestelle 3 der Rufknopf gedrückt wird. Dadurch wird das zugehörige Relais 24 erregt, welches seinen Kontakt 243 umlegt. Bei freiem Aufzug schliesst sich folgender Stromkreis: Minusklemme, verzögerter Bremskontakt 18, Schachttürkontakte 19, Fussboden kontakt 20, Kontaktarm 11, fester Wählerkontakt 111, Ruhekontakte der Speicherrelais 241 und 242, um gelegter Speicherrelaiskontakt 243, Etagenrelais 143, Plusklemme. Das Etagenrelais 143 zieht an und macht mit seinem Kontakt 1431 Selbsthaltung.
Nicht dar gestellte Kontakte des Relais 143 wirken in bekannter Weise auf die Fahrtsteuerung des Aufzuges, worauf die Kabine zur Haltestelle 3 fährt. Die Selbsthaltung der Relais 141-144 wird am Ende jeder Fahrt unter brochen, so dass das Relais 143 wieder abfällt. Wäh rend der Fahrt des Aufzuges unterbricht der Kontakt 18 die Zuleitung zu den Speicherrelaiskontakten 241 bis 244, damit kein zweiter registrierter Ruf wirksam werden kann. Der Kontakt 21 an der Bremse schliesst ebenfalls während der Fahrt des Aufzuges. Wenn kein Zähler und keine Schaltuhr 23 vorhanden sind, wird dadurch folgender Stromkreis geschlossen: Minusklemme, Bremskontakt 21, Fussbodenkontakt 22, Relais 16, Plusklemme. Das Relais 16 zieht an und öffnet seine vier Kontakte 161-164.
Dadurch wird das bisher erregte Schütz 17 stromlos und fällt ab. Der Kontakt 171 wird dadurch geschlossen und der Motor 9 erhält Spannung und setzt die beiden Kontaktarme 11 und 12 in Rotation. Wenn der Kon taktarm 12 den festen Wählerkontakt 124 berührt, schliesst sich folgender Stromkreis: Minusklemme, Kontaktarm 12, fester Wählerkontakt 124, Etagen relaiskontakt 153, Schütz 17, Plusklemme. Das Schütz 17 zieht wieder an, öffnet den Kontakt 171, so dass der Wählermotor 18 abgestellt wird. Wenn die Kabine in der Haltestelle 3 einfährt, fällt die Bremse ein und der Kontakt 21 wird geöffnet, wo durch das Relais 16 abfällt und seine Kontakte 161 bis 164 wieder schliesst.
Durch das Unterbrechen der Selbsthaltung des Etagenrelais 143 fällt dasselbe ab und öffnet seinen Kontakt 153. Das Schütz 17 bleibt aber weiterhin angezogen, da der Kontakt 163 vorher geschlossen hat. Die Kontaktarme 11, 12 bleiben daher in Ver bindung mit den festen Kontakten 114 bzw. 124. Der Speisepunkt der geschlossenen Schleife K der Speicherrelaiskontakte 241-244 liegt jetzt hinter dem Kontakt 243, d. h. ein Ruf von der Haltestelle 4 hat den Vorrang, und ein Ruf, z. B. von der Haltestelle 2 kann nur wirksam werden, wenn von keiner der Haltestellen 4, 1 ein Ruf registriert ist. Bei einer Fahrt, eingeleitet durch die Sendeknöpfe in der Kabine, werden die Kontaktarme 11 und 12 nicht verstellt, da der Kontakt 22 am beweglichen Fuss boden der Kabine unterbrochen ist.
Das Relais 16 kann deshalb nicht anziehen und hält seine Ruhe kontakte 161-164 geschlossen. Das Schütz 17 bleibt dauernd angezogen und der Wählermotor 18 erhält keine Spannung. Die Kontaktarme werden also nur immer während der Fahrt zur Bedienung eines Aussen- rufes so eingestellt, dass der Kontakt 24 des Speicher relais der eben bedienten Haltestelle nachher am Ende der geschlossenen Schleife K der Speicher relaiskontakte 241-244 liegt. Wenn ein Zähler für die Aussenrufe oder eine Schaltuhr vorhanden ist, so schliesst der Kontakt 23 erst nach der Bedienung einer bestimmten Anzahl von Aussenrufen oder in bestimmten Intervallen, so dass das Relais 16 nur unter diesen Bedingungen anziehen kann.
Durch die fortlaufende Verschiebung des Speisepunktes der geschlossenen Schleife K der Speicherrelaiskontakte 241-244 erhält der Aussenruf jeder Haltestelle einmal den Vorrang und damit ist die gleichmässige Be dienung aller Aussenrufe ermöglicht.
Fig. 3 zeigt die Anwendung der Steuerungsein richtung für einen Aufzug mit Druckknopfsammel- steuerung mit Speicherung der Aussenrufe. Bei Druck- knopfsammelsteuerungen ist meistens in jedem Stock werk ein Rufknopf für Auf- und Abwärtsfahrt vor handen. Werden auf mehreren Haltestellen Rufe für Abwärtsfahrt gegeben, so fährt bekanntlich die Kabine zum obersten dieser Abwärtsrufe und hält bei der Abwärtsfahrt bei jedem der registrierten Abwärtsrufe an.
Durch eine handbetätigte oder auto matische Kontakteinrichtung in der Kabine wird das Anhalten der Kabine auf Aussenrufe nach dem Er- reichen der Normallast verhindert. Bei starkem Abwärtsverkehr, wie er z. B. bei Arbeitsschluss in einem Bureaugebäude auftreten kann, wird die Kabine schon in den obern Haltestellen gefüllt und fährt bei den Abwärtsrufen der untern Haltestellen vorbei. Werden inzwischen in den obern Haltestellen neue Abwärtsrufe gegeben, so bedient der Aufzug wieder zuerst die obersten dieser Rufe. Die Kabine wird wieder gefüllt und die Abwärtsrufe aus den untern Haltestellen werden wiederum nicht bedient.
Dieser Zustand bleibt so lange bestehen, als auf den obern Haltestellen Passagiere zuströmen. Die Wartezeiten in den untern Haltestellen werden deshalb bedeutend grösser als diejenigen in den obern Haltestellen. Für jeden Abwärtsruf ist ein Speicherrelais vorgesehen, das durch den Rufknopf der betreffenden Haltestelle erregt wird.
Das Relais hält sich nach dem Loslassen des Rufknopfes durch einen Selbsthaltekontakt und wird wieder ausgelöst, wenn die Kabine die Haltestelle während der Abwärtsfahrt bedient. Diese Schaltung ist an sich bekannt und in der Fig. 3 nicht dargestellt. Die Speicherrelais besitzen je einen Umschaltkontakt 251-254, welche die geschlossene Aussenrufschleife K, mit der Vorzugsrichtung Y, bilden. Die Wähler einrichtung besteht aus den zwei drehbaren Kontakt armen 11 und 12, welche die festen Kontakte 111-114 bzw. 121-124 abtasten. Die beiden Kontaktarme sind auf der gleichen Achse 10 befestigt und werden durch den Motor 9 in Rotation versetzt.
Der Dreh sinn der Kontaktarme ist so gewählt, dass der Speise punkt der geschlossenen Schleife der Kontakte 251 bis 254 entsprechend der Abwärtsfahrt der Kabine von oben nach unten (Richtung Y) verschoben wird. 141-144 sind die Etagenrelais der an sich bekannten Fahrtsteuerung des Aufzuges. Sie wirken in bekannter Weise derart, dass sie den Aufzug in Richtung zur rufenden Haltestelle in Fahrt setzen und beim Er reichen der Haltestelle den Aufzug zum Stillstand bringen. Das Schaltschütz 17 besitzt zwei Kontakte, einen Arbeitskontakt 172, welcher die Zuleitung zum Kontaktarm 11 schliesst, und einen Ruhekontakt 171, welcher den Wählermotor 9 schaltet. 26 und 27 sind Kontakte in der Kabine, welche beim Erreichen der Normallast unterbrochen werden. Das Relais 16 be sitzt vier Ruhekontakte 161-164.
Ferner ist ein be weglicher, von der Kabine durch ein Steuerseil be tätigter Schaltarm 28 vorhanden, welcher entsprechend der Lage der Kabine mit einem der vier festen Kon takte 281-284 in Berührung gelangen kann.
29 ist ein Arbeitskontakt am Vahrtrichtungs- relais für Abwärtsfahrt. Mit 30 ist ein Kontakt an der Bremse des Aufzuges bezeichnet, welcher beim Lüften der Bremse öffnet und beim Einfallen der Bremse wieder schliesst. Das Einwirken der Sende knöpfe in der Kabine ist zum Verständnis der Er findung ohne Bedeutung und deshalb in der Zeich nung nicht dargestellt.
Die zuletzt beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Es seien auf allen Haltestellen Abwärtsrufe ge- geben worden. Die Kontakte 251-254 sind somit nach oben umgelegt. Die Kabine stehe in der untersten Haltestelle bereit zur Aufwärtsfahrt. Relais 16 ist stromlos, da der Kontakt 29 am Abwärtsrichtungs- relais offen ist. Die Ruhekontakte 161-164 sind somit geschlossen und das Schütz 17 erhält Spannung über: Minusklemme, Kontaktarm 12, fester Wählerkontakt 124, Relaiskontakt 161. Das Schütz 17 ist angezogen und der Kontakt 172 geschlossen. Der Kontakt 171 ist dagegen offen. Der Wählermotor 9 ist spannungs los und die beiden Kontaktarme 11 und 12 bleiben vorerst in der gezeichneten Lage.
Das Etagenrelais 144 wird erregt: Minusklemme, Vollastkontakt 26, Kontakt 172, Kontaktarm 11, fester Wählerkontakt 114, Speicherrelaiskontakt 254, Etagenrelais 144, Plusklemme. Die Kontakte 251-253 haben vorläufig keine Wirkung, da der Umschaltkontakt 254 sie vom Speisepunkt trennt. Die Kabine fährt zur Halte stelle 4. Der Schaltarm 28 steht nun in Verbindung mit dem festen Kontakt 284. Die Abwärtsrichtung wird eingeschaltet, bevor die Türen geschlossen sind und die Kabine abfährt.
Dadurch schliesst sich folgender Stromkreis: Mi nusklemme, Kontakt 27, Kontakt 30, Abwärtsrelais- kontakt 29, Relais 16, Plusklemme. Das Relais 16 zieht an und öffnet seine Kontakte 161-164. Das Schütz 17 fällt ab und der Kontakt 172 öffnet, wo durch das Relais 144 abfällt. Der Kontakt 171 wird geschlossen und der Wählermotor 9 erhält Spannung und dreht die Kontaktarme in Pfeilrichtung. Wenn der Kontaktarm 12 den festen Wählerkontakt 123 berührt, erhält das Schütz 17 wieder Spannung über: Minusklemme, Kontaktarm 12, fester Wählerkontakt 123, fester Kontakt 284, Schaltarm 28, Schütz 17, Plusklemme. Der Kontakt 171 öffnet den Stromkreis des Motors 9 und die beiden Kontaktarme 11 und 12 bleiben in dieser Stellung stehen.
Der Kontakt 172 schliesst und das Relais 143 wird über Kontakt 26, Kontakt 172, Kontaktarm 11, fester Wählerkontakt 113, Speicherrelaiskontakt 253 erregt. Die Kabine fährt nun zur Haltestelle 3. Beim Abfahren in der Haltestelle 4 wird das Relais 254 ausgelöst, so dass sein Kontakt ohne Wirkung nach unten umlegt. Während der Fahrt unterbricht der Bremskontakt 30 den Stromkreis des Relais 16, das abfällt und mit seinem Ruhekontakt 164 das Schütz 17 unter Span nung hält, so dass der Kontakt 171 geöffnet bleibt, und die Kontaktarme 11 und 12 stehen bleiben. Beim Anhalten in der Haltestelle 3 schliesst Kontakt 30 wieder und Relais 16 zieht an. Der Schaltarm 28 steht jetzt in Verbindung mit dem festen Kontakt 283. Das Öffnen des Kontaktes 164 bewirkt, dass das Schütz 17 wieder abfällt.
Der Wählermotor 9 erhält über den Kontakt 171 Spannung, und dreht die Kontaktarme weiter, bis der Kontaktarm 12 den festen Wähler kontakt 122 berührt. Das Schütz 17 zieht wieder an und der Kontakt 171 stellt den Wählermotor 9 ab. Wird die Kabine vollbesetzt, so öffnen die Kontakte 26 und 27. Der Kontaktarm 11 steht jetzt auf dem festen Wählerkontakt 112. Das Relais 142 kann aber nicht anziehen, da der Kontakt 26 geöffnet ist. Die Kabine fährt jetzt, gesteuert durch den Sendeknopf in der Kabine, zur Ausgangshaltestelle, wo die Passa giere die Kabine verlassen. Während dieser Fahrt konnte das Relais 16 nicht anziehen, da der Kontakt 27 geöffnet war. Das Schütz 17 war dauernd ange zogen, und die Kontaktarme blieben auf den festen Kontakten 112 bzw. 122. Nach dem Aussteigen der Passagiere schliessen die Kontakte 26 und 27 wieder.
Das Relais 16 kann auch jetzt nicht anziehen, da der Kontakt 29 des Abwärtsrichtungsrelais geöffnet hat. Relais 142 erhält jetzt durch die Minusklemme,, Kontakt 26, Kontakt 172, Kontaktarm 11, fester Wählerkontakt 112, Speicherrelaiskontakt 252 Span nung. Die Kabine fährt aufwärts zur Haltestelle 2, unabhängig davon, ob auf den Haltestellen 3 und 4 neue Rufe gegeben worden sind. Allgemein fährt also die Kabine zu derjenigen Haltestelle auf, die bei der vorherigen Abwärtsfahrt als erste besetzt überfahren wurde. Dadurch werden alle Aussenabwärtsrufe ein mal bedient, bevor ein zweiter Ruf von einer be stimmten Haltestelle erledigt wird. Damit ist die gleichmässige Bedienung aller Aussenabwärtsrufe er möglicht.
Die Steuerungseinrichtungen nach Fig. 1-3 sind gezeichnet und beschrieben für gleichmässige Bedie nung aller Aussenrufe bzw. Aussenabwärtsrufe. Sollte jedoch eine der Haltestellen von besonderer Bedeu tung sein und daher der Wunsch bestehen, diese häufiger als die übrigen zu bedienen, so kann dies z. B. für die Haltestelle 2 dadurch erreicht werden, dass die Wählereinrichtung mit zusätzlichen festen Kontakten ausgerüstet ist, welche zwischen den festen Kontakten 113 und 114 bzw. 123 und 124 angeordnet und mit dem Kontakt 112 bzw. 122 leitend verbunden sind. Der Ruf der Haltestelle 2 erhält in diesem Fall während einer Umdrehung der Kontaktarme zweimal den Vorrang.
In gleicher Art kann bei einem Aufzug mit meh reren Haltestellen auch eine abgestufte Bevorzugung einzelner Haltestellen dadurch erreicht werden, dass durch Verwendung zusätzlicher, entsprechend an geordneter fester Kontakte während einer Umdrehung der Kontaktarme die Aussenrufe z. B. der einen Halte stelle dreimal, diejenigen einer andern Haltestelle zweimal und diejenigen aller übrigen Haltestellen je einmal den Vorrang erhalten.
Die Wählereinrichtung kann auch aus festen Kon takten und korrespondierenden beweglichen Kontakt fingern bestehen, welche durch eine von einem Motor angetriebene Nockenwelle betätigt werden. An Stelle des Motors zum Antrieb der Kontaktarme bzw. der Nockenwelle kann ein Elektromagnet mit einer Schaltklinke, welche in ein Klinkenrad eingreift, ver wendet werden.
Die Wählereinrichtung kann auch aus einer Relaiskette, wie sie aus Telephonieschaltungen be kannt sind, bestehen.