DE545783C - Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in FernsprechanlagenInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q3/00—Selecting arrangements
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
5. MÄRZ 1932
5. MÄRZ 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Jig 545783 KLASSE 21 a3 GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Schaltungsanordnung für Anrufsucher in Fernsprechanlagen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Anrufsucher in
Fernsprechanlagen und bezieht sich im besonderen auf solche Anordnungen, bei denen jedem
Anrufsucher als Anruf- und Prüfrelais ein Stufenrelais zugeordnet ist. Die Erfindung
bezweckt, sofort nach Aufnahme eines Anrufanreizes durch einen Anrufsucher einen anderen
Anrufsucher für einen neuen Anruf bereitzustellen. Dies wird dadurch erreicht, daß
das einem Anrufsucher als Anreizempfangsund Prüfrelais zugeordnete Stufenrelais bei
Aufnahme eines Anrufreizes sich von der Einrichtung zur Bereitstellung freier Anrufsucher
abschaltet und durch Beeinflussung dieser Einrichtung die Bereitstellung eines weiteren Anrufsuchers veranlaßt.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Abb. 1
zeigt eine Anordnung, bei der Anrufsucher über Wählersucher bereitgestellt werden.
Abb. 2 zeigt, wie der Anreiz zur Bereitstellung eines Anrufsuchers über eine Kettenschaltung
erfolgt.
Der Wählersucher selbst wird unmittelbar nach Aufnahme des Anreizes durch den Anrufsucher
weitergeschaltet, um einen weiteren freien Anrufsucher bereitzustellen. Befindet
sich der Wählersucher (Abb. 1) auf einen durch Anlegung von Erde an einen Eontakt
der Kontaktbank des Schaltarmes bws gekennzeichneten Kontakt (angenommen Kontakt
&3 der Abb. 1), d. h. der über diese Einstellung
des Wählersuchers anreizbare Anrufsucher ist frei, so ist folgender Stromkreis
für das Relais P geschlossen: Erde, Batterie, Schaltarm bws des Wählersuchers WS, Kontakt
3 r I, Widerstand Wi3, Erde. Das Relais P wird erregt und öffnet seinen Kontakt
Ip, wodurch der Stromkreis des Drehmagneten DWS des Wählersuchers WS unterbrochen
wird. Hebt jetzt der an den Leitungen La und Lb angeschlossene Teilnehmer
zwecks Einleitung eines Gesprächs seinen Hörer vom Haken, so kommt folgender Stromkreis für die Wicklung I des Relais LR
zustande: Erde, Wicklung I des Relais LR, Kontakt 4 Ir II, Leitung Lb, Schleife an der
Teilnehmerstelle (nicht dargestellt), Leitung La, Kontakt S Ir II, Widerstand Wi I,
Batterie, Erde. Das Relais LR ist als Stufenrelais ausgebildet und betätigt bei seiner Erregung
über die Wicklung I die Kontakte 2 Ir I und 6 Ir I. Durch Schließen des Kontaktes
2 Ir I wird das Differenzrelais J? über seine
Wicklung I in folgendem Stromkreis erregt: Erde, Kontakt 7 Ir II, Kontakt 2 Ir I, Widerstand
Wi11, Wicklung I des Relais S, Batterie,
Erde. Durch Schließung des Kontaktes 6 Ir I erfolgt die Kennzeichnung der anrufenden
Leitung in der Kontaktbank des Schaltarmes c des Anrufsuchers AS. Durch Erregung des
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Walter Pinell in Berlin-Siemensstadt.
Relais ,S über seine Wicklung I erfolgt die
Schließung des Kontaktes 2 Is, wodurch folgender
Stromkreis hergestellt wird: Erde, Widerstand Wi0, Kontakt 2 Is, Schaltarm aws
des Wählersuchers WS, Kontakt 8 r I, Wicklung I des Relais R, Batterie, Erde. Das Relais
R wird über seine Wicklung I in erster Stufe erregt und betätigt die Kontakte 3 r I,
8 r I, 9 r I, 10-r I und 22 r I. Durch Kontakt
10 rl wird der Drehmagnet Das des Anrufsuchers
AS in einem Unterbrecherstromkreis des Unterbrechers Unt I eingeschaltet. Durch
Kontakt 9 r I erfolgt die Anschaltung von Batterie an die Wicklungen II und III des
Relais R. Der Kontakt 22 r I schließt einen Stromkreis für die WicklungII des Differenzreläisi".
Der Stromfluß in dieser Wicklung ist dem in der Wicklung I entgegengesetzt. Hierdurch heben sich die Wirkungen der beiden
Wicklungen auf, so daß der Kontakt 21 s
geöffnet wird. Der Kontakt 8 r I, der als Schleppkontakt ausgebildet ist, schließt einen
Haltestromkreis für die Wicklung I des Relais R und trennt nach dessen Herstellung die
Wicklung I des Relais R von der Kontaktbank des Schaltarmes aws des Wählersuchers
WS ab, der Haltestromkreis für die Wicklung I des Relais R verläuft dann über
die Kontakte 8 r I, 19 r II, 20 V2 nach Erde
Durch Betätigung des Kontaktes 3 r I erfolgt die Auftrennung des Erregerstromkreises des
Relais P. Das Relais P fällt ab, und der Kontakt Ip stellt den Stromkreis für den Drehmagneten
DWS des Wählersuchers WS her. Der Wählersucher beginnt zu drehen, was so
lange fortgesetzt wird, bis der Schaltarm bws einen Kontakt berührt, an dem Erde als
Kennzeichen eines freien Anrufsuchers angeschaltet ist. Ist dies der Fall, so wird durch
Erregung des Relais P der Arbeitsstromkreis des Drehmagneten DWS am Kontakt 1 p unterbrochen.
Hat der Schaltarm c des Anrufsuchers AS
den durch Anlegung von Erde in der Kontaktbank des Schaltarmes c gekennzeichneten
Kontakt berührt, so kommt folgender Stromkreis für die Wicklung II des Relais LR und
die Wicklungen II und III des Relais R zustande: Erde, Kontakt 6 Ir I, Wicklung II des
Relais Li?, Schaltarm c des Anruf suchers AS, Wicklung II und III des Relais R, Kontakt
9 r I, Kontakt 12 V1, Kontakt 13 v2, Batterie,
Erde. Die Relais LR und R werden in diesem Stromkreis in zweiter Stufe erregt. Durch
die Erregung des Relais LR über seine Wicklung II wird der Kontakt 17 r II geöffnet, wodurch
der Unterbrecherstromkreis für den Drehmagneten Das des Anruf suchers AS unterbrochen
wird. Durch Kontakt 23 r II wird der Stromkreis für die Wicklung II des Relais
5" unterbrochen. Das Relais 5" spricht
jetzt aber nicht über seine Wicklung I an, da gleichzeitig mit dem Relais R auch das Relais
LR in zweiter Stufe erregt wird, so daß bei Auftrennung des Stromkreises für die
Wicklung II des Relais 61 über den Kontakt
23 r II gleichzeitig der Kontakt 7 Ir II bei Erregung des Relais LR über seine Wicklungen
II und III den Stromkreis für die Wicklung I des Relais 5" geöffnet hat. Durch
Kontakt 19 r II wird die am Kontakt 20 v„
angeschaltete Erde abgetrennt, so daß die Wicklung I des Relais R stromlos wird. Der
Kontakt r8 r II schließt die Wicklung II des Relais R kurz, wodurch der Anrufsucher in
bekannter Weise gesperrt erscheint. Durch die Kontakte ι S r II und 14.rH werden die
Schaltarme α und b des Anruf suchers AS mit dem Relais A und B verbunden. Durch Erregung
des Relais LR über seine Wicklung II wird der Kontakt 7 Ir II geöffnet, so. daß das
Relais S, wie bereits beschrieben, bei Auftrennung des Stromkreises der Wicklung II
des Relais JT am Kontakt 23 r II unwirksam bleibt. Bei Betätigung der Kontakte 4 Ir II
und 5 If Π werden die Relais A und B über
die Teilnehmerschleife erregt. Durch Kontakt 16° wird das Relais V1 erregt und der
Schleppkontakt 12 V1 geschlossen. Der Kontakt
12 V1 ist derart ausgebildet, daß er erst
den einen Stromkreis schließt, bevor er den anderen öffnet. Bei Erregung des Relais V1
wird der Kontakt 24 V1 geschlossen, wodurch
das Relais V2 erregt wird. Das Relais V2
öffnet den Kontakt 13 vz.
Soll die hergestellte Verbindung nach Beendigung des Gesprächs ausgelöst werden, so
hängt der Teilnehmer an der anrufenden Teilnehmerstelle seinen Hörer auf. Hierdurch
wird der Stromkreis für das Relais A unter- ico
brochen. Der Kontakt i6a öffnet den Stromkreis
für das Relais V1, welches den Kontakt
12 V1 umlegt. Da der Kontakt 13 V2 geöffnet
ist, werden die Relais LR und R ab erregt. Bei Öffnung des Kontaktes 24 V1 wird
das Relais V2 verzögert zum Abfallen gebracht,
so daß, wenn der Kontakt 13 V2 die Batterie
wieder anschaltet, dieKontakteprl und iSrll
in ihre Ruhestellung zurückgekehrt sind, wodurch keine weiteren Schaltvorgänge durch
Anlegen von Batterie über Kontakt 13 V2 ermöglicht
werden. Sind alle Kontakte der Relais LR und R in die Ruhestellung zurückgeführt,
so ist der Anrufsucher wieder beleg- bar.
Auf der Abb. 2 ist eine Anordnung dargestellt, die an Stelle des Wählersuchers der
Abb. ι benutzt werden kann und bei der die Weitergabe des Anreizes mittels einer Kettenschaltung
erfolgt. Die Durchschaltung der Anreizleitung erfolgt in diesem Ausführungsbeispiel
wie beim Ausführungsbeispiel
(Abb. ι) in dem Augenblick, in welchem der Anrufsucher den Anreiz aufgenommen hat.
Wird beispielsweise der Kontakts, der dem
Kontakt 2i s in Abb. 2 entspricht, geschlossen, so kommt folgender Stromkreis für die Wicklung
I des Anreizempfangsrelais 1 R zustande: Erde, Kontakt s (Abb. 2), Kontakt
4 r I, Wicklung I des Relais 1 R, Kontakt ι r II, Kontakt 1 V2, Batterie, Erde. In
diesem Stromkreis wird das Relais 1 R erregt und der Kontakt 1 r I geschlossen. Hierdurch
wird die Wicklung I des Relais 1 R in einen Haltestromkreis geschaltet, so daß dieses
bei Umlegung des Kontaktes 4 r I erregt gehalten wird. Die Kontakte 1 r I und 4 r I
sind derart ausgebildet, daß der Kontakt 1 r I eher geschlossen, bevor der Kontakt 4 r I geöffnet
und umgelegt wird. Durch Umlegen des Kontaktes 4 r I erfolgt die Durchschaltung
der Anreizleitung auf das Anreizempfangsrelais des nächsten freien Anrufsuchers.
Die übrigen Schaltvorgänge, im besonderen auch die Beeinflussung des Relais S durch das
Relais 1 R, werden in derselben Art vorgenommen, wie dies bereits bei der Abb. 1 beschrieben
ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schaltungsanordnung für Anrufsucher in Fernsprechanlagen, denen als Anreiz- und Prüfrelais ein Stufenrelais zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Anreiz- und Prüfrelais (R) des bereitgestellten freien Anrufsuchers bei Aufnahme eines Anrufanreizes sich in der ersten Stufe sowohl von der Einrichtung zur Bereitstellung freier Anrufsucher abschaltet, als auch durch deren Beeinflussung die Bereitstellung eines anderen Anrufsuchers veranlaßt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83573D DE545783C (de) | 1928-01-11 | 1928-01-11 | Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in Fernsprechanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83573D DE545783C (de) | 1928-01-11 | 1928-01-11 | Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in Fernsprechanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE545783C true DE545783C (de) | 1932-03-05 |
Family
ID=7511132
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES83573D Expired DE545783C (de) | 1928-01-11 | 1928-01-11 | Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in Fernsprechanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE545783C (de) |
-
1928
- 1928-01-11 DE DES83573D patent/DE545783C/de not_active Expired
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