DE588942C - Herstellung von Trialkaliphosphaten - Google Patents

Herstellung von Trialkaliphosphaten

Info

Publication number
DE588942C
DE588942C DEC46854D DEC0046854D DE588942C DE 588942 C DE588942 C DE 588942C DE C46854 D DEC46854 D DE C46854D DE C0046854 D DEC0046854 D DE C0046854D DE 588942 C DE588942 C DE 588942C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphate
ammonia
phosphates
trialkali
dialkali
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC46854D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Heinrich Saenger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Budenhiem KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Budenhiem KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Budenhiem KG filed Critical Chemische Fabrik Budenhiem KG
Priority to DEC46854D priority Critical patent/DE588942C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE588942C publication Critical patent/DE588942C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/26Phosphates
    • C01B25/30Alkali metal phosphates
    • C01B25/308Methods for converting an alkali metal orthophosphate into another one; Purification; Decolorasing; Dehydrating; Drying

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

  • Herstellung von Trialkaliphosphaten Zur Herstellung von Lösungen von Tr ialkaliphosphaten zur Gewinnung von kristallisiertem Trialkaliphosphat aus diesen Lösungen ist man bisher den Weg gegangen, Lösungen von Dialkaliphosphat berechnete Mengen von Ätzalkalilauge zuzusetzen und die erhaltenen Lösungen einzudampfen. Nach dem Eindampfen auf die erforderlichen Konzentrationen erhält man beim Abkühlen Trinatriumphosphatkristalle, während sich das Trikaliumphosphat nur schwer kristallisieren läßt. Es ist bisher noch nicht gelungen, Ätzalkali beim Arbeiten in wäßrigen Lösungen durch andere- Alkalien, z. B. die billigere Soda bzw. Pottasche, zu ersetzen, weil die Dialkaliphosphatlösung bereits alkalisch reagiert und das noch vorhandene Wasserstoffatom zu schwach wirksam ist, um beispielsweise die Kohlensäure von Alkalicarbonaten auszutreiben.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man eine Umsetzung von Dialkaliphosphat in Lösung mit Soda unter Bildung von Trialkaliphosphat erreichen kann, wenn man das Carbonat des Alkalicarbonats in stark alkalischer Lösung an Ammoniak bindet, wobei der Reaktionsvorgang nach folgenden Gleichungen verläuft: 1. 2 Nag H P 04 + Nag C 03 + 2 NH3 -2Na3P04 4- (NH4)2C011 2. 2 K2 H P 04 + K2 C 03 + 2 N H, - 2 K3 P 04.-'- (N H4) 1 C O3. Wesentliche Vorbedingung für das Eintreten der Reaktion und für eine gute Ausbeute ist das Vorhandensein einer stark alkalischen Reaktion, die durch überschüssiges Ammoniak, aber auch durch überschüssige Soda bzw. Pottasche erzeugt werden kann, wobei z. B. überschüssiges Alkalicarbonat bewirkt, daß an Ammoniak gespart wird. Es ist also ein um so geringerer Ammoniaküberschuß erforderlich, je größer die angewendete Alkalicarbonatmenge ist. Einen Einfluß auf die Ausbeute hat außerdem die Phosphatkonzentration des Reaktionsgemisches. Mit steigender Phosphatkonzentration steigt auch die Ausbeute an Trialkaliphosphat. Die neue Arbeitsweise ermöglicht das Arbeiten in besonders hohen Konzentrationen.
  • Besonders günstig für die Reaktion und die Ausbeute ist eine Wasserstoffionenkonzentration, die geringer ist als 3 X 1o -12. Zur Erreichung dieser Wasserstoff ionenkonzentration sind z. B. bei Anwendung der zweifachen theoretischen Sodamenge nur 2o bis 30g Ammoniak auf jedes Kilogramm Lösung erforderlich.
  • Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß mit geringem Wärmeaufwand kristallisiertes Trialkaliphosphat gewonnen wird, und zwar das Trinatriumphosphat, mit 12 Molekülen Kristallwasser, dagegen das sonst schwer kristallisierende Trikaliumphosphat als Salz mit 8 Molekülen Kristallwasser, dessen Kristailisierfähigkeit in dieser Hydratform und in ammoniakalischer Lösung an sich bekannt ist.
  • Bei der erstmaligen Ausführung des neuen Verfahrens muß man sich mit einer Ausbeute von 6o bis 70 % der angesetzten P205 Menge begnügen, weil die Löslichkeit der Trialkaliphosphate erheblich ist. Bei Weiterverarbeitung der Mutterlauge werden jedoch praktisch ioo°/oige Ausbeuten, bezogen auf das zugesetzte Dialkaliphosphat, erreicht. Die anfallende Mutterlauge kann wiederholt, ohne Regenerierung, Wiederverwendung finden, indem Dialkaliphosphat und Alkalicarbonat sowie geringe Mengen von Ammoniak, entsprechend der Ausbeute der vorhergehenden Charge, ergänzt werden. Durch Destillation kann schließlich die Mutterlauge wieder verwendungsfähig gemacht werden. Ausführungsbeispiel i In 65o g Wasser werden 6oo g kristallisiertes Dinatriumphosphat und 200- Soda unter Erwärmen auf 4o bis 45' gelöst. In die sich abkühlende Lösung wird unter dauerndem Rühren Ammoniak eingeleitet. Bei einer Temperatur von 28 bis 30° beginnt die Ausscheidung von feinen Nadeln- von Trinatriumphosphat, deren Menge mit. zunehmender Ammoniakkonzentration bei weiterer Abkühlung gesteigert wird. Nach Zusatz von etwa 30 g Ammoniak wird das Reaktionsgemisch bei einer Temperatur von 2o° in die Zentrifuge abgelassen, um die Kristalle von der Mutterlauge zu scheiden. Ausbeute 381 g Trinatriumphosphat kristallisiert - 6o °i', der Theorie.
  • Ausführungsbeispiel 2 In der nach Ausführungsbeispiel i ange-* fallenen Mutterlauge werden 358g Dinatriumphosphat kristallisiert und 53 g Soda gelöst. Nach dem Einleiten von Ammoniak bis zu einem PH-Wert von 11,8 scheiden sich beim Abkühlen wiederum Kristalle von Trinatriumphosphat aus, die durch Abschleudern von der Mutterlauge getrennt werden. Ausbeute 380 g- ioo °/o der Theorie. Ausführungsbeispiel 3 In einer entsprechend Ausführungsbeispiel i unter Verwendung von Kaliumsalzen und Ammoniak gewonnenen Mutterlauge werden 174 g Dikaliumphosphat in konzentrierter Lösung und 69 g Pottasche gelöst. Nach .dem Einleiten von Ammoniak scheiden sich Kristalle von Trikaliumphosphat mit 8 Molekülen Kristallwasser aus, die durch Zentrifugieren von der Mutterlauge getrennt werdgn. Ausbeute 356 g - ioo°Jo der Theorie.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Trialkaliphosphaten aus Dialkaliphosphaten und den entsprechenden Alkalicarbonaten, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige, zweckmäßig konzentrierte Lösung von Dialkaliphosphat mit den erforderlichen Mengen Alkalicarbonat und überschüssigem Ammoniak, zweckmäßig unter Kühlung, versetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Anwendung eines Alkalicarbonat- und Ammoniaküberschusses.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalität des Reaktionsgemisches stärker ist, als seiner Wasserstoffionenkonzentration von 3 X ia- 11 entspricht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweifache Menge Alkalicarbonat der Theorie verwendet und so viel Ammoniak .benutzt wird, bis die gewünschte Alkalität des Reaktionsgemisches erreicht ist.
DEC46854D 1932-08-30 1932-08-30 Herstellung von Trialkaliphosphaten Expired DE588942C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC46854D DE588942C (de) 1932-08-30 1932-08-30 Herstellung von Trialkaliphosphaten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC46854D DE588942C (de) 1932-08-30 1932-08-30 Herstellung von Trialkaliphosphaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE588942C true DE588942C (de) 1933-11-30

Family

ID=7026446

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC46854D Expired DE588942C (de) 1932-08-30 1932-08-30 Herstellung von Trialkaliphosphaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE588942C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3429921A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphaten aus alkalisch behandelten phosphatgesteinen
DE588942C (de) Herstellung von Trialkaliphosphaten
DE2404434A1 (de) Verfahren zur herstellung einer festen phosphorsaeureverbindung
DE3039021A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkalisalzen der imidodisulfonsaeure
DE630145C (de) Verfahren zur Herstellung von anorganischen und organischen Salzen der Alkali- oder Erdalkalimetalle
DE531888C (de) Gewinnung von saurem Dinatriumpyrophosphat
DE530052C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoffphosphat-Duengemitteln
DE2145321B2 (de) Verfahren zur herstellung von kaliumperoxydisulfat
DE540077C (de) Verfahren zur Herstellung von sekundaerem Kaliumorthophosphat unter gleichzeitiger Gewinnung von tertiaerem Ammonphosphat
DE568206C (de) Herstellung von Monoalkaliphosphaten durch teilweise Neutralisierung von Phosphorsaeure mit alkalisch reagierenden Alkaliverbindungen
DE632569C (de) Gewinnung von Kalium- und Ammoniumphosphat
DE354528C (de) Verfahren zur Herstellung von Borax und Borsaeure
DE503898C (de) Verfahren zur Darstellung von Doppelsalzen des Ammoniumsulfats mit den Sulfaten derAlkalien
DE1145588B (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Natriumhypophosphit
DE550048C (de) Herstellung von Kaliumcarbonat und Alkali- oder Ammonphosphaten
DE575747C (de) Herstellung von Kaliummonophosphat
DE385557C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat aus Natriumnitrat und Kaliumsulfat
DE639657C (de) Kreislaufverfahren zur Herstellung von Monoammoniummonokaliumphosphat sowie Chlorammonium aus Chlorkalium, Phosphorsaeure und Ammoniak
DE568086C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln
DE573429C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat
DE586446C (de) Verfahren zur Darstellung von Guanidinsalzen
DE575247C (de) Herstellung von Soda und Pottasche unter gleichzeitiger Gewinnung von Chlorammonium
DE543555C (de) Verfahren zur Darstellung von Thioharnstoff
AT88718B (de) Verfahren zur Herstellung von Cynnatrium.
DE719436C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyannatrium