AT292517B - Verfahren zur Nachbehandlung von aus textillen Stapelmaterialien auf einem Spinnsystem mit getrennter Drehung und Aufwicklung hergestelltem Garn, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Nachbehandlung von aus textillen Stapelmaterialien auf einem Spinnsystem mit getrennter Drehung und Aufwicklung hergestelltem Garn, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

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AT292517B
AT292517B AT546668A AT546668A AT292517B AT 292517 B AT292517 B AT 292517B AT 546668 A AT546668 A AT 546668A AT 546668 A AT546668 A AT 546668A AT 292517 B AT292517 B AT 292517B
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Vyzkumny Ustav Bavlnarsky
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Vyzk Ustav Bavlnarsky
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Description


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   Verfahren zur Nachbehandlung von aus textilen Stapelmaterialien auf einem Spinnsystem mit getrennter Drehung und Aufwicklung hergestelltem Garn, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens 
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Nachbehandlung von aus textilen
Stapelmaterialien mittels eines Spinnsystems mit getrennter Drehung und Aufwicklung hergestelltem Garn, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. 



   Ein allgemeines Merkmal des durch eine Vorrichtung mit getrennter Drehung und Aufwicklung von Garn, auch Vorrichtung zum spindellosen Spinnen genannt,   z. B.   mit einem Drehungsorgan in Form einer Spinnkammer, eines Nadelzylinders einem Nadelspinnkorbes, eines Wirbelrohres u. ähnL, ausgesponnenen Garnes beruht in einem loseren Charakter dieses Garnes, in Verbindung mit einer höheren Drehung gegenüber den üblichen, auf Ringspinnmaschinen hergestellten Garnen, der auch durch eine höhere Dehnfähigkeit begleitet wird. Alle Vorrichtungen zum spindellosen Spinnen haben gegenüber den klassischen Ringspinnmaschinen den Nachteil, dass das auf ihnen ausgesponnene Garn gegenüber dem klassischen Garn eine niedrigere Festigkeit aufweist.

   Das beschränkt die Anwendung dieses Garnes in bestimmten Erzeugnissen, die eine hohe Festigkeit erfordern, in manchen Fällen erschwert diese Tatsache auch die Verarbeitung des Garnes und in letzter Zeit auch die Anwendung neuer Nachbehandlungsarten auf Erzeugnissen aus spindellos gesponnenen Garnen. 



   Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die erwähnten Nachteile bei dem Garn zu beseitigen, welches schon auf der Vorrichtung zum spindellosen Spinnen ausgesponnen wurde und also nachträglich besonders dessen Reissfestigkeit zu erhöhen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass das Garn durch eine Zone hindurchläuft, in welcher die Zugspannung des Garnes auf einen Wert erhöht wird, bei welchem eine dauernde Längung und Verdichtung gegenüber dem Zustand vor dem Eintritt in die Behandlungszone eintritt. 



   Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens zur Nachbehandlung von Garn gemäss der Erfindung besteht darin, dass zwischen der abzuwickelnden Spule und dem Spulmechanismus mindestens eine Bremseinrichtung zur Erhöhung der Zugspannung des Garnes angeordnet ist. 



   Eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung besteht darin, dass in Richtung des Garndurchlaufes hintereinander der Mechanismus zum Garnabzug von der abzuwickelnden Spule das Element zum Auslösen der Vorspannung, die Bremseinrichtung zum Erhöhen der Zugspannung im Garn der Abzugsmechanismus für das nachbehandelte Garn und der Spulmechanismus angeordnet sind, wodurch eine regelmässige Einwirkung auf das Garn während des Nachbehandlungsprozesses erreicht wird. 



   Eine andere Ausgestaltung der Vorrichtung besteht darin, dass die Bremseinrichtung durch einen oder mehrere, teilweise oder gänzlich durch Garn umschlungene Körper gebildet wird oder weiters darin, dass die Bremseinrichtung durch zwei zueinander zudrückende Bremsflächen gebildet wird, womit eine dem Aufbau nach einfache Behandlungszone gewährleistet ist. 



   Der Vorteil des spindellos gesponnenen Garnes, das gemäss des Verfahrens gemäss der Erfindung 

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 nachbehandelt wurde, besteht in einem höheren Festigkeitsgrad bei Beibehaltung seiner allgemein bekannten guten Massengleichmässigkeit. Ein weiterer Vorteil des Garnes gemäss der Erfindung besteht in der Erhöhung der minimalen Festigkeitseigenschaften des Garnes. 



   Es ist selbstverständlich, dass sich in äquivalentem Masse die Vorteile des nachbehandelten Garnes in den aus diesem hergestellten Produkten wiederspiegeln. 



   Ausführungsbeispiele des Verfahrens und der Vorrichtung gemäss der Erfindung sind schematisch in den Zeichnungen dargestellt. 



   Es zeigen Fig. 1 ein Blockschema der Anordnung der Grundmechanismen im Abschnitt zwischen der abzuwickelnden Spule und der aufzuspulenden Spule, Fig. 2 eine Bremseinrichtung, welche aus mehreren teilweise mit Garn umschlungenen Körpern gebildet ist und Fig. 3 eine Bremseinrichtung mit zueinander zudrückenden Bremsflächen. 



   Auf dem Blockschema nach Fig. 1 ist hinter der abzuwickelnden   Spule --1-- mit   dem nicht 
 EMI2.1 
 



   In Fig. 2 ist die   Bremseinrichtung --5-- in   Gestalt einer kammartigen   Bremse --8-- mit   einem mit Daumen--10--versehenen, einstellbaren Kamm--9--dargestellt, deren feste Zylinder   - -11-- mit Garn --4-- umschlungen   sind. Der einstellbare Kamm--9--ist verschiebbar auf der   Schraube --12-- gegenüber   der   Platte--13--in   der Führung --14-- angeordnet. 



   In Fig. 3 ist die   Bremseinrichtung --5-- in   Form einer   Tellerbremse-15-mit   Tellern   - 16, 17-- dargestellt,   zwischen welchen das Garn --4-- hindurchläuft, und welche auf dem Bolzen   --18-- geführt   und zueinander durch die   Feder -19-- gedrückt   werden. Die Druckkraft der Feder   --19-- ist   mittels der   Schraubenmutter --20-- einstellbar.   Die Teller-16, 17- kommen auf das Garn mit den   Bremsflächen--21, 22-- zur Auflage.   



   Das Verfahren zur Nachbehandlung von Garn gemäss der Erfindung geht aus der Erkenntnis hervor, dass auf das Garn mit loserem Charakter, den   z. B.   das Garn aus dem spindellosen Spinnsystem aufweist, nachträglich nach seiner Bildung derart eingewirkt werden kann, dass seine Straffung und dadurch eine dichtere Faserbindung mit einer grösseren Anzahl von Berührungspunkten erreicht wird. 



  Falls einem solchen Garn mit unvollkommener Faseranordnung eine irreversible Zugdeformierung in der Weise erteilt wird, um eine dauernde Umgruppierung einiger Faserabschnitte im Sinne der verbesserten Anordnung der Fasern im Garn herbeizuführen, wird dessen qualitative Umwandlung erreicht. Die Folge davon ist die Erhöhung der Reissfestigkeit des Garnes bei gleichzeitiger Herabsetzung der Dehnfähigkeit. 



  Da die Dehnfähigkeit des spindellos gesponnenen Garnes viel höher als jede des auf Ringspinnmaschinen klassisch gesponnenen Garnes ist, wird es möglich, diese Eigenschaft zugunsten der erhöhten Festigkeit etwas herabzusetzen. 



   Durch das Verfahren zur Nachbehandlung von Garn gemäss der Erfindung wird die kontinuierliche Durchführung der oben beschriebenen Zugdeformierung auf dem Garn derart gelöst, dass dieses durch eine Zone hindurchlaufen gelassen wird, in welcher dieses während des Hindurchlaufen einer sich schnell vollziehenden dauernden Zugdeformierung unterworfen wird. 



   Nach Fig. 1 kann das Verfahren gemäss der Erfindung derart durchgeführt werden, dass das von der Wicklung auf der   Abzugsspule--1--abzuwickelnde Garn--4--mittels   des Abzugsmechanismus   --2-- zuerst   durch die erste   Bremseinrichtung --3- zur Bildung   der Zugvorspannung auf dem Garn hindurchläuft. Diese erste Bremseinrichtung kann eine verschiedene Form aufweisen, wie   z. B.   eine übliche Tellerbremse auf Spulmaschinen zum Hervorrufen einer kleinen, konstanten Spannung auf dem Garn oder eine freie Rolle mit Gewicht, die auf dem Garn zwischen zwei festen, drehbaren Rollen 
 EMI2.2 
 bestimmten, kurzen Bahn auf einen Wert gebracht wird, bei welchem das Eintreten einer dauernden Zugdeformierung garantiert ist.

   Das derart nachbehandelte Garn wird dann durch den Abzugsmechanismus--6--abgezogen und auf dem   Spulmechanismus--7--auf   das Format der aufzuwickelnden   Spule--71--aufgespult.   Allgemein ist es auch möglich, dass in der Reihe der angeführten Mechanismen einer der Mechanismen--2, 6-- oder beide fehlen. 



   Bei der Bremseinrichtung in Form einer kammartigen   Bremse --8-- nach Fig. 2   kann der Gesamtwinkel der Umschlingung des   Garnes --4-- eingestellt   werden, von dessen Grösse das Niveau der erhöhten Garnspannung abhängt, die beim Austritt aus der Bremseinrichtung beobachtet werden kann. Dieser Winkel ist durch die Summe der   Teilumschlingungen   auf den   Daumen-10-- und   den 

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 festen   Zylindern --11-- gegeben   und kann nach Forderung des erhöhten Spannungsniveaus dadurch geändert werden, dass die Stellung des einstellbaren   Kammes-9-gegenüber   den festen Zylindern   --11-- gewandert   wird.

   Die Änderung der Stellung des   Kammes --9-- wird   durch Einschrauben der Schrauben--12--, welche den   Kamm--9--trägt,   in das auf der   Platte-13-befindliche   Gewinde durchgeführt. Die Richtung des Vorschubes des   Kammes --9-- kann   ausserdem noch durch   Führungen --14-- gesichert   werden. 



   In Fig. 3 ist eine allgemein bekannte, gleichfalls anwendbare   Tellerbremse-15-dargestellt.   



  Auf der Bahn des Garnes zwischen den   Tellern-16, 17- muss   es zur Erhöhung der Zugspannung des Garnes--4--um einen Wert kommen, die durch das Produkt der durch die Feder-19ausgelösten Druckkraft und des Reibungskoeffizienten des Garnes und des Materials der Bremsflächen   - -21, 22--   der Teller--16, 17-- gegeben ist. Die Druckkraft kann durch die Deformierung der   Feder --19-- durch   die   Schraubenmutter--20--auf   dem   Bolzen --18-- geregelt   werden. 



   Es ist offensichtlich, dass die Ausführungsbeispiele des Verfahrens und der Vorrichtung gemäss der Erfindung keine Ansprüche auf Vollkommenheit stellen und dass es möglich ist, eine beträchtliche Anzahl von Kombinationen allgemein bekannter Elemente zum Hervorrufen der Wirkung zu bilden, auf welcher die Erfindung beruht. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Nachbehandlung von aus textilen Stapelmaterialien auf einem Spinnsystem mit 
 EMI3.1 
 das Garn durch eine Zone hindurchläuft, in welcher die Zugspannung des Garnes auf einen Wert erhöht wird, bei welchem eine dauernde Längung und Verdichtung gegenüber dem Zustand vor dem Eintritt in die Behandlungszone eintritt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwischen der abzuwickelnden Spule (1) und dem Spulmechanismus (7) mindestens eine Bremseinrichtung (5) zum Erhöhen der Zugspannung des Garnes (4) angeordnet ist. EMI3.2 Durchlaufes von Garn (4) hintereinander der Mechanismus (2) zum Abzug von Garn von der abzuspulenden Spule (1) die erste Bremseinrichtung (3) zum Auslösen der Vorspannung am Garn (4) die zweite Bremseinrichtung (5) zur Erhöhung der Zugspannung im Garn, der Abzugsmechanismus (6) für das nachbehandelte Garn (4) und der Spulmechanismus (7) angeordnet sind. EMI3.3 Bremseinrichtung (5) durch einen oder mehrere, teilweise oder gänzlich durch Garn umschlungene Körper gebildet wird. EMI3.4
AT546668A 1968-02-28 1968-06-07 Verfahren zur Nachbehandlung von aus textillen Stapelmaterialien auf einem Spinnsystem mit getrennter Drehung und Aufwicklung hergestelltem Garn, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens AT292517B (de)

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