DE5895C - Coupirzange mit Kontrolapparat für Fahrbillete - Google Patents

Coupirzange mit Kontrolapparat für Fahrbillete

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DE5895C
DE5895C DENDAT5895D DE5895DA DE5895C DE 5895 C DE5895 C DE 5895C DE NDAT5895 D DENDAT5895 D DE NDAT5895D DE 5895D A DE5895D A DE 5895DA DE 5895 C DE5895 C DE 5895C
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Germany
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DENDAT5895D
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Original Assignee
J. H. F. PRILLWITZ in Berlin, Neuenburgerstrafse 31
Publication of DE5895C publication Critical patent/DE5895C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41KSTAMPS; STAMPING OR NUMBERING APPARATUS OR DEVICES
    • B41K5/00Plier-like tools for stamping, or stamping and delivering, tickets or the like
    • B41K5/04Plier-like tools for stamping, or stamping and delivering, tickets or the like with devices for collecting counterfoils, or with other means for recording stamping operations

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  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

1878.
J. H. F. PRILLWITZ in BERLIN. Coupirzange mit Contr ο lap ρ ar at für Fahrbillete.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1878 ab. Längste Dauer: 14. Mai 1891.
Der Hauptzweck dieser Erfindung ist, die Unterschlagung von Fahrgeldern, welche von den Conducteuren auf Eisenbahnen und dergl. eingenommen werden, zu verhindern. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs man mit einem Billetstempel von eigentbümlicher Construction eine Alarmglocke, einen Behälter zur Aufnahme der Billetabschnitte und eine Vorrichtung zum Registriren verbindet, und dafs man den Conducteur veranlafst, die Glocke jedesmal anzuschlagen und das Billet zu lochen, wenn er ein Fahrgeld einnimmt. Die Passagiere und das Publicum werden durch Anschläge in Kenntnifs gesetzt, dafs es die Pflicht des Conducteurs ist, diese Handlungen zu voll· ziehen, und ein Nichterfüllen derselben würde Aufmerksamkeit erregen und Umgehung dieser Pflicht ankündigen.
A ist der obere und B der untere Handgriff des Instrumentes; beide sind durch ein Scharnier verbunden und mit einer Stempelscheere nach gewöhnlichem Modell versehen. Das Gehäuse C enthält die Glocke und den registrirenden Mechanismus. DD1 sind die Deckel dieses Gehäuses. Die Räder EE dienen zum Registriren. Die Klinke f sitzt auf dem um die Axe von F drehbaren Hebel /', welcher mit einem vorspringenden Theil A \ der Zunge des oberen Handgriffes A, durch einen Stift g verbunden ist. Die Klinke / bewegt das Rad E jedesmal um eine Theilung, wenn die Handgriffe des Instrumentes geschlossen werden. Die Sperrklinken gl mit Feder verhindern die Rückwärtsbewegung der Räder EE\
Die Glocke H ist auf einem Stift im Innern des Deckels D befestigt; der Arm / des Klöppels ist um einen Stift in der Scheidewand des Gehäuses C drehbar und mit zwei anderen Armen ti' versehen, die rechtwinklig zum ersten über und unter dem Drehpunkt z'2 hervorstehen. Eine gekrümmte flache Feder j ist an dem Gehäuse C bei /' befestigt und drückt mit ihrem freien Ende gegen den oberen Arm i des Glockenhammers, so dafs dieser immer geschlossen erhalten wird. Der Hebel h ist lose um den Zapfen?'2 drehbar und mit einem Zahn Λ' versehen; der kleine Zahn h2 ist hinter dem Zahn /1' angebracht, während h jenseits des Zapfens z'2 einen Ansatz h3 trägt, der unter dem Arm / des Glockenhammers in den Winkel eingreift, welcher von dem Arm il und dem Arm / gebildet' wird.
Beim Schliefsen der Handgriffe des Lochstempels stöfst der Theil A \ Fig. 3, des oberen Griffes an den Zahn Ä\ Fig. 1, des Hebels h und dreht letzteren um seinen Zapfen z2; hierbei wird der Hammer_/ gegen die Feder i vermittelst des Ansatzes hz gedrückt. Wenn die Bewegung von A vollendet ist und der Hammer frei wird, so kehren der letztere und der Hebel h durch die Feder i in ihre ursprüngliche Lage zurück und hierbei ertönt die Glocke. Beim Oeffhen der Griffe A B kommt das Ende des Theiles A' mit dem Zahn h' in Berührung und dreht den Hebel h, bis der Zahn /1' frei vorbeigeht, Fig. i.
Da der Ansatz k3 etwas Spielraum in dem Winkel der Arme / und z1 hat, so kann somit der Hebel h um etwas zurückgedreht werden. m ist eine Art Zahnstange, die an dem Theil A ' angebracht ist. Dieselbe ist mit zwei Arten von Einschnitten η η' versehen, die nach entgegengesetzter Richtung geneigt sind und in der Mitte einen etwas vorspringenden Zahn n2 haben, Fig. 10. Das verstellbare Eingriffsblättchen ist um einen Stift drehbar und mit zwei Zähnen oi o'1 versehen, welche in die entsprechenden Einschnitte η η' eingreifen sollen. Das entgegengesetzte Ende des Blättchens hat zwei Abschrägungen, gegen die die Feder p abwechselnd drückt, je nach der entsprechenden Stellung, o3 ist ein kleiner Zahn, der mit dem Zahn A'1 des Hebels h in Berührung kommt.
Wenn das Instrument in der Stellung Fig. 1 sich befindet, wobei die Feder p auf die obere Abschrägung des Eingriffsblättchens 0 drückt, so liegt der untere Zahn <?' des letzteren in einem der unteren, nach oben geneigten Einschnitte n.
Beim Schliefsen der Griffe gleitet das Blättchen 0 über diese Einschnitte weg, bis es in Berührung mit dem Zahn «2 kommt; dieser dreht das Blättchen 0 um seinen Zapfen, bis die Feder p, welche bis jetzt auf die obere Schrägung ihren Druck ausübt, nunmehr auf die untere Schrägung wirkt, wobei das Blatt-
chen ο so gedreht wird, dafs der obere Zahn*?2 mit der oberen Reihe der Einschnitte «' in Eingriff kommt, wie die punktirten Linien in Fig. io angeben. Da während der Bewegung beim Schliefsen der Griffe das Eingriffsblättchen ο mit der unteren Reihe der Einschnitte η in Eingriff steht, so ist eine rückgehende Bewegung der Handgriffe unmöglich, bis nach dem vollständigen Schliefsen und dem Weiterrücken des Registers um eine Theilung, wonach das Blättchen ο, wie oben beschrieben, umgelegt worden ist und die unteren Einschnitte frei werden. Somit ist der Versuch, durch nur theilweises Schliefsen der Handgriffe und plötzliches Loslassen die Glocke anzuschlagen, ohne das Register in Thätigkeit zu setzen, vereitelt.
Während des letzten Theils der schliefsenden Bewegung der Griffe wird der Theil A1 vom Glockenhammer frei und die Glocke ertönt, nachdem das Register um einen Grad weitergerückt und etwas vor dem Ertönen der Glocke durch das entsprechende Eingriffsblättchen gegen Rückgang verschlossen worden ist. Beim Oeffnen der Handgriffe gleitet das Blättchen ο über die obere Reihe der Zähne »' und beugt in ähnlicher Weise dem Schliefsen vor, bis die Griffe vollständig geöffnet sind. Dies verhindert das Anschlagen der Glocke durch Oeffnen der Griffe und verhindert die Bewegung des Hammers, bis das Registerrad um einen Grad weiter geschoben worden ist. Während des letzten Theils der Oeffnungsbewegung kommt der Zahn η" in Berührung mit dem oberen Zahn ο - des Blättchens ο und führt es in die ursprüngliche Lage zurück und macht die Druckstempel für eine zweite Operation frei. Während dieser Bewegung des Eingriffsblättchens ο kommt sein Zahn ο3 mit dem Zahn 2 des Hebels h in Berührung, Fig. 2, so dafs letzterer, welcher sich beim Oeffnen der Griffe, wie oben beschrieben, um etwas zurückgewendet hat, in seine erste Stellung zurückgeht und den Zahn h1 wieder unter den Theil A' des oberen Handgriffes schiebt, um für ein zweites Schlieisen der Griffe fertig zu sein, q q l sind Haken, welche aus den Deckeln D D' heraustreten. Die Haspen q q1 werden bei geschlossenen Deckeln D und Z?1 durch den Stift s festgehalten.
Der Cylinder T steht aus dem Handgriff B nach oben vor. Eine Kante von s ist mit Zähnen s1 versehen, Fig. 1, in welche eine entsprechende Anzahl mit Einschnitten versehener Verschlufsscheiben / eingreifen; die letzteren drehen sich frei auf der Axe T. Wenn man die Einschnitte aller Scheiben / so einstellt, dafs sie zusammenfallen, so kann der Stift s genügend gehoben werden, um die Haken q q' frei zu machen, wie Fig. 1 in punktirten Linien zeigt; dreht man jedoch die Scheiben t so, dafs dieses Zusammenfallen nicht eintritt, so bleibt der Stift ί in seiner tiefsten Stellung, Fig. 2.
Die äufseren Scheiben i3, welche die Verschlufsschalen umschliefsen, sind mit Buchstaben oder Zahlen versehen und die geeignete Stellung der Scheiben für das Oeffnen wird dadurch hervorgerufen, dafs man die erforderliche Reihe der Buchstaben oder Zahlen eines bestimmten Wortes mit einem Einschnitt u am Handgriff B in eine Reihe stellt, wie gewöhnlich bei dieser Art von Schlössern geschieht. Die Combination der Buchstäben oder Zahlen ist natürlich nur der befugten Person bekannt, welche die Schlösser öffnen soll.
Der untere Theil des Stiftes ί verschmälert sich und das unterste Ende ist mit einem Haken versehen, Fig. 2 und 11, welcher, wenn der Stift zur Genüge gehoben ist, um die Haken q q' frei zu machen, unter einen Stift r greift und dadurch sein gänzliches Heraustreten verhindert.
Dieser Stift ί ist am besten mit einem beweglichen Theil s2 versehen, der die Einschnitte ί' enthält und welcher mit dem Riegel ί an einem Ende durch einen Stift verbunden ist, der sich in einem nach unten geneigten Schlitz im Riegel befindet, Fig. 2, während am anderen Ende eine Rippe in einer Nuth läuft, die in dem Riegel s parallel zu dem genannten schrägen Schlitz läuft, Fig. 11. Wenn der Riegel s einen Druck nach oben erhält, um das Schlofs aufzubrechen, so werden die Zähne des beweglichen Theiles s2, welche unter die Verschlufsscheiben greifen, den Theil s2 nach aufsen drücken, wodurch der Halt des Riegelstiftes s in den Verschlufsscheiben noch vergröfsert wird.
Der Behälter K für die Billetabschnitte ist an der Unterseite des Griffes B angebracht; derselbe ist von cylindrischer oder anderer passender Gestalt und mit nur einer Oeffhung an der oberen Seite versehen, welche gegen den unteren Griff B anliegt. Der Behälter K ist an dem Griff B, durch einen Haken k, Fig. 7, und. den Stift / befestigt; der letztere wird durch einen Verschlufsbolzen /' festgehalten. Der Stift / kann auch allein zur Befestigung des Behälters K am Griff B dienen, wobei der Haken k wegfällt. Der Verschlufsbolzen ll ist so angeordnet, dafs sein Kopf oder ein Flantsch an demselben vom Deckel D' überdeckt wird, wenn das Instrument geschlossen ist, um das Herausziehen und somit das Lösen des Behälters K und den Zugang dazu zu verhindern, bis der Deckel D' aufgeschlossen und geöffnet wird.
In dem zweiten Registerrad E1, welches bei jeder Umdrehung des Einerrades E um eine Theilung gedreht wird, ist einer der Zähne herausgeschnitten, e, Fig. 7, und das Rad E1 ist so angeordnet, dafs seine Bewegung an dem Zahn anfängt, der gleich auf die offene Lücke folgt. Nachdem das Rad E fast eine ganze Umdrehung vollendet hat, so dafs die Sperrklinke / in die Lücke e eingreift, bleibt das Rad E1 bei der weiteren Bewegung des Einerrades E stehen. Um das Rad E^ yon neuem mit f in Eingriff zu bringen, mufs es mit der Hand um eine Theilung weitergedreht werden.
Wird Zugang zu dem Mechanismus durch Erbrechen des Schlosses verschafft und der Mechanismus nach dem Anfangspunkt zurückgeführt, um die Anzahl der Fahrgelder zurückzubehalten, welche eingenommen worden sind, so wird der Betrug durch das Rad E1 entdeckt, indem es bei der letzten Lücke stehen bleibt, ehe es den Ausgangspunkt erreicht und so die volle Anzahl der Fahrgelder erreicht, welche der Apparat überhaupt registriren kann, während eine geringere Anzahl von Fahrgeldern abgeliefert wird.

Claims (9)

Patent-Ansprüche:
1. In einem registrirenden und alarmirenden Controlapparat eine Reihe von Einschnitten n, welche Plättchen ο mit Feder ρ bewegen, wie oben beschrieben.
2. Die Combination der Einschnitte ««' mit dem zwischenliegenden Zahn n-, dem Eingriffsblatt ο und der Feder p, wie oben beschrieben.
3. Die Combination des Glockenhammers mit dem Hebel h, dem Zahn hl und dem Ansatz h"1, um den Glockenhammer zu heben, wie oben beschrieben.
4. Die Combination des Glockenhammers I, des Hebels h mit dem Zahn 3 und dem Blättchen 0, welches einen Zahn o3 hat, um den Hebel h in seine ursprüngliche Stellung zurückzuführen, wie oben beschrieben.
5. Die Combination des Deckels D Dx mit Haken q q1 und dem Verschlufsriegel s, wie beschrieben.
6. Die Combination der Deckel D £>\ der Haken q q 1, des Verschlufsriegels s und des Combinationsschlosses, wie beschrieben.
7. Die Combination des Behälters K und Glockendeckels oder Registrirmechanismus und des Verschlufsstiftes /', wie beschrieben.
8. Die Combination des Einerrades E, welches die Sperrklinke / des zweiten Registerrades E1 bewegt, mit der Lücke e, die durch Wegscheiden eines Zahnes entstanden ist, wie beschrieben.
9. Die Combination des Verschlufsriegels s mit dem beweglichen Theil i2 und den Einschnitten s1 mit dem Riegel, wie oben beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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