DE637080C - Elektrisches Zeitrelais, insbesondere zum Schutze elektrischer Anlageteile - Google Patents
Elektrisches Zeitrelais, insbesondere zum Schutze elektrischer AnlageteileInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
- H01H50/86—Means for introducing a predetermined time delay between the initiation of the switching operation and the opening or closing of the contacts
- H01H50/88—Mechanical means, e.g. dash-pot
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Description
Es sind elektrische Zeitrelais bekannt, deren Zeitwerke aus längs einer feststehenden Ablaufbahn
rollenden Kugeln bestehen, die während ihrer Ablaufzeit oder an deren Enden Kontakte bzw. Verklinkungen betätigen.
Bei den Zeitrelais dieser Art erhält der Laufkörper durch das Ansprechen eines Ansprechgliedes
einen Stoß, durch den die Bewegung eingeleitet wird. Ein genauer Ablauf der Zeit, wie er für den Schutz elektrischer
Anlageteile unumgänglich notwendig ist, wird dabei nicht ermöglicht, weil die Anfangsgeschwindigkeit
von sich bei jedem Ansprechen ändernden Faktoren, nämlich z. B. vom Lagerspiel der Ansprechmagnete oder von der
wechselnden Stärke ihrer Erregung, abhängig ist. Außerdem besitzen die bekannten Zeitwerke
dieser Art nur einen einzigen arbeitsbereiten Laufkörper, so daß die Zeitrelais jeweils
nur einmal ablaufen können, worauf eine Rückführung der Kugel von Hand notwendig
ist. Daher muß bei Zeitrelais dieser Art auch nach jedem Anlauf eine Auslösung
erfolgen, unabhängig davon, ob die das Anas sprechen des Relais bewirkenden Betriebsverhältnisse
diese während des Ablaufs unnötig gemacht haben.
Das Relais der Erfindung vermeidet diese
Nachteile. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß die durch beliebige elektrische
Größen anzuregenden Ansprechglieder nur dazu dienen, eine derartige Sperrung der Ablaufkörper
aufzuheben, die den ersten der von vornherein schon auf der Schrägfläche der Ablaufbahn hintereinanderliegenden Laufkörper
zum Ablauf freigibt, ohne daß die Kugel dabei einen zusätzlichen, die Ablaufzeit
beeinflussenden Bewegungsimpuls erhält.
Es sind erfindungsgemäß mehrere Laufkörper gleichzeitig oben auf der Ablaufbahn
hintereinander angeordnet, um ein mehrmaliges Ansprechen des Relais auch ohne jede
vorherige Rückführung des Laufkörpers zu ermöglichen. Dabei werden erfindungsgemäß
Sperren derart angeordnet, daß bei jedem Ansprechen mindestens eines Ansprechgliedes
jeweils nur ein einziger Laufkörper anlaufen kann.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird zugleich mit der Betätigung mindestens
eines Ansprechgliedes ein Kraftspeicher gespannt, der jeden Laufkörper nach Beendigung
seines Laufes wieder in die Arbeitsstellung bringt. Erfindungsgemäß kann dies durch Betätigung eines Hilfsmagnets geschehen,
der erregt wird, wenn der Laufkörper zur Ruhe kommt, und dessen Anker durch eine schlagartige Bewegung den Laufkörper
in die Arbeitsstellung bringt.
LTm die Auslösung des Relais zu vermeiden, wenn während des Ablaufes einer Kugel die
Betriebsverhältnisse wieder normal geworden sind, wird erfindungsgemäß die Betätigung
des Auslösekontaktes durch Mittel, die über
die in die Ruhestellung zurückgekehrten Ansprechglieder gesteuert werden, verhindert.
Z.B. wird eine ,von der Stellung der Ansprechglieder abhängige Weiche am Ende de.r*
Ablaufbahn vorgesehen, die in der Ruhestefe lung aller Ansprechglieder den Durchlauf cfe|.;
Laufkörper nach der Betätigungsvorrichtung des Auslösekontaktes sperrt, oder die Ansprechglieder
können in ihrer Ruhestellung ίο auch die Auslösekontakte oder deren Verklinkungen
aus der Bahn der Kugeln heraushalten.
Wenn während der Laufzeit einer Kugel das Ansprechglied bzw. die Ansprechglieder
in die Ruhestellung zurückgehen .„und . unmittelbar
darauf wieder ansprechen, so erfolgt die Auslösung durch die erste Kugel, von dem
Zeitpunkt des zweiten Ansprechens ab gerechnet, in einer kürzeren Zeit. Erfindungsgemäß
wird dies dadurch vermieden, daß bei gleichzeitigem ■ Ablauf mehrerer Laufkörper' die
Auslösung auch in der Arbeitsstellung der Ansprechglieder durch geeignete Mittel so
,lange gesperrt wird, bis nur noch ein Laufkörper auf der Ablaufbahn ist, der nunmehr
die Auslösung in der vorausgesetzten Zeit bewirkt.
Eine zweckmäßige Weiterbildung des erfindungsgemäßen Relais besteht in folgender
Anordnung: Die ablaufende Kugel bringt mittels einer Vorbereitungsklinke eine vor dieser
. in der Ablaufbahn liegende Hauptklinke aus einer Anfangsstellung in eine Mittelstellung,
während -eine während des weiteren Ablaufs dieser Kugel austretende zweite Kugel die
Hauptklinke aus der Mittelstellung in eine Endstellung bringt. Die Hauptklinke ist derart
mit der Weiche gekuppelt, daß diese bei Übergang der Hauptklinke aus der Mittelstellung
in die Endstellung die Kontaktbetätigungsvorrichtung des Relais sperrt. Ferner
sind in der Leerbahn und in der Auslösebahn durch die Kugeln zu betätigende Rückführungsklinken
angeordnet, welche die Hauptklinke derart steuern, daß diese bei Betätigung durch die eine der Leerbahn zugeordnete
Rückführungsklinke aus ihrer jeweiligen Stellung in die vorherige Stellung, bei Betätigung
durch die der Auslösebahn zugeordnete Rückführungsklinke dagegen stets unmittelbar
in die Anfangsstellung zurückgebracht wird, wodurch in beiden Fällen die Weiche in der Arbeitsstellung mindestens eines Ansprechgliedes
die Auslösung durch, die nächste Kugel in der eingestellten Zeit gestattet.
Die Notwendigkeit, während des Laufes der Kugeln eine Reihe von Betätigungen durchführen
zu müssen, führt erfindungsgemäß dazu, den Gehalt der Kugel an kinetischer und potentieller Energie durch Ausbildung der
Laufbahn willkürlich zu steuern. Hierdurch kann man einen Überschuß an Kraft erhalten
und den Laufweg der Kugeln für eine vor-. geschriebene Zeit trotz zeitweise sehr hoher
^Geschwindigkeit kurz halten.
i?vAuf der Zeichnung zeigen die Abb. 1 bis 3
;'Be*ispiele von Ausführungen des Erfindungs-
'r^dk In Abb. I und 2 ist 1 eine wendeiförmige
Führung mit V-förmigem Querschnitt, wie es aus Abb. 2 zu entnehmen ist. 2 sind Kugeln
in der Arbeitsstellung, 3 ist ein zweiarmiger und 4 ein einarmiger Hebel, die durch ein
oder mehrere Ansprechglieder 5 betätigt werden. Diese bewegen eine Weiche 6. 7 ist eine
Auslösebahn, 8 eine Leerbahn und 9 ein Auslösekontakt, der durch eine Betätigungsklinke
10 gesteuert wird. Die Kugeln 2 liegen in der Ruhestellung in einem Sammelbehälter 12,
der mittels einer Schnur 13 über eine Rolle 14 durch ein mittels einer Klinke 30 verklinktes
Gegengewicht 15 gehoben werden kann. Der Sammelbehälter 12 ist nach der Seite
eines Flügelrades 18 hin offen. Auf dieser Seite besitzt er einen Stift 17, der hinter einer
Klappe 16 liegt, die beim Heben des Sammelbehälters 12 das Loch verschließt, damit die
Kugeln nicht wieder in den unteren Teil des Relais hineinfallen. Das obere Ende der Führung
ist gebogen und besitzt Schlitze, wo- go durch die Kugeln gezwungen werden, ihren
Platz an der höchsten Stelle der Laufbahn 1 in Arbeitsbereitschaft einzunehmen. Der
Sammelbehälter 12 wird mittels der Schnur 13 durch die Schlitze so hoch gezogen, bis
auch die unterste Kugel ihn verlassen hat. Die Klinke 30 wird durch ein Flügelrad 18
betätigt. 31 ist eine Platte, die, wenn sie von den Kugeln 2 entlastet ist, einen Kontakt 32
betätigt, der meldet, daß nur noch wenige Kugeln in Arbeitsbereitschaft sind.
Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Ansprechen des Ankers des Magnets 5 gelangt
nur die erste Kugel 2 auf die Laufbahn 1. Den Lauf der übrigen Kugeln wird durch den
Hebel 4 gesperrt. Der Anker senkt gleichzeitig die Weiche 6, wodurch die Kugel gezwungen
wird, die Auslösebahn 7 zu durchlaufen, wobei sie die den Kontakt 9 freigebende Klinke 10 auslöst. Geht der Anker
des Magnets 5 während des Laufes der Kugel in die Ruhestellung zurück, so rücken die
Kugeln 2 bis zum Hebel 3 vor, und zugleich wird die Weiche 6 gehoben. Die ablaufende
Kugel überspringt dann beim Verlassen der" Führung 1 'infolge ihrer kinetischen Energie
die Auslösebahn 7 und rollt über die Leerbahn 8 in den Sammelbehälter 12. Dabei muß
jede Kugel ein Flügelrad 18, das eine Nase besitzt, ein Stück drehen. Nach Vollendung
einer ganzen Umdrehung des Flügelrades 18 wird durch die Nase die Klinke 30 betätigt.
Diese gibt das Gewicht 15 frei, welches, wie leicht ersichtlich ist, die Kugeln 2 in die Arbeitsstellung
hebt. Bei der Aufwärtsbewegung des Sammelbehälters 12 verschließt die
Klappe 16 mittels des Stiftes 17 das Loch vor dem Sammelbehälter, so daß die Kugeln 2
diesen nur an der obersten Stelle der Führung ι verlassen können. Sollte es vorkommen,
daß nur noch zwei Kugeln in Arbeitsstellung sind, z. B. durch ein unerwartet zahlreiches Ansprechen' des Relais, so kann
durch die Betätigung des Kontaktes 32 eine Meldevorrichtung wirksam gemacht werden,
die diesen Zustand anzeigt, so daß alle Kugeln wieder in Arbeitsbereitschaft gebracht
werden können.
Wenn bei den beschriebenen Relais während der Laufzeit einer Kugel das Ansprechglied
bzw. die Ansprechglieder 5 in die Ruhestellung zurückgehen und unmittelbar darauf
wieder ansprechen, so erfolgt die Auslösung durch die erste Kugel, von dem Zeitpunkt des
zweiten Ansprechens ab gerechnet, in einer kürzeren Zeit. Wenngleich dies im allgemeinen
tragbar ist, so können doch Fälle auftreten, in denen diese Eigenschaft unerwünscht
ist. Ein solcher Fall wäre z. B. bei Verwendung des beschriebenen Zeitrelais als Kurzschlußschutz
von Leitungen möglich, wenn dieser zugleich mit elektrischen Zeitrelais anderer Konstruktion, bei denen die Auslösezeit
stets von der letzten Betätigung der Ansprechglieder an zählt, vorgenommen wird. Bei
zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Kurz-Schlüssen können dann die Relais nach der
Erfindung früher auslösen als andere mit eingestellter
kürzerer Auslösezeit, wodurch die Selektivität gestört wäre.
Damit bei mehreren zugleich auf der Laufbahn befindlichen Kugeln die Auslösezeit unabhängig
von der Stellung der Ansprechglieder so lange verhindert wird, bis nur noch
eine Kugel auf der Laufbahn ist, worauf die Auslösung in der Arbeitsstellung eines An-Sprechgliedes
nach genau der eingestellten Zeit erfolgt, ist erfindungsgemäß die Anordnung, wie sie die Abb. 3 zeigt, getroffen.
Unter Benutzung der gleichen Bezugszeichen wie in Abb. 1 und 2 weist Abb. 3
außerdem noch folgende Einzelteile auf: 20 ist eine Vorbereitungsklinke, die in der Ruhelage
stets die gezeichnete Stellung hat und mittels einer Gabel 21 eine Hauptklinke 22 aus der
Stellung α in die Stellung b bewegt. Die Hauptklinke 22 kann drei Lagen einnehmen:
die Ruhelage a, in der sie unwirksam ist, dann (betätigt durch die Vorbereitungsklinke
20 über die Gabel 21) die Mittellage b und schließlich (betätigt durch eine evtl. neu austretende
Kugel) die Endlage c. In der Mittellage b wird die Hauptklinke 22 durch eine
Klinke 23 gehalten. Die Hauptklinke 22 ist derart über eine Schnur 29 mit der Weiche 6
verbunden, daß die Klinke 22 unter dem Einfluß einer weiteren Kugel beim Übergang von
Stellung b in die Endstellung c die Weiche 6 auf die Auslöseverhinderung stellt, und zwar
auch dann, wenn die Anregeglieder mittels, der Stange 28 die Weiche 6 auf Auslösung
halten. Unter der Leerbahn 8 befindet sich eine Klinke 25, die beim Ansprechen mittels
eines Übertragungsgestänges 26 die Hauptklinke 22 aus deren Stellung c oder b auslöst,
um nach b bzw. α zurückzugehen. Durch
Betätigung eines Auslösekontaktes 9 wird mittels eines Übertragungsgestänges 27 die
Hauptklinke 22 so ausgelöst, daß sie, unabhängig davon, ob sie vorher in Mittelstellung
b oder in Endstellung c stand, stets in die Stellung α zurückkehrt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Die erste die Bahn durchlaufende Kugel bringt mittels
der Vorbereitungsklinke 20 und der Gabel 21, die beide sogleich wieder in die Anfangsstellung
zurückgehen, die Hauptklinke 22 aus der Ruhestellung α in die Arbeitsstellung b. Vollendet
die Kugel ihre Bewegung, ohne daß eine zweite Kugel austritt, so verläßt sie die
Führung, fällt auf die Klinke 10 und betätigt den Kontakt 9. Die Hauptklinke 22 wird
durch die Bewegung des Gestänges 2J und der Klinke 23 ausgelöst und gelangt in die
Ruhestellung α zurück. Das gleiche geschieht mittels der Klinken 25 und 23 nebst deren
Übertragungsgestänge 26, wenn während des Laufes der Kugel die Ansprechglieder in ihre
Ruhestellung zurückgehen und die Kugel die Leerbahn 8' durchläuft. Gehen die Ansprechglieder
während des Laufes einer Kugel in die Ruhestellung zurück und gleich darauf,
während die erste Kugel 19 z. B. die gezeich- nete Stelle erreicht hat, zum zweiten Male in
die Arbeitsstellung, so veranlaßt die zweite Kugel, daß die Hauptklinke 22 aus der Stellung
b nach c, wo sie durch die Klinke 24 festgehalten wird, geht. Dabei wird die
Weiche6 gehoben, und die Kugelig läuft
durch die Leerbahn 8. Hier bewirkt sie durch die Betätigung der Klinke 25, daß die Hauptklinke
22 aus der Stellung c nach b zurückgeht. Die Weiche 6 bewegt sich in die Auslösestellung,
und die Auslösung wird, wenn nicht inzwischen eine dritte Kugel ausgetreten ist, von der zweiten Kugel betätigt. Dabei
gelangen dann alle Klinken wieder in die Ruhestellung. Beim Austreten weiterer Kugeln
wiederholt sich, wie leicht verfolgt werden kann, der gleiche Vorgang.
Die verschiedene Einwirkung der Stangen 26 und 27 auf die Rückführung der Hauptklinke
22 ergibt sich aus folgender Überlegung: Die Stange 26 erhält durch das Auf-
prallen einer Kugel ,.auf die Klinke 25 nur
einen kurzen Impuls: und kefert in kürzerer
Zeit in die gezeichnete Ruhestellung zurück, als die Hauptklinke 22 braucht, um aus der
Stellung c in die Stellung b zu gelangen. Durch Betätigung der Stange 26 kann also
die Hauptklinke 22 nur aus der Stellung c nach b oder von b nach a, nie jedoch von c
direkt nach α gelangen. Die Stange 27 dagegen wird mittels der Klinke 10 durch den Auslösekontakt
9 betätigt. Dieser bleibt längere Zeit geöffnet, und die Hauptklinke 22 hat
daher Zeit, stets in die Grundstellung α zurückzukehren,
unabhängig davon, ob sie vorher in der Stellung c oder b stand.
Die Notwendigkeit, während des Laufes der Kugeln eine Reihe von Betätigungen
durchzuführen, führt erfindungsgemäß dazu, den Gehalt der Kugel an kinetischer und
potentieller Energie durch Ausbildung der Laufbahn willkürlich zu steuern. Hierdurch
kann man vor notwendigen Betätigungen einen Überschuß an Kraft erhalten und trotzdem
den Laufweg der Kugeln für eine vor-
U5 geschriebene Zeit trotz zeitweise sehr hoher
Geschwindigkeit kurz halten. Dies geschieht dadurch, daß die Kugel nach Erreichen der
gewünschten großen Geschwindigkeit und nach der evtl. Betätigung von Klinken, Kontakten
o. dgl. durch Aufwärtsführung der Bahn, durch Einschaltung eines kleinen freien Falles (mit Umsetzung der kinetischen Energie
in Wärme) und neuem Beginn der Laufbewegung oder durch Hemmungen irgendwelcher
anderer Art (Rasten, Druckfedern) verlangsamt wird.
Claims (8)
- Patentansprüche:i. Elektrisches Zeitrelais, insbesondere zum Schütze elektrischer Anlageteile, das aus Ansprechgliedern, aus einem Zeitwerk, welches einen unter dem Einfluß der Schwerkraft längs einer festen schrägen Bahn rollenden oder gleitenden Laufkörper besitzt, und aus einer von diesem Laufkörper betätigten Kontaktvorrichtung besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechglieder (5) den Ablauf mehrerer von vornherein schon auf der Schrägfläche der Ablaufbahn hintereinanderliegender Laufkörper (2) über zwei Sperrhebel (3,4) steuern, von denen der eine (3) den vorderen Lauf körper und der andere (4) den diesem nachfolgenden Laufkörper in der Weise abwechselnd sperren und freigeben, daß, wenn bei normaler Erregung der Ansprechglieder (5.) der Sperrhebel (3) den vorderen Laufkörper sperrt, der andere Sperrhebel (4) sich außer Eingriff mit dem zweiten Laufkörper befindet.
- 2. Zeitrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ansprechen mindestens eines Ansprechgliedes (5) ein Kraftspeicher gespannt wird, der jeden Laufkörper nach Beendigung seines Laufes wieder in die Arbeitsstellung bringt.
- 3. Zeitrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung des Laufs eines Laufkörpers dieser einen Hilfsmagneten erregt, dessen Anker dem Laufkörper den Impuls zum Zurückschnellen in die Arbeitsstellung gibt.
- 4. Zeitrelais nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Rückkehr normaler Betriebsverhältnisse während des Ablaufs einer Kugel die Betätigung des Auslösekontaktes durch Mittel, die über die in die Ruhestellung zurückgekehrten Ansprechglieder gesteuert werden, verhindert wird.
- 5. Zeitrelais nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Ablaufbahn eine von der Stellung der Ansprechglieder (5) abhängige Weiche (6) in der Ruhestellung aller Ansprechglieder (5) den Durchlauf der Laufkörper (2) nach der Betätigungsvorrichtung (10) des Auslösekontaktes (9) verhindert oder daß die Ansprechglieder (5) in der Ruhestellung den Auslösekontakt (9) bzw. dessen go Sperrklinke (10) aus der Ablaufbahn herausheben.
- 6. Zeitrelais nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleichzeitigem Ablauf mehrerer Laufkörper die Auslösung auch in der Arbeitsstellung der Ansprechglieder (5) durch geeignete Mittel so lange gesperrt wird, bis nur noch ein Lauf körper auf der Ablaufbahn ist.
- 7. Zeitrelais nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine ablaufende Kugel (19) mittels einer Vorbereitungsklinke (20) eine vor dieser in der Ablaufbahn (1) liegende Hauptklinke (22) aus einer Anfangsstellung (α) in eine Mittel-Stellung (&), und eine während des weiteren Ablaufes der Kugel (19) austretende zweite Kugel (2) die Hauptklinke (22) aus der Mittelstellung (b) in eine Endstellung (c) bringt; die Hauptklinke (22) ist derart mit der Weiche (6) gekuppelt, daß diese beim Übergang der Klinke (22) aus der Mittelstellung (b) in dieEndstellungXc) die Betätigungsvorrichtung (10) sperrt; ferner sind in der Leerbahn (8) und in n5 der Auslösebahn (7) durch die Kugeln zu betätigende Rückführungsklinken (25, 9) angeordnet, welche die Hauptklinke (22) derart steuern, daß diese bei Betätigung durch die Rückführungsklinke (25) der Leerbahn (8) aus ihrer jeweiligen. Stellung in die vorherige Stellung (von cnach b oder von b nach a), bei Betätigung \ durch die Rückführungsklinke (9) der Auslösebahn (7) dagegen stets unmittelbar in die Anfangsstellung (α) zurückgebracht wird, wodurch in beiden Fällen die Weiche (6) in der Arbeitsstellung mindestens eines Ansprechgliedes (5) die Auslösung durch die nächste Kugel (2) in der eingestellten Zeit gestattet (Abb. 3).
- 8. Zeitrelais nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Ausbildung der Laufbahn (1) die kinetische Energie der Laufkörper willkürlich gesteuert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB167415D DE637080C (de) | 1934-10-31 | 1934-10-31 | Elektrisches Zeitrelais, insbesondere zum Schutze elektrischer Anlageteile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB167415D DE637080C (de) | 1934-10-31 | 1934-10-31 | Elektrisches Zeitrelais, insbesondere zum Schutze elektrischer Anlageteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637080C true DE637080C (de) | 1936-10-22 |
Family
ID=7005875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB167415D Expired DE637080C (de) | 1934-10-31 | 1934-10-31 | Elektrisches Zeitrelais, insbesondere zum Schutze elektrischer Anlageteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637080C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256298B (de) * | 1963-07-19 | 1967-12-14 | Zindler Lumoprint Kg | Zeitschalter zur Steuerung von Belichtungszeiten |
-
1934
- 1934-10-31 DE DEB167415D patent/DE637080C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256298B (de) * | 1963-07-19 | 1967-12-14 | Zindler Lumoprint Kg | Zeitschalter zur Steuerung von Belichtungszeiten |
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