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Einrichtung zum Steuern von Personenaufzügen Die Erfindung bezieht
sich auf elektrisch betriebene Personenaufzüge, die ohne Fahrstuhlführer betrieben
werden können, indem die Fahrgäste von der Kabine aus selbst den Aufzug steuern.
Damit der Aufzug nicht von Fahrgästen an beliebige Haltestellen herangeholt werden
kann, wenn er mit Fahrgästen so voll besetzt ist, daß er weitere Fahrgäste nicht
aufnehmen kann, vielmehr bei voll besetzter Kabine nur die Kommandos ausführbar
sind, welche die Fahrgäste der Kabine selber geben, hat man Anordnungen vorgeschlagen,
bei denen in Abhängigkeit von der vollen Besetzung der Kabine mit Fahrgästen Schalter
selbsttätig geschlossen werden, die im Stromkreis eines Belastungsrelais liegen,
dessen Kontakte alle Kommandos, die von außen an den Flurhaltestellen gegeben werden,
vorübergehend unwirksam machen. Diese Kommandos werden aber nicht aufgehoben, sondern
die Steuerung spricht auf sie an, sobald die Umstände es gestatten.
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Bei diesen Einrichtungen wird das Unwirksammachen der Kommandos durch
das Gewicht der die Kabine füllenden Fahrgäste erzielt. Damit wird aber nicht die
beste Ausnutzung der Kabine erreicht, da die Schalter unter Umständen schon in Wirksamkeit
treten, wenn die: Kabine noch gar nicht mit Fahrgästen gefüllt ist. Bei der Anordnung
nach der Erfindung werden die mit dem Belastungsrelais in Reihe liegenden Schalter
mittels federnden Schienen an den Wänden der Kabine geschlossen, die unwillkürlich
von den die Kabine füllenden Fahrgästen im Einschaltsinn bewegt werden.
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In der Abb. i ist ein Leitungsschema der Steuereinrichtung nach der
Erfindung dargestellt. Abb. 2 zeigt eine Ausführungsform der in der Kabine angeordneten
Schalter, die mit dem Belastungsrelais in Reihe liegen. Die Erfindung ist beispielsweise
an einer Druckknopfsteuerung erläutert, bei der die Kabine während einer einzigen
Fahrt durch Ansprechen auf mehrere von den Fahrgästen gegtbene Kommandos an mehreren
Flurhaltestellen zum Anhalten gebracht werden kann.
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Außerhalb der Kabine C ist an den verschiedenen Flurhaltestellen Ei
bis E4 eine Anzahl von Druckknöpfen Dl, D2 und U2, D3 und U3, U4 angeordnet.
Innerhalb der Kabine ist ein Satz von Druckknöpfen Cl, C2, C3 und C4 angeordnet,
die von den Fahrgästen betätigt werden können, um die Kabine in Bewegung zu setzen
und an beliebigen FlurhaItestellen anhalten zu können.
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Der Aufzugsmotor wird in der einen oder anderen Richturig durch Auf-
und Abwärtsrelais i und 2 angelassen, die über Kontakte b von Richtungsrelais S"
und Sb geschlossen
werden. Ferner sind Fahrtrelais
io und i i angeordnet. Durch ein Relais 4. kann Widerstand im Motorstromkreis aus-
und eingeschaltet werden, um die Geschwindigkeit zu vergrößern oder zu verringern.
Mit den Druckknöpfen an den Flurhaltestellen ist ein Anhalterelais i2, mit den Druckknöpfen
in der Kabine ein Anhalterelais 13 verbunden. Durch diese Relais wird die
Kabine zum Anhalten gebracht, wenn sie an einer Flurhaltestelle ankommt, für welche
Kommandos durch die Druckknöpfe an beliebigen Flurhaltestellen oder in der Kabine
gegeben worden sind.
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An der Kabine ist ein Schalter L angeordnet, der dazu dient, den Boden
der Kabine genau auf der Höhe des betreffenden Flurs halten zu lassen. Dieser Landungsschalter
wird durch eine Rolle 65 betätigt, die in Abb. i frei stehend angedeutet ist. Die
Rolle kann in die Aussparungen der Haltedaumen G1 bis G4 eingreifen, die sich an
jeder Flurhaltestelle im Aufzugsschacht befinden. Eine Feder hält die Kontakte des
Schalters L geschlossen und hält die Rolle 65 außer Berührung mit den Daumen G1
bis G4, ausgenommen, wenn die Kabine sich Haltestellen nähert, an denen sie anhalten
soll.
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An die Klemmen des Ankers des Aufzugsmotors lIl ist ein Verzögerungs-
oder Zeitrelais 14 angeschlossen, durch welches dafür gesorgt wird, daß die Kabine,
wenn sie an einer Flurhaltestelle ankommt, auch genügend lange stehenbleibt, um
den Fahrgästen das Öffnen der Kabinentür zu ermöglichen. Ohne diese Einrichtung
würde der Aufzugsmotor, wenn die Kabine an einer Haltestelle ankommt, sofort wieder
anlaufen, um auf andere bereits gegebene Kommandos anzusprechen.
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Die Steuerungseinrichtung ist mit einem Flurwähler (Kopierwerk) F
versehen, durch den die verschiedenen Stromkreise zwischen den Druckknöpfen, den
Anhalterelais 12 und 13 und den Fahrtrelais io und ii je nach der Stellung der Kabine
und den anzusteuernden Flurhaltestellen geschlossen werden. Der Flurwähler kann
an beliebigen Stellen, z. B. im Aufzugsschacht, angeordnet sein. Er ist mit festen
kurzen und langen Kontaktschienen und mit an einem beweglichen Arm A angebrachten
Kontaktbürsten i5 bis 18 versehen.
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Der Arm A wird in Abhängigkeit von der Bewegung des Aufzugsmotors
mittels einer Spindel S verstellt und in die eine oder andere Schaltlage durch Elektromagnete
i9 oder 2o eingestellt, welche an die Kontakte c der Richtungsrelais S" und Sb angeschlossen
sind.
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Die unter den Kontaktbürsten 15 und 18 liegenden Kontaktschienen bestehen
aus je einer Reihe kurzer Kontaktschienen, die mit den Druckknöpfen an den Flurhaltestellen
verbunden sind, und aus zwei langen Kontaktschienen (g1, i34), die sich über die
ganze Tafel des Flurwählers erstrecken und mit dem Anhalterelais 12 verbunden sind.
Entsprechend sind die kurzen Kontaktschienen unter den Bürsten 16 und 17 mit den
Kabinendruckknöpfen und die langen Schienen (1o4, 14) mit dem Anhalterelais 13 verbunden.
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Ein Isolierkörper 22 an dem einen Arm des Hebels A trennt die Kontakte
des für gewöhnlich geschlossenen Schalters 21, wenn die Kabine am Ende ihrer Aufwärtsbewegung
ankommt. Dadurch werden die Relais io und S" gesteuert. Am anderen Arm des Hebels
A ist der Isolierkörper 2¢ angebracht, der den Schalter 23 öffnet, wenn die Kabine
am Ende ihrer Abwärtsbewegung anlangt. Dadurch werden die Relais i i und Sb stromlos
gemacht.
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Damit die Fahrkabine, wenn sie voll besetzt ist, die an den Flurhaltestellen
gegebenen Kommandos nicht aufnimmt, ist erfindungsgemäß ein Belastungsrelais 25
angeordnet, dessen Kontakte a in dem Stromkreis liegen, der sich von den Flurdruckknöpfen
nach dem Anhalterelais i2 erstreckt. Spricht das Relais 25 bei voller Besetzung
der Kabine an, so öffnet es seine Kontakte, und es werden keine an den Flurdruckknöpfen
gegebenen Kommandos von der Kabine aufgenommen. Die Kabine kann nur dann auf solche
Kommandos ansprechen, wenn das Belastungsrelais 25 stromlos ist und seine Kontakte
a geschlossen sind.
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Das Belastungsrelais 25 kann durch jede beliebige Vorrichtung gesteuert
werden, die auf volle Besetzung der Kabine mit Fahrgästen anspricht. In dem in Abb.
i dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Ansprechen des Relais 25 von der Menge
der Fahrgäste in der Kabine abhängig gemacht. Hierzu sind die in den Kabinen gebräuchlichen
Handstützschienen 26, 27 und =8 so drehbar angeordnet, daß sie, wenn sie von den
Fahrgästen an die Wand der Kabine gedrückt werden, Schalter 29, 30, 31 schließen,
die im Stromkreis des Belastungsrelais 25 liegen.
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Die Handstützschienen werden durch Federn 32, 33 und 34 von der Innenwandung
der Kabine abgedrückt (Abb. 2). Sie liegen in solcher Höhe, daß die Fahrgäste mit
ihnen in Berührung kommen und sie gegen die Innenwandung' der Kabine drücken müssen,
wenn die Kabine so stark besetzt wird, daß sich die Fahrgäste an den Seiten und
an der Hinterwand der Kabine zusammendrängen. Es ist zweckmäßig, die Federn 32,
33 und 34
so zu bemessen, daß sie durch den gewöhnlichen Druck nicht
beeinflußt werden, den die Fahrgäste etwa dadurch ausüben, daß sie Hände und Arme
auf die Stützschienen legen. Sobald sich aber viele Fahrgäste mit einem: starken
Druck gegen die Stützschienen hindrängen, werden die Federn zusammengedrückt und
dabei die Schalter 29, 30, 31 im Stromkreis des Belastungsrelais 25 geschlossen.
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Die Schalter 29, 30, 31 sind in Reihe geschaltet, so daß das- zufällige
Andrücken etwa einer oder zweier Schienen durch Fahrgäste noch nicht zur Einschaltung
des Belastungsrelais führt. Die Zahl der Stützschienen kann beliebig gewählt werden,
sie müssen nur zweckmäßig verteilt sein.
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Die Wirkungsweise der Steuerungseinrichtung ist folgende: Wenn die
Kabine C an der ersten Flurhaltestelle Ei steht, so wird das Richtungsrelais S"
erregt, weil der Schalter 2i am Flur E4 geschlossen ist. Der Stromkreis des Relais
S" erstreckt sich von der Netzleitung L1 über Leitung 4o, die Kontakte a des Richtungsrelais
Sb, Leitung 41, die Spule des Richtungsrelais Sa, die Leitung 42, Schalter 21, Leitung
87 nach der Netzleitung L=.
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Wenn das Relais S, seinen Kern anzieht, so werden seine Kontakte a
geöffnet und die Kontakte b und c geschlossen. Das Öffnen der Kontakte a verhindert
die Erregung des Richtungsrelais Sb, solange Relais Sd erregt ist, selbst auch dann,
wenn beim Wegbewegen der Kabine C vom Flur Ei der Schalter 23 am unteren Teil der
Flurwählertafel geschlossen ist.
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Durch das Schließen der Kontakte b des Relais S, wird der Stromkreis
des Aufwärtsrelais i vorbereitet. Das Relais i wird erregt, sobald die Druckknöpfe
in der Kabine oder an den Flurhaltestellen niedergedrückt werden.
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Beim Schließen der Kontakte c des Relais S" wird über die Leitung
43 der Elektromagnet 2o am Arm A des Flurwählers F erregt. Dadurch wird der Arm
in die dargestellte Lage linksherum gedreht, und die Bürsten 15 und 16 kommen mit
den Kontaktschienen für die Aufwärtsfahrt in Berührung.
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Der Stromkreis schließt sich von der Netzleitung L1 durch die Leitungen.
4o, Anschlußpunkt 5o, die Kontakte c des Relais S", Leitung 43, Magnet 2o und Leitung
44 zur Netzleitung L2.
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Wenn ein am zweiten Flur E2 wartender Fahrgast nach dem vierten Flur
E4 zu fahren wünscht, so drückt er den Flurdruckknopf U2 nieder, um die Kabine nach.
dem zweiten Flur zu rufen. Die Kontakte b am Druckknopf U2 schließen den Stromkreis
einer Haltespule 45, der von der Netzleitung L1, Kontakte b des Druckknopfes U2
und Spule 45 zur Netzleitung L2 führt. Der Druckknopf wird von seiner Haltespule
45 so lange geschlossen gehalten, bis seine Auslösespule 47, die durch eine Leitung
48 mit der Kontaktschiene 49 am Flurwähler verbunden und entgegengesetzt zur Haltespule
45 gewickelt ist, die Wirkung der Haltespule aufhebt.
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Beim Schließen der Kontakte a des Druckknopfes U2 wird der Stromkreis
von L1 über die Kabinentürkontakte 51, die Schachttürkontakte 52, Bremsspule 53,
Leitung 55, 56, Spule des Aufwärtsrelais i, Leitung 57, Kontakte b des Relais Su,
Leitungen 59 und 6o, Kontakte a des Druckknopfes U2, Leitungen 62 und 63, die Kontakte
a des Verzögerungsrelais 14 und Leitung 64 zur Netzleitung L2 geschlossen, und die
Kabine fährt nach dem zweiten Flur.
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Durch die Kontakte b des Aufwärtsrelais i wird der Stromkreis eines
Relais 4 für hohe Geschwindigkeit geschlossen, um den Aufzugsmotor M zu beschleunigen,
und der Magnet des Landungsschalters L erregt. Der Landungsschalter schließt seine
Kontakte a und hält die Rolle 65 außer Eingriff mit den Daumen G1 bis G4. Der Stromkreis
schließt sich von Leitung L1 durch Leitung 40 und die Anschlußpunkte 50 und
67, dann parallel durch die Spule des Relais 4 für hohe Geschwindigkeit und die
Spule des Landungsschalters L zum Anschlußpunkt 68, Leitung 69, Kontakt b des Verzögerungsrelais
14, die Leitungen 76, Anschlußpunkt 77, Kontakte b des Aufwärtsrelais i, Leitung
78 zur Netzleitung L, Wenn das Relais 4 für hohe Geschwindigkeit anspricht, so schließen
sich seine Kontakte a und übertragen den Stromkreis, der den Landungsschalter L
speist, von den Kontakten b des Verzögerungsrelais 14, die geöffnet sind, wenn der
Aufzugsmotor M eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht hat, auf einen Stromkreis,
der sich durch die Kontakte a der Anhalterelais 12 und 13 erstreckt. .Dieser Haltestromkreis
geht von L1 über 40, 5o, 67 parallel durch die Spulen des Relais 4 und des Landungsschalters
L, 68, 74, KOntakte a des Relais 4, Leitung 75, Kontakte a der Relais 12
und 13, 76, 77, Kontakte b des Aufwärtsrelais i, Leitung 78 zur Netzleitung L2.
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Beim Ansprechen des Landungsschalters L1 schließen seine Kontakte
a einen Haltestromkreis für das Aufwärtsrelais i. Dieser Stromkreis geht von L1
über 51, 52, die Spule 53 der Bremse 54, Leitung 55, 56, Spule des Relais i, Kontakte
a des Relais i, Leitungen 8o, Kontakte a des Landungsschalters L undLeitung 82 zur
Netzleitung L2.
Durch die Kontakte c des Aufwärtsrelais i wird der
Stromkreis des Relais io geschlossen, welches die Kabine veranlaßt, nach jedem Anhalten
bei der Aufwärtsfahrt weiterzufahren, bis sie am obersten Flur E4 ankommt. Dieser
Stromkreis erstreckt sich von der Netzleitung L1 durch Leitung 83, Kontakt c des
Relais i, Leitung 85, Spule des Relais io, Schalter 21, Leitung 87 zur Netzleitung
L2.
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Das Relais io schließt seine Kontakte a und b und schließt einen Haltestromkreis
für sich selbst, der sich von L über Leitung 88, Kontakte a und die Spule des Relais
io, 21, 87 nach L2 schließt. Das Relais io bleibt erregt, bis der Schalter :2i durch
das Glied 22 am Arm A des Flurwählers F geöffnet wird, sobald die Kabine am Ende
ihrer Aufwärtsbewegung ankommt.
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Beim Schließen der Kontakte a des Relais io wird der Kontaktschiene
89 Strom über die Leitungen 85 und 9o zugeführt, um die Kabine anzuhalten, wenn
sie beim Flur E4 ankommt.
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Die Kontakte b des Relais io bereiten einen Stromkreis vor, um das
Aufwärtsrelais i nach jedem Anhalten an einem Zwischenflur wieder zu erregen, um
die Kabine zu veranlassen, ihre Aufwärtsfahrt bis zum Flur E4 fortzusetzen, wenn
sie einmal angelassen worden ist.
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Die Kontakte b des Relais io liegen parallel zu den Kontakten a des
Druckknopfes U4, haben also die gleichen Wirkungen. Beim Schließen der Kontakte
d des Aufwärtsrelais i wird der Stromkreis für den Aufzugsmotor geschlossen und
die Kabine für die Aufwärtsfahrt angelassen. Wenn die Kabine fährt, so wird vom
Anker des Aufzugsmotors M das Verzögerungsrelais 14 gespeist. Sobald die Geschwindigkeit
ein bestimmtes Maß erreicht hat, werden die Kontakte d und b des Relais 14 geöffnet.
Insoweit als der die Aufwärtsrichtung bestimmende Schalter i einen Haltestromkreis
für sich hergestellt hat, beeinflußt das Öffnen der Kontakte a des Relais i-,: in
keiner Weise die Arbeitsweise der Kabine. Ebenso beeinflußt das öffnen der Kontakte
b des Relais 14 insoweit, als der Haltestromkreis für das Relais 4 für hohe Geschwindigkeit
und für den Landungsschalter L von den Kontakten b des Relais 14 auf die Kontakte
a der Anhalterelais 12 und 13 übertragen worden ist, die Speisung dieser Relais
nicht, und das Anhalten der Kabine kann durch Stromlosmachen irgendeines der Anhalterelais
i2 oder 13 bewirkt werden.
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Wenn die Kabine an der Flurhaltestelle E2 ankommt, so überbrückt die
Kontaktbürste i 5 am Arm A die Kontaktschienen 49 und 9i. Dadurch wird ein Stromkreis
geschlossen, durch den die Ausschaltspule47 des Flurdruckknopfes U2 gespeist wird.
Der Druckknopf U2 wird wieder zurückgestellt, und das Anhalterelais 12 wird erregt
tind bringt die Kabine zum Anhalten. Dieser Stromkreis erstreckt sich von der Netzleitung
L1 über Kontakte b des Druckknopfes U2, Spule 47, Leitung 48, Kontakt 49, 15, 9i,
Leitung 93, 94, die Kontakte a des Belastungsrelais 25, Leitung 95, Spule des Anhalterelais
i2, Leitung 96 zur Netzleitung L2.
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Wenn das Anhalterelais 12 erregt wird, so öffnet` es seine Kontakte
a und unterbricht die Haltestromkreise für das Relais 4 für hohe Geschwindigkeit
und für die Spule des Landungsschalters L.
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Die Kabine wird auf ihre niedrige Geschwindigkeit verlangsamt, aber
nicht sofort angehalten, weil zu dieser Zeit die Rolle 65 am Landungsschalter sich
in Eingriff mit einer der Gleitflächen des Landungsdaumens G2 befindet und das öffnen
der Kontakte ca des Landungsschalters verhindert. Die Kabine nähert sich also mit
geringer Geschwindigkeit dem zweiten Flur E2. Wenn sie in der Ebene des zweiten
Flurs anlangt, fällt die Rolle 65 in den Einschnitt des Landungsdaumens G2 ein,
wodurch die Kontakte a des Landungsschalters L geöffnet werden. Dadurch wird das
Aufwärtsrelais i stromlos, und die Kabine hält am zweiten Flur an.
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Die Spule des Anhalterelais 12 liegt in Reihe mit der Ausschaltspule
47 des Druckknopfes U2. Die Widerstandscharakteristiken dieser Spulen sind so zu
wählen, daß der Strom genügt, das Relais -i2 ansprechen zu lassen, jedoch nicht
genügt, die Ausschaltspule 47 zu veranlassen, die Wirkung der Haltespule 45 zu überwinden.
Um also das vermerkte Kommando aufzuheben, ist es nötig, einen Stromkreis für die
Ausschaltspule 47 herzustellen, der unabhängig von der das Anhalten bewirkenden
Relaisspule 12 ist. Deshalb sind zusätzliche Kontakte b am Relais 12 vorgesehen,
die mit einer durch eine Feder und die Dämpfung ioi angedeuteten Verzögerung betätigt
werden. Es wird somit bei der Erregung des Relais 12 ein Stromkreis geschlossen,
durch den die volle Spannung auf die Ausschaltspule 47 aufgedrückt wird.
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Das Relais 14 darf indessen nicht abgeschaltet werden, wenn das Relais
4 für hohe Geschwindigkeit noch nicht stromlos geworden ist. Es ist daher eine Verzögerung
erwünscht, um die Erregung des Geschwindigkeitsrelais 4 zu sichern. Zu diesem Zweck
ist die Dämpfung ioi vorgesehen, durch die das Schließen der Kontakte b des Anhalterelais
12 auf eine kurze Zeit verzögert wird, nachdem
das Öffnen der Kontakte
a dieses Relais stattgefunden hat. Das vermerkte Kommando wird also unterdrückt,
sobald die Kabine auf den Anruf anspricht, um in dem betreffenden Flur anzuhalten.
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Solange der Stromkreis noch vorhanden ist, der durch das Schließen
der Kontakte b am Relais io hergestellt wurde, um die Kabine zu veranlassen, nach
der Flurhaltestelle 4 zu fahren, könnte die Kabine sofort wieder in der Aufwärtsrichtung
anlaufen, nachdem sie am zweiten Flur angehalten hat, wenn nicht das Relais 14 mit
einer Verzögerung ioo versehen wäre, die das Schließen seiner Kontakte a und b verhindert
und den Stromkreis während einer bestimmten Zeit wieder geschlossen hält, nachdem
der Aufzugsmotor zum Stillstand gelangt ist.
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Die hierfür bestimmte Zeit muß genügen, um dem am zweiten Flur E2
wartenden Fahrgast zu ermöglichen, die Kabinen- und Schachttür zu öffnen. Nachdem
die Kontakte 51 und 52 dieser Türen geöffnet sind, kann die Kabine nicht wieder
anlaufen, bis die Türkontakte 51 und 52 wieder geschlossen sind.
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Wenn der am zweiten Flur befindliche Fahrgast die Kabinentür und die
Schachttür geöffnet hat, in die Kabine eingetreten ist und beide Türen wieder geschlossen
hat, so werden auch die Türkontakte 5, und 52 wieder geschlossen, die Kabine
läuft wieder an, um ihre Aufwärtsfahrt zu beendigen, denn das Relais io ist erregt,
und die Kontakte b am Relais 14 sind geschlossen. Hierbei wird folgender Stromkreislauf
des Aufwärtsrelais i geschlossen. Von L1 geht der Strom durch die Türkontakte 5i
und 52, 53, 55, 56, die Spule des Aufwärtsrelais i, Leitung 57, Kontakte b des-
Relais S, Leitung 5g, io2, Kontakte b des Relais io, Leitung 103, 62, 63, Kontakte
a des Relais 14, Leitung 64 zur Netzleitung L2. Das Aufwärtsrelais i hält seine
Kontakte a, b, c, d geschlossen, und die Kabine bewegt sich in der beschriebenen
Weise aufwärts.
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Wenn die Kabine am vierten Flur E,4 ankömmt, so wird sie mittels der
Kontaktbürste 16 zum Anhalten gebracht, welche die Kontaktschienen 89 und
104 überbrückt und die Erregung des Anhalterelais 13 veranlaßt. Dieses' Relais öffnet
seine Kontakte a, die ihrerseits die Spulen des Relais 4 für hohe Geschwindigkeit
und des Landungsschalters L und des Aufwärtsrelais i stromlos machen, wie dies beim
Stillsetzen der Kabine am Flur 2 beschrieben worden ist.
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Der Stromkreis des Anhalterelais 12 erstreckt sich von L1 über Leitung
88, die. Kontakte a des Relais i o, Leitung 85, Anschlußpunkt 105, Leitung go, Kontaktschienen
89,
16, 104, Leitungen roh und io7, Spule des Anhalterelais 13 und Leitung
96 zur Netzleitung L2.
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Wenn die Kabine am vierten Flur anlangt, öffnet das Glied 24 am Arm
A den Schalter 23, wodurch das Relais io und das Relais S" stromlos werden.
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Solange der mit dem Relais i i und dem Relais Sb verbundene Schalter
23 geschlossen ist, bewirkt das Schließen der Kontakte a des Relais S" das Schließen
eines Stromkreises für die Erregung des Richtungsrelais Sb, wodurch die Kabine auf
irgendein an den Druckknöpfen gegebenes Kommando ansprechen kann. Dieser Stromkreis
erstreckt sich von der Netzleitung LI durch die Leitungen 40 und iog, Kontakte a
des Relais Sa, Leitung 46, die Spule des Relais Sb, Leitung i i i, Schalter 23,
Leitung I 12 zur Netzleitung L2.
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Bei dem Öffnen der Kontakte a des Relais Sb wird die Erregung des
Relais S" verhindert, während Relais Sb erregt ist. Durch die Kontakte b des Relais
Sb wird ein Stromweg hergestellt, durch den das Abwärtsrelais 2 erregt wird, wenn
die Druckknöpfe niedergedrückt werden.
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Beim Schließen der Kontakte c des Relais Sb wird ein Stromkreis geschlossen,
um den Elektromagneten 1g an der linken Seite des Armes A des Flurwählers F zu erregen.
Dadurch wird der Arm A rechtsherum gedreht, so daß seine Kontaktbürsten 17 und 18
mit den Kontaktschienen für die Abwärtsfahrt in Berührung gelangen. Dieser Stromkreis
erstreckt sich von der Netzleitung L1 über 40, Anschlußpunkt 50, Kontakt c des Relais
Sb, Leitung 145, Spule des Magneten 19, Leitung 44 zur Netzleitung L, Die
Kabine ist jetzt zur Abwärtsbewegung bereit. Wenn nun der am zweiten Flur eingestiegene
Fahrgast am vierten Flur E, die Kabinentür und die Schachttür öffnet und aussteigt
und eine große Anzahl von Fahrgästen die Kabine betritt, so d.aß sie voll besetzt
ist, und dann weiter nach erfolgtem Schließen der Schacht- und Kabinentür einer
der Fahrgäste in der Kabine den Druckknopf C2 drückt, so fährt die Kabine abwärts
und hält am zweiten Flur an. Durch den Druck auf den Druckknopf C2 wird ein Haltestromkreis
geschlossen, der sich von der Netzleitung LI durch die Leitungen 113, die
Kontakte b des Druckknopfes C2, die Spule i 15 und die Leitung 116 zur Netzleitung
L2 erstreckt. Die Kontakte a am Druckknopf C2 schließen einen Stromkreis für die
Erregung des Abwärtsrelais 2, wodurch die Kabine zur Fahrt vom vierten zum zweiten
Flur veranlaßt wird. Dieser Stromkreis erstreckt sich von der Netzleitung LI über
5" 52, 53, 55 zur
Spule des Abwärtsrelais 2, Leitung
I18, Kontakte b des Richtungsrelais Sb, die Leitungen 59, 12o, Kontakte a des Druckknopfes
C2, die Leitungen 123, 62, 63, die Kontakte a des Relais 14 und Leitung 64
zur N,?etzleitung L..
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Die Kontakte b des Abwärtsrelais 2 schließen den Stromkreis der Spule
des Landungsschalters L und des Relais 4 für hohe Geschwindigkeit. Dieser Stromkreis
erstreckt sich von der Netzleitung L1 durch die Leitungen 40, Anschlußpunkte
50 und 67 über die Spule der 'beiden Relais zum Anschlußpunkt 68, Leitung
69, Kontakte b des Relais 14, Leitung 76, Anschlußpunkt 77, Kontakte b des Abwärtsrelais
2, Leitung 82 nach L2.
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Die Kontakte a des Landungsschalters L
schließen einen
Selbsthaltestromkreis für das Abwärtsrelais 2, der sich von L1 über 51, 52, 53,
55, die Spule und die Kontakte a des Relais 2, Kontakte a des Relais L und Leitung
82 nach L2 erstreckt.
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Das Relais 4 für hohe Geschwindigkeit hält sich durch seine Kontakte
a, wie vorher beschrieben, selbst den. Strom.
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Die Kontakte b am Abwärtsrelais 2 schließen einen Stromkreis für das
Relais i i, der sich von der Netzleitung L1 über die Leitung 83, Kontakte e des
Relais 2, Leitung 128, die Spule des Relais i i, Leitung 129, Schalter 23, Leitung
i 12 zur Netzleitung L? schließt. Durch Schließen dieses Stromkreises wird die Kabine
veranlaßt, nach jedem Anhalten in der Abwärtsrichtung ihre Abwärtsfahrt fortzusetzen.
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Die Kontakte d am Abwärtsrelais 2 schließen den Stromkreis des Aufzugsmotors
i61, so daß die Kabine abwärts fährt.
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Wenn der Aufzugsmotor seine Geschwindigkeit beschleunigt, so wird
das Relais 14 erregt, und die Stromkreise des Landungsschalters L und des Relais
R4 werden von den Kontakten b des Relais 14 auf die Kontakte a der Anhalterelais
12 und 13 übertragen. Der Strom für den Landungsschalter L und das Relais 4 erstreckt
sich nun von der Speiseleitung L1 durch die Leitungen 40, Anschlußpunkte
50 und 67, durch die Spulen des Landungsschalters L und des Relais 4, Anschlußstelle
68, Leitung 74, Kontakte a des Relais 4, Leitung 75, Kontakte a der Anhalterelais
12 und 13, Leitung 76, Kontakte b des Abwärtsrelais 2, Leitung 82 zur Netzleitung
L2.
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Wenn nun ein etwa an der dritten Flurhaltestelle E3 wartender Fahrgast,
während die Kabine voll belastet ist und nach dem zweiten Flur abwärts fährt, den
Druckknopf D3 niederdrückt, um die Fahrkammer nach dem dritten Flur zu holen, so
wird durch die Kontakte b des Druckknopfes D3 ein Selbsthaltestrom für ihn geschlossen,
der sich von L1 über Leitung 130, Kontakte b des Druckknopfes D3, Spule 131 nach
der Netzleitung L, erstreckt.
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Die Kontakte a des Druckknopfes D3 verbinden die Leitungen 59 und
62 und stellen einen Stromkreis für die Bewegung der Kabine her, der aber so lange
wirkungslos ist, als sich die Fahrkammer voll besetzt auf ihrem Wege nach dem zweiten
Flur hin befindet.
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Die Kontakte b am Druckknopf D3 bereiten einen Stromkreis durch
Leitung 132 und Kontaktschiene 133, zum Zweck, die Kabine anzuhalten, wenn sie auf
der Abwärtsfahrt den dritten Flur E3 erreicht. Wenn die Kabine am dritten Flur ankommt,
so überbrückt die Kontaktbürste i8 des Flurwählers F die Kontaktschienen 133 und
134 und würde, wenn die Fahrkammer nicht voll besetzt wäre, einen Stromkreis des
Anhalterelais 12 zwecks Stillsetzung der Kabine herstellen. Dieser Stromkreis würde
sich erstrecken von der Netzleitung L1, Leitung 130, Kontakte b des Druckknopfes
D3, Schaltspule 136, Leitung 132, Kontaktschienen 133, 134s Leitung 94, Kontakte
a des Belastungsrelais 25, Leitung 95, Spule des Anhalterelais 12, Leitung 96 zur
Netzleitung L2.
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Wenn aber die Kabine so mit Fahrgästen besetzt ist, daß sie sich gegen
die Handstützschienen 26, 27, 28 an der Innenseite der Kabine drängen, so wird das
Belastungsrelais 25 über die Schalter 29, 30, 31 erregt. Das Relais 25 zieht seinen
Kern an und öffnet seine Kontakte a, wodurch der Stromkreis zum Anhalterelais 12
unterbrochen wird. Hierdurch wird die Erregung des Relais 12 verhindert, sobald
die Kabine am dritten Flur ankommt und die Kontaktbürste 18 die Kontaktschienen
133 und 134 überbrückt. Deshalb fährt die Kabine auf ihrem Weg vom vierten zum zweiten
Flur an dem Kommando des dritten Flurs vorbei, ohne jedoch dieses Kommando aufzuheben.
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Der Stromkreis des Belastungsrelais 25 geht von L1 über Leitung 92,
Schalter 29, 30, 31, die Spule des Relais 25, Leitung 96 zur Netzleitung L, Da das
Anhalterelais 12 nicht erregt ist, wird kein Stromkreis geschlossen, um das Kommando
am dritten Flur aufzuheben. Die Kabine geht daher, ohne anzuhalten, am dritten Flur
vorbei, läßt aber das Kommando vermerkt, dem- beim nächsten Lauf der Kabine entsprochen
wird.
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Wenn sich die Kabine dem zweiten Flur nähert, so überbrückt die Bürste
17 am Arm A die Kontaktschienen 140 und 141 und schließt einen Stromkreis
für das Anhalterelais 13, so daß die Kabine am zweiten Flur anhält und die Ausschaltspule
143 gespeist
wird, um das Kommando am zweiten Flur aufzuheben. Dieser
Stromkreis erstreckt sich von der Netzleitung L1 durch die Leitungen 113, die Kontakte
b des Druckknopfes C2 in der Kabine, die Ausschaltspule 143, Leitung 144, Kontaktschienen
140 und 141, Leitung 107, Spule des Anhalterelais 13, Leitung 96 zur Netzleitung
L2.
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Die Kontakte a des Anhalterelais 13 öffnen den Stromkreis der Spulen
des Landungsschalters L und des Relais 4. Sobald die Rolle 65 am Landungsschalter
dessen Kontakten a das Öffnen ermöglicht, wird das Abwärtsrelais 2 stromlos und
die Kabine angehalten.
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Die Spule des Anhalterelais 13 liegt in Reihe mit der Ausschaltspule
143 des Druckknopfes C2. Der Strom genügt zunächst nicht, die Wirkung der Selbsthaltespule
115 des Druckknopfes C2 aufzuheben. Dies ist erst der Fall, wenn die Kontakte b
des Anhalterelais 13 in einer bestimmten Zeit nach dem Öffnen der Kontakte a dieses
Relais geschlossen werden. Sie schließen den Stromkreis für die Ausschaltspule 143,
der im Nebenschluß zur Spule des Relais 13 liegt.
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Auf diese Weise werden in der Fahrkabine gegebene Kommandos selbsttätig
aufgehoben, sobald ihnen entsprochen worden ist.
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Wenn die voll besetzte Kabine am zweiten Flur anlangt, öffnen die
Fahrgäste die Tür der Kabine und des Aufzugsschachtes, um die Kabine verlassen zu
können. Hierbei öffnen sich die Kontakte 51 und 52 der beiden Türen und verhindern
ein Weiterfahren der Kabine. Wenn die Fahrgäste die Kabine verlassen, so hört der
Druck auf die Handstützschienen 26 bis 28 auf, die Schalter 29 bis 31 öffnen sich,
und das Belastungsrelais 25 wird stromlos. Dieses schließt seine Kontakte a und
stellt damit den Stromkreis für das Anhalterelais 12 wieder her.
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Wenn die Kabinentür und die Schachttür geschlossen sind und kein anderes
Kommando als jenes am Druckknopf D3 am dritten Flur Es vermerkt ist, so vollendet
die Kabine ihre Fahrt zum Flur El, läuft dann zum obersten Flur E4 und alsdann abwärts,
um auf das die Abwärtsrichtung verlangende Kommando anzusprechen, welches noch am
dritten Flur E3 vermerkt blieb.