DE592000C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und dauernd an der Anschlussleitung angeschaltetem Anrufrelais - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und dauernd an der Anschlussleitung angeschaltetem Anrufrelais

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DE592000C
DE592000C DES77443D DES0077443D DE592000C DE 592000 C DE592000 C DE 592000C DE S77443 D DES77443 D DE S77443D DE S0077443 D DES0077443 D DE S0077443D DE 592000 C DE592000 C DE 592000C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
contact
earth
circuit arrangement
call
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Expired
Application number
DES77443D
Other languages
English (en)
Inventor
Max Langer
Alfred Scheunert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE592000C publication Critical patent/DE592000C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q1/00Details of selecting apparatus or arrangements
    • H04Q1/18Electrical details
    • H04Q1/30Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents
    • H04Q1/32Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using trains of DC pulses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
31. JANUAR 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a 3 GRUPPE 67
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
an der Anschlußleitung angeschaltetem Anrufrelais
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1926 ab
Die vorliegende Erfindung betrifft cine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlageii mit Wählerbetrieb und bezieht sich im besonderen auf Anlagen, bei welchen an in Vorwahlorganen endende Anschlußleitungen Anrufrelais dauernd angeschaltet sind und die Auslösung einer hergestellten Verbindung beherrschen.
Bei derartigen Anordnungen dai-f das Anruf relais durch die seitens der anrufenden Stelle ausgesandten Stromstöße nicht beeinflußt werden. Man könnte nun als Antfuf relais ein mit verzögertem Ankerabfall ausgebildetes Relais verwenden, wodurch aber wieder infolge Unsymmetrie der Leitungen die Sprechverständigung ungünstig beeinflußt wird, während andererseits durch Einschaltung eines schnell arbeitenden Anruf relais in einem Haltestromkreis das Stromstoßempfangsrelais unempfindlich wird und dadurch eine betriebssichere Einstellung der Nummernstromstoßempfänger nicht mehr gewährleistet ist. Die vorliegende Erfindung beseitigt alle diese Schwierigkeiten dadurch, daß während der Stromstoßgabe eines anrufenden Teilnehmers Schaltmittel in einer hinter der Vorwahlstufe liegenden Einrichtung wirksam werden, welche das dauernd an der Anschlußleitung liegende Anrufrelais dämpfen und gleichzeitig das Stromstoßempfangsrelais in einen hochempfindlichen und die Stromstoßgabe zuverlässiger gestaltenden Stromkreis einschalten.
In der Zeichnung ist ein Ausführiungsbeispiel für die Erfindung dargestellt.
Es sei angenommen, daß der Teilnehmer N eine Verbindung herzustellen wünscht. Zu diesem Zwecke schließt er durch Abbeben, seines Hörers die Teilnehmerschleife, wodurch das Anruf relais R des Vorwählers VW erregt wird: Erde, Relais R, ö-Ader, Sprechstelle N, ö-Ader, Ruhekontakt 1 t, Widerstand Wi i, Batterie, Erde.
Das Relais R spricht an und schließt seine Kontakte 4/', Sr und 31/·. Der Kontakt ^r schließt hierauf einen Erregerstromkreis für den Drehmagneten D 1 des Vorwählers VW: Erde, Unterbrecher U B, Arbeitskontakt 4 r, Ruhekontakt 6 t, Drehmagnet Di, Batterie, Erde, wodurch der Vorwähler VW eingedreht wird. Durch Schließen des Kontaktes 31 r wird ein Erreger Stromkreis für die Wicklung II des Relais T vorbereitet: Erde, Arbeitskontakt 3 ir, Relais T, Wicklung II, Widerstand Wi 2, Batterie, Erde. Anderweitig besetzte Vorwähleranschlüsse sind durch Erdpotential gekennzeichnet. Infolgedessen ist die Wicklung II des Relais T während des Überlaufens besetzter Kontakte durch dieses Erdpotential (Umlegen des Kontaktes 31 gegen Erde) kurzgeschlossen und kann nicht ansprechen. So- bald der Vorwähler jedoch eine freie Leitung erreicht hat, die durch Fehlen des obengenannten Erdpotentials gekennzeichnet ist, spricht das Relais T über seine Wicklung II
*) Von dein Patent sucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Max Langer in Berlin-Hermsdorf und Alfred Scheunert in Berlin-Charlottenburg.
an, öffnet mit seinem Kontakt 61 den Antriebsstromkreis für den Drehmagneten D i, wodurch der Vorwähler stillgesetzt wird, schaltet mit seinen Kontakten ι t und 2 t die Teilnehmerleitung durch und kennzeichnet die belegte Leitung durch Umlegen seines Kontaktes 3 t als besetzt.
Da die Sperrung der belegten Leitung durch den Kontakt 31 r von dem Relais R abhängig ist, ist es notwendig, das Relais R während der ganzen Dauer der Verbindung erregt zu halten. Infolgedessen besteht auch diese Bedingung für die Zeit der Stromstoßgabe von Seiten des Teilnehmers. Nach Durchschaltung des Vorwählers VW wird ein Erregerstromkreis für das Relais A des ersten Gruppenwählers /. OW geschlossen: Erde, Relais R, Sprechschleife N, Arbeitskontakt 1 t, «-Arm des Vorwählers VW, «-Ader, Relais A, Batterie, Erde. Infolge Ansprechens des Relais A wird der Kontakt 20 α umgelegt, wodurch ein Erregerstromkreis für das Relais C geschlossen wird: Erde, Arbeitskontakt 20a, Relais C', Relais V 1, Batterie, Erde. Die Relais C und V 1 sprechen an und schließen ihre Kontakte 19 c, gv 1, 11 ν ι und 30 ν ι. Durch Schließen des Kontaktes 19 c wird ein Erregerstromkreis für das Relais V 2 vorbereitet. Mit dem Kontakt 9 ν ι wird ein Halte-Stromkreis für das Relais V 3 vorbereitet, durch Schließen des Kontaktes 11 ν ι der Hebmagnet// für die Stromstoßgabe angeschaltet. Der Kontakt 30 ν ι schließt den Prüf Stromkreis für den Gruppenwähler I. GlV.
Bei Abgabe des ersten Stromstoßes der Stromstoßreihe fällt das Relais A ab, wodurch der Erregerstromkreis für das Relais V 2 geschlossen wird: Erde, Arbeitskontakt 19c, Relais V 2, Ruhekontakt 20 a, Relais V 1, Batterie, Erde.
Infolge Ansprechens des Relais V 2 wird der Kontakt 27 ν 2 geöffnet, während der Kontakt 5 ν 2 geschlossen wird. Infolge Schließens des Kontaktes ζν 2 wird ein zweiter Stromkreis für das Relais A hergestellt über: Erde, Arbeitskontakt 5 ν 2, Widerstand Wi 3, δ-Ader, δ-Arm des Vorwählers VW, Arbeitskontakt 2 /, Sprechschleife N, Ai'bcitskontakt ι t, ß-Arm, Vorwähler VW, ß-Ader, Relais A, Batterie, Erde.
Durch diesen Stromkreis ist über den Widerstand Wi 3 ein Nebenschluß zu dem Relais R hergestellt, welcher so bemessen sein muß, daß er einerseits ein sicheres Erregtbleiben des Relais R gewährleistet, andererseits, die Wicklung des Relais R so dämpft, daß dasselbe während der Stromstoßgabe nicht abzufallen vermag.
Durch diese Parallelschaltung des Wider-Standes Wi 3 zu der Erregerwicklung des Relais R wird außerdem eine sichere Stromstoßgabe nach dem Relais A gewährleistet. Das Relais A folgt den gegebenen Stromstößen und überträgt dieselben auf seine Kontakte 13« und 20 iß. Das Relais V 2 wird durch Ansprechen des Relais A kurzgeschlossen, kann jedoch infolge dieses Kurzschlusses während der Stromstoßgabe nicht abfallen.
Der Hebmagnet H folgt den durch den Kontakt 13 α übertragenen Stromstößen und stellt den ersten Gruppenwähler auf die gewünschte Kontaktgruppe ein.
Infolge Hebens des Wählers aus seiner Ruhelage wird der Kontakt 25 k geschlossen, jedoch ist während der ersten Stromstoßreihe infolge Ansprechens des Relais V 2 der Kontakt 27 ν 2 noch geöffnet. Nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe fällt das Relais V 2 ab und schließt seinen Kontakt 27 ν 2. Hierdurch wird ein Erregerstromkreis für den Drehmagneten D 2 des ersten Gruppenwählers geschlossen: Erde, Kopf kontakt 25 k, Ruhekontakt 26/7, Ruhekontakt 27 ν 2, Ruhekontakt 28 i, Drehmagnet D 2, Batterie, Erde. Gleichzeitig wird das Relais V 3 über seine Wicklung I erregt und schaltet sich durch einen Kontakt 10 ν 3 über seine Wicklung II in einen Haltestromkreis. Durch den Kontakt 12 ν 3 öffnet das Relais V 3 den Erregerstromkreis für den Hebmagneten H, so daß dieser nicht mehr ansprechen kann.
Infolge Ansprechens des Drehmagneten D 2 wird der Kontakt 21 d 2 geschlossen, wodurch das Relais/ zum Ansprechen gebracht wird: Erde, Arbeitskontakt 21 d 2, Relais /, Batterie, Erde.
Infolge Ansprechens des Relais / wird der Kontakt 28/geöffnet, wodurch der Drehmagnet D 2 wieder abfällt. Durch Wechselwirkung des Relais / und des Drehmagneten D 2 lerfolgt die Einstellung des Gruppenwählers in freier Wahl bis zur Erreichung einer freien Verbindungsleitung zum nächsten Nummernstromstoßempfänger, worauf der Kontakt 26 p den Erregerstromkreis für den Drehmagneten D 2 endgültig unterbricht und den Wähler zum Stillstand bringt.
Die Auslösung des ersten Gruppenwählers nach Beendigung des Gespräches geschieht dadurch, daß infolge Abfallens des Relais/* der Kontakt 26p wieder geschlossen wird. Hierdurch wird der Drehmagnet D 2 wiederum erregt und dreht in Wechselwirkung mit dem Relais /, wie oben beschrieben, den Gruppenwähler über das Kontaktfeld weiter.
Hat der Wähler das ganze Kontaktfeld' durchlaufen, so wird der Wellenkontakt 23 w geschlossen und hierdurch das Relais / in einen Haltestromkreis gelegt: Erde, Kopfkontakt22Ä, Wellenkontakt 23 w, Arbeitskontakt 24/, Relais /, Batterie, Erde. Das Relais / unterbricht den Stromkreis für den
Drehmagneten D 2, worauf der Wähler in bekannter Weise mechanisch in seine Ruhelage zurückgeführt wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welchen an in Vorwahlorganen endende Anschlußleitungen Anrufrelais dauernd angeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß während der Stromstoßgabe eines anrufenden Teilnehmers Schaltmittel (V 2, Kontakt 5 ν 2) in einer hinter der Vorwahlstufe liegenden Einrichtung (GW) wirksam werden, welche das dauernd an der Anschlußleitung liegende Anrufrelais dämpfen und gleichzeitig das Stromstoßempfangsrelais (A) in einen hochempfindlichen, und die Stromstoßgabe zuverlässiger gestaltenden Stromkreis einschalten.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel einen niedrigohmigen Nebenschluß zu dem Anrufrelais der Anschlußleitung herstellen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES77443D 1926-12-10 1926-12-10 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und dauernd an der Anschlussleitung angeschaltetem Anrufrelais Expired DE592000C (de)

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