DE545783C - Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in Fernsprechanlagen

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DE545783C
DE545783C DES83573D DES0083573D DE545783C DE 545783 C DE545783 C DE 545783C DE S83573 D DES83573 D DE S83573D DE S0083573 D DES0083573 D DE S0083573D DE 545783 C DE545783 C DE 545783C
Authority
DE
Germany
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contact
relay
call
winding
circuit
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Expired
Application number
DES83573D
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Pinell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE545783C publication Critical patent/DE545783C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
5. MÄRZ 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Jig 545783 KLASSE 21 a3 GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Schaltungsanordnung für Anrufsucher in Fernsprechanlagen
Patentiert im Deutschen Reiche vom Ii. Januar 1928 ab
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Anrufsucher in Fernsprechanlagen und bezieht sich im besonderen auf solche Anordnungen, bei denen jedem Anrufsucher als Anruf- und Prüfrelais ein Stufenrelais zugeordnet ist. Die Erfindung bezweckt, sofort nach Aufnahme eines Anrufanreizes durch einen Anrufsucher einen anderen Anrufsucher für einen neuen Anruf bereitzustellen. Dies wird dadurch erreicht, daß das einem Anrufsucher als Anreizempfangsund Prüfrelais zugeordnete Stufenrelais bei Aufnahme eines Anrufreizes sich von der Einrichtung zur Bereitstellung freier Anrufsucher abschaltet und durch Beeinflussung dieser Einrichtung die Bereitstellung eines weiteren Anrufsuchers veranlaßt.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Abb. 1 zeigt eine Anordnung, bei der Anrufsucher über Wählersucher bereitgestellt werden. Abb. 2 zeigt, wie der Anreiz zur Bereitstellung eines Anrufsuchers über eine Kettenschaltung erfolgt.
Der Wählersucher selbst wird unmittelbar nach Aufnahme des Anreizes durch den Anrufsucher weitergeschaltet, um einen weiteren freien Anrufsucher bereitzustellen. Befindet sich der Wählersucher (Abb. 1) auf einen durch Anlegung von Erde an einen Eontakt der Kontaktbank des Schaltarmes bws gekennzeichneten Kontakt (angenommen Kontakt &3 der Abb. 1), d. h. der über diese Einstellung des Wählersuchers anreizbare Anrufsucher ist frei, so ist folgender Stromkreis für das Relais P geschlossen: Erde, Batterie, Schaltarm bws des Wählersuchers WS, Kontakt 3 r I, Widerstand Wi3, Erde. Das Relais P wird erregt und öffnet seinen Kontakt Ip, wodurch der Stromkreis des Drehmagneten DWS des Wählersuchers WS unterbrochen wird. Hebt jetzt der an den Leitungen La und Lb angeschlossene Teilnehmer zwecks Einleitung eines Gesprächs seinen Hörer vom Haken, so kommt folgender Stromkreis für die Wicklung I des Relais LR zustande: Erde, Wicklung I des Relais LR, Kontakt 4 Ir II, Leitung Lb, Schleife an der Teilnehmerstelle (nicht dargestellt), Leitung La, Kontakt S Ir II, Widerstand Wi I, Batterie, Erde. Das Relais LR ist als Stufenrelais ausgebildet und betätigt bei seiner Erregung über die Wicklung I die Kontakte 2 Ir I und 6 Ir I. Durch Schließen des Kontaktes 2 Ir I wird das Differenzrelais J? über seine Wicklung I in folgendem Stromkreis erregt: Erde, Kontakt 7 Ir II, Kontakt 2 Ir I, Widerstand Wi11, Wicklung I des Relais S, Batterie, Erde. Durch Schließung des Kontaktes 6 Ir I erfolgt die Kennzeichnung der anrufenden Leitung in der Kontaktbank des Schaltarmes c des Anrufsuchers AS. Durch Erregung des
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Walter Pinell in Berlin-Siemensstadt.
Relais ,S über seine Wicklung I erfolgt die Schließung des Kontaktes 2 Is, wodurch folgender Stromkreis hergestellt wird: Erde, Widerstand Wi0, Kontakt 2 Is, Schaltarm aws des Wählersuchers WS, Kontakt 8 r I, Wicklung I des Relais R, Batterie, Erde. Das Relais R wird über seine Wicklung I in erster Stufe erregt und betätigt die Kontakte 3 r I, 8 r I, 9 r I, 10-r I und 22 r I. Durch Kontakt 10 rl wird der Drehmagnet Das des Anrufsuchers AS in einem Unterbrecherstromkreis des Unterbrechers Unt I eingeschaltet. Durch Kontakt 9 r I erfolgt die Anschaltung von Batterie an die Wicklungen II und III des Relais R. Der Kontakt 22 r I schließt einen Stromkreis für die WicklungII des Differenzreläisi". Der Stromfluß in dieser Wicklung ist dem in der Wicklung I entgegengesetzt. Hierdurch heben sich die Wirkungen der beiden Wicklungen auf, so daß der Kontakt 21 s geöffnet wird. Der Kontakt 8 r I, der als Schleppkontakt ausgebildet ist, schließt einen Haltestromkreis für die Wicklung I des Relais R und trennt nach dessen Herstellung die Wicklung I des Relais R von der Kontaktbank des Schaltarmes aws des Wählersuchers WS ab, der Haltestromkreis für die Wicklung I des Relais R verläuft dann über die Kontakte 8 r I, 19 r II, 20 V2 nach Erde Durch Betätigung des Kontaktes 3 r I erfolgt die Auftrennung des Erregerstromkreises des Relais P. Das Relais P fällt ab, und der Kontakt Ip stellt den Stromkreis für den Drehmagneten DWS des Wählersuchers WS her. Der Wählersucher beginnt zu drehen, was so lange fortgesetzt wird, bis der Schaltarm bws einen Kontakt berührt, an dem Erde als Kennzeichen eines freien Anrufsuchers angeschaltet ist. Ist dies der Fall, so wird durch Erregung des Relais P der Arbeitsstromkreis des Drehmagneten DWS am Kontakt 1 p unterbrochen.
Hat der Schaltarm c des Anrufsuchers AS den durch Anlegung von Erde in der Kontaktbank des Schaltarmes c gekennzeichneten Kontakt berührt, so kommt folgender Stromkreis für die Wicklung II des Relais LR und die Wicklungen II und III des Relais R zustande: Erde, Kontakt 6 Ir I, Wicklung II des Relais Li?, Schaltarm c des Anruf suchers AS, Wicklung II und III des Relais R, Kontakt 9 r I, Kontakt 12 V1, Kontakt 13 v2, Batterie, Erde. Die Relais LR und R werden in diesem Stromkreis in zweiter Stufe erregt. Durch die Erregung des Relais LR über seine Wicklung II wird der Kontakt 17 r II geöffnet, wodurch der Unterbrecherstromkreis für den Drehmagneten Das des Anruf suchers AS unterbrochen wird. Durch Kontakt 23 r II wird der Stromkreis für die Wicklung II des Relais 5" unterbrochen. Das Relais 5" spricht jetzt aber nicht über seine Wicklung I an, da gleichzeitig mit dem Relais R auch das Relais LR in zweiter Stufe erregt wird, so daß bei Auftrennung des Stromkreises für die Wicklung II des Relais 61 über den Kontakt 23 r II gleichzeitig der Kontakt 7 Ir II bei Erregung des Relais LR über seine Wicklungen II und III den Stromkreis für die Wicklung I des Relais 5" geöffnet hat. Durch Kontakt 19 r II wird die am Kontakt 20 v„ angeschaltete Erde abgetrennt, so daß die Wicklung I des Relais R stromlos wird. Der Kontakt r8 r II schließt die Wicklung II des Relais R kurz, wodurch der Anrufsucher in bekannter Weise gesperrt erscheint. Durch die Kontakte ι S r II und 14.rH werden die Schaltarme α und b des Anruf suchers AS mit dem Relais A und B verbunden. Durch Erregung des Relais LR über seine Wicklung II wird der Kontakt 7 Ir II geöffnet, so. daß das Relais S, wie bereits beschrieben, bei Auftrennung des Stromkreises der Wicklung II des Relais JT am Kontakt 23 r II unwirksam bleibt. Bei Betätigung der Kontakte 4 Ir II und 5 If Π werden die Relais A und B über die Teilnehmerschleife erregt. Durch Kontakt 16° wird das Relais V1 erregt und der Schleppkontakt 12 V1 geschlossen. Der Kontakt 12 V1 ist derart ausgebildet, daß er erst den einen Stromkreis schließt, bevor er den anderen öffnet. Bei Erregung des Relais V1 wird der Kontakt 24 V1 geschlossen, wodurch das Relais V2 erregt wird. Das Relais V2 öffnet den Kontakt 13 vz.
Soll die hergestellte Verbindung nach Beendigung des Gesprächs ausgelöst werden, so hängt der Teilnehmer an der anrufenden Teilnehmerstelle seinen Hörer auf. Hierdurch wird der Stromkreis für das Relais A unter- ico brochen. Der Kontakt i6a öffnet den Stromkreis für das Relais V1, welches den Kontakt 12 V1 umlegt. Da der Kontakt 13 V2 geöffnet ist, werden die Relais LR und R ab erregt. Bei Öffnung des Kontaktes 24 V1 wird das Relais V2 verzögert zum Abfallen gebracht, so daß, wenn der Kontakt 13 V2 die Batterie wieder anschaltet, dieKontakteprl und iSrll in ihre Ruhestellung zurückgekehrt sind, wodurch keine weiteren Schaltvorgänge durch Anlegen von Batterie über Kontakt 13 V2 ermöglicht werden. Sind alle Kontakte der Relais LR und R in die Ruhestellung zurückgeführt, so ist der Anrufsucher wieder beleg- bar.
Auf der Abb. 2 ist eine Anordnung dargestellt, die an Stelle des Wählersuchers der Abb. ι benutzt werden kann und bei der die Weitergabe des Anreizes mittels einer Kettenschaltung erfolgt. Die Durchschaltung der Anreizleitung erfolgt in diesem Ausführungsbeispiel wie beim Ausführungsbeispiel
(Abb. ι) in dem Augenblick, in welchem der Anrufsucher den Anreiz aufgenommen hat. Wird beispielsweise der Kontakts, der dem Kontakt 2i s in Abb. 2 entspricht, geschlossen, so kommt folgender Stromkreis für die Wicklung I des Anreizempfangsrelais 1 R zustande: Erde, Kontakt s (Abb. 2), Kontakt 4 r I, Wicklung I des Relais 1 R, Kontakt ι r II, Kontakt 1 V2, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis wird das Relais 1 R erregt und der Kontakt 1 r I geschlossen. Hierdurch wird die Wicklung I des Relais 1 R in einen Haltestromkreis geschaltet, so daß dieses bei Umlegung des Kontaktes 4 r I erregt gehalten wird. Die Kontakte 1 r I und 4 r I sind derart ausgebildet, daß der Kontakt 1 r I eher geschlossen, bevor der Kontakt 4 r I geöffnet und umgelegt wird. Durch Umlegen des Kontaktes 4 r I erfolgt die Durchschaltung der Anreizleitung auf das Anreizempfangsrelais des nächsten freien Anrufsuchers. Die übrigen Schaltvorgänge, im besonderen auch die Beeinflussung des Relais S durch das Relais 1 R, werden in derselben Art vorgenommen, wie dies bereits bei der Abb. 1 beschrieben ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Schaltungsanordnung für Anrufsucher in Fernsprechanlagen, denen als Anreiz- und Prüfrelais ein Stufenrelais zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Anreiz- und Prüfrelais (R) des bereitgestellten freien Anrufsuchers bei Aufnahme eines Anrufanreizes sich in der ersten Stufe sowohl von der Einrichtung zur Bereitstellung freier Anrufsucher abschaltet, als auch durch deren Beeinflussung die Bereitstellung eines anderen Anrufsuchers veranlaßt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES83573D 1928-01-11 1928-01-11 Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher in Fernsprechanlagen Expired DE545783C (de)

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