DE59649C - Krempel - Google Patents

Krempel

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Publication number
DE59649C
DE59649C DENDAT59649D DE59649DA DE59649C DE 59649 C DE59649 C DE 59649C DE NDAT59649 D DENDAT59649 D DE NDAT59649D DE 59649D A DE59649D A DE 59649DA DE 59649 C DE59649 C DE 59649C
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DE
Germany
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lever
fleece
roll
card
comb
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59649D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. starmanns in Aachen, Scheibenstr. 4
Publication of DE59649C publication Critical patent/DE59649C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G25/00Lap-forming devices not integral with machines specified above

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
CORNEL STARMANNS in AACHEN.
Krempel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. November 1890 ab.
Um ein gleichmäfsiges Gespinnst zu erzielen, war es bisher nothwendig, bei dem Auflegen des Wollvliefses auf die Feinkrempel und die Vorspinnkrempel die Wolle zu kreuzen, wodurch die Spinnfähigkeit des Vorgarnes bedeutend beeinträchtigt wird, indem das WoIlhaar querliegend den vorhin genannten Krempeln zugeführt wird.
Fig. 5 zeigt in B die vorletzte (zweite) und in A die letzte Krempel (Vorgarnmaschine), wie solche bisher gebräuchlich sind. Hier sitzt das Kämmchen K in der Horizontalmitte des Peigneurs und kämmt das Vliefs V auf den Tisch T, durch welchen es in die Bandwalzen W geführt wird. Da das Vliefs am Peigneur haftet, werden die Wollfasern durch die Vorwärtsbewegung des Tisches T nach und nach die Lage wie bei χ χ χ, Fig. 5, annehmen und dadurch in die Bandwalzen W und auf den Tisch der letzten Maschine A quer zu liegen kommen, müssen also hier wieder in die Längslage zu Vorgarn gekrempelt werden.
Die von dem Erfinder angewendete Vorrichtung ermöglicht es nun, das Wollvliefs in Form eines Bandes mit vollkommener, gestreckter Längsrichtung der Fasern der Feinkrempel und der Vorspinnkrempel zuzuführen und doch ein gleichmäfsiges Garn zu erzielen, indem das Vliefs zu einzelnen Rollen spiralförmig aufgewickelt wird, welche auf einen Tisch ohne Ende, zur Hälfte auf einander fallen und als zusammenhängendes Band durch den bewegten Tisch und den bekannten Bandapparat zu den Speisewalzen der nächstfolgenden Krempel transportirt werden. In Fig. 6 ist die neue Krempel schematisch im Aufrifs dargestellt.
Das Kämmchen K ist oben an den Peigneur verlegt und arbeitet wie gewöhnlich beständig fort. Aufser diesem liegt noch ein Schlagkämmchen S K unterhalb der Peigneurmitte, welches bei jeder Umdrehung des Peigneurs das Vliefs zweimal durch wenige Schläge unterbricht. Das oben liegende Kämmchen K mufs deshalb von jedem halben Peigneurumfang eine Vliefsrolle R bilden.
In Fig. 7, 8 und 9 ist die Entwicklung der Vliefsrollen V schematisch dargestellt.
In Fig. 7 nimmt die Rolle ihren Anfang, indem das Kämmchen α das Wollvliefs vom Peigneur abnimmt, welches dadurch, dafs das Kämmchen α nicht, wie bisher, in der Horizontalmitte des Peigneurs arbeitet, sondern nahe an der höchsten Stelle des letzteren, nicht mehr herunterfällt, sondern sich durch die rotirende Bewegung des Peigneurs zu einer Rolle formen mufs.
In Fig. 8 ist die Hälfte des zu einer Rolle gehörenden Vliefses aufgewickelt, und trennt das Kämmchen b durch einige rasch auf einander folgende kurze Schläge das Vliefs an derjenigen Stelle, welche um J/4 des Peigneurumfanges von der Aufwickelungsstelle entfernt ist, so dafs zu einer Rolle ein Vliefsstück von der Länge des halben Umfanges des Peigneurs aufgerollt wird. In Fig. 9 ist die Vliefsrolle zu ihrer ganzen Dicke fertig, das Vliefs also bis zur Trennungsstelle aufgewickelt, durch die Schlägel c an dieser Stelle vom Peigneur abge-

Claims (1)

  1. schlagen und fällt in den Trichter T auf den bewegten Tisch ohne Ende u.
    Der Mechanismus, welcher die Functionen des Kämmchens b und der Schlägel c zur richtigen Zeit bewirkt, ist in Fig. ι bis 4 dargestellt, und zwar in Fig. 1 und 3 diejenige Stellung desselben, welche er einnimmt, wenn das Kämmchen b das Wollvliefs durchschneidet, und in Fig. 2 und 4 diejenige Stellung, welche er einnimmt, wenn die fertige Vliefsrolle von den Schlägeln c vom Peigneur abgeschlagen wird.
    Das Kämmchen b erhält seine nothwendige Bewegung im geeigneten Moment vermittelst der Pleuelstange d von der Kurbelscheibe e, welche ihre Bewegung vermittelst der in Fig. 1 und 2 strichpunktirt angedeuteten Schnurscheiben f und g und der Schnur h erhält, wenn die Reibungskupplung /,.Fig. 3 und 4, vermittelst des Hebels k und der Curvenscheibe / eingerückt und der an der mit der Kurbelscheibe e fest verbundenen Scheibe m bei η eingreifende Sperrhebel 0 durch Einwirkung der Curvenscheibe ρ gelöst ist. Ist die Rolle fertig, also das Vliefs bis zu der Trennungsstelle aufgewickelt, dann wird der Winkelhebel q, welcher gerade vorhin mit dem Hebel r die in Fig. 1 strichpunktirt angedeutete Lage eingenommen hat, auf der Curvenscheibe s frei und die Spiralfeder t, Fig. 1 und 2, schnellt denselben mit dem darauf stehenden Hebel r nach oben (Fig. 3 und 4), wodurch die Schlägel c die fertige Rolle vom Peigneur abschlagen, welche dann in den Trichter T, auf den Tisch ohne Ende u, in der in Fig. 3 gezeigten Art und Weise zur Hälfte auf die vorhergehende Rolle fällt und von dem Bandapparat als Band, ohne dafs die Wollhaare ihre Richtung ändern, dem Speisetuch der folgenden Krempel zugeführt und durch den bekannten Auflegeapparat in der bekannten gebräuchlichen Art und Weise auf denselben aufgelegt wird (Fig. 5 bei A). Die hierbei eintretende ganz geringe schräge Lage gegen die Krempel ist auf die Richtung der Wollhaare ohne Einflufs.
    Damit die Schlägel c sofort nach dem Abschlagen der Vliefsrolle, unabhängig von der Bewegung der Curvenscheibe s, in ihre frühere Stellung zurückkehren und die Entwickelung der folgenden Rolle nicht hindern, ist der Hebel r mit dem Winkelhebel q nicht fest verbunden und folgen die Schlägel c mit dem Hebel r der Einwirkung der Spiralfeder v, Fig. ι und 2, indem der Hebel r beim Hochgehen durch den vorstehenden Ansatz w von dem Winkelhebel q abgestofsen wird und frei nach unten fallen kann.
    Die Bewegung der Curvenscheibe ρ s und I geschieht vermittelst der strichpunktirt angedeuteten Kettenräder xy und der Kette \.
    Die Flügelwalze A drückt die Vliefsrollen flach, damit dieselben ohne Widerstand von den Rollen B aufgenommen werden können, und wird von der oberen Rolle des Bandapparates betrieben.
    Patεnt-AnspRUch:
    Eine Krempel, bei welcher die in der Längsrichtung gestreckte Lage des Wollhaares des von ihr abgenommenen Wollvliefses bei der Transportirung zu der folgenden Krempel dadurch beibehalten wird, dafs das Wollvliefs in einzelnen Rollen spiralförmig aufgewickelt wird, welche durch Schlägel (c) von dem Peigneur abgeschlagen und auf einen Tisch ohne Ende (u) geworfen werden, von welchem, in Verbindung mit einem Bandapparat, dieselben als Band weiter transportirt werden.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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